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Veröffentlicht am 05.04.2020

Niedliche Geschichte für (erste) Selbstleser und Vorleser

Lilli und Flosse
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Lilli und Flosse leben mit ihrer Familie und ihren Freunden in gesunkenen Schiffen, ganz tief im Meer. Sie sind kleine Nixenkinder und kleine Nixenkinder sind besonders mutig. Sie glauben nicht an böse ...

Lilli und Flosse leben mit ihrer Familie und ihren Freunden in gesunkenen Schiffen, ganz tief im Meer. Sie sind kleine Nixenkinder und kleine Nixenkinder sind besonders mutig. Sie glauben nicht an böse Zweibeiner und nixenkinderfressende Riesenkraken. Und genau deshalb verstoßen sie auch immer wieder gegen die Regeln und verlassen das sichere Dorf. Die Wachen sind dabei kein Problem. Und deshalb schwimmt Flosse auch mit seiner Freundin Lilly zu den Höhlen, auch wenn seine Schuppen jucken und er sich sicher ist, dass das eine Warnung sein soll. Als dann ein riesiges Ungeheuer mit Scheinwerferaugen und Greifarmen auftaucht sind die Beiden schon mitten in einem Abenteuer voller Kraken, Seeteufel und Zweibeinern. Und wer lebt unten in der dunklen Höhle? Ohje, vielleicht hätten die Beiden doch auf Flosses juckende Schuppen gehört.

Dieses Kinderbuch besticht nicht nur mit einer tollen Geschichte, sondern auch mit wunderschön gezeichneten schwarz-weiß Illustrationen.

Die Geschichte ist rasant und kunterbunt geschrieben. Man taucht in eine fremde Unterwasserwelt ein, die aufgrund der bildhaften Beschreibungen sehr lebhaft sind. Die Beschreibungen sind jedoch so kurz gehalten, dass sie der Geschichte nicht den Wind aus den Segeln nehmen. Auch gibt es in diesem großen Abenteuer mehrere kleinere Geschehnisse, die so den Spannungsbogen immer wieder zu einem kleinen Hochpunkt führen. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und einem Kinderbuch angemessen. Auch die Wortwahl finde ich passend für ein Buch ab 8 Jahren.

Empfehlen kann ich diese Geschichte jedem, der gerne kreative Geschichten in fremden Welten liest. Geeignet ist diese Geschichte sowohl für (erste) Selbstleser als auch für Vorleser.

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Veröffentlicht am 03.04.2020

Schönes Kinderbuch mit viel Witz und einem kleinen Gruselfaktor

Gespensterjäger auf eisiger Spur (Band 1)
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Tom ist fast zehn Jahre alt, aber er hat ein Problem. In seinem Keller sitzt ein wirklich unheimliches Gespenst und natürlich glauben ihm weder Mama noch Papa. Seine große Schwester Lola sowieso nicht, ...

Tom ist fast zehn Jahre alt, aber er hat ein Problem. In seinem Keller sitzt ein wirklich unheimliches Gespenst und natürlich glauben ihm weder Mama noch Papa. Seine große Schwester Lola sowieso nicht, die hält ihn eh für verrückt. Aber seine Oma, die gibt ihm die Adresse ihrer Freundin Frau Kümmelsaft. Diese kennt sich nämlich mit Gespenstern aus. Und so beginnt Toms erstes Abenteuer.

Ich muss ja sagen, dass ich die Kinderbücher von Cornelia Funke wirklich liebe. Als Kind habe ich viele von ihnen bereits verschlungen, und auch jetzt als Erwachsene erweitere ich meine Sammlung immer gerne. Auch Rereads bekannter Bücher gibt es gelegentlich. So auch bei diesem Buch.
Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht. Man ist direkt in der Geschichte drin und lernt auch sehr schnell das schaurige Kellergespenst Hugo kennen.

Die Handlung an sich ist locker und leicht, aber dennoch spannend. Der Gruselfaktor ist natürlich auf einem für ein Kinderbuch angemessenes Niveau, aber man kann durchaus die Gruselgefühle von Tom nachvollziehen. Auch das große Finale finde ich schön und kreativ ausgearbeitet. Ein kleines bisschen mit gefiebert habe ich definitiv.

