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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2020

Auf nach Namibia!

Liliane Susewind – Giraffen übersieht man nicht
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Lilli und Jesajah fahren mit Lillis Eltern, ihrer Oma und Jesajahs Vater nach Namibia, um dort Jesajahs Großeltern zu treffen. Natürlich sind auch die Katze Frau von Schmidt und der Hund Bonsai mit dabei. ...

Lilli und Jesajah fahren mit Lillis Eltern, ihrer Oma und Jesajahs Vater nach Namibia, um dort Jesajahs Großeltern zu treffen. Natürlich sind auch die Katze Frau von Schmidt und der Hund Bonsai mit dabei. Lilli ist aufgeregt; ob sie die Tiere in Afrika auch verstehen kann? Und welche Tiere wird sie wohl kennenlernen? Alles sehr aufregend, aber dann will ihre Mutter doch glatt nicht, dass sie auf Safaritour gehen. Dabei wollte sie vorher doch ganz viele Fotos machen. Es geht dann doch auf Safari und dabei lernen Lilli und Jesajah unter Anderem die Giraffe Lula kennen, die bald schon in Gefahr gerät. Dann spielen noch drei junge Erdmännchen und viele weitere Tiere eine Rolle. Für mich war es erst der zweite Band aus der Reihe, aber er hat mir sehr gefallen. Tanja Stewner hat eine tolle Geschichte zum Nachdenken geschrieben, die aber auch viele witzige Dialoge beinhaltet, vor allem Frau von Schmidt ist da immer ein Garant. Eine Geschichte für groß und klein, versehen mit wunderbaren Zeichnungen.

Veröffentlicht am 03.08.2020

Feenhaft

Klara Katastrofee und das große Feen-Schlamassel (Klara Katastrofee 1)
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Klara wohnt in Amrien und sie kümmert sich im Kornblumenfeld um die Tiere und Pflanzen, gibt ihnen Tipps und zeigt ihnen, wo die besten Blüten sind oder aber auch der beste Brutplatz für die Rotmilane. ...

Klara wohnt in Amrien und sie kümmert sich im Kornblumenfeld um die Tiere und Pflanzen, gibt ihnen Tipps und zeigt ihnen, wo die besten Blüten sind oder aber auch der beste Brutplatz für die Rotmilane. Aber sie ist aufgeregt, denn sie hat sich noch nicht offiziell vor dem Feenrat vorgestellt und bevor sie das nicht getan hat, ist sie keine echte Fee und kann auch nicht offiziell die Verantwortung übernehmen. Sie übt ihr Vorstellung als Violetta vorbeikommt, die schon die Vorstellung hinter sich hat. Sie ist ganz anders als Klara, bei ihr ist die Kleidung farblich aufeinander abgestimmt und sie sieht wie aus dem Ei gepellt aus. Da kann Klara mit ihrer löchrigen Lieblingsstrumpfhose und ihren wilden Haaren wohl nicht mithalten. Aber mal ehrlich, die Zeichnung von der perfekten Fee hat mir so gar nicht gefallen, dafür die von Klara umso mehr. Klara hat das Herz auf dem rechten Fleck und schon bald erlebt sie ein großes Abenteuer in der Menschenwelt und bekommt ganz andere Einsichten. Ein wunderbares Buch, das uns die Natur näher bringt. Gerne mehr davon.

Veröffentlicht am 23.07.2020

Wunderschön

Muse of Nightmares - Das Geheimnis des Träumers
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Auch in diesem Buch konnte mich Laini Taylor wieder einmal mit ihrem wunderschönen Schreibstil und ihrer fantastischen Geschichte sowie ihrer gut ausgearbeiteten Welt unterhalten, so dass ich mal wieder ...

Auch in diesem Buch konnte mich Laini Taylor wieder einmal mit ihrem wunderschönen Schreibstil und ihrer fantastischen Geschichte sowie ihrer gut ausgearbeiteten Welt unterhalten, so dass ich mal wieder bei der Lektüre alles um mich herum vergessen konnte.
Ich konnte es kaum erwarten, wie es wohl mit Lazlo und Sarai weitergehen wird. Der erste Band beziehungsweise in der deutschen Version der zweite Band (auch hier werden die Bücher wieder in zwei Teilbände unterteilt) endet ja aus Lesersicht ziemlich fies und ließ uns gespannt die Fortsetzung erwartet. Nach einem etwas mysteriösen, Fragen aufwerfenden Prolog geht es jedoch dort weiter, wo es endete und wir werden wieder in diese Welt geworfen - und aus ihr heraus katapultiert und müssen nun auf den zweiten Teilband warten. Ein Buch, bei dem die Seiten nur so "flogen".

