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Veröffentlicht am 30.07.2020

Witzige Kindergeschichte, sprachlich aber nicht immer verständlich

König Pups
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Worum geht’s?
König Pups hat ein großes Problem – Egal was er isst oder trinkt, ständig muss er pupsen. Das ist ihm nicht nur sehr peinlich, sonder riecht auch noch unangenehm und verschafft ihm eine unerwünschte ...

Worum geht’s?
König Pups hat ein großes Problem – Egal was er isst oder trinkt, ständig muss er pupsen. Das ist ihm nicht nur sehr peinlich, sonder riecht auch noch unangenehm und verschafft ihm eine unerwünschte Bekanntheit in seinem Königreich. Keiner der Ratschläge seiner Berater hilft ihm, und so weigert er sich irgendwann, das Schloss zu verlassen.


Meine Meinung
Die Zeichnungen sind leicht zu verstehen und illustrieren die Texte schön, sodass auch schon die ganz Kleinen mehr oder weniger problemlos „mitlesen“ konnten.

Sprachlich wurde es dann nämlich leider ein wenig schwierig. Die Reime haben zwar für Begeisterung gesorgt, verstanden hat dann leider nicht jedes Kind alles. Immer wieder musste man erst ein Wort oder sogar einen ganzen Satz erklären, da diese nicht bekannt waren.

Insgesamt hat das Thema für einige Lacher gesorgt, auch wenn ich den Kindern hinterher trotzdem erklären musste, dass ein Pups vielleicht ein wenig peinlich, aber noch lange kein Weltuntergang ist. Die Reaktion des Königs war da eventuell ein wenig überzogen dargestellt, denn kleinere Kinder neigten ziemlich schnell dazu, sich die selben Gedanken zu machen – was ich pädagogisch nicht so wertvoll finde.


Fazit
Die Idee hinter der Geschichte ist eigentlich ganz witzig, und auch die Illustrationen waren ganz nett gestaltet. Die Reimform kam sehr gut an, doch sprachlich hätte man versuchen können, ein wenig leichter verständliche Begrifflichkeiten zu wählen. Nicht alle Ausdrücke waren ohne Erklärung bekannt, was beim gemeinsamen Lesen den Spaß leider ein wenig gedämpft hat.

Insgesamt gibt es dafür dreieinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.07.2020

Schräge Krawatten und ein Nachbarschaftskrieg

Herr Rechtsanwalt, Herr Linksanwalt
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Worum geht’s?
Es braucht nur eine unachtsam aufgenommene Sprachnachricht von Steuerfachangestellten Nicole, und schon entbrennt ein Kleinkrieg zwischen ihr und dem neuen Kanzleinachbarn. Strafverteidiger ...

Worum geht’s?
Es braucht nur eine unachtsam aufgenommene Sprachnachricht von Steuerfachangestellten Nicole, und schon entbrennt ein Kleinkrieg zwischen ihr und dem neuen Kanzleinachbarn. Strafverteidiger Christian Rausch hat erst kürzlich seine Kanzlei auf der selben Etage eröffnet, auf der auch Nicole arbeitet. Von sozialen Kontakten hält er nicht besonders viel, was ihn bei seinen Mitmenschen schnell als ein wenig verschroben in Verruf bringt. Deren Meinung interessiert ihn für gewöhnlich nicht, doch Nicoles Kommentare zu seinem Aussehen und seiner Vorliebe für ausgefallene Krawatten verletzen ihn schon. Es kommt wie es kommen muss – die beiden sind so gar nicht gut aufeinander zu sprechen und sehen es auch gar nicht ein, dem anderen in irgendeiner Art und Weise entgegen zu kommen. Das ändert sich erst, als Nicole nach Feierabend Geräusche in der Kanzlei Rausch hört und auf Christian trifft – völlig betrunken und mit einer blutenden Wunde am Kopf.


