Profilbild von Deidree

Deidree

Lesejury Star
offline

Deidree ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Deidree über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.07.2020

Nicht wirklich neues, wenn auch stellenwese ganz witzig

Mieses Karma hoch 2
0

Von der Fortsetzung „Mieses Karma hoch 2“ muss ich gestehen, dass ich enttäuscht bin. Das Buch lag jetzt wirklich lange auf meinem SUB und irgendwie wusste ich wohl warum. Es gibt nichts wirklich Neues. ...

Von der Fortsetzung „Mieses Karma hoch 2“ muss ich gestehen, dass ich enttäuscht bin. Das Buch lag jetzt wirklich lange auf meinem SUB und irgendwie wusste ich wohl warum. Es gibt nichts wirklich Neues. Wiederum ein paar Leben, diesmal zu zweit. Oh Wunder, die beiden Protagonisten bleiben bei jeder Inkarnation zusammen.

Und wie auch im ersten Teil gibt es mal gutes, mal weniger gutes Karma und je nachdem einen Auf- oder Abstieg auf der Wiedergeburtsleiter.

David Safier bringt zwar immer wieder witzige Passagen mit ein. Aber so wirklich überzeugen konnten mich diese auch nicht.

Dazu fiel mir ab und zu unlogisches auf. So zum Beispiel versteht der Gorilla die Menschensprache, ein Panda aber nicht? Warum?

Das Cover ähnelt dem ersten Buch, das erhöht den Wiedererkennungswert und finde ich positiv.

Durch den flüssigen Lesestil war das Buch in einem Flutsch gelesen, doch einen dritten Teil, sollte es denn je einen geben, werde ich ihn mir ersparen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.06.2020

Zu glattes und schnelles Ende, teils nicht nachvollziehbare Handlungen

Glanz der Ferne
0

Um es vorweg zu sagen, ich kenne nur dieses Buch der Trilogie. Denke aber, dass ich die Grundzüge, die Personen und ihr Verhältnis zueinander, ganz gut verstanden habe.

So wirklich begeistert hat mich ...

Um es vorweg zu sagen, ich kenne nur dieses Buch der Trilogie. Denke aber, dass ich die Grundzüge, die Personen und ihr Verhältnis zueinander, ganz gut verstanden habe.

So wirklich begeistert hat mich das Buch aber leider nicht. Es ist passagenweise wirklich spannend geschrieben, sodass ich einfach wissen wollte wie es weiter geht. Doch andererseits waren dann Handlungen die mir absolut nicht nachvollziehbar waren. Nur ein Beispiel: die jungen Frauen damals wurden sehr klein gehalten, aber niemand kam auf die Idee Vicky nach dem Revolver zu fragen und ihn ihr abzunehmen.

Auch störte mich, dass gewisse Hinweise auf Geschehen in der Vergangenheit bei mehreren Protagonisten, immer wieder erwähnt werden mussten. Einmal, meinetwegen zweimal sind ja ok, aber immer wieder. Der Leser wird sich das ja hoffentlich merken können.

Die Entwicklung der Figuren war sehr unterschiedlich. Am deutlichsten, aber auch unlogischten für mich war Reinhold. Viel zu lange als beinahe schwach, gefangen in seiner Verpflichtung seiner Familie gegenüber, wird er zum Schluss plötzlich über Nacht zum tatkräftigen Mann der weiß was zu tun ist. Das war mir dann doch zu radikal.

Der Schluss war von der Idee her gut. Die Umsetzung dennoch sehr glatt. Der Plan geht auf, mit nur einer kleineren Panne, ohne Überraschung.

Die Grundidee hat mir wirklich gefallen, auch dass die Familie Zusammenhalt und Liebe spüren lässt. Der Schreibstil ist meistens angenehm zu lesen und stellenweise auch spannend, doch auf den Titel „Glanz der Ferne“ bin ich in der ganzen Geschichte nicht gekommen. Denn die Ferne war bis zum Schluss ja kein Thema und dann auch nur Notlösung.

Für einen historischen Roman ist er leicht zu lesen und unterhaltsam. Geschichtliches wird eingearbeitet und auch im Nachwort zusammengefasst. Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar und ein Personenverzeichnis.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.04.2020

Manchmal sehr langatmig

Männer und andere Katastrophen
0

Wir haben hier vier Freundinnen, die alle ihre liebe Not mit der Männerwelt haben. Soweit so gut. Die Grundidee mag ja interessant klingen, doch leider konnte mich die Umsetzung nicht so begeistern.

Der ...

Wir haben hier vier Freundinnen, die alle ihre liebe Not mit der Männerwelt haben. Soweit so gut. Die Grundidee mag ja interessant klingen, doch leider konnte mich die Umsetzung nicht so begeistern.

Der Leser erhält von jeder der vier Freundinnen einen Einblick in ihr Leben. Auch die Rahmenhandlung ist ganz ok. Doch manchmal habe ich das Gefühl den Faden zu verlieren. Diese Freundin hatte jetzt noch mal welchen Freund? Es waren dann doch etwas viele Seiten zwischen den einzelnen Auftritten der Freundinnen. Gefüllt mit unwichtigen Details die mit den Männergeschichten nicht in direktem Zusammenhang standen.

