Profilbild von Buecherhausen

Buecherhausen

Lesejury Star
offline

Buecherhausen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buecherhausen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2020

Ein Erstlesebuch für und über hochsensible Kinder

Fühlis erste Schulabenteuer
0

Nachdem ich euch vor einer Weile "Das Sorgentier" von Kira Straubinger & Christina Wagner-Meisterburg vorgestellt habe, ist es nun endlich an der Zeit, euch auch "Fühlis erste Schulabenteuer" von Saskia ...

Nachdem ich euch vor einer Weile "Das Sorgentier" von Kira Straubinger & Christina Wagner-Meisterburg vorgestellt habe, ist es nun endlich an der Zeit, euch auch "Fühlis erste Schulabenteuer" von Saskia Heinl zu zeigen. Es dauerte ein wenig, weil es mir immer wichtig ist, dass auch meine Kinder ihre Meinung zu einem Kinderbuch abgeben, und so brauchten wir etwas Zeit, bis mir meine Tochter das ganze Buch vorgelesen hat. Die Figur des Fühlis entstand in Anlehnung an das Sorgentier, welches sich weiter entwickelt und vom Kindergartenkind zum Schulkind herangewachsen ist.

Die Autorin:
Saskia Heinl liebt es, Geschichten zu erzählen und lässt dabei regelmäßig Kinderaugen leuchten. Ihr ist es wichtig, Sehnsuchtsorte zu erschaffen und die Phantasie der kindlichen Leser und Zuhörer anzuregen. Mehr Informationen über die Autorin und ihre Lesungen sind auf http://saskiaheinl.de/ zu finden.

Inhalt:
„Fühli freut sich auf die Schule. In seinem blauen Bauch tummeln sich viele bunte Schmetterlinge, aber auch ein paar Steine liegen schwer darin.
Wie wird es in der Schule sein?
Ist die Lehrerin nett?
Wo ist die Toilette?
Was ist, wenn Fühli plötzlich seine Mama vermisst?
Fühli erlebt viel Neues und Schönes. Schon bald meistert [es] den Schulalltag und erkennt seine Stärken.“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Das Cover ähnelt dem des "Sorgentiers" sehr. Es ist größtenteils in weiß gehalten. Im Zentrum sehen wir hier das Fühli, welches lächelt und stolz seinen Schulranzen auf dem Rücken trägt. Die charakteristischen Punkte sind auch im Hintergrund zu sehen.

Das Schriftbild ist groß gehalten und die Seiten wirken durch den breiten Rand nicht überladen. Zusätzlich wird der Text durch kleine Illustrationen aufgelockert und bietet auch ungeübten Lesern die Möglichkeit, schnell einen Erfolg festzustellen. Dabei schlägt Saskia Heinl einen leicht verständlichen Tonfall an und nutzt größtenteils einfache Worte, um ihre Botschaft zu überbringen.

Die Geschichte selbst ist eher wenig spannend, dabei aber trotzdem schön zu erleben. Wir begeben uns hier in den Alltag des Fühlis, welches jetzt in die Schule geht und dort auf viele neue und ungewohnte Dinge trifft. Das kann ganz schön aufregend und beängstigend sein. Doch Fühli merkt rasch, dass es diese neuen Hürden meistern kann, und an der neuen Situation wächst. Selbst wenn die Mama mal etwas gestresst ist, und das Fühli dadurch auch Unwohlsein verspürt, so lernt es, dass sich nicht jeder aufregende Moment gegen ihn richtet, sondern manchmal einfach eine Begleiterscheinung des Alltags ist.

Fühli erlebt seine Welt sehr intensiv. Laute Stimmen und Geräusche sind ihm unangenehm. Neue Erfahrungen bringen Aufregung und einen angespannten Körper mit sich. So hat es häufig Steine im Bauch, die ihm nicht gut tun. Aber auch schöne Momente gibt es im Leben und dann flattern viele Schmetterlinge im Bauch herum, die zunächst zwar ungewohnt, dann aber durchaus schöne Gefühle mit sich bringen.

