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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2020

Ich liebe es!

Never Doubt
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Isaac Pearce lebt mit seinem alkoholkranken Vater in ärmlichen Verhältnissen in einem Nest namens Harmony, im Bundesstaat Indiana. Über Isaac ranken sich viele Gerüchte, denn er lässt niemanden an sich ...

Isaac Pearce lebt mit seinem alkoholkranken Vater in ärmlichen Verhältnissen in einem Nest namens Harmony, im Bundesstaat Indiana. Über Isaac ranken sich viele Gerüchte, denn er lässt niemanden an sich ran. Sein Innerstes kehrt er nur als Schauspieler am örtlichen Theater nach außen, sein Talent ist grandios. Es ist seine Fahrkarte um dem Elend zu entfliehen. Eines Tages trifft er in der Schule auf Willow, die neu in der Stadt ist. Sie geht ihm vom ersten Augenblick an unter die Haut, doch auch wenn sie perfekt zu sein scheint, spürt Isaac den Schatten, der auf ihrer Seele liegt.

Eine fabelhafte Version von Liebe auf den ersten Blick! Die Autorin hat mit ihrer Wortwahl die richtige Atmosphäre erschaffen, um die vorsichtige, aber unwiderrufliche Anziehung zwischen den Protagonisten glaubhaft zu vermitteln. Mit dieser Geschichte wurde ich auf eine wunderbare Reise mitgenommen, ich durfte Shakespeares „Hamlet“ entdecken und die Heilung tiefer seelischer Wunden auf mich wirken lassen, und auch wenn die Zwischenstationen teilweise aufwühlten, war der Antrieb zum Ziel immer Liebe. Willow und Isaac gehen sehr respekt- und verständnisvoll miteinander um, es war eine Freude die Entwicklung der beiden mitzuerleben. Beide teilen ein ähnliches Schicksal, es geht um das Ansehen, darum das Gesicht zu wahren, und die Eltern sind dabei der Dreh- und Angelpunkt. Wobei Isaac, aus der gewalttätigen Beziehung zu seinem Vater heraus, seinen Ruf verbessern möchte, um eine Zukunft zu haben, Willow aber von ihren Eltern zu Oberflächlichkeiten dirigiert wird, um deren Erwartungen zu erfüllen. Emma Scott hat damit eine Verbindung zwischen den beiden geschaffen, die noch verstärkt wird, als das Theater ins Spiel kommt. Die Protagonisten hatten hier die Möglichkeit ihre gut versteckten Emotionen durch das Spiel zur Realität werden zu lassen, um so das auf weltlicher Ebene erfahrene Leid teilweise zu verarbeiten. Ich muss sagen, ich war fassungslos wie perfekt die Handlung mit den gewählten Theaterklassikern harmoniert!

Sehr gut gefallen haben mir die Nebenfiguren, mit ihrem Witz, ihrer Verlässlichkeit und ihrer Vertrauenswürdigkeit. Hier finden Willow und Isaac ihre wichtigen Anker. Die Hauptfiguren wirkten auf mich allerdings älter als 17, bzw. 19 Jahre. Ebenso das Verhalten der besten Freundin Angie. Diese jungen Leute hatten überhaupt keine Flausen im Kopf, nicht das mich das gestört hätte, ganz im Gegenteil. Dieser Roman kommt nämlich ohne unnötiges Drama aus. Etwas unglaubwürdig war für mich aber die Tatsache, dass Isaac in diesem jungen Alter vom Fleck weg solch eine Karriere in Verbindung mit riesigen Einnahmen hingelegt hat. Ja, das Ende fand ich dann nicht mehr ganz so stark, beispielsweise die Auflösung mit Willows Peiniger wurde zu schnell abgehakt. Trotzdem war diese Geschichte ein Highlight meines bisherigen Lesejahres.

Endlich mal wieder ein New-Adult-Roman, der mich sehr berührt hat! Die starken Protagonisten mit authentischen Entwicklungen und der Bezug zum Theater waren sehr inspirierend und niveauvoll, am liebsten würde ich gleich das nächste Festspielhaus besuchen. Von mir gibt`s eine klare Leseempfehlung! / 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 02.06.2020

Eine sehr emotionale Geschichte

Never Let Me Down
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Die 17-jährige Rachel lernt erst nach dem Tod ihrer Mutter ihren Vater kennen, den bekannten Rockstar Freddy Ricks. Er nimmt sie mit nach Los Angeles, bevor Rachel ihr Abschlussjahr auf einem Internat ...

Die 17-jährige Rachel lernt erst nach dem Tod ihrer Mutter ihren Vater kennen, den bekannten Rockstar Freddy Ricks. Er nimmt sie mit nach Los Angeles, bevor Rachel ihr Abschlussjahr auf einem Internat an der Ostküste beginnt. Nun muss sie ihr Leben komplett neu sortieren und zudem ihren bisher unbekannten Familienzweig kennenlernen.

Mit „Never let me down“ hat mir Sarina Bowen eine Menge an Gefühlen entlockt. Die Geschichte war für mich ein Up-and-Down in vielerlei Hinsicht. Kaum hatte ich mich mit einer Situation emotional arrangiert, entstand durch eine kleine Verschiebung der Verhaltensweisen oder Aussagen der Figuren wie durch Zauberhand ein neues Erleben, ein neuer Ist-Zustand.

Dabei erlebte ich die Protagonistin Rachel als angenehme zurückhaltende Person, deren tiefsitzender Schmerz über die jahrelange Abwesenheit des Vaters fantastisch vermittelt wurde. Ebenso wie die Unsicherheit von Freddy, der durch die Annahme seiner Tochter eigene Entwicklungen durchlebt. Diese ineinandergreifende Heilung ist spürbar anstrengend und aufreibend, denn keiner der beiden möchte den allgegenwärtigen Elefanten im Raum ansprechen.

Ebenso wie das in unaufdringlichen Farben gehaltene, ansprechende Cover, beginnt das neue Leben von Rachel: fast durchscheinend zerbrechlich und still. Doch die Autorin hat ihrer Protagonistin zur Stärkung hilfreiche Freunde zur Seite gestellt und ihr ein Talent geschenkt, in dem sie sich finden kann.

Für mich wirkte die Geschichte absolut authentisch, bis auf Rachels Zimmergenossin, die mir zu sehr nach vorne preschte und mir eher wie ein Störenfried vorkam. Das Ende des Buches war für mich kein klares Happy-End, was mir allerdings ganz gut gefallen hat.

Ich mag dieses Buch sehr! Sarina Bowen hat hier eine einfühlsame Geschichte über Verlust und Neuentdeckung der Eltern, über Enttäuschung und Vertrauen verfasst. Dieses Buch kann ich jedem nur ans Herz legen. /4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Weckt die Neugier

Das Antiquariat am alten Friedhof
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Ich gestehe, das Cover hätte mich nicht unbedingt gelockt. Aber ich beobachtete die Bücher des Autors schon länger, hatte bisher aber noch nie zugegriffen. Doch in diesem Fall gefiel mir das Thema mit ...

Ich gestehe, das Cover hätte mich nicht unbedingt gelockt. Aber ich beobachtete die Bücher des Autors schon länger, hatte bisher aber noch nie zugegriffen. Doch in diesem Fall gefiel mir das Thema mit der dahinterliegenden Mystik.

Der unkomplizierte Schreibstil von Kai Meyer gefiel mir sofort. Zudem mochte ich die Unerschrockenheit, mit welcher er Eckpunkte der Deutschen Geschichte aufgriff, um seine Erzählung lebendig und interessant zu gestalten und außerdem vorwärts zu bringen. Die umstrittene Persönlichkeit von Alistair Crowley mit den entsprechenden Hintergründen einzubinden, fand ich mutig und machte mich auch sehr neugierig. Dementsprechend spannend waren für mich die Erlebnisse der Jungs-Clique, die sich mit dem Okkulten beschäftigten. Deren Erlebnisse konnte ich über zwei Zeitebenen betrachten, was mich anfangs etwas störte, weil ich gerne in der ersten Zeitebene weitergelesen hätte. Letztlich fehlte mir aber insgesamt das gewisse Etwas. Die Handlung kam mir zwar recht aufregend, jedoch ein wenig verloren vor.
Obwohl ich die Vorgänger-Bände nicht kannte, konnte ich der Erzählung gut folgen.

