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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.06.2020

Toller Abschluss

Das weiße Herz
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Nachdem mir bereits der erste Band "Das dunkle Herz" sehr gut gefallen hat, wollte ich auch unbedingt den zweiten und leider letzten Band "Das weiße Herz" lesen. Hier habe ich mir eine ähnlich spannende ...

Nachdem mir bereits der erste Band "Das dunkle Herz" sehr gut gefallen hat, wollte ich auch unbedingt den zweiten und leider letzten Band "Das weiße Herz" lesen. Hier habe ich mir eine ähnlich spannende und ereignisreiche Geschichte erhofft und wurde nicht enttäuscht, denn "Das weiße Herz" steht seinem Vorgänger in Nichts nach.

Die Geschichte liest sich weiterhin spannend, packend, flüssig und bietet jede Menge unerwartete Momente, die ich so nicht erwartet habe. Einen Pluspunkt gibt es auch dafür, dass die Geschichte fast nahtlos an dem Ende aus "Das dunkle Herz" anknüpft, sodass man direkt wieder mitten im Geschehen ist, ohne dabei Startschwierigkeiten zu haben. Die Figuren entwickeln sich stetig weiter und werden weiterhin sehr authentisch, sympathisch und vielseitig beschrieben.

Nick und Anna haben sich im Laufe der Zeit enorm weiterentwickelt, werden mehr zu einer Einheit und haben das selbe Ziel, nämlich das dunkle Herz zu bekämpfen. Wieder in der realen Welt angekommen, scheinen sie zunächst in Sicherheit zu sein, versuchen ein einigermaßes normales Leben zu führen und bleiben vorerst nur via Internet in Kontakt. Dies ändert sich jedoch, als Nick gemeinsam mit Fani zu Anna fliegt und sie einen Hilferuf von Elif aus der Türkei erhalten. Wie man sieht, rückt hierbei die reale Welt deutlich mehr in den Vordergrund, was ich jedoch vollkommen in Ordnung finde, da man so noch mehr Spielraum erhält und nicht mehr allzu eingeschränkt ist, wie noch in der Wüstenstadt.

Auffällig ist hierbei, dass die Geschichte dieses Mal nicht nur noch spannender, sondern auch schonungsloser ist. Dies erkennt man besonders an einigen Szenen, die in der Türkei spielen und die Polizisten dort nicht mit Gewalt geizen. Gleiches gilt auch für andere Länder in Europa, in denen die Gewalt immer gegenwärtiger ist, sodass das Buch nichts für schwache Nerven ist.

Kurz gesagt: "Das weiße Herz" ist ein spannender, schonungsloser und großartig geschriebener Abschluss der "Herz"-Dilogie und konnte mich mit brisanten Themen, interessanten Figuren und einem tollen Setting überzeugen, sodass ich die Dilogie sehr genossen habe. Ich kann die Bücher somit nur wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 09.06.2020

Gute Geschichte mit kleineren Schwächen

Royal Blue
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Seit Monaten lese ich immer wieder begeisterte Rezensionen zu "Royal Blue", sodass ich sehr hohe Erwartungen an die Geschichte hatte und mich auf auf eine unterhaltsame und süße LGBTQ-Geschichte gefreut ...

Seit Monaten lese ich immer wieder begeisterte Rezensionen zu "Royal Blue", sodass ich sehr hohe Erwartungen an die Geschichte hatte und mich auf auf eine unterhaltsame und süße LGBTQ-Geschichte gefreut habe. Leider kommt die Geschichte letztendlich jedoch nicht ohne Schwächen aus, sodass ich zwar nicht zwingend enttäuscht bin, jedoch insgesamt mehr erwartet habe.