Im Anhang finden sich noch einige Informationen für uns Erwachsene, um den Alltag mit einem hochsensiblen Kind besser meistern zu können. So wird beispielsweise empfohlen, Ruheoasen zu schaffen, das Kind zu fordern, aber nicht zu überfordern und eben die Besonderheit eines hochsensiblen Kindes zu nehmen, wie sie ist, und sich daran anzupassen. Denn jeder Mensch hat seine Eigenheiten, genauso wie jeder seine Stärken hat.

"Fühlis erste Schulabenteuer" ist ein schönes, unaufgeregtes Buch über den Alltag eines Schulanfängers. Es zeigt, dass wir alle eine Schwäche haben, diese aber durchaus auch eine Stärke sein kann und mit Mut schaffen wir es, unsere Ängste zu überwinden und jeden Tag aufs Neue zu meistern.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.06.2020

Hundefans aufgepasst: Die Geschichte eines Familienhundes

Mister Dog
0

Die Mitglieder unserer Familie sind alle Hundefans, so haben wir einen solchen Vierbeiner auch zu Hause und da lag es nahe, dass wir das Tagebuch des Hundes "Mister Dog" unbedingt lesen wollten. Die Geschichte ...

Die Mitglieder unserer Familie sind alle Hundefans, so haben wir einen solchen Vierbeiner auch zu Hause und da lag es nahe, dass wir das Tagebuch des Hundes "Mister Dog" unbedingt lesen wollten. Die Geschichte um den Hund, der plötzlich zum Familienhund werden muss, ist humorvoll erzählt und mit vielen witzigen Bildern untermalt.

Die Autorin und die Illustratorin:
Sabine Zett arbeitete früher als Journalistin. Inzwischen schreibt sie Kinderbücher, Romane, Drehbücher, Songtexte und Hörspiele. So wurden ihre humorvollen Kinder- und Jugendbücher bereits in einige Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Der Autorin ist es wichtig, Kinder und Jugendliche für Bücher zu begeistern und damit deren Sprachentwicklung zu fördern, deswegen veranstaltete sie interaktive Lesungen.
Eleonore Gerhaher (geboren 1965) ist Grafikdesignerin und hat viele Bücher für Kinder sowie für Erwachsene illustriert. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Inhalt:
„Endlich eine richtige Familie! Als Mister Dog bei Kai, Sarah und ihren drei Kindern einzieht, wird es richtig aufregend für den riesigen Zottelhund. Zusammen mit den Kindern erkundet er die Nachbarschaft, macht den Fussballplatz unsicher und lernt die hübsche Labradorhündin Kimba kennen.
Mister Dog genießt sein neues Leben als Familienhund – wäre da nur nicht dieser nervige Papagei, der von dem Neuankömmling alles andere als begeistert ist. Dass Mister Dog ständig für Chaos sorgt (natürlich ganz aus Versehen), macht die Sache nicht einfacher. Es wird spannend: Darf er bleiben oder muss er wieder ausziehen?“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Das Cover ist bunt und aufgeweckt gestaltet. In der Mitte sehen wir den großen Zottelhund Mister Dog. Er ist umgeben von allerlei Gegenständen, welche zum Teil mit kurzen Informationen versehen sind. All das gibt schon einen ersten Eindruck auf die Gestaltung des Tagesbuchs, welches einen zwischen den Buchdeckeln erwartet. Und auch Kimba, Mister Dogs Freundin schaut vorbei.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Auch mein 4-jähriger konnte der Geschichte gut folgen. Die humorvollen Szenen sind mittreißend erzählt und so fiebert man sofort mit dem großen Tollpatsch von Hund mit. Es muss ihm einfach gelingen, sich einzugliedern und in der Familie bleiben zu dürfen.

Begleitet wird der Text von zahlreichen kleinen Illustrationen, jede Seite ist mit ihnen versehen und auch die Worte sind teilweise ähnlich eines Comics mit Sprechblasen oder verschiedenen Schrifttypen versehen. So hat auch das Auge einiges zu sehen, falls es selbst noch nicht lesen kann.

Die Geschichte ist turbulent und humorvoll. Es gibt keinen großen Spannungsbogen, aber man wird dennoch mitgerissen und möchte wissen, was Mister Dog als nächstes aus Versehen anstellt und wie er aus der Nummer wieder herauskommt, denn der Familienvater Kai und der jüngste Sohn sind alles andere als Hundefans, zumindest nicht von solch einem großen Exemplar, wie es Mister Dog (früher Wuschel genannt) ist. So hängt alles von Mister Dog ab, dass er die ungewohntenSituationen, in welchen er sich auf einmal befindet, richtig einschätzt, meistert und alle Familienmitglieder freundlich stimmt.