Meine Meinung
Straf - und Steuerrecht – das ist normalerweise so gar nicht mein Fachgebiet und dementsprechend auch nicht Thema Nummer eins, wenn ich mich nach einer neuen Lektüre umsehe. Herr Rechtsanwalt, Herr Linksanwalt hat mich trotzdem ganz gut unterhalten können, auch wenn ich mich noch immer nicht so ganz für die beiden Fachbereiche erwärmen kann.

Was mich sehr positiv überrascht hat, waren die realistisch dargestellten Charaktere. Sie hatten jeder für sich sympathische Züge und kamen überwiegend echt und unaufgesetzt rüber.

Besonders Nicole mochte ich, da sie insgesamt sehr harmoniebedürftig ist und sich eigentlich mit so gut wie jedem versteht. Gleichzeitig kann sie aber auch den Mund aufmachen und lässt sich nicht alles gefallen.

Christian konnte ich erst nicht so wirklich einordnen, was denke ich aber auch irgendwo Absicht war. Mit seiner Art eckt er sehr leicht an, aber wenn man ihn erst mal ein wenig näher kennen lernt, ist er eigentlich doch ein ganz netter Kerl.

Die Beziehung der beiden entwickelt sich wirklich langsam, was an sich mal eine sehr angenehme Abwechslung zu den Wir – lieben – uns – auf – der – ersten – Seite – Szenarien war. Teilweise habe ich mich dann allerdings auch gefragt, ob das überhaupt noch was wird mit den beiden, denn gut die Hälfte des Buches geht für ihren Kleinkrieg drauf. Danach war dann leider ein wenig die Spannung raus, denn in der Beziehung ist so gut wie alles rosa rot und der Himmel hängt praktisch dauerhaft voller Geigen.

Unterbrochen wird die Romantik eigentlich nur von der dezent wahnsinnigen Exfreundin von Christian, die in meinen Augen die einzige Figur dieser Geschichte war, die etwas überzeichnet daher kam. Der gewünschte Effekt wurde dadurch aber immerhin erzielt, von daher ist das denke ich noch zu verkraften.

Was ich dagegen sehr positiv fand war, dass diese Geschichte auch das Thema häusliche Gewalt gegen Männer anspricht. Gesellschaftlich anerkannt wird diese Problematik unglücklicherweise noch nicht flächendeckend, von daher habe ich das an diesem Buch sehr wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Meine positiven Eindrücke ein wenig getrübt hat blöderweise der Schreibstil. An sich lässt er sich zwar leicht lesen, aber immer wieder tauchen Formulierungen auf, die ich als sehr klobig und unnatürlich wahrgenommen habe. Dass Christian sich gerne durch lateinische Fachbegriffe ausdrückt, hat er ja schon relativ früh klargemacht. Dies als Stilmittel eines Charakters zu benutzen, ist an sich eine gute Idee. Doch auch im normalen Erzähltext tauchte das irgendwann ein wenig auf, was ich als ein wenig seltsam zu lesen wahrgenommen habe.


Fazit
Herr Rechtsanwalt, Herr Linksanwalt ist eine überwiegend witzig zu lesende Geschichte, die mit sympathischen Charakteren punkten kann. Für mich war leider so ein wenig die Luft raus, als die beiden Protagonisten dann endlich zusammen kamen, und auch die Interventionen der Exfreundin konnten da nicht mehr viel raus reißen. Darüber hinaus habe ich den Schreibstil stellenweise als ein wenig unnatürlich formuliert wahrgenommen, was mir ein so ein wenig den Lesespaß genommen hat.

Von mir gibt es dafür dreieinhalb Bücherstapel

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.04.2020

Zu fokussiert auf die Erotik, um die Gefühle glaubwürdig erscheinen zu lassen

All of Me
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Worum geht’s?
Hörbuchsprecherin und Teilzeit – Escort Willow muss jeden Cent dreimal umdrehen, um den Lebensunterhalt für sich und ihre an Alzheimer erkrankte Mutter bestreiten zu können. Finanzielle Abhilfe ...

