Platzhalter für Profilbild

duceda

Lesejury Profi
offline

duceda ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit duceda über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2020

Einer der besseren New-Adult-Romane!

Lovely Mistake (Bedford-Reihe 2)
0

Inhalt:
Ein halbes Jahr ohne Dates, ohne Männer und vor allem ohne sich neu zu verlieben. Das ist Mollys Plan, denn sie hat eine schwere Zeit hinter sich und kann es sich nicht leisten, ihr Herz an den ...

Inhalt:
Ein halbes Jahr ohne Dates, ohne Männer und vor allem ohne sich neu zu verlieben. Das ist Mollys Plan, denn sie hat eine schwere Zeit hinter sich und kann es sich nicht leisten, ihr Herz an den Falschen zu vergeben. Als sie jedoch von einem Wasserschaden aus ihrer Wohnung vertrieben wird, hat sie keine andere Wahl, als bei Troy einzuziehen, einem verdammt gutaussehenden Handwerker. Ungewollt entdeckt sie die Narben aus seiner Vergangenheit und fühlt sich immer mehr zu ihm hingezogen. Doch Troy gehört genau zu der Sorte Mann, von der Molly sich unbedingt fernhalten muss ...

Meine Meinung:
Zunächst sollte ich vielleicht sagen, dass ich grundsätzlich wahnsinnig gerne New-Adult-Romane lese, aber immer das Gefühl habe, dass die Geschichten immer ähnlich sind, die Ideen nicht sonderlich originell und ich mich dadurch langweile. Oft finde ich auch, dass in den Büchern viel zu viel Drama um viel zu wenig dramatische Dinge gemacht wird.
Den Klappentext von "Lovely mistake" fand ich um ehrlich zu sein sehr oberflächlich und einfallslos. Da mich die Leseprobe aber dennoch angesprochen hat, habe ich das Buch lesen wollen und bin echt sehr froh, es getan zu haben.
Die Story mit dem Wasserschaden in Mollys Wohnung finde ich als Aufhänger in die Handlung zwar immer noch etwas "lahm", allerdings war es ja auch nur der Aufhänger und die Geschichte, die folgte, fand ich dafür umso besser.
Molly war mir gleich sympathisch und auch Troy ist eine toller Charakter. Mir hat gut gefallen, dass sein Ruf als "Bad Boy", der er eigentlich gar nicht ist, nicht so wahnsinnig aufgebauscht wurde wie in anderen Büchern, sondern dass man schnell gemerkt hat, dass er einer von "den Guten" ist. So viel Drama in dieser Hinsicht hätte die Geschichte auch gar nicht gebraucht, ich finde es ist auch so genug passiert. Ich fand die Handlung (abgesehen vom Wasserschaden) sehr realistisch und authentisch und es war auch die richtige Portion Emotionen dabei. Gegen Ende hatte ich auch nasse Augen, was bei mir allerdings recht schnell passiert ;)
Das Buch ist für mich eine tolle Flucht aus dem Alltag, wenn man sich einfach mal ein bisschen davon träumen will. Einmal angefangen hat es mich immer wieder in die Seiten zurückgezogen, so dass ich es an einem Nachmittag/Abend durchgelesen habe.
Den ersten Teil über Brooklyn und Chase habe ich zwar nicht gelesen, das hat mich aber auch nicht sonderlich gestört. Ich fand die beiden auch sehr sympathisch und es wurde über den ersten Teil denke ich alles gesagt, was man wissen muss, ohne zu viel zu verraten. Daher bin ich nun auch etwas neugierig auf dieses Buch!
Alles in allem hat mir "Lovely Mistake" richtig gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.06.2020

Die richtige Mischung

Wie uns die Liebe fand
0

„Wie uns die Liebe fand“ würde ich nicht als ein Buch bezeichnen, bei dem man die erste Seite liest und es von dort an vor lauter Spannung nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich würde eher sagen, dass ...

„Wie uns die Liebe fand“ würde ich nicht als ein Buch bezeichnen, bei dem man die erste Seite liest und es von dort an vor lauter Spannung nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich würde eher sagen, dass man ab der ersten Seite die Protagonistin, Madame Nan, so sehr ins Herz schließt, dass man unbedingt alle Worte, die sie zu sagen hat, mitnehmen will. So entsteht automatisch eine ganz andere Art von Spannung, die einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt.
Klappentext:
Bois-des-Val am Fuß des Sonnenbergs im Elsass: Madame Nanon, 92 Jahre alt und von allen liebevoll Madame Nan genannt, hat so manches erlebt in dem kleinen Dorf mit der guten Luft. Frankreich, Deutschland, Frankreich – schon immer ist ihre Region Spielball politischer Interessen und Machtansprüche gewesen. Dann kehrt endlich Ruhe ein - bis Madame Nans älteste Tochter Marie plötzlich mit einer Erfindung daherkommt, die der Familie nicht nur Ansehen und Geld , sondern den Dorfbewohnern auch jede Menge Liebestaumel beschert. Das Glück scheint perfekt zu sein, gäbe es da nicht die Geschichte mit ihrem Nachbarn Monsieur Boberschram, in den sich Madame Nan verliebt, ohne zu wissen, dass sie eine gemeinsame Vergangenheit haben, die alles andere als verbindet.
Madame Nan nimmt den Leser mit auf eine überaus ereignisreiche Zeit ihres Lebens, in die man richtig eintauchen und sich alles bildlich vorstellen kann. Der Schreibstil war sehr einnehmend und leicht zu lesen und was mich des Öfteren erstaunt hat ist die Leichtigkeit, mit der die Autorin ihren Figuren leben einhaucht. In Madame Nans Erzählung schwang so viel Charakter und Eigenwilligkeit mit, sie lies so viel Persönlichkeit durchblicken, dass ich irgendwann das Gefühl hatte, sie schon lange zu kennen. Aber auch ihre vier Töchter, die unterschiedlicher nicht sein könnten, bekamen wahnsinnig viel Charakter zugesprochen, so dass ich auch alle vier von ihnen schnell ins Herz schloss und gegen Ende des Buches manchmal dachte „typisch Marie!“.
Die Handlung des Buches fand ich sehr interessant, aber auch eigenwillig, wie es eine Frau in Madame Nans Alter wohl auch zu sein hat. Es gab keinen Abschnitt, nach dem nicht eine Ausschweifung folgte, kaum ein Dorfbewohner wurde vorgestellt, ohne nicht auch einen Teil von dessen Geschichte zu erzählen – und von diesen neuen Bekanntschaften habe ich beim Lesen der Geschichte einige gemacht. Auch wenn das für mich teilweise etwas anstrengend war und ich auch manches etwas übertrieben fand (beispielsweise fiel hinter fast jeder Erwähnung von Madame Nans verstorbenen Ehemanns der Ausdruck „Gott hab ihn selig“), aber ich finde dennoch, dass die Autorin gerade damit Madame Nans Charakter sehr einzigartig und echt werden ließ.
Das Buch beinhaltet nicht nur eine Facette oder eine schnurgerade Liebesgeschichte, an deren Anfang sich zwei Menschen kennenlernen und sich am Ende lieben lernen, sie enthält Liebe, Witz, den ganz normalen Wahnsinn einer alleinerziehenden Frau mit vier mehr oder weniger pubertierenden Töchtern, aber auch eine sehr außergewöhnliche Verkaufsgeschichte. Weiterhin lernt man nicht nur eine Person kennen, oder fünf, sondern ein ganzes Dorf, denn zu niemandem, dessen Name genannt worden war, wurde nicht die ein der andere Anekdote erzählt, wenn nicht gleich die gesamte Geschichte, die Madame Nan mit dieser Person verband. Aber auch eine gewisse Portion Ernst spielt in die Geschichte mit hinein und das richtige bisschen Historie, so dass sie einen „soliden“ Boden hat.
Am Anfang habe ich mich beim Lesen tatsächlich eine Weile gefragt, wohin die Geschichte gehen soll und welches Ziel oder Ende sie verfolg. Manchmal kam es mir vor, der Handlungsstrang sei, das gesamte Dorf einmal rund herum kennenzulernen ;) Jetzt, nachdem ich die letzte Seite gelesen habe, finde ich die gesamte Geschichte sehr stimmig bin sehr zufrieden mit ihrem Ende. Auch wenn mir die Ausführungen und Abschweifungen teils etwas zu ausführlich waren, fand ich die Haupthandlungsstränge wunderschön erzählt und habe nicht nur das Gefühl, ein weiteres Buch gelesen zu haben, sondern ein paar Menschen frisch kennen gelernt zu haben.

