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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2020

Eine unterhaltsame Nebengeschichte

Die Roten Schriftrollen
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Meinung:
Cassandra Clare hat eine tolle und komplexe Welt rund um ihre Schattenjäger erschaffen. Und einerseits ist es natürlich immer toll, wenn es wieder etwas neues aus einer faszinierenden Welt mit ...

Meinung:
Cassandra Clare hat eine tolle und komplexe Welt rund um ihre Schattenjäger erschaffen. Und einerseits ist es natürlich immer toll, wenn es wieder etwas neues aus einer faszinierenden Welt mit liebgewonnene Charakteren gibt, aber andererseits bin ich schon auch der Meinung, dass es irgendwann auch mal gut sein sollte und die Geschichten alle erzählt sind, weshalb ich bei neuen Bänden doch immer etwas zwiegespalten bin.

Da ich den charismatischen Hexenmeister Magnus aber schon immer extrem interessant fand, war ich natürlich doch neugierig auf das Buch, das ihn zusammen mit dem Schattenjäger Alec Lightwood zum Protagonisten macht. Denn, in den anderen Bänden sind die beiden und ihre Liebesgeschichte durchaus eindrucksvolle Nebendarsteller, aber eben auch nur das.

Das Buch macht zeitlich einen Sprung zurück in der Geschichte und spielt zwischen Band 3 und Band 4 der Chroniken der Unterwelt Reihe. Das heißt, Magnus und Alec haben sich gerade erst gefunden und ihre Gefühle füreinander sind noch frisch und beide auch noch ziemlich unsicher.

Das merkt man der Geschichte auch etwas an. Beide wissen noch nicht so viel voneinander und gehen teilweise auch etwas verkrampft miteinander bzw. mit den Umständen um, aber doch schaffen sie es immer wieder, sich ihrer Gefühle zu gestehen und sich gegenseitig immer mehr zu vertrauen. Dabei muss ich schon sagen, dass es mir manchmal sogar etwas zu viel des Guten war, aber das liegt auch daran, dass ich prinzipiell immer nicht ganz so viel Liebesbeteuerungen in Büchern brauche.

Es dauert etwas, bis die Handlung um die Liebesgeschichte herum wirklich in Fahrt kommt, aber auch die Beschreibungen der einzelnen Stationen auf ihrer Reise fand ich sehr anschaulich. Es ist auch schön bekannte Charaktere wiederzutreffen und auch neue kennenzulernen.

Vor allem Magnus und Alec werden wirklich gut und realistisch beschrieben. Obwohl sie so gegensätzlich sind, ergänzen sie sich gut und bilden eine harmonische Einheit. Magnus ist einfach eine schillernde Persönlichkeit mit viel Humor, aber auch einer liebevollen Art. Alec ist eher noch schüchtern und vorsichtig und war in den ersten Teilen auch etwas kühl und reserviert, aber er taut auf und das wird authentisch dargestellt.

Erzählt wird die Geschichte auch aus den jeweiligen Perspektiven von den beiden, sodass man in beide Seiten gute Einblicke erhält. Und es gibt auch Verbindungen zu den anderen, bereits erschienenen Reihen und Charakteren.

Die Handlung rund um den Kult fand ich ganz interessant und gut lesbar, wenn auch nicht total fesselnd. Ein bisschen mehr wäre da durchaus noch möglich gewesen, auch wenn es am Ende die ein oder andere interessante Wendung gibt und dann auch deutlich wird, worauf diese Reihe hinauslaufen könnte.

Fazit:
Eine unterhaltsame Nebengeschichte, die mehr Einblick in die besonderen Persönlichkeiten von Alec und Magnus gibt. Man kann sie sehr gut lesen, muss sie bisher aber auch noch nicht unbedingt gelesen haben. Als Fan des komplexen Schattenjäger-Universums und vor allem von Magnus hat man auf jeden Fall seinen Spaß am Buch, auch wenn es mir teilweise etwas zu viel Liebesbeteuerungen waren. Aber auch als Neueinsteiger würde man sich bestimmt ganz gut zurecht finden, auch wenn man bedenken muss, dass durch die Verknüpfungen zu den anderen Geschichten auch einige Spoiler auftreten würden. Durch die unvorhergesehene Wendung am Ende bin ich sehr gespannt, wie sich die Reihe noch weiterentwickeln wird und vergebe recht solide 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.06.2020

Erneut richtig spannend und unterhaltsam!