Worum geht’s?
Hörbuchsprecherin und Teilzeit – Escort Willow muss jeden Cent dreimal umdrehen, um den Lebensunterhalt für sich und ihre an Alzheimer erkrankte Mutter bestreiten zu können. Finanzielle Abhilfe könnte da das durchaus lukrative Angebot von Shaw Mercer schaffen: Für eine Viertelmillion Dollar soll Willow für einige Monate seine feste Freundin spielen und die Welt somit davon überzeugen, dass der Skandalspross von Bürgermeisterkandidat Preston Mercer gezähmt wurde. Dass dabei aber tiefer gehende Gefühle zwischen den beiden Vertragspartnern entstehen, war allerdings nicht Teil des Plans.


Meine Meinung
Das Cover hat auf mich einen ziemlich eleganten Eindruck gemacht, weshalb ich davon ausgegangen bin, dass sich auch die Geschichte in einem ziemlich niveauvollen Rahmen bewegen würde. So wirklich wurden meine Erwartungen dahingehend leider nicht erfüllt, auch wenn All of me eigentlich eine ganze Menge Potenzial gehabt hätte.

Positiv ist mir zunächst einmal der Schreibstil aufgefallen, der ausgesprochen angenehm zu lesen ist und das Buch mit Humor und Wortgewandtheit zu einer wirklich tollen Lektüre hätte machen können.

Was mir die Freude an dieser Geschichte im Endeffekt ein wenig kaputt gemacht hat, war die etwas spezielle Beziehung der Protagonisten, wobei ich mir nicht mal sicher bin, ob das überhaupt die passende Formulierung für mein Problem mit den beiden ist. An sich haben nämlich sowohl Willow als auch Shaw Charakterzüge, die mich eigentlich auf sie hätten fliegen lassen müssen.

Willow ist an sich eine sehr starke Protagonistin, die sich und ihre Bedürfnisse hinter die ihrer kranken Mutter stellt und in der Vergangenheit mit Problemen und Verlusten umgehen musste, unter denen andere schon längst zusammen gebrochen wären. Unter diesen Umständen kann man sie eigentlich nicht nicht mögen, denn trotz dieser ziemlich schwierigen Lebensumstände hat sie sich eine gute Portion Humor und Schlagfertigkeit bewahrt, die ihre Dialoge immer ein wenig aufgepeppt haben.

Auch Shaw ist seine Familie wichtig, und trotz der Drogenprobleme seiner kleinen Schwester versucht er immer wieder alles, um sie sich nicht komplett von der Familie abkapseln zu lassen. Ob ich so viel Geduld mit einem Charakter wie Annabelle aufbringen könnte, weiß ich nicht. Im krassen Gegensatz zu diesem fürsorglichen Familienmenschen steht sein sehr ausschweifendes Sexualleben, welches seinem Vater bei der Kandidatur zum Bürgermeister Nachteile verschaffen könnte. Dass Shaw versucht, diese Problematik aus der Welt zu schaffen, spricht immerhin für ihn, auch wenn die Umsetzung natürlich etwas ungewöhnlich ist.

Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass die beiden Protagonisten gemeinsam ein witziges Duo abgeben würden. Zwischen den beiden herrscht ab von Anfang an eine extrem übersexualisierte Anziehung, die mir irgendwie sehr seltsam vorkam. Daran ändert sich im Laufe der Geschichte nichts, und irgendwann werden dann auch alle Probleme der beiden damit gelöst, dass sie miteinander im Bett landen.

Für mich war das einfach etwas zu viel des Guten, denn das Aufkommen ehrlicher Gefühle zwischen Shaw und Willow konnte man mir so definitiv nicht glaubwürdig vermitteln. Hätte man sich etwas weniger auf den körperlichen Aspekt der Beziehung fokussiert, wäre das Szenario Aus-einer-Geschäftsbeziehung-wird-Liebe wesentlich glaubhafter gewesen, denn die Idee an sich war sehr vielversprechende.


Fazit
Ich habe mir von All of me ein wenig mehr versprochen, als ich im Endeffekt bekommen habe. Der Fokus lag für meinen Geschmack etwas zu sehr auf der Erotik, und die Entwicklung der Gefühle und der Beziehung zwischen den beiden Protagonisten ist für mich da einfach untergegangen.

Was mich trotzdem noch neugierig auf Band zwei gemacht hat, was der wirklich miese aber gleichzeitig auch echt gut gemachte Cliffhanger. Wenn sich daraus ein echter Konflikt zwischen Shaw und Willow entwickelt, der mal nicht mit Sex gelöst werden kann, wird mir die Geschichte dann auch sicherlich besser gefallen.

Für All of me gibt es daher von mir dreieinhalb Bücherstapel

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Erotik
Veröffentlicht am 16.07.2026

Bekanntes Schema mit nettem Schreibstil

Bachelorette Party
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Worum geht’s?
Eigentlich wollten Anneliese und ihre Freundinnen lediglich ihren Junggesellinnenabschied auf einer kleinen Schäreninsel feiern. Ihre Freundin Tessa ist jedoch nicht nur Journalistin, sondern ...

Worum geht’s?
Eigentlich wollten Anneliese und ihre Freundinnen lediglich ihren Junggesellinnenabschied auf einer kleinen Schäreninsel feiern. Ihre Freundin Tessa ist jedoch nicht nur Journalistin, sondern auch fest entschlossen, einen mysteriösen Vermisstenfall, der sich vor zehn Jahren auf der Insel ereignet hat, aufzuklären. Zwischen Yoga und Sektfrühstück tun sich plötzlich Abgründe auf – und die Freundinnen können sich nicht mehr sicher sein, wer nicht vielleicht doch ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt.


Meine Meinung
Das Szenario dieser Geschichte war für mich zwar ehrlicherweise nichts Neues mehr, bei spannenden Plottwists muss das Rad für mich aber tatsächlich auch gar nicht unbedingt neu erfunden werden, um beim Lesen richtig Spaß zu machen. Dieses Buch hat mich trotz der eigentlich sehr vielversprechenden Ansätze dann aber leider eher ein bisschen enttäuscht, auch wenn ich durchaus Potenzial für diese Autorin sehe.

Gut gefallen hat mir nämlich bis zum Schluss vor allem der Schreibstil, der die Defizite bei Handlungs- und Spannungsbogen für mich zumindest etwas ausgeglichen hat. Nichtsdestotrotz hat mich vor allem gestört, wie lange es insgesamt gedauert hat, bevor überhaupt wirklich etwas passiert.

Das Setting der Schäreninseln hat mir zwar gut gefallen, den insbesondere durch die sehr detaillierten Beschreibungen findet man sich sehr gut zurecht und kann sich sehr bildlich vorstellen, wo sich die Handlung eigentlich abspielen soll. Mit der Zeit wurden mir die Beschreibungen und relativ belanglosen Ereignisse aber leider etwas zu viel des Guten, denn wirkliche Beklemmung oder ein Gefühl von Bedrohung wollte sich bei mir dadurch überwiegend nicht einstellen.

Auch die Figuren waren meiner Meinung nach etwas zu viele, um mich wirklich emotional auf die unterschiedlichen Charaktere einlassen zu können. Besonders viel Raum konnten die einzelnen Figuren dabei ohnehin nicht einnehmen, mir persönlich fiel es so dann allerdings auch eher schwer, mich überhaupt näher mit ihnen beschäftigen zu wollen.