Veröffentlicht am 29.07.2026

Finale mit großem Knall

A Girl Named Josie (Breaking Waves 5)
0

Da mir Band 1-4 der Breaking Waves Reihe bereits sehr gut gefallen hatten, war ich neugierig und vorfreudig auf das große Finale der Reihe, das endlich aus der Sicht von Josie erzählt wird, um die sich ...

Da mir Band 1-4 der Breaking Waves Reihe bereits sehr gut gefallen hatten, war ich neugierig und vorfreudig auf das große Finale der Reihe, das endlich aus der Sicht von Josie erzählt wird, um die sich ja auch in den vorherigen Bänden bereits vieles dreht. Und ich muss sagen, hier hat Kristina Moninger nochmal alle Register gezogen und die Reihe würdig abgeschlossen!
Die Rückblenden, die sich auf zwei verschiedenen Zeitebenen abspielen, in Kombination mit den Ausschnitten aus Verhandlungen zu einer Tat, über die man als Leser erst spät aufgeklärt wird fand ich spannend und gelungen. Auch hat es mir gut gefallen, dass die fünf Freundinnen endlich auch im Jetzt, bzw in der näheren Vergangenheit, wieder Zeit gemeinsam verbringen, ohne dass eine Person fehlt. Auch die komolexe Beziehung zwischen Josie und Andrea habe ich gespannt mitverfolgt und fand es super, wie die Autorin die immer wieder aufkommenden Konflikte zwischen ihnen, aber auch die Entwicklung von Josie und Andrea beschrieben hat.
Insgesamt war es ein toller Abschluss der Reihe, wobei mir trotzdem das gewisse etwas gefehlt hat, dass mich komplett an das Buch gefesselt hat. Woran genau das lag, kann ich allerdings gar nicht so richtig einordnen.

Veröffentlicht am 13.07.2026

Mitten aus dem Leben erzählt

Halbwach
0

Halbwach hat mich besonders durch das Cover neugierig gemacht. Ich mag diesen gemalten Stil, aber das dennoch moderne Bild. Die Art und Weise, wie die junge Frau auf dem Sessel sitzt, macht nachdenklich ...

Halbwach hat mich besonders durch das Cover neugierig gemacht. Ich mag diesen gemalten Stil, aber das dennoch moderne Bild. Die Art und Weise, wie die junge Frau auf dem Sessel sitzt, macht nachdenklich und regt dazu an, tiefer in sich hinein zu blicken. Und ich finde, damit passt das Cover wie die Faust aufs Auge zum Inhalt des Romans. Denn auch Zoe, die Protagonistin des Buches, befindet sich in einem Prozess des Innehaltens. Sie denkt viel über ihr Leben und ihre Ziele nach, die Erwartungen, die sie selbst, aber auch andere an sie haben und den Druck, gesellschaftlichen Normen zu entsprechen. Die Einblicke in ihr Leben regen beim Lesen immer wieder dazu an, auch über die eigene Situation nachzudenken, sich mit Zoe zu vergleichen oder sich auch in einigen Aspekten von ihr zu distanzieren. Aber auch wenn in meinem Leben nicht alles so läuft wie in Zoes, konnte ich mich sehr gut mit ihr identifizieren und mich in sie hineinversetzen. Ihre Gedanken und Handlungen waren stets menschlich und auch wenn sie auf den ersten Blick vielleicht nicht immer logisch erschienen, konnte man durch den tiefen Einblick in ihr inneres immer nachvollziehen, warum sie sich so verhält. Die Nähe, die dadurch zur Protagonistin entstand, hat mir gut gefallen.
Zoe ist Autorin und schreibt über die Liebe und Beziehungen, will sich aber selbst an niemanden binden und stößt jeden von sich, sobald es zu ernst wird. Aber auch ihre Freunde machen ihre ganz eigenen Probleme durch und zeigen dadurch die ganze Bandbreite an Beziehungen in der heutigen Zeit auf. Die Gespräche zwischen Zoe und ihren Freunden fand ich toll und manchmal hat es sich fast so angefühlt, es bekäme man selbst gerade einen Rat von einem guten Freund.
An manchen Stellen hat für mich ein wenig die Spannung gefehlt und Zoes Gedanken haben sich immer wieder um die selben Themen gedreht und sich wiederholt. Aber gleichzeitig wurde das Buch dadurch auch echter, denn die eigene Entwicklung läuft ja auch nicht geradlinig ab und passt nicht immer in das vorgesehene Pacing des Lebens. Trotzdem habe ich dadurch aber länger für das Buch gebraucht als gewöhnlich, weil ich nicht automatisch in jeder freien Minute weiter lesen wollte. Alles in allem hat es mir aber gut gefallen und klingt auch jetzt noch in mir nach.

Veröffentlicht am 25.05.2026

Süße Teenieromanze für jedes Alter

All the things I didn't say
0

All the things i didn't say hat mich echt positiv überrascht. Die Geschichte klang zwar schon süß und nach meinem Geschmack, aber da meine Schulzeit nun doch schon einige Jahre hinter mir liegt, war ich ...

All the things i didn't say hat mich echt positiv überrascht. Die Geschichte klang zwar schon süß und nach meinem Geschmack, aber da meine Schulzeit nun doch schon einige Jahre hinter mir liegt, war ich trotzdem etwas skeptisch bezüglich des Settings und des Alters der Protagonisten. Aber schlussendlich hat sich das Buch absolut gelohnt und zählt für mich zu den Jugendbüchern, die man auch als Erwachsener gut lesen kann. Außerdem hat es mich hin und wieder sehr an "Better than the movies" erinnert, das ich absolut geliebt habe.

Die Handlung fand ich spannend und auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Hier bekommt man Enemys to Lovers pur, den Sadie und Julius waren sich anfangs wirklich spinnefeind und haben mit ihrer gegenseitigen Abneigung kaum hinter dem Berg gehalten. Es war sehr süß zu lesen, wie sich aus diesen starken Gefühlen langsam etwas anderes entwickelt hat. Ich fand es authentisch beschrieben, wie Sadie ihre Gefühle anfangs zu verleugnen versucht, diese aber nach und nach die Oberhand gewinnen.

Ein Punkt, der mich etwas gestört hat war, dass vieles im Buch stark überzeichnet war. Die intensiven - positiven wie negativen - Gefühle zwischen Sadie und Julius haben noch sehr gut zum Thema gepasst, aber vor allem wie die Schule und die Lehrer teilweise dargestellt wurden, war meiner Meinung nach etwas übertrieben.

Ansonsten mochte ich das Buch sehr gerne und kann es auf jeden Fall weiterempfehlen. Ich denke, ich werde mir auch die anderen Bücher der Autorin noch näher anschauen, da mir der Schreibstil echt gut gefallen hat.