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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.06.2020

Der Grolltroll erlebt wieder ein tolles Abenteuer mit seinen Freunden

Der Grolltroll ... will Erster sein!
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Es ist ja nicht immer gut, wenn ein Held zum dritten Mal etwas erlebt. Aber der kleine blaue Grottroll hat uns auch diesmal viel zu erzählen.
Zunächst finden wir, wie in jedem Buch den Weg zu seinem tollen ...

Es ist ja nicht immer gut, wenn ein Held zum dritten Mal etwas erlebt. Aber der kleine blaue Grottroll hat uns auch diesmal viel zu erzählen.
Zunächst finden wir, wie in jedem Buch den Weg zu seinem tollen Baumhaus und natürlich sind seine Freunde wieder dort. Heute wollen sie mal etwas ganz Neues machen. Ein Wettkampf, aber alle sollen eine Chance haben. Da schlägt der Troll ein Seifenkistenrennen vor. Alle fangen sofort an zu konstruieren und zu bauen. Jeder möchte gewinnen und der Grolltroll lässt sich einen besonderen Antrieb einfallen. Er nutz ein Segel und dadurch wird seine Seifenkiste zu schnell, dass er rücksichtslos alles anderen von der Bahn schmeißt. Jetzt gewinnt er zwar den Pokal, aber leider sind seine Freunde nicht da, um ihn zu feiern. Da wird der kleine blaue Kerl wieder richtig wütend. Doch dann sieht er, dass seine Freunde sich bei ihren Stürzen verletzt haben und er wird wieder zum hilfsbereiten Freund.
Die Texte sind kindgerecht formuliert und haben für das Lesealter die richtige Länge. Die Bilder sind dynamisch und farbenfroh, es gibt viel zu sehen und die Mimik des Grolltrolls kommt hervorragend rüber.
Ich bin wieder begeistert von dieser stimmigen und gefühlvollen Geschichte und freue mich, wenn ich das Buch endlich wieder kleinen Zuhörenden vorlesen darf.

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Veröffentlicht am 24.06.2020

Brauchbare Tipps, was man gegen Monster tun kann

Licht aus, Leon!
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Leon geht es wie vielen kleinen Kindern. Wenn das Licht ausgeht, hört er Geräusche und sieht hinter allen Dingen gruselige Monster. Zuerst bringt Mama ihn ins Bett und als Leon auffordert das Licht auszumachen, ...

Leon geht es wie vielen kleinen Kindern. Wenn das Licht ausgeht, hört er Geräusche und sieht hinter allen Dingen gruselige Monster. Zuerst bringt Mama ihn ins Bett und als Leon auffordert das Licht auszumachen, schreit er „Nein!“ und so bleibt das Licht noch fünf Minuten an. Als nächstes kommt der Papa und auch er erlaubt noch fünf Minuten Licht. Aber, obwohl Leon zu schlafen scheint, schreit er sofort wieder „Nein“ und das Licht bleibt in den nächsten Nächten an, weil die Eltern zu müde sind, um immer wieder Leon aufzufordern das Licht zu löschen. Doch dann liegt ein Buch auf Leons Bett, in dem stehen praktische Ratschläge „Wie man Monster erschreckt“. Guter Atem, saubere Zimmer, Teddybären, sanfte Musik und Elternspucke, die durch Gutenachtküssen Monster auf Nimmerwiedersehen verschwinden lassen. So bleibt dann das Licht in Leons Zimmer aus.
Die Bilder sind in hellen Farben, sehr fantasievoll, aber nicht beängstigend, gestaltet. Die Texte sind kurz, in einer einfallsreichen Sprache geschrieben. „Da in der Ecke sitzt ein fünfnasiges, siebenschwänziges, elfhändiges, schuppig-schleimiges Monster.“
Ich mag Bücher, die nicht nur die Probleme schildern, sondern auch Lösungen anbieten und da hat dieses Buch einfache eine wunderschöne Lösung. Der Text ist herrlich vorzulesen, es macht Spaß die Worte zu formen.

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Veröffentlicht am 24.06.2020

Vertrauen im Internet kann gefährlich werden

Sechs Augenblicke
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Auf 114 Seiten erzählt die Autorin eine spannende Geschichte über Freundschaften im Internet. Jedes der kurzen Kapitel ist mit einem Zitat überschrieben. Das Buch erreicht sicher auch ungeübte Leser*innen.
Die ...

Auf 114 Seiten erzählt die Autorin eine spannende Geschichte über Freundschaften im Internet. Jedes der kurzen Kapitel ist mit einem Zitat überschrieben. Das Buch erreicht sicher auch ungeübte Leser*innen.
Die sanfte Marie seit ihrer Kindheit ist mit Lea befreundet, doch heute ist Marie nicht sanft, sondern rebellisch und es kommt zum Streit zwischen den beiden Mädchen. Als Marie am Abend nicht zu Hause auftaucht, machen sich alle große Sorgen und am nächsten Morgen wird die Polizei gerufen. Lea erzählt nicht sofort, dass sich Marie in letzter Zeit sehr verändert hat, weil sie den Eltern nicht weh tun will.
Lea weiß, dass Marie sich mit einem Fotografen in einem Café getroffen hat, der für ein Buch „Augenblicke“ festhalten wollte. Hat dieser Mann etwas mit dem Verschwinden von Marie zu tun? Mit ihren Freund Jona will sie der Sache nachgehen und begibt sich dadurch in große Gefahr.
Wie weit kann man „Freunden“ im Internet glauben? Kann man diese „Freundschaften“ in der realen Welt fortsetzten? Wie sehr lassen wir uns alle von dieser Scheinwelt blenden?
Es ist nicht einfach seine Kinder zu schützen, das trifft auf das Leben und das Internet zu. Dieses Buch kann dazu beitragen, dass man sich überlegt, was hinter dem netten Chatpartner wohl verborgen ist.