Somit stand ich schlussendlich vor dem Dilemma, dass ich zwar bis zur Auflösung durchhalten wollte und das Buch nicht in irgendeine Ecke gepfeffert habe, gleichzeitig aber nicht ganz so viel Freude beim Lesen hatte, wie ich es bei einer etwas anderen Umsetzung vielleicht hätte haben können. Für mich persönlich muss definitiv nicht das Rad neu erfunden werden, um eine unterhaltsame Zeit beim Lesen zu verbringen, diese Geschichte wurde mir aber ehrlicherweise zu vorhersehbar und mit zu wenig Spannung erzählt, um mein Interesse wirklich langfristig binden zu können.


Fazit
Auch unabhängig von der Verwandtschaft der Autorin halte ich sie durchaus für talentiert, dieses Buch war für mich aber leider nicht ganz so überzeugend, wie ich es mir gewünscht hätte. Das volle Potenzial der Geschichte sehe ich daher ehrlicherweise nicht ausgeschöpft, anderen Büchern der Autorin würde ich aber trotzdem noch eine Chance geben wollen.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 10.07.2026

Spannendes Konzept mit wankelmütiger Umsetzung

Die Schwester des Serienkillers
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Worum geht’s?
Als die Polizei vor Annas Tür steht und ihr berichtet, dass ihr Bruder Henry ein gesuchter Serienmörder sein soll, gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Seit ihrer gemeinsamen Kindheit im ...

Worum geht’s?
Als die Polizei vor Annas Tür steht und ihr berichtet, dass ihr Bruder Henry ein gesuchter Serienmörder sein soll, gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Seit ihrer gemeinsamen Kindheit im Heim hatten die beiden keinen Kontakt mehr, doch jetzt lässt seine Mordserie vermuten, dass Anna sein nächstes Opfer sein könnte – und die setzt alles daran, um ihm nicht in die Fänge zu geraten.


Meine Meinung
Das Konzept dieser Reihe finde ich wirklich spannend, auch wenn das Szenario der Familienmitglieder eines Serienkillers eigentlich unglaublich beängstigend ist. Ehrlicherweise muss ich bei diesem Band allerdings leider sagen, dass mir die Umsetzung nicht ganz so gut gefallen hat, wie das bei Band eins oder zwei der Fall war.

Der Schreibstil an sich kam mir hier fast ein wenig schleppend vor, was insbesondere in der ersten Hälfte des Buches dazu geführt hat, dass ich nur unglaublich langsam voran gekommen bin. Wirklich passiert ist relativ lange nichts, was ich auf Dauer einfach etwas zu anstrengend für meinen Geschmack fand.

Kurz nach der ersten Hälfte des Buches konnte ich mich dann zwar schon etwas mehr für die Geschehnisse begeistern, wirklich vom Hocker gerissen war ich da aber schon nicht mehr. Mir persönlich kam das interessantere Tempo leider deutlich zu spät im Buch, weshalb dann ehrlicherweise auch froh war, als ich die Geschichte beenden konnte.

Auch die Auflösung war für mich nicht so sehr der Knaller, wie sie es eigentlich hätte sein sollen. Der Plottwist kam zwar zugegebenermaßen überraschend, wirklich gut gemacht fand ich die Hinführung aber ehrlicherweise nicht. Hätte es zuvor wenigstens ein oder zwei kleine Hinweise gegeben, wäre mir das Ende vermutlich nicht ganz so an den Haaren herbeigezogen vorgekommen, so hatte ich aber leider den Eindruck, dass diese Lösung relativ spontan entstand und der Handlungsbogen aus diesem Grund nicht ganz rund war. Insgesamt mochte ich die Reihe daher zwar gerne, die ersten beiden Bände haben mich aber deutlich mehr angesprochen, als das bei dieser eher schleppenden Umsetzung der Fall war.


Fazit
Für einen Thriller war mir dieses Buch ehrlicherweise nicht spannend und vor allem nicht packend genug geschrieben. Die Idee war zwar durchaus interessant und hatte das Potenzial zu einem absoluten Pageturner, mir persönlich war die Umsetzung dafür aber etwas zu wankelmütig.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel.