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Veröffentlicht am 24.08.2020

Lara's Magie

Immernacht
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Die 13jährige Lara(belle Fox) ist Waise und bestreitet ihren Lebensunterhalt, indem sie in Abwässern verlorenen Dingen sammelt- sie ist ein sogenannter "Tosher". Alles, was sie in den Abwasserkanälen ihrer ...

Die 13jährige Lara(belle Fox) ist Waise und bestreitet ihren Lebensunterhalt, indem sie in Abwässern verlorenen Dingen sammelt- sie ist ein sogenannter "Tosher". Alles, was sie in den Abwasserkanälen ihrer Stadt findet, verkauft sie dem alten Hans. Als sie ein geheimnisvolles Kästchen aus Holz findet, weiß sie, daß dies etwas Besonderes sein muß- ahnt jedoch nicht, daß jemand Wichtiges es dringend braucht- Mrs. Hester, die bösartige Beraterin des Königs und Magierin. Dieses Kästchen ist der Schlüssel zur Immernacht, die Dunkelheit über das Königreich bringen soll. So schickt Mrs. Hester einen Dschinn aus, der seine Freiheit nur dann wiedererlangt, wenn er ihr das Kästchen bringt. Er verwandelt sich in einen Mann ohne Schatten und Larabelles Leben ist in Gefahr.


Autor Ross MacKenzie erzählt in dieser Fantasygeschichte wieder von einem magischen Kampf Gut gegen Böse. 
Im Fokus steht eindeutig Lara, die ihre eigene (magische) Kraft entdeckt und auch, wer ihr wahrhaft wohlgesonnen ist.

Die Geschichte wird spannend erzählt, der Schreibstil ist leicht verständlich. Die Figuren und Szenen werden nur zum Teil im Detail beschrieben, der Fokus liegt eindeutig auf Lara als Hauptprotagonistin.
Als Jugendbuch deklariert, ist das jedoch vollkommen ok.

Mir gefiel die Entwicklung von Lara sehr. Von ihrer Mutter blieb ihr nun ein Medaillon. Auf der Suche nach ihren Wurzeln entdeckt sie, daß auch sie über Magie verfügt.
Ich würde dieses Buch jedoch erst ab 14 empfehlen, da einige Szenen recht gewalttätig sind.

Sehr gute 4,5 ☆.

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Veröffentlicht am 13.07.2020

Akuma- weder gut noch böse

Akuma
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„AKUMA“ von Nicole Siemer wurde mir durch eine Buchverlosung vom Empire-Verlag und der Autorin zur Verfügung gestellt.

Das Cover deutet bereits eine gruselige Geschichte an, die Bezeichnung Thriller ...


„AKUMA“ von Nicole Siemer wurde mir durch eine Buchverlosung vom Empire-Verlag und der Autorin zur Verfügung gestellt.

Das Cover deutet bereits eine gruselige Geschichte an, die Bezeichnung Thriller findet sich ebenfalls unter dem Titel. Abgebildet ist ein Beichtstuhl, dessen Vorhang gerade von Blut überzogen wird. Eine unheimliche Grundstimmung, die sich beim Lesen des Buches bestätigt.

Kjara Winter betritt den Beichtstuhl und behauptet, mehrere Männer getötet zu haben. Doch kann das möglich sein- als Frau (physisch) oder hat sie eine psychische Erkrankung und es wurde gar kein Verbrechen verübt? 

Zeitsprung. 20 Jahre zuvor lernt Kjara den Dämon Akuma kennen- er sorgt dafür, daß ihre Eltern einen brutalen Überfall überleben. Doch zu welchem Preis? 

Schnell tauchte ich in die Geschichte ein und war gefesselt- Nicole Siemer´s Schreibstil ist sehr gut lesbar, bildhaft und hat mir sehr gefallen. Allzu mysteriös und unheimlich habe ich die Geschichte nicht empfunden, dafür waren die Erklärungen zu eindeutig ;) Auch fand sich immer ein wenig Ironie und Humor, sodaß der Grusel abgeschwächt wurde.

Das Buch ist in 3 Teile und 19 Kapitel gegliedert, die Zeitebenen wechseln, was die Spannung zusätzlich erhöht. Die Autorin schafft es außerordentlich gut, die Waage zwischen Umgangssprache und anspruchsvollem Ausdruck zu halten, die häufigen Wendungen in der Handlung lassen die Geschichte auch aufgrund von Details sehr stimmig wirken.

Fazit am Ende der Geschichte: niemand ist weder ausschließlich gut oder schlecht und sehr oft täuscht man sich in Menschen. Es lohnt sich also, auch mal nachzufragen und hinter die Fassade zu schauen.

 

Das Buch habe ich als sehr spannende, faszinierende (da ungewöhnliche) Geschichte sehr gern gelesen- ein Horrorthriller ist es jedoch nicht. Dennoch empfehle ich den Thriller gern weiter.

 

PS: Als sehr vorbildlich habe ich die Trigger-Hinweise zur Kenntnis genommen, auf die bereits zu Beginn des Buches hingewiesen wird!

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Veröffentlicht am 13.07.2020

Lost in Fuseta, der 4.

Schwarzer August
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Bei dem Krimi "Schwarzer August" handelt es sich um den 4. Band um den Ermittler Leander Lost.
Dieser ist deutscher Kommissar, der im Rahmen eines Polizeiaustausches in Fuseta/ Portugal ermittelt.

Trotz ...

Bei dem Krimi "Schwarzer August" handelt es sich um den 4. Band um den Ermittler Leander Lost.
Dieser ist deutscher Kommissar, der im Rahmen eines Polizeiaustausches in Fuseta/ Portugal ermittelt.

