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Veröffentlicht am 18.06.2020

Die Geschichte der einsamsten Kommissarin Islands

DUNKEL
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Kommissarin Hulda von der Polizei in Reykjavik wird von ihrem Chef unerwartet dazu gebracht, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen. Binnen 14 Tagen soll sie ihr Büro für einen jüngeren Mitarbeiter räumen. ...

Kommissarin Hulda von der Polizei in Reykjavik wird von ihrem Chef unerwartet dazu gebracht, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen. Binnen 14 Tagen soll sie ihr Büro für einen jüngeren Mitarbeiter räumen. Davor möchte sie sich noch einen ein Jahr alten Fall vornehmen, weil sie der Meinung ist, dass ihr Kollege diesen äußerst schlampig bearbeitet hat. Die junge Russin Elena wurde damals tot aufgefunden und Hulda vermutet mehr dahinter. Obwohl sie so lange Polizistin mit Leib und Seele war, hat sie dennoch keine Freunde hier. Sie hat alle immer auf Distanz gehalten und fühlte sich unter den Männern nicht akzeptiert. Familie hat sie keine mehr, daher ging sie ganz in ihrer Arbeit auf. Doch seit kurzem gibt es wieder einen Mann in ihrem Leben, den sie über ihr gemeinsames Hobby, das Wandern, kennen gelernt hat und nur ganz langsam nähern sie sich an. Durch den letzten Fall, den sie unbedingt noch zu Ende bringen will, bleibt ihr aber wenig Zeit für diesen Bekannten. Sie stürzt sich mit Feuereifer in die Ermittlungen und macht sich damit nicht gerade Freunde bei der Polizei.

Dieses spannende Buch beinhaltet drei Erzählstränge - einmal Huldas jetziges Leben und ihre Ermittlungen, daneben die Ereignisse um die tote Russin und Rückblicke in Huldas nicht sehr schöne Kindheit. Die tolle Landschaft Islands kommt auch ausführlich zur Sprache. Nach und nach versteht man auch, weshalb Hulda so eigenbrötlerisch geworden ist. Der Schluss hat mich sehr überrascht, auch dass dieser Band der 1. Teil der Hulda-Trilogie ist, die sich in den nächsten beiden Bänden offenbar mit ihren großen, alten Fällen beschäftigt - also quasi der erste Band ihr letzter Fall ist.

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Veröffentlicht am 14.06.2020

Ein alter Fall wird neu aufgerollt!

Schwestern im Tod
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Kommissar Martin Servaz war vor 25 Jahren ganz frisch bei der Mordkommission von Toulouse und er erinnert sich noch gut an seinen ersten Fall, bei dem zwei junge Mädchen in Kommunionkleidern tot aufgefunden ...

Kommissar Martin Servaz war vor 25 Jahren ganz frisch bei der Mordkommission von Toulouse und er erinnert sich noch gut an seinen ersten Fall, bei dem zwei junge Mädchen in Kommunionkleidern tot aufgefunden worden waren. Damals dachten sie, den Mörder gefunden zu haben, zumal er die Tat gestanden hatte. Aber als er zu einem Tatort gerufen wird und dort wieder eine Frau im Kommunionkleid vorfindet, bekommt er seine Zweifel. Damals wie heute ist der berühmte Kriminalautor Erik Lang involviert, in dessen Büchern die Taten genau beschrieben wurden. Hat ein Fan von Erik Lang die Morde begangen?

Dies ist bereits der fünfte Teil der Reihe um Martin Servaz und dieser Band führt uns in die Anfänge seiner Karriere bei der Polizei. Auch die persönliche Vergangenheit von Martin spielt in diesem Buch eine Rolle. Sein Werdegang vom langhaarigen jungen Mann, der sich schon damals sehr für Gerechtigkeit eingesetzt hat, zum erfahrenenen Kommissar kann so gut nachvollzogen werden. Martin ist ein einsamer Kämpfer, seine Beziehungen sind zerbrochen, er lebt alleine mit seinem kleinen Sohn, um den er sich rührend sorgt, das macht ihn sehr sympathisch. Durch die verschiedenen Zeitebenen bleibt das Buch immer spannend, teils herrscht eine düstere Athmosphäre vor. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und obwohl ich keinen der Vorgänger-Bände kannte, hatte ich damit keine Probleme, höchstens ein paar Wissenslücken.

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Veröffentlicht am 07.06.2020

Eine angeschlagene Tempe ermittelt wieder!

Das Gesicht des Bösen
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Ich bin von Anfang an ein Fan dieser Reihe um die forensische Anthropologin Temperance Brennan - dies ist bereits ihr 19. Fall - und er hat mir wieder gut gefallen.

Diesmal hat Tempe gesundheitliche Probleme, ...