Die Charaktere sind wie immer einfach goldig. Tom ist sehr lebhaft und charakterstark dargestellt. Und auch Frau Kümmelsafts eigenwillige Art und die Tatsache, dass sie Tom immer mit "Sie" anspricht fand ich passend. Besonders gefallen hat mir auch die Hose von Lola, Toms Schwester (hat sich da etwa Sprotte eingeschlichen??).

Der Erzählstil von Cornelia Funke ist auch in diesem Buch mitreißend, lebendig und kreativ. Ich konnte mich wunderbar in die Geschichte reinfallen lassen und bin nur so durch die Seiten geflogen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 03.04.2020

Ein komplexes und ungewöhnliches Thema wurde hier erfolgreich in eine Geschichte für Groß und Klein eingewoben

Projekt Mimesis – Die Insel der künstlichen Kinder
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Jorin Flugbrand, oder Jo wie ihn seine Freunde nennen, hat es nicht leicht. Er ist von seinen Pflegeeltern abgehauen und schläft nun in einer alten Gruft auf dem Friedhof. Dann taucht ein Agent auf und ...

Jorin Flugbrand, oder Jo wie ihn seine Freunde nennen, hat es nicht leicht. Er ist von seinen Pflegeeltern abgehauen und schläft nun in einer alten Gruft auf dem Friedhof. Dann taucht ein Agent auf und bittet Jo in einem geheimen Fall zu ermitteln. Kurz darauf wird Jo in eine sehr moderne aber auch etwas seltsame Schule gebracht. Der Millionär Borax Dosch hat ihn in diese Schule aufgenommen und ihn zum Teil des Projekts Mimesis gemacht. Warum kann Jo sich jedoch nicht erklären. Aber irgendwas stimmt in dieser Schule nicht. Als Jo sich die Sache genauer anschaut überschlagen sich die Ereignisse. Und immer wieder stellt sich die Frage - Was haben Jos verstorbenen Eltern mit der ganzen Sache zu tun?

Der Einstieg in diese Geschichte hat mich erst mal irgendwie so verwirrt, dass ich mir den Klappentext nochmal durchgelesen habe. Man steigt nämlich nicht direkt bei der Hauptfigur "Jo" ein, sondern erlebt die ersten Szenen aus der Sicht des Agenten Samuel Smuts. Auch die Erzählweise des Autors war für mich am Anfang etwas ungewohnt, da für diese Geschichte nicht die oft verwendete "Ich-Perspektive" verwendet wurde. Schnell konnte ich mich aber in das Ganze einfinden und dann lief das Lesen wie von selbst.

Das Thema der Geschichte "künstliche Intelligenz" ist ja durchaus ein besonderes Thema, dass ich so im Kinderbuchbereich bisher nicht kannte. Anfangs war ich dann auch ein bisschen skeptisch, ob dieses komplexe Thema kinderbuchgerecht verpacken lässt. Zu Beginn der Geschichte spielt dieses Thema auch erst mal keine Rolle. Hier verändert sich zuerst einmal das Leben von Jo deutlich zum Besseren. Dieser Teil des Buches hat mir sehr gut gefallen, da ich mir die Umgebung immer sehr gut vorstellen konnte. Zudem empfand ich die persönliche Entwicklung sowie den Zwiespalt von Jorin immer als sehr gut nachvollziehbar.
In der zweiten Hälfte der Geschichte nimmt das Ganze dann deutlich an Fahrt auf. Es überschlagen sich die Ereignisse und man hat zum Ende nochmal einen Settingwechsel. Und dieses neue Setting ist wieder ganz anders und doch besonders. Auch hier konnte ich mir die Räumlichkeiten wieder sehr gut vorstellen. Das gewählt Maß an Beschreibungen und Fantasiefreiheit hat mir hier sehr gut gefallen und es passte für mich perfekt.
Die Spannungskurve in diesem Buch ist wirklich enorm gut gelungen. Auch für mich als Erwachsene und damit eigentlich nicht als wirkliche "Zielgruppenleserin" konnte vor allem der zweite Teil der Geschichte durchaus fesseln. Gut gelungen finde ich auch die Anspielungen, die vielleicht Kinder anders interpretieren als Erwachsene, die aber auch mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnten.
Das Ende finde ich ebenfalls gelungen. Die Handlungsfäden wurden zusammengeführt und beendet. Auch die meisten Fragen wurden beantwortet. Für mich ist dennoch eine Frage offen geblieben und ich vermute, dass diese Frage in einem zweiten Band eine größere Rolle spielen könnte. Ich gehe also davon aus, dass diese Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist. Dennoch finde ich, dass dieses Buch sich auch als Einzelbuch sehr gut lesen lässt.