Die Frequenz des Todes
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Meinung:
Nachdem der Vorgänger ja mit so einem gemeinem Cliffhanger geendet ist, habe ich sehr auf diese Fortsetzung hin gefiebert und war gespannt, wie es weiter geht.

Obwohl dieser Cliffhanger nicht ...

Meinung:
Nachdem der Vorgänger ja mit so einem gemeinem Cliffhanger geendet ist, habe ich sehr auf diese Fortsetzung hin gefiebert und war gespannt, wie es weiter geht.

Obwohl dieser Cliffhanger nicht direkt aufgegriffen wird und zwischen den Büchern ein bisschen Zeit vergangen ist, ist der Einstieg ins Buch super gelungen. Der Notruf dieser verzweifelten Mutter, die angibt, dass ihr Kind weg sei und sie nur Blut vorgefunden hätte und dann die Situation, dass ihr Mann ihr das Telefon weg nimmt und sie einsperrt. Also da war ich schon zu Beginn total gefesselt und wollte die Hintergründe verstehen.

Bei Hegel hätte ich mir schon gewünscht, dass mehr auf das Ende vom Vorgänger eingegangen wird, aber es wurde einfach so hingenommen, dass er wieder in Untersuchungshaft sitzt. Jula ist zwar schon deutlich skeptischer ihm gegenüber, aber trotzdem kann er sie mit seinen angeblichen Infos über ihren verschwundenen Bruder und auch über ihr Mitgefühl der Frau gegenüber ködern.

Die Handlung ist erneut sehr spannend und wendungsreich, wenn auch manchmal ein bisschen konstruiert z. B. die Meinungsänderungen von Julas Halbbruder fand ich schon etwas einfach. Die unterschiedlichen Perspektiven und Figuren werfen aber viele Fragen auf und man möchte einfach wissen, was hinter allem steckt. Dazu kommt natürlich noch Hegels besondere Fähigkeit mit dem absoluten Gehör, von der man dieses Mal auch etwas mehr erfährt. Gleichzeitig wird aber auch noch deutlicher, dass Hegels Figur total geheimnisvoll ist. Man merkt genau, das Hegel nicht offen spielt und überlegt ständig, was er wirklich weiß und bezweckt und vor allem, ob er wirklich seine Frau kaltblütig ermordet hat.

Und auch Hadrian, Julas geheimnisvoller Helfer bleibt immer noch im Dunkeln, auch hier bin ich gespannt, wer sich dahinter verbirgt und mit welchen Motiven.

Jula hingegen ist eine gute Protagonistin. Sie hat ihr Päckchen zu tragen und ist doch auch vorbelastet, aber gleichzeitig auch mutig und sympathisch. Auch wenn sie es mit ihrem Mut manchmal übertreibt und sich in unnötige Gefahr begibt. Aber der Charakter passt einfach zur Geschichte.

Der Schreibstil ist echt gut. Der Leser wird von Beginn an ins Buch gezogen und nicht mehr los gelassen. Es entsteht eine glaubwürdige Atmosphäre und man wird einfach gepackt.

Die Auflösung des Falls ist recht verwinkelt, aber mit der Zeit kommt man doch auch selbst auf die richtige Fährte. Dabei bleiben aber immer noch viele Fragen Hegel und Jula betreffend offen, auf die es hoffentlich im 3. Teil antworten gibt. Denn für die Gesamtgeschichte gab es doch eher weniger Antworten und auch dieser Teil endet wieder eher offen, wenn auch nicht mehr ganz so schockierend, wie der Vorgänger.

Fazit:
Eine neue mitreißende Geschichte rund um die besonderen Protagonisten Matthias Hegel und Jula Ansorge. Der Fall ist spannend und wendungsreich, es gibt etwas tiefere Einblicke in das besondere Gebiet der forensischen Phonetik und man wird einfach ins Buch gezogen und will wissen, wie es weiter geht. Manchmal war es mir ein bisschen zu konstruiert und ich hätte schon auch gern ein paar Antworten auf die bisherigen Fragen Hegel, Jula und Hadrian betreffend, aber hoffe dafür auf den Abschlussband der Auris-Trilogie. Unterhalten wurde ich sehr gut, weshalb ich auch wieder gute 4 Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 08.06.2020

Erneut ein interessanter und spannender Thriller

Von zerfallenen Träumen
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Meinung:
Der letzte Thriller rund um den ehemaligen Kripoermittler Nik Pohl hatte mir gut gefallen, weshalb ich auch auf den neuen Fall gespannt war.

Dieses Mal rutscht Nik eher unfreiwillig in die ganze ...

Meinung:
Der letzte Thriller rund um den ehemaligen Kripoermittler Nik Pohl hatte mir gut gefallen, weshalb ich auch auf den neuen Fall gespannt war.

Dieses Mal rutscht Nik eher unfreiwillig in die ganze Geschichte, da ihm jemand einen Mord anhängen will. Natürlich kann Nik das nicht auf sich sitzen lassen und so nimmt die komplexe Handlung ihren Gang. Es gibt nämlich viele Hintergründe aufzudecken und auch viele besondere Figuren kennenzulernen. Denn auch die Nebenfiguren sind alle interessant gestaltet.

So ist die Handlung von Beginn an ziemlich spannend und hat ein gutes Erzähltempo. Es gibt viel Action und Nik kommt sehr oft in Gefahr. Dabei muss er auch immer einiges einstecken, aber wenn er sich mal in einen Fall verbissen hat, dann will er ihn auch lösen. Manchmal war er etwas zu leichtgläubig, aber das hat mich nicht wirklich gestört.

Schön fand ich auch wieder die tolle und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Nik, Jon und Balthasar. Vor allem Balthasar bringt mit seiner lebensfrohen und bunten Art gute Laune mit und auch Jon finde ich nach wie vor sehr interessant, auch wenn er bzw. seine Motive für mich immer noch etwas im dunkeln bleiben. Wahrscheinlich sollte ich dafür endlich mal den ersten Teil der Reihe lesen.

Den Schreibstil finde ich sehr angenehm, man fliegt irgendwie ganz leicht durch die Seiten. Dazu tragen auch die kurzen Kapitel und auch die Perspektivenwechsel bei.

Es gibt auch einige Wendungen, wovon ich manche überraschender fand, als andere, aber die meisten fand ich doch gut erarbeitet und solide erklärt. Auch das Ende war passend, auch wenn ich zu einem Motiv doch gerne noch ein paar Hintergründe mehr gehabt hätte.

Fazit:
Erneut ein interessanter und spannender Thriller rund um den ehemaligen Kripobeamten Nik Pohl. Die Figuren sind alle sehr interessant gestaltet, der Plot ist recht vielschichtig und wendungsreich und das Buch bietet einfach kurzweiligen Lesespaß, auch wenn Nik manchmal ein bisschen leichtgläubig ist und ich manche Wendungen doch etwas leicht durchschaut habe. Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, weshalb ich solide 4 Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 27.05.2020

Ein süßes Kinderbuch mit toller Gestaltung und einem Mini-Kritikpunkt.

Miezbert
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Meinung:
Hier haben mich das knallbunte Cover und auch das Thema sofort angesprochen. Das Buch selbst ist genauso farbenfroh und mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

Die Geschichte ist wirklich stimmig, ...

Meinung:
Hier haben mich das knallbunte Cover und auch das Thema sofort angesprochen. Das Buch selbst ist genauso farbenfroh und mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

Die Geschichte ist wirklich stimmig, die detaillierten Bilder passen zum Text und es ist auch schön, dass sich die Stimmungen auch ohne den Text erkennen lassen. So sieht man Miezbert seine schlechte Laune deutlich an, und auch die Ratlosigkeit der anderen Tiere wird sichtbar. Im Text selbst gibt es auch hervorgehobene Schlüsselworte, sodass man auch da auf den ersten Blick erkennt, dass diese Wörter deutlich betont werden.
Auch die Länge des Buches und die der einzelnen Texte finde ich passend für die Zielgruppe, es ist ein richtig schönes Vorlesebuch.

Ebenso wird das Thema an sich sehr schön dargestellt, da Miezbert anfangs selbst gar nicht merkt, weshalb er so schlechte Laune hat und dem Problem erstmal auf den Grund gehen muss. Auch das trifft auch Kinder zu und veranschaulicht, dass man sich mit unbekannten Gefühlen auseinandersetzten muss und es auch mal ok ist, wenn man schlecht drauf ist, man dann aber die Gründe dafür hinterfragt. Etwas schade finde ich, dass Miezbert sich am Ende bei seinen Freunden für sein vorheriges Verhalten nicht entschuldigt, aber gut, auch so wird die Geschichte stimmig beendet.

Fazit:
Ein richtig tolles Kinderbuch, mit einer liebevollen und knallbunten Gestaltung, schönen und stimmigen Bildern und Texten und einem wichtigen Thema, das genau auf die Zielgruppe ab 3 Jahren zugeschnitten ist. Einzig, dass am Ende keine Entschuldigung für Miezberts Verhalten erwähnt wird, finde ich etwas schade. Aber trotzdem vergebe ich gute 4 Buchherzen und freue mich, das Buch bald meinem Patenkind vorzulesen.

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Veröffentlicht am 15.05.2020

Nicht ganz so fesselnd wie der Vorgänger, aber immer noch spannend und lesenswert

Die Patientin
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Meinung:
Der Vorgänger "Blind" war ja letztes Jahr eines meiner Jahreshighlights. Ganz klar, dass ich mich schon auf die Fortsetzung gefreut habe. Leider gab es diese nun nicht mehr als Hörbuch, weshalb ...

Meinung:
Der Vorgänger "Blind" war ja letztes Jahr eines meiner Jahreshighlights. Ganz klar, dass ich mich schon auf die Fortsetzung gefreut habe. Leider gab es diese nun nicht mehr als Hörbuch, weshalb ich das Medium wechseln musste, was ich immer sehr schade finde.

Aber naja, da ich ja auch gerne selber lese, bin ich dann doch wieder ganz gut in die Geschichte gekommen. Auch wenn ich mir etwas mehr Erinnerungsstützen gewünscht hätte. Ich habe zum Beispiel nicht mehr genau gewusst, weshalb Carole nun genau ins Koma gefallen war.

Prinzipiell fand ich den Start ins Buch aber gut gewählt. Dass man Nathaniel und den kleinen Silas dabei begleitet, wie sie Carole besuchen wollen, in dem Bett, aber plötzlich eine andere Frau liegt.

Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war die Tatsache, dass es gleich wieder in die Richtung geht, dass erneut keiner Nathaniel glaubt.
Auch sonst fand Nathaniels Rolle dieses Mal leider eher etwas unglücklich. Er will helfen, aber irgendwie ist alles etwas unüberlegt und bringt auch nicht so ganz viel.

Und das gleiche trifft leider auch etwas auf die Journalistin Milla zu, die in diesem Teil wirklich zur Protagonistin wird. Ich mochte ihre leicht draufgängerische Art im Vorgänger schon ganz gerne und eigentlich hat sie auch jetzt den richtigen Riecher, aber die Umsetzung hat mir manchmal nicht ganz so gut gefallen, wie im Vorgänger.
Vor allem, da sie auch privat sehr wankelmütig wird und mir dieser Aspekt gar nicht gefallen hat, auch wenn sie am Ende zumindest nochmal etwas die Kurve bekommen hat.

Die Handlung an sich fand ich aber eigentlich schon ganz unterhaltsam und spannend. Die Geschichte ist zwar recht unwahrscheinlich, vor allem, dass es eben schon wieder Carole trifft, aber es gab leider schon viel zu oft einfach unglaubliche Skandalfälle in der Medizin, weshalb ich mit dem Setting ganz gut leben konnte.
Auch die Rundum Infos zum Thema ewiges Leben fand ich recht interessant. Und auch die Ermittlerseite rund um Sandro Bandini und dann eben die Verknüpfungen untereinander haben mir gut gefallen.

Der Schreibstil ist recht temporeich, was auch durch die vielen kurzen Kapitel aus den unterschiedlichen Sichten unterstützt wird. Natürlich enden die Kapitel auch oft mit einem kleinen Cliffhanger, sodass man unbedingt weiterlesen möchte. Zwischendurch gibt es auch ein paar gefühl- und humorvolle Momente, die gut zum Gesamten passen.

Das Ende führt die ganzen losen Fäden stimmig zusammen und ist zufriedenstellend, auch wenn nicht alle offenen Fragen komplett beantwortet werden.

Fazit:
Ich habe mich sehr auf diese Fortsetzung gefreut und auch erneut eine spannende Geschichte erhalten, die mich aber nicht mehr ganz so fesseln konnte, wie der Vorgänger. Auch wenn ich mich im Großteil gut unterhalten gefühlt habe, war ich einfach nicht so auf ganzer Linie mitgerissen und ich fand die Charakteraderstellungen und die oft unüberlegten Handlungen der Charaktere nicht immer so gut, wie erhofft. Trotz allem ist auch dieser zweite Teil auch ohne Vorkenntnisse lesenswert und ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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