Ich bin von Anfang an ein Fan dieser Reihe um die forensische Anthropologin Temperance Brennan - dies ist bereits ihr 19. Fall - und er hat mir wieder gut gefallen.

Diesmal hat Tempe gesundheitliche Probleme, ein Aneurysma in ihrem Kopf musste operiert werden. Danach leidet sie unter Migräneanfällen und Albträumen - sie kann manchmal nicht mehr zwischen Realität und Phantasie unterscheiden. Ein Unbekannter sendet ihr Fotos einer entstellten, unidentifizierten Leiche. Ihre neue Chefin kann Tempe nicht leiden - das beruht auf Gegenseitigkeit - und will sie unbedingt von diesem Fall fernhalten. Das regt Tempe natürlich an, erst recht hier Nachforschungen anzustellen. Detective Slidell ist an einem Fall mit vermissten Kindern dran und hilft ihr nur höchst widerwillig, was immer wieder zu lesenswerten, sarkastischen Dialogen führt.

In diesem spannenden Buch muss sich Tempe mit allerhand Ärgernissen rumschlagen. Die Renovierung in ihrem Haus geht nur schleppend voran, dann gibt es auch noch eine Brandstiftung, sie wird überfallen und ihre Akten und Beweise wurden vernichtet oder sind verschwunden. Dazu kommt noch die drückende Schwüle in Charlotte, in der skurrile Typen ihr Unwesen treiben. Die Palette der Verbrechen reicht von Drogen über Einbruch und Brandstiftung bis hin zu Pädophilie. Ich habe mich mal wieder gut unterhalten gefühlt.

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Veröffentlicht am 01.06.2020

Ein ganz besonderer Pilz!

Ahrtrüffel
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Der Unternehmer Peter Siedenburg ist bei seinen Geschäften nicht gerade zimperlich, wenn es um seinen Profit geht. Als er auf seiner Trüffelplantage im Ahrtal beim Suchen nach dem schwarzen Gold auf ein ...

Der Unternehmer Peter Siedenburg ist bei seinen Geschäften nicht gerade zimperlich, wenn es um seinen Profit geht. Als er auf seiner Trüffelplantage im Ahrtal beim Suchen nach dem schwarzen Gold auf ein verbuddeltes Skelett trifft, behält er das für sich, obwohl er genau weiß, wer die Leiche ist. Doch der Tote wird gefunden und die Polizei verdächtigt Peter, da seine DNA am Tatort gefunden wurde. Die junge Journalistin Greta, die den Geschäftsmann interviewen möchte, soll ihm helfen, seine Unschuld zu beweisen.

Dieser interessante und spannende Krimi führt uns in das Jahr 2034, wo es fast nur noch autonom fahrende Autos gibt und das Rauchen und das Trinken von Hochprozentigem verboten wurde. Dazu erhält man einen umfassenden Einblick in den Anbau und die Verwendung von den kostbaren Trüffeln. Die Journalistin Greta war mir sehr sympathisch, der Unternehmer Peter und seine Frau Monica weniger. Aber sie wurden sehr gut beschrieben. Dazu kamen noch Rückblenden, jeweils mit Datum und Ort überschrieben, zum besseren Verständnis. Das ideale Buch für Liebhaber der kostbaren Truffel!

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Veröffentlicht am 29.05.2020

... und Ende gut - alles gut!

Die Mitte ist ein guter Anfang
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Die Restauratorin Eva und der Journalist Arne sind schon lange ein Paar mit gemeinsamer 15-jähriger Tochter, als er ihr völlig überraschend einen Heiratsantrag macht. Eva ist davon gar nicht begeistert ...

Die Restauratorin Eva und der Journalist Arne sind schon lange ein Paar mit gemeinsamer 15-jähriger Tochter, als er ihr völlig überraschend einen Heiratsantrag macht. Eva ist davon gar nicht begeistert - ist das mit fast 50 noch notwendig? Noch dazu, wo Arne gleich nach der Hochzeit einen neuen Job in Kiew antreten will. Für weitere Turbulenzen sorgen Evas Eltern, die plötzlich von Trennung reden. Zudem kriselt es in den Ehen ihrer besten Freunde - ist die Ehe überhaupt noch zeitgemäß?

Mir hat dieser unterhaltsame Liebesroman gut gefallen, das Buch ist witzig und lebendig geschrieben. Eva und ihre Freundinnen waren mir sehr sympathisch. Besonders gut beschrieben fand ich die Wandlung ihrer Mutter vom Heimchen am Herd zur emanzipierten Frau. Auch Evas Tochter erlebt die ersten Liebeswirren und kämpft wie manch anderer hier mit Liebeskummer. Auch wenn manches vorhersehbar ist, so ließ es sich doch wunderbar lesen, dieses interessante Buch über die Irrungen und Wirrungen der Liebe!

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