Grund dafür ist unter anderem der Schreibstil, mit dem ich am Anfang meine Probleme hatte, denn mir fiel der Einstieg in die Geschichte sehr schwer, sodass ich gut und gerne knapp fünfzig Seiten gebraucht habe, ehe ich mich in der Geschichte wirklich wohl gefühlt habe, was für meinen Geschmack deutlich zu lang ist. Auch die Figuren waren ein kleines Problem. Alex und Henry waren mir zwar an sich sympathisch und ich habe ihre Geschichte gern verfolgt, allerdings habe ich mir wohl von den anderen Figuren zu viel versprochen. Alex und Henry sind dagegen sympathisch, liebenswert, besitzen durchaus Ecken und Kanten, allerdings hat mir bei den anderen Figuren eine gewisse Einzigartigkeit gefehlt, was ich sehr schade finde.

Dabei ist die Geschichte an sich ganz interessant: Alex' Mutter ist die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika, was ihn auch gleichzeitig in den Vordergrund rückt und zum Liebling der Nation macht. Henry ist dagegen der Kronprinz von England und steht ebenfalls im Vordergrund, sodass beide ein Leben in der Öffentlichkeit gewöhnt sind. Als die beiden jedoch bei einem Staatsbesuch zum ersten Mal aufeinandertreffen, läuft dieses alles andere als harmonisch ab, sodass sie für einen handfesten Skandal sorgen und sich medienwirksam auch wieder versöhnen müssen. Dabei entsteht nicht nur eine Freundschaft, sondern auch eine Anziehungskraft, die nicht nur beide selbst verwundert, sondern auch für einen Skandal sorgt.

Casey McQuiston bricht hier so manches Tabuthema, denn einen homosexuellen Royal ist für viele leider heutzutage noch ein absolutes No Go, was nicht nur traurig ist, sondern auch für immenses Kopfschütteln bei mir sorgt. Die Liebesgeschichte zwischen Alex und Henry ist authentisch, toll erzählt und romantisch, was mir sehr gefällt. Dennoch wollte der Funke nicht gänzlich überspringen, da die Geschichte meiner Meinung nach oftmals unnötige Längen mit sich bringt, was nicht nur den Lesefluss gestört hat, sondern auch die Stimmung im Buch kaputt gemacht hat. Dazu kommt, dass mich die Nebenfiguren leider kaum angesprochen haben, was definitiv schade ist. Hätten mir diese besser gefallen, wäre auch die Geschichte insgesamt sehr viel besser bei mir angekommen.

Kurz gesagt: "Royal Blue" ist insgesamt eine gute Geschichte mit einer authentischen und tollen Liebesgeschichte und einem großteils flotten Schreibstil, die jedoch auch leider nicht ohne Schwächen auskommt, was ich ein wenig schade finde. Dennoch ist "Royal Blue" definitiv eine Empfehlung wert, da das Buch sehr wichtige Themen anspricht, die toll umgesetzt wurden.

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Veröffentlicht am 31.05.2020

gelungener Auftakt

Crazy in Love (Weston-High-Reihe 1)
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"Crazy in Love" ist der erste Band der "Weston High"-Trilogie und konnte direkt mit seinem tollen Cover mein Interesse wecken. Da die Kurzbeschreibung ebenfalls sehr interessant klingt, wollte ich dem ...

"Crazy in Love" ist der erste Band der "Weston High"-Trilogie und konnte direkt mit seinem tollen Cover mein Interesse wecken. Da die Kurzbeschreibung ebenfalls sehr interessant klingt, wollte ich dem Buch unbedingt eine Chance geben und wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte liest sich flott und leicht, besitzt durchaus Humor, aber auch emotionale Momente, was mir sehr zugesagt hat. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und größteils sympathisch, sie besitzen Ecken und Kanten und man kann sich gut in sie hineinversetzen.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Sasha und Ben. Sasha ist eher zurückhaltend und ruhig und möchte unbedingt ihren verstorben Vater ehren, indem sie wie er an der Elite-Universät Yale studieren möchte. Um ihre Chancen darauf zu verbessern, wechselt sie auf eine private High School nach Boston und ist plötzlich nicht nur auf sich allein gestellt, sondern auch als Neue die Außenseiterin schlechthin. Dabei gerät sie immer wieder mit Ben aneinander, der in der Schule als Frauenschwarm gilt. Sasha versucht ihm jedoch immer wieder auszuweichen, was zunehmends schwerer wird, als er sogar noch in dem Cafe, in dem sie arbeitet, auftaucht. Und dann passiert ausgerechnet das, was Sasha nicht geplant hat: Er geht ihr nicht mehr aus dem Kopf.