Veröffentlicht am 16.06.2020

Eine moderne bewegende Geschichte

Poet X
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Dieses Buch ist „Für uns Mädchen, die sich nie im Bücherregal sahen und trotzdem im Dunkeln Geschichten schrieben.“ Gibt die Autorin und US-Poetry-Slammerin Elizabeth Acevedo in Ihrem Nachwort als einen ...

Dieses Buch ist „Für uns Mädchen, die sich nie im Bücherregal sahen und trotzdem im Dunkeln Geschichten schrieben.“ Gibt die Autorin und US-Poetry-Slammerin Elizabeth Acevedo in Ihrem Nachwort als einen der Gründe an, weshalb sie dieses Buch geschrieben hat.
Ihre Sätze sind kurz und auf den Punkt gebracht, aber doch poetisch und einfühlsam. Da die Übersetzerin ebenfalls Poetry-Slammerin ist, passt alles wunderbar zusammen.
Xiomara ist 15 und lebt mit ihrem Bruder, den sie immer nur Zwilling nennt, und den Eltern in einem armen New Yorker Stadtteil. Das Leben der Mutter ist geprägt vom katholischen Glauben. Sie gab ihren Wunsch Nonne zu werden auf, um ihren Mann, mit dem sie von der Dom.Rep. in die USA zog, zu heiraten. Erst die Geburt der Zwillinge machte aus dem untreuen Mann einen guten Familienvater.
Xiomara soll in diesem Jahr gefirmt werden und muss deshalb den Kommunionunterricht besuchen. Leider findet zur selben Zeit das Treffen der Poetry-Gruppe statt und ihre Lehrerin lädt sie immer wieder dazu ein, denn Xiomara schreibt wundervolle Gedichte über all die Dinge, die sie nicht ausspricht und die Probleme, die sie besonders mit ihrer Mutter hat. Ihre Mutter möchte auf keinen Fall, dass sie einen Jungen auch nur anschaut. Es ist erschreckend, wie altmodisch und bigott sie ihre Kinder erzieht. Das Schlimmste ist, dass es keine Möglichkeit der Kommunikation mit ihr gibt.
Doch dann taucht im Bio-Unterricht Aman auf, ein sehr einfühlsamer Junge, in dem sich Xiomara verliebt. Diese zarte Liebe beschreibt Xiomara in ihrem Notizbuch, den dem alles ihre Gedanken und Gefühle zu Gedichten werden.
Ich habe dieses Buch mit Begeisterung gelesen. Ich habe mit Xiomara gelitten, Hoffnung und Freude erfahren. Diese große junge Frau, die es schafft mit der Kraft der Worte, der Welt zu begegnen, hat ich sehr beeindruckt. Ich wünsche noch vielen Mädchen, dass ihre Geschichten den Weg in die Bücherregale finden.

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Veröffentlicht am 06.06.2020

Eine wundervolle, magische Geschichte

Mondküken
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Zu Beginn der Geschichte lebt das blausilbern schimmernde Mondküken auf dem Mond. Es sitz auf seinem „Lieblingsstein am Meer der Ruhe“ und schaut auf den blauen Planeten unsere Erde. Gerne möchte er ihn ...

Zu Beginn der Geschichte lebt das blausilbern schimmernde Mondküken auf dem Mond. Es sitz auf seinem „Lieblingsstein am Meer der Ruhe“ und schaut auf den blauen Planeten unsere Erde. Gerne möchte er ihn kennenlernen. Da ergibt sich die Möglichkeit mit einem Kometen auf die Reise zu gehen. So gelangt das kleine Mondküken auf die Erde und wird dort von einem alten, schlecht sehenden Hund gefunden. Eine Entenfamilie nimmt es bei sich auf. Die Tiere erklären ihm die Welt aus ihrer Sicht und warnen vor den Menschen. Bald lernt es auch die anderen Tiere kennen, besonders die Pferde haben es dem kleinen Küken angetan. Als sie in Gefahr geraten, zeigt sich das Mondküken als tapferer Freund, der auch ein wenig zaubern kann.
Das Cover des Buches ist schwarz mit silberglänzender Schrift und einem blaugrauen Mondküken und damit fällt es zwischen den bunten Kinderbüchern schon auf. Auch der Einband ist schwarz mit weißen Sternchen. Die Autorin wendet sich in einem kurzen Text an die Kinder „..Seid mutig. Seid dankbar. Öffnet Augen und Herz, und das Glück gehört euch.“
Die Kapitel umfassen einige Seiten und werden von schönen, außergewöhnlichen Bildern unterbrochen. Da sehen wir z.B. das blaue Küken und nur ganz groß die Nase des Hundes. Einige Textpassagen sind in einer großen Schrift gedruckt „Magie ist all das, was man nicht erklären kann…..“
Ein traumhaft schönes, besonders gestaltetes Buch mit einer ungewöhnlichen Geschichte. Dreijährige müssen allerdings geübte Zuhörer sein, die anderen müssen etwas älter sein um die Geschichte zu verstehen.

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