Die Charaktergestaltung hat mir leider etwas weniger gefallen als die Ausarbeitung der Umgebung. Am problematischsten war dies für mich zu Beginn. Vor allem von Jorin habe ich es nicht geschafft mir ein Bild in meinem Kopf zu entwickeln. Die Vergleiche mit einem Orang-Utan haben mir dabei leider auch nicht weiter geholfen. Auch die anderen Charaktere blieben in ihrem Aussehen für mich eher schwammig. Die Charakterzüge aller Figuren finde ich jedoch toll. Jeder Charakter ist individuell aufgebaut. Zudem finde ich die Tiefe der Figuren für ein Kinderbuch angemessen ausgearbeitet und nachvollziehbar dargestellt.

Der Erzählstil fiel mir, wie bereits erwähnt, am Anfang nicht ganz so leicht, da ich diese Art der Erzählung einfach nicht gewöhnt bin. Aber nach ein paar Seiten hatte ich mich sehr gut eingefunden und ich muss sagen, dass mir dieser Erzählstil fast mehr zusagt als der allgemein verwendete "Ich-Erzähler". Die Darstellung der Umgebung und Handlungsräume finde ich sehr gelungen. Und auch die Ausschmückung der Beschreibung und der für Fantasie frei gelassene Spielraum empfinde ich als passend. Die Ausschmückungen der Beschreibungen haben mir diese Geschichte zu einem Fest gemacht. Leider konnten mich die Charakterbeschreibungen, vor allem bzgl. des Aussehens der Hauptfiguren, nicht ganz überzeugen. Hier fehlten mir an vielen Stellen dann doch ein paar mehr Anhaltspunkte oder die gegebenen Vergleich kamen bei mir nicht an.

Insgesamt hat mir dieses Buch trotz anfänglicher Skepsis sehr gut gefallen. Besonders der Umgang mit dem Thema "künstliche Intelligenz" ist in meinen Augen sehr gut gelungen. Die Aufarbeitung und Einflechtung des doch recht komplexen Themas empfinde ich als kindgerecht, aber auch für Erwachsene Leser gut geeignet. Dennoch würde ich diesem Buch eher eine Empfehlung ab 12 Jahren und nicht ab 10 Jahren geben, da ich es an einigen Stellen doch recht "brutal" finde und eventuell auch zu komplex. Die Sprache und Wortwahl an sich passt in meinen Augen aber durchaus in die Empfehlung ab 10 Jahren. Allgemein würde ich jedem empfehlen sich dieses Buch einmal näher anzusehen.

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Veröffentlicht am 28.05.2020

"Ich weiß nicht, ist das eine Komödie, ist das eine Tragödie? Ich weiß nicht!"

Beethoven
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"Ich weiß nicht, ist das eine Komödie, ist das eine Tragödie? Ich weiß nicht!" Dieses Zitat fasst diese Graphic Novel für mich perfekt zusammen. In diesem Buch werden die ersten Tage nach dem Tod von Beethoven ...

"Ich weiß nicht, ist das eine Komödie, ist das eine Tragödie? Ich weiß nicht!" Dieses Zitat fasst diese Graphic Novel für mich perfekt zusammen. In diesem Buch werden die ersten Tage nach dem Tod von Beethoven beschrieben. Verschiedene "Besucher" tauchen auf, und es finden viele Geschichten ihren Anfang. Doch niemand kann genau sagen, welche nun wahr ist. Auch die Beschaffung von "Reliquien" beginnt.

Dies war meine erste Graphic Novel. Daher war ich besonders gespannt, wie mir das Ganze gefallen wird. Der Anfang war ungewohnt, aber ich bin schnell in die Geschichte hinein gekommen. Auch wenn ich sagen muss, dass ich zu Beginn vieles nicht direkt verstanden habe war ich doch direkt interessiert.
Die Zeichnungen waren zudem ein weiterer Faktor, der mich begeistern konnte. Der Zeichenstil mit den markanten Gesichtern und den tollen Farben hat mir gut gefallen. Bei jedem Blick ist mir etwas neues aufgefallen. Dennoch wirken die Zeichnungen nicht überladen.

Die Sprache der Figuren hat mich oft zum lächeln gebracht. Besonders toll war der Wiener Dialekt. Aber auch das Französische oder Deutsche wurde gut eingebaut. Das hat der Geschichte in meinen Augen etwas Besonderes verliehen.

Insgesamt lässt mich dieses Buch allerdings zwiegespalten zurück. Es hat mich durchaus unterhalten und nachdenklich gemacht. Dennoch fehlt mir hier eine richtige Geschichte. Für mich fehlt da irgendwie der Anfang und auch das Ende ist für mich kein richtiges Ende. Auf mich wirkt es ein bisschen so, als wäre es mehr eine Zusammenfassung von historisch (nicht unbedingt belegten) Ereignissen/Gesprächen/Fakten, die in den Ansatz einer Geschichte eingebaut wurden.

Gefallen hat mir das Ganze dennoch, da es durchaus interessant war und ich diese Leichenfledderei zum Einen total seltsam fand, aber die Geschichten und die nicht übereinstimmenden, sehr kuriosen Geschichten rund um Beethoven doch unterhaltsam fand. Der Titel passt jedoch in meine Augen nicht wirklich zur Geschichte, bzw. er ist für mich persönlich nicht aussagekräftig genug.

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Veröffentlicht am 28.04.2020

Der Einstieg in ein großartiges, sehr komplexes Abenteuer in einer umfassenden und faszinierenden Welt

Das Lied von Eis und Feuer 01
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Diese Geschichte war für mich nicht neu, da ich bereits die Serie gesehen habe. Dennoch war ich sehr gespannt darauf, wie mir die Geschichte als Hörbuch gefallen würde und welche Abweichungen des Films ...

Diese Geschichte war für mich nicht neu, da ich bereits die Serie gesehen habe. Dennoch war ich sehr gespannt darauf, wie mir die Geschichte als Hörbuch gefallen würde und welche Abweichungen des Films vom Buch mir auffallen würden.

Daher, dass ich die Personen und deren Beziehungen zueinander kannte, fiel mir der Einstieg in die Geschichte nicht schwer. Aber auch für "Neulinge" in diesem Universum sehe den Einstieg als unproblematisch an, da sich für die Einführung der einzelnen Figuren sehr viel Zeit gelassen wird.

Die Handlung an sich ist in diverse Stränge aufgebaut. Neben verschiedenen Charakterschicksalen gibt es auch viele Handlungsstränge, die sich auf verschiedenen Orte (wie Winterfell oder Kings Landing) beziehen. Für mich war eine Unterscheidung der einzelnen Stränge und Orte gut möglich. Die Handlungen an sich sind durchaus komplex, aber auch nachvollziehbar.

Die Charaktere waren mir aus der Serie bereits zum Großteil bekannt. Die Ausarbeitung der Figuren ist in diesem Buch sehr gelungen. Ich hatte für alle Figuren ein Bild unabhängig von der Serie im Kopf. Die Gedanken und Handlungen der Charaktere waren für mich teils überraschend aber an sich immer nachvollziehbar. Es gibt in diesem Buch bereits eine sehr große Anzahl an Personen. Dies sollte man nicht unterschätzen. Vor allem ohne Vorwissen kann dies durchaus zu anfänglichen Verwirrungen oder Verständnisschwierigkeiten führen. Hier kann ich allerdings nur empfehlen dran zu bleiben, denn es lohnt sich.

Das Ende des Buches kam für mich sehr überraschend. Es endet nicht wirklich mit einem Cliffhanger, sondern gefühlt mitten in einer Szene.

Da ich dieses Buch als Hörbuch gehört habe möchte ich noch einmal den Sprecher loben. Auch wenn die Aussprache vieler Namen anders ist als in der Serie, und dies bei mir anfangs für etwas Irritation gesorgt hat, hat mich der Sprecher durchaus von sich überzeugen können. Ich mochte die Betonung und auch das Sprechtempo.

Auf den nächsten Teil freue ich mich schon sehr.

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