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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2020

Anti-Fee

Klara Katastrofee und das große Feen-Schlamassel (Klara Katastrofee 1)
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Wenig feenhaft flattert Klara übers Kornblumenfeld. Während die anderen adrett frisiert und sauber gekleidet durch ihre Gefilde schweben, hat sie es nicht so mit dem Ordentlichen. Und auch manch magischer ...

Wenig feenhaft flattert Klara übers Kornblumenfeld. Während die anderen adrett frisiert und sauber gekleidet durch ihre Gefilde schweben, hat sie es nicht so mit dem Ordentlichen. Und auch manch magischer Versuch geht in die Binsen.

Klara trifft dann den Menschenjungen Oskar, der ihr seine absonderliche Welt zeigt und Klara dabei hilft, ihr geliebtes Kornblumenfeld zu retten.

Die simple Geschichte ist inhaltlich für jüngere Kinder geeignet. Fürs Selberlesen sollten sie etwas Übung mitbringen, denn die Texte sind zum Teil doch stramm gebaut.

Anspruchsvolle Vorleser könnten die teils abgenudelten Formulierungen stören. Hier wird verschmitzt gegrinst, unwillkürlich an etwas gedacht, sichtlich erleichtert aufgeatmet, herzhaft reingebissen und natürlich fieberhaft nachgedacht.

„Klara Katastrofee“ ist jedoch mit seinen großformatigen und satt colorierten Bildern ein klarer Hingucker.

Insgesamt freundliche dreieinhalb Sterne für Klara und Konsorten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.09.2019

Spinne im Schlafanzug

Die kleine Spinne Widerlich sagt Gute Nacht (Pappbilderbuch)
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Sie ist nicht auf Anhieb als Spinne zu erkennen, die kleine Spinne Widerlich: Im Gesicht sitzt ein süßes Stupsnäschen, auf der Stirn rollt sich eine kesse Haarlocke und die Augen, groß wie Untertassen, ...

Sie ist nicht auf Anhieb als Spinne zu erkennen, die kleine Spinne Widerlich: Im Gesicht sitzt ein süßes Stupsnäschen, auf der Stirn rollt sich eine kesse Haarlocke und die Augen, groß wie Untertassen, glänzen im Mondlicht. Ist nicht weiter schlimm, immerhin heißt sie ja „Widerlich“, da muss sie nicht auch noch fies spinnig aussehen.

Das Spinnenkind schleppt einen Stoffhasen mit sich rum, und weil es gleich ins Bett geht, stecken alle vier Arme und die vier Beine schon im Schlafanzug. Jetzt geht es nochmal los und sagt allen Verwandten Gute Nacht. Tante Igitte, Onkel Langbein und Oma Erna zum Beispiel. Bei der Oma hat die Illustratorin übrigens gepatzt: Erna strickt ihre Socken nur auf zwei statt auf fünf Nadeln, die man eigentlich dafür braucht.

Schließlich – das ist das glückliche Ende der Geschichte – liegt die kleine Spinne in ihrem eigenen Netz und Mama Spinne deckt sie zu.

„Die kleine Spinne Widerlich sagt Gute Nacht“ eignet sich als kurze Abendlektüre für die Kleinsten. In den detailreich ausgestalteten, doppelseitigen Bildern kann man immer wieder neue Einzelheiten entdecken und das Gesehene für den kleinen Plausch vor dem Schlafengehen nutzen.

Etwas holprig lesen sich die gereimten Texte, denen ein sinnvoller Rhythmus fehlt. Fürs flüssige Vorlesen am Kinderbett sollte man sie vorher mal geübt haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Spaß
Veröffentlicht am 09.04.2026

Wo bleiben die Rabauken?

Das Internat für magische Talente. Unruhestifter willkommen! (Band 1)
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Dafür, dass im Internat Last Hope lauter Rabauken mit magischen Fähigkeiten untergebracht sein sollen, geht es in diesem Buch sehr gemächlich zu. Die Kinder sind eigentlich kreuzbrav und geben selten Grund ...

Dafür, dass im Internat Last Hope lauter Rabauken mit magischen Fähigkeiten untergebracht sein sollen, geht es in diesem Buch sehr gemächlich zu. Die Kinder sind eigentlich kreuzbrav und geben selten Grund zur Klage. Pipi Langstrumpf ist im Vergleich zu ihnen eine Schwerverbrecherin.

Dabei fängt es rasant an: Lavinia Lucas, zwölf Jahre alt, wird aus ihrer alten Schule geworfen und landet im Internat für Unruhestifter. Aber schnell wird klar: Vin ist schüchtern, unsicher, unbeholfen, stets nervös, oft verwirrt, immer wieder verängstigt und, das muss man leider sagen, einfach nur langweilig.

Von den Mitschülern erfährt man nicht viel mehr, als dass sie ihre Mitschüler sind. Was sie so magietechnisch draufhaben, wird allerdings in epischer Länge erörtert.

Die Handlung spielt sich vorwiegend innerhalb des Internats ab. Klassenraum, Speisesaal, Bibliothek - das Übliche. Wer überhaupt Schulgeschichten gut findet, das Aufblühen neuer Freundschaften mit Interesse verfolgt und die Entwicklung eines Mauerblümchens zur Heldin wider Willen spannend findet, sollte hier zugreifen.

Denn irgendwann wird klar: In Vin, die sich bis jetzt für eine „Beschwörerin“ gehalten hat, steckt großes magisches Potential. Was noch? Die sprachliche Qualität stimmt und mit fast 400 Seiten ist das schon ein kleiner Schmöker. Der zweite und finale Teil erscheint im Dezember.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Schnitzeljagd im Wunderland

Whisperwicks – Die Suche nach den Flüsterflammen
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Benjamiah Creek verschlägt es nach Winkelwald, in „eine absurde magische Welt ohne Logik oder Vernunft“, wie der Held der Geschichte selbst treffend feststellt. Eine rastlose Schnitzeljagd beginnt, als ...

Benjamiah Creek verschlägt es nach Winkelwald, in „eine absurde magische Welt ohne Logik oder Vernunft“, wie der Held der Geschichte selbst treffend feststellt. Eine rastlose Schnitzeljagd beginnt, als Benjamiah sich zusammen mit Elizabella Cotton auf die Suche nach ihrem vermissten Zwillingsbruder Edwid begibt.

Die Geschichte ist sehr gut geschrieben und überzeugt durch ihre Phantasie und die charmanten philosophischen Ansätze. Ermüdend wirkt dagegen die Aneinanderreihung von immer neuen Begegnungen mit skurrilen Personen, Tieren, Gegenständen und Geisterwesen. Das erinnert ein wenig an Alice im Wunderland. Es hat aber auch viel von Coraline - Gruselfaktor inclusive.

Whisperwicks ist ein Buch zum Zweimallesen, denn erst wenn man das Ende kennt, geben die Ereignisse auf den 400 Seiten davor einen richtigen Sinn.

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Veröffentlicht am 22.09.2022

Mäßig interessante Familiengeschichte

People Person
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Als Dimple, 30 Jahre alt, wohnhaft in London, eines Tages richtig in die Klemme gerät, sucht sie Hilfe bei ihren vier Halbgeschwistern, die sich vor 16 Jahren zuletzt gesehen haben. Was da mit viel schwarzem ...

Als Dimple, 30 Jahre alt, wohnhaft in London, eines Tages richtig in die Klemme gerät, sucht sie Hilfe bei ihren vier Halbgeschwistern, die sich vor 16 Jahren zuletzt gesehen haben. Was da mit viel schwarzem Humor und Situationskomik beginnt, könnte sich zu einer richtig guten Kriminalkomödie entwickeln, driftet dann aber ab in einen mäßig interessanten Familienroman.

Cyril, jamaikanischer Einwanderer und Vater der fünf erwachsenen Kinder, hält diese Geschichte zusammen. Er sorgt für die erste bewusste Zusammenkunft seiner Nachkommen, tritt danach aber nur noch sporadisch in Erscheinung. Gefühlt dreht sich trotzdem alles um den verantwortungsscheuen Lebemann. Die fünf Halbgeschwister entwickeln dagegen nach ihrem anfänglichen gemeinsamen Abenteuer einen echten Zusammenhalt und beginnen, sich in allen Lebenslagen zu unterstützen. Das ist sehr erfreulich, aber nicht auf Dauer unterhaltend.

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