Eine absolute Wohlfühlgeschichte mit Tiefe und Witz
Glückstage auf dem kleinen MühlenhofCharly kommt aus München für zwei Wochen nach Lerchenbach, um ihre schwangere Schwester zu unterstützen. Dort ist alles etwas anders als gewohnt und die vier Kids halten Charly auf Trapp. Dazu kommt noch ...
Charly kommt aus München für zwei Wochen nach Lerchenbach, um ihre schwangere Schwester zu unterstützen. Dort ist alles etwas anders als gewohnt und die vier Kids halten Charly auf Trapp. Dazu kommt noch der grummelige Nachbar Luca, der nur einige hundert Meter entfernt wohnt und ihre Gefühle durcheinander bringt.
Reichen da zwei Wochen wirklich aus? Oderwird Charly das Chaos zu viel?
Meine Meinung:
Das Cover passt hervorragend zum Buch und spiegelt den Mühlenhof wider. Die Susanne Hanika hat es geschafft, die Landschaft und Atmosphäre einzufangen und dem Leser eine absolute Wohlfühlgeschichte zu präsentieren.
Sie hat die Umgebung und Charlys Gefühle perfekt eingefangen und oft hatte ich selbst das Bedürfnis, nach draußen in die Natur zu gehen und mich dort zu entspannen. Trotzdem habe ich genauso Charlys innere Unruhe wahrgenommen und konnte mich in sie hineinversetzen.
Charly als Großstadtpflanze auf dem Hof zu erleben ist sehr unterhaltsam. Sie ist zwar selbstbewusst, stur und freundlich, das alles hilft ihr jedoch mit wilden Ponys, zickigen Hühnern und aufgedrehten Kids nur bedingt weiter. So entsteht in den ersten Tagen ein riesen Chaos, dem Charly nicht gewachsen ist.
Mitten bei der Ponyjagt lernt sie dann auch den Nachbarn Luca kennen und legt sich mit diesem an. Sofort sprühen die Funken zwischen den beiden, jedoch hält Luca Charly für ihre verheiratete Schwester. Das führt natürlich zu einigen Missverständnissen.
Die Handlung wird überwiegend aus Charlys Sicht beschrieben, aber es gibt auch Kapitel aus Lucas Sicht. So kommt der Leser beiden Charakteren näher und lernt die Zweifel und Hoffnungen beider Personen kennen.
Auch die Entwicklung von Charly und Luca ist so gut zu erkennen, besonders Charly lernt in den wenigen Tagen viel dazu und bekommt die unbekannte Situation mit den Kindern gut in den Griff.
Die Kids sind sehr unterhaltsam und bringen viel Witz und Tiefe in die Geschichte. Besonders "Terror-Tilli" und Poopy sorgen für viele lustige Situationen, was mir sehr gut gefallen hat. Charlys Schwester Bell und deren Freundin Miriam dagegen bringen Ruhe und Harmonie in die Handlung und bringen Charly dazu, über ihre Wünsche und ihre Zukunft nach zu denken. Trotzdem sind auch diese Beiden für jeden Spaß zu haben, sodass auch mal kurzfristig ein Hexen-Ritual mit Verliebungszauber durchgeführt wird.
Das Ende hat mir gut gefallen, hier wird das Missverständnis zwischen Charly und Luca aufgelöst und Charlys Weg für die Zukunft festgelegt. Ein besseres Ende hätte ich mir nicht vorstellen können, denn es rundet die Geschichte perfekt ab.
Mein Fazit:
Die Autorin hat hier eine wundervolle Wohlfühlgeschichte erschaffen, die unterhaltsam und tiefgründig ist. Die Charaktere sind interessant und das Setting rund um den Mühlenhof lässt einen nach einem Ausflug in die Natur streben.