Worum geht’s?
König Pups hat ein großes Problem – Egal was er isst oder trinkt, ständig muss er pupsen. Das ist ihm nicht nur sehr peinlich, sonder riecht auch noch unangenehm und verschafft ihm eine unerwünschte ...
Worum geht’s?
König Pups hat ein großes Problem – Egal was er isst oder trinkt, ständig muss er pupsen. Das ist ihm nicht nur sehr peinlich, sonder riecht auch noch unangenehm und verschafft ihm eine unerwünschte Bekanntheit in seinem Königreich. Keiner der Ratschläge seiner Berater hilft ihm, und so weigert er sich irgendwann, das Schloss zu verlassen.
Meine Meinung
Die Zeichnungen sind leicht zu verstehen und illustrieren die Texte schön, sodass auch schon die ganz Kleinen mehr oder weniger problemlos „mitlesen“ konnten.
Sprachlich wurde es dann nämlich leider ein wenig schwierig. Die Reime haben zwar für Begeisterung gesorgt, verstanden hat dann leider nicht jedes Kind alles. Immer wieder musste man erst ein Wort oder sogar einen ganzen Satz erklären, da diese nicht bekannt waren.
Insgesamt hat das Thema für einige Lacher gesorgt, auch wenn ich den Kindern hinterher trotzdem erklären musste, dass ein Pups vielleicht ein wenig peinlich, aber noch lange kein Weltuntergang ist. Die Reaktion des Königs war da eventuell ein wenig überzogen dargestellt, denn kleinere Kinder neigten ziemlich schnell dazu, sich die selben Gedanken zu machen – was ich pädagogisch nicht so wertvoll finde.
Fazit
Die Idee hinter der Geschichte ist eigentlich ganz witzig, und auch die Illustrationen waren ganz nett gestaltet. Die Reimform kam sehr gut an, doch sprachlich hätte man versuchen können, ein wenig leichter verständliche Begrifflichkeiten zu wählen. Nicht alle Ausdrücke waren ohne Erklärung bekannt, was beim gemeinsamen Lesen den Spaß leider ein wenig gedämpft hat.
Worum geht’s?
Es braucht nur eine unachtsam aufgenommene Sprachnachricht von Steuerfachangestellten Nicole, und schon entbrennt ein Kleinkrieg zwischen ihr und dem neuen Kanzleinachbarn. Strafverteidiger ...
Worum geht’s?
Es braucht nur eine unachtsam aufgenommene Sprachnachricht von Steuerfachangestellten Nicole, und schon entbrennt ein Kleinkrieg zwischen ihr und dem neuen Kanzleinachbarn. Strafverteidiger Christian Rausch hat erst kürzlich seine Kanzlei auf der selben Etage eröffnet, auf der auch Nicole arbeitet. Von sozialen Kontakten hält er nicht besonders viel, was ihn bei seinen Mitmenschen schnell als ein wenig verschroben in Verruf bringt. Deren Meinung interessiert ihn für gewöhnlich nicht, doch Nicoles Kommentare zu seinem Aussehen und seiner Vorliebe für ausgefallene Krawatten verletzen ihn schon. Es kommt wie es kommen muss – die beiden sind so gar nicht gut aufeinander zu sprechen und sehen es auch gar nicht ein, dem anderen in irgendeiner Art und Weise entgegen zu kommen. Das ändert sich erst, als Nicole nach Feierabend Geräusche in der Kanzlei Rausch hört und auf Christian trifft – völlig betrunken und mit einer blutenden Wunde am Kopf.
Meine Meinung
Straf - und Steuerrecht – das ist normalerweise so gar nicht mein Fachgebiet und dementsprechend auch nicht Thema Nummer eins, wenn ich mich nach einer neuen Lektüre umsehe. Herr Rechtsanwalt, Herr Linksanwalt hat mich trotzdem ganz gut unterhalten können, auch wenn ich mich noch immer nicht so ganz für die beiden Fachbereiche erwärmen kann.
Was mich sehr positiv überrascht hat, waren die realistisch dargestellten Charaktere. Sie hatten jeder für sich sympathische Züge und kamen überwiegend echt und unaufgesetzt rüber.
Besonders Nicole mochte ich, da sie insgesamt sehr harmoniebedürftig ist und sich eigentlich mit so gut wie jedem versteht. Gleichzeitig kann sie aber auch den Mund aufmachen und lässt sich nicht alles gefallen.
Christian konnte ich erst nicht so wirklich einordnen, was denke ich aber auch irgendwo Absicht war. Mit seiner Art eckt er sehr leicht an, aber wenn man ihn erst mal ein wenig näher kennen lernt, ist er eigentlich doch ein ganz netter Kerl.
Die Beziehung der beiden entwickelt sich wirklich langsam, was an sich mal eine sehr angenehme Abwechslung zu den Wir – lieben – uns – auf – der – ersten – Seite – Szenarien war. Teilweise habe ich mich dann allerdings auch gefragt, ob das überhaupt noch was wird mit den beiden, denn gut die Hälfte des Buches geht für ihren Kleinkrieg drauf. Danach war dann leider ein wenig die Spannung raus, denn in der Beziehung ist so gut wie alles rosa rot und der Himmel hängt praktisch dauerhaft voller Geigen.
Unterbrochen wird die Romantik eigentlich nur von der dezent wahnsinnigen Exfreundin von Christian, die in meinen Augen die einzige Figur dieser Geschichte war, die etwas überzeichnet daher kam. Der gewünschte Effekt wurde dadurch aber immerhin erzielt, von daher ist das denke ich noch zu verkraften.
Was ich dagegen sehr positiv fand war, dass diese Geschichte auch das Thema häusliche Gewalt gegen Männer anspricht. Gesellschaftlich anerkannt wird diese Problematik unglücklicherweise noch nicht flächendeckend, von daher habe ich das an diesem Buch sehr wohlwollend zur Kenntnis genommen.
Meine positiven Eindrücke ein wenig getrübt hat blöderweise der Schreibstil. An sich lässt er sich zwar leicht lesen, aber immer wieder tauchen Formulierungen auf, die ich als sehr klobig und unnatürlich wahrgenommen habe. Dass Christian sich gerne durch lateinische Fachbegriffe ausdrückt, hat er ja schon relativ früh klargemacht. Dies als Stilmittel eines Charakters zu benutzen, ist an sich eine gute Idee. Doch auch im normalen Erzähltext tauchte das irgendwann ein wenig auf, was ich als ein wenig seltsam zu lesen wahrgenommen habe.
Fazit Herr Rechtsanwalt, Herr Linksanwalt ist eine überwiegend witzig zu lesende Geschichte, die mit sympathischen Charakteren punkten kann. Für mich war leider so ein wenig die Luft raus, als die beiden Protagonisten dann endlich zusammen kamen, und auch die Interventionen der Exfreundin konnten da nicht mehr viel raus reißen. Darüber hinaus habe ich den Schreibstil stellenweise als ein wenig unnatürlich formuliert wahrgenommen, was mir ein so ein wenig den Lesespaß genommen hat.
Worum geht’s?
Hörbuchsprecherin und Teilzeit – Escort Willow muss jeden Cent dreimal umdrehen, um den Lebensunterhalt für sich und ihre an Alzheimer erkrankte Mutter bestreiten zu können. Finanzielle Abhilfe ...
Worum geht’s?
Hörbuchsprecherin und Teilzeit – Escort Willow muss jeden Cent dreimal umdrehen, um den Lebensunterhalt für sich und ihre an Alzheimer erkrankte Mutter bestreiten zu können. Finanzielle Abhilfe könnte da das durchaus lukrative Angebot von Shaw Mercer schaffen: Für eine Viertelmillion Dollar soll Willow für einige Monate seine feste Freundin spielen und die Welt somit davon überzeugen, dass der Skandalspross von Bürgermeisterkandidat Preston Mercer gezähmt wurde. Dass dabei aber tiefer gehende Gefühle zwischen den beiden Vertragspartnern entstehen, war allerdings nicht Teil des Plans.
Meine Meinung
Das Cover hat auf mich einen ziemlich eleganten Eindruck gemacht, weshalb ich davon ausgegangen bin, dass sich auch die Geschichte in einem ziemlich niveauvollen Rahmen bewegen würde. So wirklich wurden meine Erwartungen dahingehend leider nicht erfüllt, auch wenn All of me eigentlich eine ganze Menge Potenzial gehabt hätte.
Positiv ist mir zunächst einmal der Schreibstil aufgefallen, der ausgesprochen angenehm zu lesen ist und das Buch mit Humor und Wortgewandtheit zu einer wirklich tollen Lektüre hätte machen können.
Was mir die Freude an dieser Geschichte im Endeffekt ein wenig kaputt gemacht hat, war die etwas spezielle Beziehung der Protagonisten, wobei ich mir nicht mal sicher bin, ob das überhaupt die passende Formulierung für mein Problem mit den beiden ist. An sich haben nämlich sowohl Willow als auch Shaw Charakterzüge, die mich eigentlich auf sie hätten fliegen lassen müssen.
Willow ist an sich eine sehr starke Protagonistin, die sich und ihre Bedürfnisse hinter die ihrer kranken Mutter stellt und in der Vergangenheit mit Problemen und Verlusten umgehen musste, unter denen andere schon längst zusammen gebrochen wären. Unter diesen Umständen kann man sie eigentlich nicht nicht mögen, denn trotz dieser ziemlich schwierigen Lebensumstände hat sie sich eine gute Portion Humor und Schlagfertigkeit bewahrt, die ihre Dialoge immer ein wenig aufgepeppt haben.
Auch Shaw ist seine Familie wichtig, und trotz der Drogenprobleme seiner kleinen Schwester versucht er immer wieder alles, um sie sich nicht komplett von der Familie abkapseln zu lassen. Ob ich so viel Geduld mit einem Charakter wie Annabelle aufbringen könnte, weiß ich nicht. Im krassen Gegensatz zu diesem fürsorglichen Familienmenschen steht sein sehr ausschweifendes Sexualleben, welches seinem Vater bei der Kandidatur zum Bürgermeister Nachteile verschaffen könnte. Dass Shaw versucht, diese Problematik aus der Welt zu schaffen, spricht immerhin für ihn, auch wenn die Umsetzung natürlich etwas ungewöhnlich ist.
Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass die beiden Protagonisten gemeinsam ein witziges Duo abgeben würden. Zwischen den beiden herrscht ab von Anfang an eine extrem übersexualisierte Anziehung, die mir irgendwie sehr seltsam vorkam. Daran ändert sich im Laufe der Geschichte nichts, und irgendwann werden dann auch alle Probleme der beiden damit gelöst, dass sie miteinander im Bett landen.
Für mich war das einfach etwas zu viel des Guten, denn das Aufkommen ehrlicher Gefühle zwischen Shaw und Willow konnte man mir so definitiv nicht glaubwürdig vermitteln. Hätte man sich etwas weniger auf den körperlichen Aspekt der Beziehung fokussiert, wäre das Szenario Aus-einer-Geschäftsbeziehung-wird-Liebe wesentlich glaubhafter gewesen, denn die Idee an sich war sehr vielversprechende.
Fazit
Ich habe mir von All of me ein wenig mehr versprochen, als ich im Endeffekt bekommen habe. Der Fokus lag für meinen Geschmack etwas zu sehr auf der Erotik, und die Entwicklung der Gefühle und der Beziehung zwischen den beiden Protagonisten ist für mich da einfach untergegangen.
Was mich trotzdem noch neugierig auf Band zwei gemacht hat, was der wirklich miese aber gleichzeitig auch echt gut gemachte Cliffhanger. Wenn sich daraus ein echter Konflikt zwischen Shaw und Willow entwickelt, der mal nicht mit Sex gelöst werden kann, wird mir die Geschichte dann auch sicherlich besser gefallen.
Für All of me gibt es daher von mir dreieinhalb Bücherstapel
Worum geht’s?
Als die siebzehnjährige Cass plötzlich in die niedrigste Klasse ihrer Gesellschaft verstoßen wird, setzt sie alles daran, zurück in die Elite zu gelangen. Ihre einzige Chance besteht in der ...
Worum geht’s?
Als die siebzehnjährige Cass plötzlich in die niedrigste Klasse ihrer Gesellschaft verstoßen wird, setzt sie alles daran, zurück in die Elite zu gelangen. Ihre einzige Chance besteht in der Teilnahme an der legendären Gameshow, deren Gewinner ein gesellschaftlicher Aufstieg winkt – doch noch viel eher der sichere Tod.
Meine Meinung
Auch wenn dieses Buch für mich auf jeden Fall das Rad nicht neu erfunden hat, fand ich die Grundidee der Geschichte ziemlich spannend und bin auch nach dem Lesen noch deutlich neugierig auf Band zwei. Ehrlicherweise muss ich aber auch zugeben, dass die Parallelen zu anderen Dystopien, insbesondere zu Tribute von Panem schon sehr deutlich zu erkennen sind, was sicherlich nicht ganz elegant gelöst wurde.
Ganz grundsätzlich mochte ich den Schreibstil der Autorin, ich bin beim Lesen überwiegend flüssig vorwärts gekommen und wollte durchaus wissen, wie die Geschichte ausgeht. Auch das Worldbuilding an sich hat mich zwar interessiert, wirklich viele Antworten auf meine Fragen habe ich in diesem Buch allerdings noch nicht bekommen. Für den zweiten Band besteht so zwar definitiv noch das Potenzial, die Lücken zu füllen, mein Interesse ist so allerdings ehrlicherweise nicht gefesselt. Darüber hinaus hatte ich nicht den Eindruck, tatsächlich über 100 Jahre in der Zukunft zu sein, da mir keine besonders großen Unterschiede zur Gegenwart, zumindest auf technologischer Ebene, aufgefallen sind.
Mit den Figuren bin ich ehrlicherweise ebenfalls nicht so warm geworden, wie es sicherlich wünschenswert gewesen wäre. Ich persönlich tue mich mittlerweile leider einfach sehr schwer mit eher klischeehaften Charakteren, die in manchen Genres zwar gefühlt nicht zu vermeiden sind, mich deswegen aber trotzdem nicht eher ansprechen. Insbesondere bei Cass hat mich daher gestört, dass ihre eigene Charakterbeschreibung nicht zu ihren Handlungen und ihrem Verhalten gepasst haben. Dementsprechend wenig authentisch fand ich ihre Figur, was mich aktuell noch nicht so wirklich dazu motiviert, sie auch noch in Teil zwei zu begleiten.
Fazit
Ganz grundsätzlich habe ich dieses Buch ganz gerne gelesen, auch wenn mich die deutlichen Parallelen zu bekannten Dystopien und das eher flach ausfallende Worldbuilding nicht wirklich vom Hocker gerissen haben. Die Geschichte bzw. den Stil der Autorin finde ich daher zwar prinzipiell gar nicht so schlecht, für zukünftige Bücher würde ich mir aber eindeutig mehr Originalität wünschen.
Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel von mir.
Worum geht’s?
Als Ausgestoßene in ihrem Dorf hat es Kiara alles andere als leicht, über die Runden zu kommen. Umso überraschter ist sie daher, als ausgerechnet sie für eine gefährliche Mission rekrutiert ...
Worum geht’s?
Als Ausgestoßene in ihrem Dorf hat es Kiara alles andere als leicht, über die Runden zu kommen. Umso überraschter ist sie daher, als ausgerechnet sie für eine gefährliche Mission rekrutiert wird – und dabei nicht nur mitten hinein in eine tödliche Gefahr stolpert, sondern auch Gefahr läuft, ihr Herz zu verlieren.
Meine Meinung
Die Idee einer starken Protagonistin in einem ungewöhnlichen Setting überzeugt mich eigentlich immer, weshalb meine Erwartungen an dieses Buch durchaus hoch angesetzt waren. So ganz erfüllt wurden diese dann aber leider nicht, auch wenn ich durchaus Potenzial in dieser Geschichte gesehen habe.
Der Schreibstil an sich war sehr nett zu lesen, ich habe mich nirgendwo großartig aufgehangen und bin ziemlich flüssig durchgekommen. Der Weltenbau hat mich dann jedoch eher enttäuscht, da ich auch für einen Dilogieauftakt viel zu wenig Informationen zur Welt und ihren Regeln bekommen habe und darüber hinaus stellenweise auch den Eindruck hatte, dass nicht mal die Figuren selbst so ganz wussten, wie ihre Welt eigentlich funktionieren sollte. Beim Setting wurde daher meiner Meinung nach eindeutig zu viel Potenzial verschenkt, denn das Grundgerüst hätte mit einer fundierteren Ausarbeitung sicherlich mein Interesse halten können.
Auch die Charaktere kamen mir stellenweise eher unbeholfen vor, was es mir schwer gemacht hat, sie als Helden und mutige Figuren wahrzunehmen. Insbesondere Kiara hat auf mich nicht so besonders gewirkt, wie mir die Geschichte weismachen wollte, was es mir dann wiederum schwer gemacht hat, wirklich mit ihr mitzufiebern. Neben dieser sehr klischeehaften Rolle der praktisch allmächtigen, aber eigentlich ja so normalen Auserwählten hat mich außerdem gestört, dass sich die Liebesgeschichte zwischen ihr und Jude so erzwungen angefühlt hat.
Das Anschneiden aller vorhandenen Tropes wären meiner Meinung nach daher eigentlich nicht nötig gewesen, da es für ein Buch sicherlich gereicht hätte, die Nebenfiguren besser auszuarbeiten und sich auf die Entwicklung der Freundesgruppe und ihrer Beziehungen untereinander zu konzentrieren. Für mich persönlich konnte daher auch das Ende nicht mehr besonders viel herausreißen, da ich nach dem Cliffhanger zwar durchaus wissen will, wie es weitergeht, mir aktuell durch meinen mangelnden Lesespaß bei dieser Geschichte aber leider die Motivation fehlt, direkt mit Teil zwei weitermachen zu wollen.
Fazit
So sehr wie ich dieses Buch auch mögen wollte, richtig überzeugt bin ich im Nachhinein leider nicht. Figuren und Weltenbau waren für mich persönlich zu blass und unausgereift, um mich wirklich mitreißen zu können, auch wenn ich durchaus Potenzial in der Idee gesehen habe. Die Autorin möchte ich daher für mich noch nicht abschreiben, ob ich Band zwei lesen werde, weiß ich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht.