Die Liste meiner Lieblingsautoren hat sich gerade verlängert
TodesfristAls absoluter Thriller-Fan war mir der Name Andreas Gruber schon lange ein Begriff. Dennoch war ich skeptisch. Bei den deutschsprachigen Autoren hatten mich bisher nur Sebastian Fitzek und Jonas Winner ...
Als absoluter Thriller-Fan war mir der Name Andreas Gruber schon lange ein Begriff. Dennoch war ich skeptisch. Bei den deutschsprachigen Autoren hatten mich bisher nur Sebastian Fitzek und Jonas Winner geflasht, ansonsten blieb ich immer bei amerikanischen oder kanadischen Schriftstellern. Aber nachdem ich so gut wie nur begeisterte Rezensionen über Andreas Gruber gelesen habe, musste ich mir dann doch etwas von dem Österreicher zulegen. Ich entschied mich für „Todesfrist“, dem Auftakt zur Serie um die Ermittler Sneijder und Nemez, in Form vom Hörbuch. Doch um was geht es in diesem Werk?
»Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie.« Diesen Anruf erhält Helen, eine 36-jährige Psychotherapeutin aus Grieskirchen, nahe Wien. Zeitgleich wird die Mutter von der Münchner Kommissarin Sabine Nemez grausam ermordet aufgefunden. Sabines Vater hatte genau den gleichen Anruf erhalten und es gelang ihm nicht, seine Ex-Frau vor dem Serienkiller zu retten. Und als würde dies nicht genügen, hinterließ der Mörder auch noch kleine Geschenke, die extrem für Verwirrung sorgen. Sabine will die Person, die ihrer Mutter auf bestialische Weise das Leben nahm, unbedingt finden. Koste es, was es wolle. Und als sie Unterstützung von dem Niederländer Maarten S. Sneijder bekommt, beginnt die Jagd…
Mein Eindruck vom Buch:
Wow! Schon die ersten gesprochenen Worte haben mich gefesselt! Ich muss gleich mal ein „Hut ab“ vor dem Sprecher Achim Buch loswerden. Vor diesem Werk kannte ich ihn noch nicht als Sprecher, aber er hat jetzt definitiv einen neuen Fan. Perfekt imitierte Dialekte und Akzente darf hier der Hörer erleben und ich musste nicht nur einmal dabei schmunzeln. Aber zurück zum Buch: Ich gestehe, ich habe mir Anfangs Notizen zu den verschiedenen Protagonisten gemacht. Es gibt mehrere Erzählstränge und um da nix durcheinander zu würfeln, musste ich dann doch etwas aufpassen. Da gibt es, wie schon in meiner Inhaltsangabe erwähnt, zunächst Helen, die in Österreich lebt und mit dem Staatsanwalt Frank verheiratet ist. Sabine, Kommissarin und stolze Tante, die unbedingt den Mörder ihrer Mutter zur Strecke bringen will. Rose, 40 Jahre alt, ebenso wie Helen Therapeutin und zum ersten Mal schwanger und Karl, ein 23-jähriger Patient von Rose. Last but not least in diesem Thriller ist natürlich ein besonderes Mitglied des BKA: Maarten S. Sneijder. Unglaublich, was für einen Charakter hier Andreas Gruber erschaffen hat! Ich liebe solche Figuren in Thriller. Sneijder ist definitiv einzigartig und mit keiner anderen fiktiven Person zu vergleichen. Auch hier musste ich einige Male während dem Hören breit grinsen. Ein unbeschreiblicher Ermittler mit ganz eigenen Methoden! Aber nicht nur Sneijders Charakter ist hervorragend ausgearbeitet, nein, auch Sabine und Rose sind interessante Figuren und man möchte unbedingt mehr über sie erfahren. Ebenso trifft man mit Karl auf eine absolut undurchschaubare Figur und man fragt sich ständig, was er verbirgt. Der Spannungsbogen ist während dem gesamten Buch extrem hoch gehalten, so dass es echt schwer fällt, eine Pause einzulegen. In der Geschichte gibt es darüber hinaus einige Rückblicke, die einiges aufdecken und den Atem anhalten lassen.
Fazit:
Mit diesem Werk hat Andreas Gruber brillant widerlegt, dass nur Amerikaner packende Thriller schreiben können. „Todesfrist“ ist „nur“ der Auftakt der Sneijder-Nemez-Reihe und wenn dieser schon so fesselnd ist, wie sind denn dann die folgenden Bücher der Serie? Ich habe jetzt einen Lieblingsschriftsteller mehr und freu mich wahnsinnig auf den nächsten Band und auch darauf, wieder Achim Buch zu hören! Danke für mega spannende Stunden!