Trotz Asperger hat Lost sich gut in die dortige Gemeinschaft integriert.
Von seinen Kollegen geschätzt ist ihm auch privat das Glück hold: Soraia zieht endlich zu ihm. Doch nur kurz dürfen die beiden ihr Glück genießen, eine Autobombe explodiert an einem Sonntag... ein neuer Fall für Leander Lost!

Der Schreibstil des Autors Gil Ribeiro ist unglaublich- die sehr detaillierte Beschreibung der Landschaft gefiel mir, auch die Darstellung der unterschiedlichen Charaktere ist gelungen. Allen voran natürlich die des liebenswerten, etwas nerdig-schrulligen Leanders, dessen Ticks seiner Krankheit geschuldet sind.

Die Geschichte war nicht so spannend wie ich es erwartet hatte, dennoch fühlte ich mich gut unterhalten durch die anderen Aspekte wie eben Landschaft und (Liebesgeschichte des Haupt-) Protagonisten.

Kein typischer Krimi, aber empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 26.05.2020

starkes Debüt

flüchtig
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Das Cover ist ansprechend gestaltet und stellt flüchtige Wolkenbilder in einem wollweiß-altrosa-dunkelblauen Farbverlauf dar, der trotz der Leichtigkeit spannend wirkt.

Im Mittelpunkt des Romans steht ...

Das Cover ist ansprechend gestaltet und stellt flüchtige Wolkenbilder in einem wollweiß-altrosa-dunkelblauen Farbverlauf dar, der trotz der Leichtigkeit spannend wirkt.

Im Mittelpunkt des Romans steht Protagonistin Maria, die ihren Mann verlässt- ohne Erklärung geht- und nicht mehr wiederkommt. Dies ist der Einstieg in das Debüt von Hubert Achleitner, besser bekannt als Hubert von Goisern. Umso spannender, da (unüblich) aus der Sicht der weiblichen Protagonistin geschrieben.

Maria's Mann (Her)Wig bleibt trotz 30jähriger Ehe 1/2 Jahr ohne Nachricht von ihr und erhält dann einen Anruf einer ihm unbekannten Lisa- einer Freundin seiner Frau. 
Er hingegen macht sich auf die Suche nach Maria und dem Grund ihres rätselhaften Verschwindens.
Beide Hauptfiguren begeben sich zunehmend auf eine Reise. Durch ihre Beziehungen- vergangene und neue- sowie vor allem zu sich selbst. Dabei müssen sie einige Hürden nehmen und Grenzen überschreiten.

Bezugnehmend zum Cover sind hier tatsächlich viele Begegnungen mit Protagonisten nur ganz kurz, flüchtig wie die Wolken, beschrieben. Das war bei der einen und anderen Nebenfigur einfach zuviel.
Dennoch gefiel mir der Roman ausgesprochen gut. Der Sprachstil ist sehr sanft und obwohl keine extremen Spannungsbögen vorkommen, bleibt das Interesse geweckt, Maria, Wig, Lisa und Nora bis zum Ende der Geschichte zu begleiten.
Es gibt einige musikalische Andeutungen, die jedoch eher eine andere Generation ansprechen werden ;)

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Veröffentlicht am 26.05.2020

für Oldtimer-Liebhaber

#CrashTag
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Das Cover ist sehr gelungen, es vereint den in weiß gehaltenen Titel "#CrashTag autonom. fahren. tödlich." mit der orangefarbenen Raute auf schwarz-blauem Grund.

Wenn man mit dem speziellen Schreibstil ...

Das Cover ist sehr gelungen, es vereint den in weiß gehaltenen Titel "#CrashTag autonom. fahren. tödlich." mit der orangefarbenen Raute auf schwarz-blauem Grund.

Wenn man mit dem speziellen Schreibstil des Autors Martin Brückner warmgeworden ist, kommt der Thriller als locker, detailverliebt (Oldtimer) und zum Teil recht Macho-haft daher. Dennoch gab es einige humoristische "Anwandlungen", die auch mich als Leserin mittleren Alters ansprachen ;)

So heißt das digitale Helferlein des Alltags hier nicht Alexa, sondern Elsa. Der PC-Experte (Nerd) Titus darf wie Goethe sprechen, eine Nebenfigur ist Fan von Freddie Mercury und weinte bei "Barcelona"- nur wenige Tage zuvor gab es eine Doku über den Frontmann von Queen, bei der ich das gleiche empfand.

"Träge floss der Main dahin, heute in Nato-Oliv." S.52
"...auf dem Toaster reanimierten Brötchen..." S.81

Wiederkehrendes Element ist die Zwiesprache zwischen Reporterlegende Fritz und Steve McQueen.
Unterstützt wird Fritz bei seinen Recherchen aber nicht nur von Titus, sondern auch Jungjournalistin Marie.

Ein toller Einfall war der Inkubus für Ideen- vll. bei "Bad Banks" abgeschaut?

Meiner Meinung nach beleuchtet Martin Brückner mit seinem Roman ein zu spezialisiertes Gebiet (autonomes Fahren), das zwar aktuell und innovativ ist, aber einfach (noch) keine allzu große Zielgruppe finden wird.

Ich empfand den Roman nicht nur als Verbeugung vor den harten Kerlen wie Steve McQueen, sondern auch früheren Reportern, die mit Heißblut jder Story hinterherjagten- ohne Rücksicht auf das eigene Leben. Zudem sind natürlich Oldtimer ein Hauptthema- von den technischen Beschreibungen habe ich nur wenig verstanden.

Alles in allem ein solider Thriller und interessantes Lesevergnügen, da neben Spannung auch (spezieller) Humor vorhanden ist.

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