Veröffentlicht am 18.07.2020

Schöneberg 1922

Fräulein Gold: Schatten und Licht
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Berlin Schöneberg 1922. Die Hebamme Hulda Gold ist am ganzen Winterfeldtplatz bekannt, vor allem aus Sicht des Zeitungsverkäufers Bert. Doch die Liebe zu Felix, dem Besitzer des Café Winter bröckelt. Aber ...

Berlin Schöneberg 1922. Die Hebamme Hulda Gold ist am ganzen Winterfeldtplatz bekannt, vor allem aus Sicht des Zeitungsverkäufers Bert. Doch die Liebe zu Felix, dem Besitzer des Café Winter bröckelt. Aber eigentlich hat Hulda auch genug mit ihrer Arbeit zu tun. Sie ist stolz darauf, ihr eigenes Geld zu verdienen und möchte darum eigentlich auch nicht heiraten, denn dann wird sie vermutlich ihre Arbeit aufgeben müssen. Sie nimmt ihre Arbeit sehr ernst und macht zusätzliche, unbezahlte Besuche, so auch bei Lilo, die am Bülowbogen in ärmlichen Verhältnissen wohnt. Lilos Nachbarin ist gestorben, ertrunken im Landwehrkanal (warum ist der eigentlich bei historischen Krimis so beliebt für Leichen?) und Hulda verspricht ihr, der Sache nach zu gehen, denn Lilo glaubt an ein Verbrechen. Und so tauchen wir mit Hulda ein in das Leben in Berlin, vorrangig dem Kiez Schöneberg. Es gibt einen Mord aufzuklären, immer wieder gerät Hulda da mit Kriminalkommissar Karl North aneinander, aber interessanter für mich war das Zeitbild und das Einbinden in die Geschichte der Weimarer Republik, die immer wieder geschickt eingeflochten werden. Da erkennt man, dass die Autorin Historikerin ist. Der Kriminalfall stockt manchmal, aber gerät nie in Vergessenheit, man lernt Menschen aus den unterschiedlichen Schichten kennen und vor allem den Zeitgeist. Der Mord wird am Ende gut aufgeklärt und ich war ein wenig traurig, die patente Hulda zu verlassen.

Veröffentlicht am 09.07.2020

Kampf um Avendúr

Töchter der Freiheit
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Kampf um Avendúr
Mich hat dieses Buch beeindruckt. Eine vielschichtige Fantasygeschichte, ein Einteiler und keine endlose Serie, ein Jugendfantasybuch, das ohne den Fokus auf Liebesgeschichten auskommt ...

Kampf um Avendúr
Mich hat dieses Buch beeindruckt. Eine vielschichtige Fantasygeschichte, ein Einteiler und keine endlose Serie, ein Jugendfantasybuch, das ohne den Fokus auf Liebesgeschichten auskommt (diese werden hier eher angedeutet und erhalten erst gegen Ende mehr Gewicht, ohne sich aber in den Vordergrund zu drängen). Das Buch ist spannend, übt viel Gesellschaftskritik aus, regt zum Nachdenken an, es beginnt mit einer Bücherverbrennung und einer rebellischen Vorlesung, die für die Magistra mit einer Verurteilung zum Tod endet, die eindeutig provoziert wurde. Es gibt hier nicht die EINE Protagonistin, es gibt mehrere Perspektiven, die alle auf derselben Zeitebene spielen. Elodea ist sicherlich noch diejenige, die den meisten Raum einnimmt. Sie ist eine Magierschülerin und ihre Meisterin wurde hier verurteilt und sie selbst an den Hof der Gräfin von Toulérant verbannt. Königin Obsidia regiert gnadenlos, sie ist egoistisch und liebt es, Angst und Schrecken zu verbreiten; sie war der Liebling ihres Vaters; ihr Bruder Lyonel wurde aufgrund einer Behinderung verstoßen. Die Begriffe, Namen und Orte sind häufig dem Lateinischen oder Französischen entlehnt bzw. erinnern daran und auch die alte Sprache der Magie lässt sich mit Kenntnissen dieser Sprache gut verstehen (wenn mal einzelne Begriffe genannt werden). Die Magie nimmt allerdings keinen so großen Raum hier ein. Dies ist kein Buch für jemanden, der eine einfache Geschichte erwartet und der schon bei vier Namen überfordert ist, aber ich fand es toll, eine komplexere Geschichte mit einem hohen Spannungsbogen und voller Kritik zu lesen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ich hoffe, die recht junge Autorin erfreut uns bald wieder mit neuer Lektüre.