Wir haben die Geschichte um "Mister Dog" und seine Missgeschicke äußerst gerne gelesen und hatten viel Spaß dabei. Besonders die Kinder haben stets mitgefiebert, wenn sich Mister Dog mal wieder in eine nicht so schöne Situation manövriert hat. Das Leben mit einem Hund ist nicht immer einfach und kann ganz schön turbulent sein. Das lernt man in diesem Buch auf jeden Fall.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2020

Eine spannende Graphic Novel Reihe für Kinder ab 8 Jahren

Amulett #2
0

Ich bin ja immer wieder auf der Suche nach spannenden und altersgerechten Büchern mit wenig Text, sodass auch leseschwache Kinder einen Anreiz bekommen, anstatt von allzu viel Text erschlagen zu werden. ...

Ich bin ja immer wieder auf der Suche nach spannenden und altersgerechten Büchern mit wenig Text, sodass auch leseschwache Kinder einen Anreiz bekommen, anstatt von allzu viel Text erschlagen zu werden. Schließlich ist es wichtig, dass Kinder einen schnellen Erfolg auch durch die Anzahl der gelesenen Seiten erkennen können. Hier bieten sich Comics oder Graphic Novels hervorragend an. So auch die neue Reihe "Amulett" aus dem Adrian Verlag.

Der Autor:
Kazu Kibushi (geboren 1978) ist gebürtiger Japaner. Mit vier Jahren zog er mit seiner Familie nach Amerika und studierte später Film. Schon als Kind zeichnete er gerne und so startete er seine Karriere als Illustrator. Inzwischen schreibt und illustriert er Graphic Novels und ist bekannt für seine Comic-Anthologie "Flight" und sein Webcomic "Copper". 2008 erschien der erste Band der Amulett-Reihe in englischer Sprache. Bis 2018 erschienen sieben weitere Bände. Im Adrian Verlag erschienen bisher zwei Bücher aus der Reihe, das dritte folgt im Juni 2020.

Achtung Spoiler! Wenn ihr den ersten Teil noch nicht gelesen habt, solltet ihr hier nun nicht weiter lesen.


Inhalt:
„Emily und Navins Mutter liegt immer noch im Koma, und es gibt nur einen Ort, an dem sie Hilfe finden kann: Kanalis, die geschäftige, wunderschöne Stadt der Wasserfälle. Aber als Em, ihr Bruder, Miskit und der Rest der Robotercrew an Bord des Wanderhauses die Stadt erreichen, erkennen sie schnell, dass ihnen die Suche nach Hilfe Schwierigkeiten bereiten wird, riesengroße Schwierigkeiten.“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Auf dem Cover des zweiten Buches finden wir einen neuen Charakter, der sich mit Emily und Navin auf ein gefahrvolles Abenteuer einlässt: Ein Fuchs mit viel Kampferfahrung und Wissen über das magische Amulett, welches Emily dringend benötigt.

Emilys einziger Wunsch ist es, ihre Mutter zu retten, und so lernt sie, was es mit der Macht des Amuletts auf sich hat. Doch sie hat einige Widersacher, die ihnen immer wieder auf dem Weg begegnen. So trennen sich die Wege der Geschwister und das Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Wer gerne Comics oder Graphic Novels liest, sollte sich diese Reihe unbedingt ansehen. Die Illustrationen werden von kurzen Gesprächstexten begleitet und bieten auch Lesemuffeln oder leseschwachen Kindern ein tolles Leseerlebnis und ein schnelles Erfolgserlebnis.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2020

Eine spannende Graphic Novel Reihe für Kinder ab 8 Jahren

Amulett #1
0

Ich bin ja immer wieder auf der Suche nach spannenden und altersgerechten Büchern mit wenig Text, sodass auch leseschwache Kinder einen Anreiz bekommen, anstatt von allzu viel Text erschlagen zu werden. ...

Ich bin ja immer wieder auf der Suche nach spannenden und altersgerechten Büchern mit wenig Text, sodass auch leseschwache Kinder einen Anreiz bekommen, anstatt von allzu viel Text erschlagen zu werden. Schließlich ist es wichtig, dass Kinder einen schnellen Erfolg auch durch die Anzahl der gelesenen Seiten erkennen können. Hier bieten sich Comics oder Graphic Novels hervorragend an. So auch die neue Reihe "Amulett" aus dem Adrian Verlag.

Der Autor
Kazu Kibushi (geboren 1978) ist gebürtiger Japaner. Mit vier Jahren zog er mit seiner Familie nach Amerika und studierte später Film. Schon als Kind zeichnete er gerne und so startete er seine Karriere als Illustrator. Inzwischen schreibt und illustriert er Graphic Novels und ist bekannt für seine Comic-Anthologie "Flight" und sein Webcomic "Copper". 2008 erschien der erste Band der Amulett-Reihe in englischer Sprache. Bis 2018 erschienen sieben weitere Bände. Im Adrian Verlag erschienen bisher zwei Bücher aus der Reihe, das dritte folgt im Juni 2020.

„Da lauert etwas seltsames hinter der Kellertür …
Nach einer Familientragödie ziehen Emily, Navin und ihre Mutter in das verlassene Elternhaus, um ein neues Leben zu beginnen. In der ersten Nacht, die die Familie in dem mysteriösen Haus verbringt, wird Emily und Navins Mutter von einer Kreatur mit Tentakeln entführt. Jetzt liegt es an Emily und Navin, herauszufinden, wie sie die Dinge in Ordnung bringen und das Leben ihrer Mutter retten können!“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Ich werde mich wohl nie an den Geruch des Farbdrucks bei Comics und Graphic Novels gewöhnen können. Es gibt bestimmt Menschen, die den Geruch mögen, ich gehöre nicht dazu. Trotzdem konnte ich sehr gut in die Geschichte eintauchen.

Auf dem Cover sieht man schon drei der wichtigsten Hauptprotagonisten der Buchreihe. Außerdem ist da eine dunkle Tür zu sehen, hinter welcher das Tentakelwesen gerade zu entschwinden scheint. Die Farben der Illustrationen sind hauptsächlich in grau, braun, blau und schwarz gehalten.

Zu Beginn wird das tragische Schicksal der Familie in einer Vorgeschichte erzählt, dann folgt der Neuanfang im verlassenen und heruntergekommenen Elternhaus. Nachdem die Mutter entführt wird, tauchen die Kinder Emily und Navin in eine geheimnisvolle und ganz neue Welt ein und müssen mithilfe des Amuletts und einigen künstlich erschaffenen Wesen die Mutter ausfindig machen und retten.

Die Geschichte des ersten Bandes ist sehr actiongeladen. Gleichzeitig werden aber auch die Gefühle der Kinder, wie Angst, Trauer und Mut sehr gut dargestellt. In kürzester Zeit hat man die Seiten verschlungen und die vielen beeindruckenden Bilder in sich aufgesaugt. Ein toller Auftakt für Comic und Graphic Novel Fans.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2020

Wie man ein Ritter wird

Ritter werden leicht gemacht – Drachen sind Nichtschwimmer
0

Wenn es um Drachen geht, ist unser Interesse sehr schnell geweckt. So auch bei "Ritter werden leicht gemacht – Drachen sind Nicht-Schwimmer" von Vivian French und David Melling. Vor allem, wo uns der Titel ...

Wenn es um Drachen geht, ist unser Interesse sehr schnell geweckt. So auch bei "Ritter werden leicht gemacht – Drachen sind Nicht-Schwimmer" von Vivian French und David Melling. Vor allem, wo uns der Titel so stark an "Drachenzähmen leicht gemacht" erinnert und alle Familienmitglieder Fans der Filme und Serie sind.

Die Autorin und der Illustrator:
Vivian French (geboren 1945) ist eine britische Schriftstellerin. Sie hat über 250 Bücher für Kinder und Jugendliche geschrieben. Einige ihrer Buchreihen feierten große Erfolge, so zum Beispiel The Tiara Club oder Tales from the Five Kingdoms. In der Reihe Ritter werden leicht gemacht sind bisher sechs Bände im englischen Original erschienen. Im Deutschen gibt es zwei Bände, zwei weitere sind für dieses Jahr bereits angekündigt.
David Melling ist ein britischer Illustrator. Bevor er sich auf Kinderbücher spezialisierte, arbeitete er als Fotograf und Zeichner für verschiedene Animationsfilme. Seither hat er über 150 Bücher illustriert, welche in über 30 Sprachen übersetzt wurden.

Inhalt:
„Sam hat einen Traum: Er möchte ein Ritter werden, edel und verwegen. Doch wie stellt man das an, wie wird man eigentlich Ritter? Passenderweise lebt Sam nicht etwa in einem Haus wie Du und ich, sondern bei seiner strengen Tante Eiltrud und seinem Onkel Archibald auf Burg Falterstaub. Das Paar bietet hier eine Urlaubsbetreuung für Drachen, Greife und andere magische Haustiere an, sodass deren Besitzer unbesorgt verreisen können. Als der kleine Drache Gottfried ausbüxt, macht sich Sam zusammen mit seiner vorwitzigen Cousine Brunella auf die Suche und absolviert dabei die erste Lektion auf dem Weg zum Ritter …“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Das Cover der Buches mutet dem eines Tagebuches an. Außerdem sehen wir dort Sam und den Drachen Gottfried. Tatsächlich befinden sich im Buch einzelne Tagebucheintragungen und eben die Geschichte um Sam und die Rettung des kleinen Drachens.

Der Schreibstil ist leicht verständlich und die Handlung ist in mehrere Kapitel unterteilt. So erfährt man zunächst erst einmal, wo Sam sich befindet und wer die wichtigsten Personen und Tierwesen der Geschichte sind.

Bevor es mit der Geschichte los geht, sind besagte Protagonisten und ein wichtiger Ort der Geschichte durch schwarz-weiß Illustrationen auf einer Doppelseite dargestellt. Neben Sam und Gottfried, sind dort Brunella, die Prinzessin und Onkel Archibald und Tante Eiltrud dargestellt. Vor allem der Onkel und die Tante sind eher als Karikatur zu bestaunen. Der Onkel mit einer Birnenform auf dürren Beinchen und die Tante quasi als Strich in der Landschaft. Ich persönlich mag solche überzeichneten Charaktere in Kinderbüchern allerdings nicht ganz so gerne.

Der Text wird immer wieder von witzigen Illustrationen begleitet, so kann der Leser hin und wieder bei den Bildern verweilen und die Geschichte auf sich wirken lassen. Wir sehen hier einige Szenen in denen Sam sich im Laufe der Geschichte befindet.

Sam wird von einem Kritzelvogel begleitet. Was es genau mit diesem auf sich hat, haben wir leider nicht erfahren und so waren wir zu Beginn verwirrt, ob wir etwas verpasst hätten. Aber dem schien nicht so. Dies ist also unser einziger Kritikpunkt an der Geschichte. Denn der sprechende Vogel ist Sams Begleiter und hätte ein wenig mehr Raum für Erklärungen verdient.

Die Charaktere sind zunächst sehr stereotyp. Brunella ist die verwöhnte Prinzessin, die Sam gegenüber eher unhöflich ist. Tante Eiltrud ist streng und schwer beschäftigt, die Urlaubsbetreuung der Tierwesen am Laufen zu halten und allen ordentliche Manieren beizubringen, während Onkel Archibald scheinbar untätig in den Tag hinein lebt. Und Sam ist der typische Junge, der gerne ein mutiger Ritter mit edlem Ross sein möchte.

Die Autorin lässt sich Zeit, um die Protagonisten, ihre Umgebung und die Grundbedingungen genau zu schildern, bevor es an die erste Aufgabe eines Ritteranwärters geht. Viel zu schnell war die Geschichte auch schon zu Ende und wir sind nun äußerst gespannt, wie es mit Sam, Brunella und dem Kritzelvogel weiter geht. "Drachen sind Nicht-Schwimmer", das erste Buch der Reihe "Ritter werden leicht gemacht", bietet einen schönen Einstieg und ist der tolle Auftakt einer lustigen und leichten Rittergeschichte für Jungen wie Mädchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere