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Veröffentlicht am 15.09.2020

Tolle Plot-Idee mit eher unsympathischen Hauptcharakteren

Silver Crown - Forbidden Royals
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„Der König ist tot“. Mit diesen Worten ändert sich für Emilia schlagartig alles. Zwar hat sie bisher ein normales, bürgerliches Leben geführt, doch jetzt wird sie plötzlich Thronerbin und soll sich ihrer ...

„Der König ist tot“. Mit diesen Worten ändert sich für Emilia schlagartig alles. Zwar hat sie bisher ein normales, bürgerliches Leben geführt, doch jetzt wird sie plötzlich Thronerbin und soll sich ihrer Verantwortung stellen. Was wie ein Märchentraum klingt, ist für Emilia erstmal entsetzlich. Als Prinzessin innerhalb der königlichen Familie merkt sie schnell, dass Intrigen und Machtspiele an der Tagesordnung sind. Und darüber hinaus setzt ihr ihr attraktiver neuer Stiefbruder Carter ziemlich zu.



Ich hatte mich nach einer Leseprobe sooo sehr auf das Buch gefreut. Und vielleicht waren meine Erwartungen auch etwas zu hoch, aber so generell konnte es mich auch einfach nicht überzeugen.

Der Einstieg war erstmal richtig gut. Man ist sofort drin im Geschehen und es geht ohne lange Einführungen los, was ich wirklich gern mag. Die Idee für das Buch und der Plot an sich sind super. Emilia als Tochter des zukünftigen Königs, der sie nie haben wollte; sie hatte ein normales Leben und wird jetzt plötzlich ins Treiben des Königshauses geworfen. Tolles Setting, schöne Idee, spannender Ausgangspunkt. Aber irgendwie ging mir doch alles etwas schnell. Ich hab das Gefühl, dass die Autorin da so durchrennen wollte – was bei einem ersten Band einer Trilogie wirklich nicht nötig ist. Ich hätte gern mehr Details gehabt, mehr bedachte Entwicklung in der Story. Mehr zwischen Emilia und ihrem Vater, mehr Eindrücke.
Trotzdem konnte die Handlung mich genug catchen, dass ich neugierig war und weiterlesen wollte. Da hat auch der Schreibstil geholfen, der flüssig zu lesen, bildreich und ab und zu mit Spritzern von Humor durchzogen ist. Das Buch ließ sich wirklich super lesen, da konnte die Autorin mich abholen.



Aber dann hatte ich, neben etwas Kritik am Handlungsverlauf, ein großes Problem. Emilia und Carter waren beide Charaktere, mit denen ich nicht warm geworden bin. Emilias Entscheidungen konnte ich oft nicht nachvollziehen, sie war super ekelig bei einer Sache zu Owen (ihrem besten Freund), bei der ich auf seiner Seite war. Und bei Carter verhält sie sich irrational und irgendwie naiv. Carter ist ein totales Arschloch; vor allem bei der ersten Szene war er mir so dermaßen unsympathisch. Zwar hat er hinterher dann auch ab und zu bessere Momente, aber die kommen so völlig aus dem Nichts, ohne, dass ich verstehen kann, wieso er jetzt so ist. Und dann die angeblich anbandelnde Liebesgeschichte. Sorry, aber da war NULL Chemie zwischen den beiden. Außer dass die sich scheinbar beide irgendwie körperlich heiß fanden (wobei bei Carter auch nicht ganz klar wird, was er auf einmal an Emilia findet), haben die beiden überhaupt keine emotionale Verbindung zueinander. Die haben nicht ein einziges Mal in dem Buch irgendwie ansatzweise ordentlich miteinander geredet oder Zeit miteinander verbracht. Deren gesamten gemeinsamen Szenen beschränken sich auf „oh man wieso ist sein Bauch so flach, das macht mich ganz wuschig. Und er guckt mich voller Verlangen an“. Aber sonst war da nichts! Und für diese Verhältnisse haben sie viel zu viel Drama aus ihrer „Beziehung“ zueinander gemacht.



Ich hab die Hoffnung, dass deren Beziehung zueinander im zweiten Teil noch ausgebaut und nachvollziehbarer wird. Und dass mehr Einblicke in das königliche Leben kommen. Das fehlt mir beides bisher. Deswegen werde ich den zweiten Teil auf jeden Fall auch lesen, denn die Hoffnung habe ich nicht aufgegeben, und es war trotz allem gut genug für mich, um dran zu bleiben. Aber leider reicht es hier nur so für 3-3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 21.06.2020

Spannender zweiter Teil, etwas schwächer als der erste

Tell Me No Lies
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Tessa und Eric sind auf der Flucht – vor Stalker*innen, vor seiner Plattenfirma, vor ihren Ängsten. Doch ihr altes Leben, inklusive der Twitter-App, lassen sich nicht so leicht abhängen. Und es gibt immer ...

Tessa und Eric sind auf der Flucht – vor Stalker*innen, vor seiner Plattenfirma, vor ihren Ängsten. Doch ihr altes Leben, inklusive der Twitter-App, lassen sich nicht so leicht abhängen. Und es gibt immer noch jemanden, der eine Rechnung mit den beiden zu begleichen hat …

„Tell me no lies“ ist die Fortsetzung von „Follow me back“, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. „Tell me no lies“ ist ebenfalls ein ganz gutes Buch, aber schwächer. Die erste Hälfte des Buches zog sich etwas und die erhoffte Spannung ließ auf sich warten. Ich hatte das Gefühl, die Handlung dümpelte lange vor sich hin und habe mich gefragt, worauf das Buch noch hinaus will. Ich hab mir eine ganze Weile gedacht, dass man das Ende des ersten Buches auch einfach hätte etwas anders drehen können, dann wäre kein zweites Buch nötig gewesen.
Aber dann hat mich das Buch schließlich doch wieder gepackt. In der zweiten Hälfte kam dann alles Schlag auf Schlag und ich hab mir Sorgen um Tessa und Eric gemacht und wollte wissen, ob denn am Ende alles gut ausgeht für sie. Außerdem gab es am Ende einen Plottwist, den ich tatsächlich nicht erwartet habe und der mir wirklich gefallen hat.

Der Schreibstil war wieder flüssig, das Buch ließ sich gut runterlesen und er passt zum Inhalt. Im Nachhinein bin ich doch froh, dass es diesen zweiten Teil noch gibt, denn es gab doch einiges, was noch aufgearbeitet werden musste und nun kann ich mit dem Ende gut leben. Allerdings haben mich die Charaktere doch ab und zu etwas genervt, auch wenn ich gar nicht genau sagen kann, wieso. Deswegen, und weils sich am Anfang etwas gezogen hat, gibt’s von mir 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.06.2020

Schillernd, toxisch, faszinierend

So schöne Lügen
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Louise wollte eigentlich Schriftstellerin werden, jetzt hält sie sich in New York mit schlecht bezahlten Jobs gerade so über Wasser. Bis sie Lavinia trifft, die alles hat - Geld, ein teures Apartement, ...

Louise wollte eigentlich Schriftstellerin werden, jetzt hält sie sich in New York mit schlecht bezahlten Jobs gerade so über Wasser. Bis sie Lavinia trifft, die alles hat - Geld, ein teures Apartement, Geld, luxuriöse Freunde ... achja, und Geld. Louise wird in das Luxusleben mit reingezogen - und wird süchtig danach. Aber wie weit würde sie gehen, um sich in dieser Welt zu halten?