So wirklich warm konnte ich leider mit keiner der Figuren werden. Ja, immer wieder fand ich Stellen witzig und humorvoll. Auch der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Eben Kerstin Gier. Es ist nicht mein erstes Buch und ich habe durchaus welche als toll gefunden.

Unter „Männer und andere Katastrophen“ habe ich mir vielleicht auch einen schnelleren Roman erwartet. Der hier ist mir immer wieder zu langatmig.

Da Schreibstil, Handlung, teilweise Witz und Logik der Handlungen für mich stimmig waren, rangiert dieses Buch für mich im Durchschnitt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2020

Interessant, aber nichts Neues

Vom richtigen Umgang mit der Zeit
0

In diesem Buch „Vom richtigen Umgang mit der Zeit“ finde ich für mich persönlich nicht sehr viel Neues. Möglich, dass dies nur mich betrifft, oder weil ich das Buch nicht damals gekauft habe, als es aktuell ...

In diesem Buch „Vom richtigen Umgang mit der Zeit“ finde ich für mich persönlich nicht sehr viel Neues. Möglich, dass dies nur mich betrifft, oder weil ich das Buch nicht damals gekauft habe, als es aktuell auf den Mark gekommen ist und seither doch vieles immer wieder gehört wurde.

Der Aufbau ist strukturiert und übersichtlich in Kapitel und Unterkapitel eingeteilt, sodass auch beim Suchen schnell etwas gefunden werden würde. Zu Beginn bekommt der Leser einen groben Überblick was Chronobiologie und Rhythmus ist und wo sich dieser zeigen kann. Danach werden die Rhythmen vom Tagesablauf bis Lebenslauf beleuchtet. Ein eigens Kapitel steht für die Rhythmustherapie zur Verfügung. Hier fand ich ein paar interessante Ansätze, die im praktischen Leben nicht so wirklich umsetzbar sind.

Gegen Ende des Buches finden wir Tipps zur Rhythmusgestaltung im Alltag, wie Glühbirnen und Halogenlampen zu verwenden. Mittlerweile schwierig zu bekommen, aber machbar. Ein kleines wirklich reizvolles Märchen und ein ausführliches Quellenverzeichnis beendet dieses Buch.

Grundsätzlich sehr gute Gedanken und Ansätze, vielleicht wäre meine Bewertung besser ausgefallen, ohne Vorkenntnisse.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 16.03.2020

Ungewohnt anders, sprunghaft

Die Glasschwestern
2

Die Zwillingsschwestern Dunja und Saphie, die im Dorf „Die Glasschwestern“ genannt werden, leben völlig unterschiedliche Leben. Hier dürfen wir sie ein Stück weit ihres Lebens begleiten. Der erste Teil ...

Die Zwillingsschwestern Dunja und Saphie, die im Dorf „Die Glasschwestern“ genannt werden, leben völlig unterschiedliche Leben. Hier dürfen wir sie ein Stück weit ihres Lebens begleiten. Der erste Teil wird mehr aus der Sicht von Dunja, der zweite eher aus der Sicht von Saphie dargestellt. Wenngleich natürlich in jedem Teil auch die anderen Figuren zu Wort kommen.

Wir steigen direkt beim Tod der beiden Männer ein und befinden uns inmitten von Gefühlschaos, Familienstrukturen die sich im Ändern begriffen sind, Geheimnisse die sich lüften wollen.

Der Schreibstil von Franziska Hauser war für mich anfangs nicht einfach. Er ist nicht geradlinig, eher sprunghaft wie Gedanken nun einmal sein können. Immer wieder gibt es durch die Figuren Rückblicke um dem Leser die Vorgeschichte der Schwestern näherzubringen. Auch hier lesen wir nicht in einer chronologischen Abfolge, sondern bruchstückweise, oder wie in Scheiben geschnittene Lebensgeschichten.

Da sich mit dem Tod ihrer Männer für beide Schwestern ihr gesamtes Leben zu ändern beginnt, hinterfragen sie auch vieles. Diese Fragen werden teilweise bis zu einer Lösung durch-, teilweise nur angedacht. Manches bleibt am Ende offen, anderes kann sich der Leser selbst beantworten. Ich würde diese Geschichte mit einem offenen Ende bezeichnen.

Der Spannungsbogen bewegt sich während des Buches nicht wirklich stark. Die Geschichte ist interessant zu lesen, trotzdem hat mir ein gewisser Höhepunkt gefehlt. Die verschiedenen Figuren sind schon greifbar, setzen dann aber wieder Handlungen, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. Im Großen und Ganzen ist diese Familie einfach schräg.

Das Cover ist ein etwas ungewöhnlicher Blickfang mit seinen Grautönen. Die hellere Mitte hat mich beim ersten Blick ins Buch gezogen, neugierig gemacht. Das Buch ist hochwertig gearbeitet mit einem Lesebändchen versehen.

Mein Fazit ist, dass ich hier ein Buch habe dass ungewöhnlich anders ist, nicht unbedingt die erwartete Spannung und Entwicklung aufbringt, aber auf alle Fälle den Leser zum Nachdenken anregt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Geschichte
  • Erzählstil