Zusammenfassend mochte ich das Buch gerne, hätte mir aber mehr mystische Momente gewünscht. Den Autor werde ich mir allerdings merken, sein Werk las sich sehr unterhaltsam. „Das Antiquariat am alten Friedhof“ empfehle ich somit als Lektüre gerne weiter.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Inspiriert

Meine zauberhafte Dekowelt
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Ich liebe die Sachbücher aus dem Kosmos-Verlag! Sie haben nicht nur einen Wiedererkennungswert, sie sind auch rundum hochwertig gestaltet.

Das Thema Deko erschien mir in diesem Buch aus einem sehr persönlichen ...

Ich liebe die Sachbücher aus dem Kosmos-Verlag! Sie haben nicht nur einen Wiedererkennungswert, sie sind auch rundum hochwertig gestaltet.

Das Thema Deko erschien mir in diesem Buch aus einem sehr persönlichen Blickwinkel heraus, was mir super gefiel. Vor allem mochte ich das Vorgehen der Autorin, die den Aufbau Ihres Ratgebers mit Grundlagen, wie Materialkunde und unter anderem mit Tipps zu Bastelwerkzeugen begann und jedem damit die Möglichkeit gab, im individuellen Tempo in das Thema DIY einzusteigen. Diesen Einstieg fand ich großartig, denn Michaela Waldl zeigte auch ganz konkret, wo man entsprechendes Bastelmaterial finden kann, z.B. nimmt sie den Leser mit in den Wald oder besucht Flohmärkte.

Hilfreich fand ich die nach Jahreszeiten sortierte Deko-Auswahl, die für alle Gestaltungsvorlieben Vorschläge bereit hielt. Zudem ließen sich Kurzinfos zu Pflanzen, sogar mit besonderen Hinweisen, zwischen den Seiten blicken. Mein Favorit war aber eindeutig der Dekozauber im Winter, der seinen besonderen Charme versprühte. Also: Von mir aus kann die Bastelei starten!

Letztlich fand ich den Ratgeber sehr gelungen. Ein Buch zum Stöbern und Entdecken, das zum Ausprobieren inspiriert. Empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Ideen Top - Ermittlerin eher Flop

Dunkle Sühne
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Karin Slaughter hat mal wieder zugeschlagen. Den Auftakt der neuen Thriller-Reihe fand ich sehr gelungen und spannend. Die Suche nach dem Killer variierte meiner Meinung nach an Intensität und baute so ...

Karin Slaughter hat mal wieder zugeschlagen. Den Auftakt der neuen Thriller-Reihe fand ich sehr gelungen und spannend. Die Suche nach dem Killer variierte meiner Meinung nach an Intensität und baute so ein ganz spezielles Spannungsfeld auf, während die Emotionen der Charaktere mit Karacho in die Szenen hauten.

Leider war mir aber die Protagonistin Emmy zeitweise zu kopflos und schien mir für Ihren Job nicht geerdet genug. Ja, meiner Ansicht nach hatte die Autorin in Ihren Reihen schon bessere Ermittler Leben eingehaucht. So richtig warm wurde ich mit der Figur bis zuletzt nicht.

Die Geheimnisse der Stadt North Falls schienen mir allerdings wirklich gut durchdacht und vielfältig angelegt, was mich auch nach kurzer Zeit eifrig zum Miträtseln motivierte. Doch das, was die beiden Mädchen mit ins Grab nahmen, hatte es letztlich so richtig in sich. Karin Slaughter rückt hier mal wieder Themen ins Licht, die nicht einfach zu verdauen, aber gar nicht so realitätsfern sind. Ihr Ideenportfolio mag ich einfach.

Am Ende hatte ich eine aufregende, kurzweilige Lesezeit. Es wird wohl nicht meine Lieblingsreihe der Autorin werden, da ich mit der Protagonistin etwas hadere, aber im Grunde ist „Dunkle Sühne“ ein richtig spannender Thriller mit wuchtiger Thematik. Ich werde die Reihe trotzdem weiterlesen.

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