Bei diesem Buch musste ich erstmal überlegen, da ich teilweise recht widersprüchlich zu ihm stand. Auch jetzt fällt mir die Rezension noch etwas schwer.
Erstmal gefällt es mir gut, wie die Autorin diese luxuriöse Welt dargestellt hat. Die für uns "Normalsterbliche" völlig fremde Gesellschaft der Reichen & Schönen. Von außen wirkt sie wundervoll und verführerisch und man (hier Louise) denkt, wenn man dazugehört, dann ist alles gut. Aber die Autorin zeigt auch auf, dass das alles nur Schein ist und in Wahrheit gar nicht so wünschenswert. Mit der Zeit hab ich das alles ziemlich verabscheut, was da abgeht. Dieser Kontrast ist sehr gelungen, auch wenn es dazu geführt hat, dass ich mit wenig warm werden konnte. Denn die Charaktere waren mir alle irgendwie nicht sonderlich sympathisch. Die oberflächlichen Reichen nicht - Lavinia hatte etwas sehr faszinierendes an sich, aber gemocht hab ich sie auch nicht - und auch nicht Louise. Die hat mich teilweise ziemlich genervt, weil sie so passiv, so planlos, so manipulierbar war. Gesunden Menschenverstand konnte ich bei ihr nicht finden. Eigentlich bei niemandem da. Und auch war irgendwie alles sehr überspitzt dargestellt, dass mir das schon etwas befremdlich vorkam.

Aber diese ganze Welt, wie Louise sich immer weiter darin verstrickt, wie alles langsam eine andere Wendung nimmt, wie man merkt, dass es langsam kippt und sich fragt, wie die Charaktere damit umgehen und wie es weitergeht - das alles fand ich doch sehr faszinierend, sehr interessant mitzuerleben und es hat mich in seinen Bann gezogen. Auch die wahnsinnig toxische Freundschaft zwischen Louise und Lavinia fand ich sehr toll dargestellt.

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Nicht gerade literarisch, sondern sehr abgehackt und minimalistisch. Mit vielen gleichen Satzkonstruktionen. Aber es hat mich hier irgendwie nicht so gestört, weil es meiner Meinung nach sehr gut zu dieser Welt passte. Für mich waren Sprache und Handlung/Plot sehr im Einklang.

Ich war mir nicht sicher, ob ich 3 oder 4 Sterne vergeben soll. Aber trotz der nervigen Charaktere und dem teilweise sehr überspitzten Plot war ich fasziniert von dem ganzen und nachdem ich das Buch zugeschlagen hatte, war ich doch froh, es gelesen zu haben. Ich nehm deshalb die Mitte.

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Veröffentlicht am 07.07.2026

Süß, aber hinter meinen Erwartungen

Hearts of LUX (1). A Recipe For Rivals
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Süß, aber hinter meinen Erwartungen
Stichworte: New Adult, Workplace Romance, Rivals to Lovers, Arbeit beim Fernsehsender

Meine Meinung: Ich hab Biancas Today-Reihe sehr geliebt, weshalb ich extrem neugierig ...

Süß, aber hinter meinen Erwartungen
Stichworte: New Adult, Workplace Romance, Rivals to Lovers, Arbeit beim Fernsehsender

Meine Meinung: Ich hab Biancas Today-Reihe sehr geliebt, weshalb ich extrem neugierig auf dieses Buch war! Leider hat es mich doch ein wenig enttäuscht. Es war eine ganz cute Geschichte, der Schreibstil war wieder sehr kurzweilig und die Idee echt schön/unterhaltsam. Ich fands also nicht schlecht, jedoch bin ich mit Emma und Levi nicht wirklich warm geworden. Zum einen hab ich ihre Chemie irgendwie nicht gefühlt, da funkte es nicht so richtig, oder es kam einfach nicht ganz bei mir an. Zum anderen fand ich ihre Streiche teilweise zu kinidsch bzw. vor allem Emma in der Hinsicht total übertreiben und mir dadurch leider auch ein wenig zu unsympathisch (im Ernst, was soll denn das mit den Kisten?!). Das fand ich etwas schade ...

Weil ich Biancas Schreibstil ja aber eigentlich mag, und Band 2 ja von einem anderen Pärchen handelt, möchte ich das auch noch lesen und bin gespannt, ob die beiden mich mehr abholen.

3 Sterne

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Veröffentlicht am 28.05.2026

Hinter meinen Erwartungen

Crimson Circle
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Lunette hat nicht nur ihren Bruder Louis verloren – sie musste auch noch seinen Tod in einem Traum beobachten. Sie hält Adrien Noir, den Sohn einer einflussreichen Pariser Familie, für schuldig. Auf Rache ...

Lunette hat nicht nur ihren Bruder Louis verloren – sie musste auch noch seinen Tod in einem Traum beobachten. Sie hält Adrien Noir, den Sohn einer einflussreichen Pariser Familie, für schuldig. Auf Rache aus – und um herauszufinden, was wirklich hinter allem steckt –,, sucht Lunette seine Nähe. Doch Adrien durchschaut ihren Plan und sie beginnen beide ein Spiel um die Oberhand – und um ihre Herzen. Schon bald muss Lunette erkennen, dass der Tod ihres Bruders nur ein winziges Steinchen in einem großen Getriebe war, und die Geheimnisse noch viel weiter reichen.



Kennt ihr das, wenn man total gut durch ein Buch durchfliegt und trotzdem nicht hundertprozentig überzeugt ist? Das hatte ich hier.

Positiv war auf jeden Fall, dass das Buch unfassbar gut zu lesen ist. Es ist unterhaltsam und vor allem kurzweilig. Ehe ich muchs versah, hatte ich es durch, man fliegt förmlich durch die Seiten. Auch mochte ich die ganze Idee mit den (luziden) Träumen und den Möglichkeiten und Gefahren dahinter. Die Geschichte, die der Grund für all das ist und die nach und nach ans Licht kommt in diesem Band. Genauso mochte ich, wie unerschrocken Lunette war. Wie sie sich durchgeschlagen hat, nicht aufgeben wollte, und nicht vor drastischen Maßnahmen zurückgeschreckt ist, um herauszufinden, was mit ihrem Bruder passiert ist. Die Wendung am Ende kam nicht unbedingt überraschend für mich, sie wirkte sehr wie aus dem Ein-mal-eins der Plottwists, aber nichtsdestotrotz macht das sehr neugierig, wie es wohl weitergehen wird.

Aber irgendwie blieb mir das alles viel zu oberflächlich und zu wenig ausgebaut. Dadurch, dass man da so schnell durchfliegt, blieb irgendwie auch wenig Zeit für Erklärungen oder Entwicklungen. Die Traumwelt konnte ich zum Beispiel nicht so recht greifen. Adrien war für mich irgendwie nicht glaubwürdig, also so generell als Charakter und in seinen Handlungen. Die Anziehung/Liebesgeschichte/was auch immer zwischen den beiden ... kam irgendwie aus dem Nichts und war seltsam aufgebaut. Ich hab nicht verstanden, was da jetzt plötzlich zwischen den beiden sein soll und wieso sie sich interessant finden. Manches in der Handlung wirkte auch ein wenig plump oder effekthaschend auf mich (wie zum Beispiel die Szenen mit den "Nachbarnjungs" von Lunette. Oder eben der Plottwist am Ende). Das hat mich alles nicht so richtig überzeugt.

Grundsätzlich Spaß gemacht hat mir das Lesen aber trotzdem, deswegen bin ich etwas hin und her gerissen. Für kurzweilige Unterhaltung ist das hier sicher eine gute Empfehlung. Manchmal will man auch einfach ein paar entspannte Lesestunden zum Durchs-Buch-Fliegen, ohne extrem gefordert zu werden. Aber ich glaube, wirklich hängen bleiben wird das Buch bei mir nicht und auch wenn ich jetzt gerade weiterlesen würde, kann es sein, dass ich bis zum Erscheinen von Band 2 das Interesse verloren habe.

Trotzdem möchte ich betonen: Es ist bei weitem kein schlechtes Buch und Geschmäcker sind verschieden. Deshalb ist das hier für mich auch keine schlechte Bewertung, nur eine "war vielleicht nicht ganz meins"-Bewertung.

3 Sterne

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