Die Geschichte zwischen Sasha und Ben ist zwar hier und da klischeebeladen, da sie die Außenseiterin ist und er -natürlich- der Frauenschwarm schlechthin ist, aber dennoch hat die Geschichte durchaus seinen Reiz. Es gibt jede Menge Drama und Missverständnisse, stellenweise verdreht man beim Lesen die Augen, aber trotzdem hatte ich großen Spaß daran, ihre Geschichte zu verfolgen.

Kurz gesagt: "Crazy in Love" ist ein gelungener Auftakt der "Weston High"-Trilogie und konnte mich mit einem angenehmen und flotten Schreibstil sowie interessanten Figuren überzeugen. Ich freue mich bereits auf den zweiten Band "Hopelessly in Love", der bereits in Kürze erscheinen wird.

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Veröffentlicht am 28.05.2020

Guter Abschluss

Pretty Venom (Gray Springs University 3)
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Nachdem ich bereits die ersten beiden Bände der "Gray Springs University"-Trilogie sehr gemocht habe, wollte ich auch noch unbedingt den Abschlussband "Pretty Venom" lesen und habe mir eine ähnlich emotionale ...

Nachdem ich bereits die ersten beiden Bände der "Gray Springs University"-Trilogie sehr gemocht habe, wollte ich auch noch unbedingt den Abschlussband "Pretty Venom" lesen und habe mir eine ähnlich emotionale und unterhaltsame Geschichte erhofft. Zum Glück wurde ich hierbei nicht enttäuscht, denn auch diese Geschichte konnte mich wieder einmal überzeugen, sodass ich ein paar schöne Lesestunden an der Gray Springs University verbringen durfte.

"Pretty Venom" liest sich locker und flüssig und besitzt wieder tiefgründige Themen, die mit einer guten Portion Sarkasmus vermischt sind. Die Figuren sind allesamt gut gezeichnet und auch die Dialoge sind wieder einmal gelungen. Bei den Figuren muss jedoch gesagt sein, dass diese in diesem Band für mich nicht die allergrößten Sympathietrager sind und ich ihr Verhalten nicht immer ganz so gut fand. Dafür konnte mich jedoch die Thematik wiederum überzeugen, sodass ich mich insgesamt mit der Geschichte anfreunden konnte.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Renee und Callum. Nach Daisy und Quinn, sowie Pippa und Toby, sind sie das dritte Paar, deren Geschichte innerhalb der "Gray Springs University"-Trilogie erzählt wird. Renee und Callum kennen sich von Kindheit an und sollen heiraten - das ist zumindest der Wunsch ihrer Eltern, die bereits seit Jahren auf eine arrangierte Hochzeit hinarbeiten. Beide denken jedoch nicht daran und besonders Callum ist Renee gegenüber sehr feindselig, sodass es hierbei immer wieder zu Gemeinheiten seinerseits kommt.

Wie es das Schicksal jedoch so will, verlieben sie sich trotz aller Bedenken ineinander und heiraten heimlich im Alter von 18 Jahren, ehe sie aufs College gehen. Doch als auf dem College ein neuer Lebensabschnitt beginnt, verändert sich auch ihre Beziehung, denn Callums Ehrgeiz, ein erfolgreicher Sportler zu werden, ist ihm plötzlich wichtiger, was Renee verzweifeln lässt und sie somit einen folgenschweren Fehler begeht, der die Beziehung der Beiden von grundauf verändert.

Dabei kommt nicht nur die Feindseligkeit seitens Callum wieder zurück, sondern auch die Verzweiflung seitens Renee, die nicht nur mit Schuldgefühlen zu kämpfen hat, sondern auch um ihre Ehe kämpfen muss. Dadurch ist die Geschichte zwar insgesamt sehr berührend, hat aber auch für einige Momente gesorgt, in denen ich nur den Kopf geschüttelt habe, da Callums Verhalten doch oftmals sehr kindisch ist.

Kurz gesagt: "Pretty Venom" ist eine emotionale und mitreißende Geschichte, die mit einem flotten Schreibstil versehen ist und Figuren mit sich bringt, die zwar nicht immer sympathisch, aber durchaus interessant sind. Ich habe somit den Abschluss der "Gray Springs University"-Trilogie sehr gemocht und kann die Bücher somit nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.05.2020

Berührende Geschichte

Halte mich. Hier
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Nachdem mir bereits der erste Band "Finde mich. Jetzt." sehr gefallen hat, stand für mich direkt fest, dass ich auch unbedingt den zweiten Band "Halte mich. Hier" von Kanthinka Engel lesen möchte. Hier ...

Nachdem mir bereits der erste Band "Finde mich. Jetzt." sehr gefallen hat, stand für mich direkt fest, dass ich auch unbedingt den zweiten Band "Halte mich. Hier" von Kanthinka Engel lesen möchte. Hier habe ich mir eine ähnlich unterhaltsame und emotionale Geschichte gewünscht und wurde nicht enttäuscht.

Wie auch schon im ersten Band liest sich die Geschichte sehr flüssig und leicht, besitzt Höhen und Tiefen, ist unterhaltsam, emotional und stellenweise humorvoll, sodass ich gut unterhalten wurde. Die Figuren sind gut gezeichnet, man lernt sie gut kennen und die Figuren, die man bereits aus dem ersten Band kennt, entwickeln sich ebenfalls gut weiter.

Während im ersten Band die Geschichte von Tamsin erzählt wird, geht es im zweiten Band um ihre beste Freundin Zelda. Zelda stammt aus einer reichen Familie, die von ihr erwartet, dass sie zu einer absoluten Vorzeigefrau heranwächst, was ihr jedoch ein Dorn im Auge ist, denn für sie ist es wichtiger, ihr eigenes Glück zu finden, als den Erwartungen ihrer Familie zu entsprechen. Bei einem Wochenendausflug mit Tamsin und deren Freund Rhys lernt sie dessen Mitbewohner Malik kennen, der ihr auf Anhieb sympathisch ist. Die beiden kommen sich näher, genießen die gemeinsame Zeit und wollen sich eine Chance geben, was sich jedoch stellenweise als schwierig erweist, da Malik aufgrund seiner Hautfarbe, aber auch wegen seiner Vergangenheit, in denen er einige Fehler begangen hat, oft angefeindet wird.

Dabei hat mich "Halte mich. Hier." manchmal sehr frustriert und wütend zurückgelassen, denn der Rassismus Malik gegenüber ist oftmals hart zu lesen, wird aber dennoch von der Autorin sehr authentisch beschrieben. Die Thematik wird dabei an sich sehr gut in die Geschichte eingebaut und zeigt auf, welch Probleme heutzutage aufgrund einer Hautfarbe immer noch entstehen können. Die Art und Weise, wie Zelda und Malik damit umgehen und vor allem reagieren und gleichzeitig miteinander harmonieren gefällt mir sehr und ich habe die beiden sehr gerne zusammen erlebt.

Kurz gesagt: "Halte mich. Hier." ist ein wunderbarer zweiter Band der "Halte mich"-Trilogie und konnte mich mit wunderbaren und sympathischen Figuren, guten Weiterentwicklungen und einem flotten Schreibstil überzeugen, sodass ich auch diesen Band sehr gerne gelesen habe. Ich freue mich schon sehr auf den dritten und letzten Band "Liebe mich. Für immer.", in dem die Geschichte von Amy und Sam erzählt wird.

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