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Veröffentlicht am 30.08.2020

Die Wiederauferstehung des Jeffrey Tolliver

Die verstummte Frau
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Eine Studentin wird beim Joggen überfallen, betäubt und mehrmals vergewaltigt. Eine Zeugin ruft die Polizei. Am Tatort angekommen erklärt das Team rund um Polizeichef Jeffrey Tolliver die Frau sofort für ...

Eine Studentin wird beim Joggen überfallen, betäubt und mehrmals vergewaltigt. Eine Zeugin ruft die Polizei. Am Tatort angekommen erklärt das Team rund um Polizeichef Jeffrey Tolliver die Frau sofort für tot. Erst die Rechtsmedizinerin Sara Linton erkennt, dass das Opfer noch lebt. Die junge Frau bleibt zwar querschnittsgelähmt, doch sie überlebt. Anders ergeht es der Zeugin, die plötzlich verschwunden ist…
Nach eher schlampig geführten Ermittlungen wird schließlich Daryl Nesbitt als Täter verhaftet und kommt ins Gefängnis.
Acht Jahre später. Wieder wird eine junge Frau brutal ermordet und der Modus gleicht der Tat vor acht Jahren. Daryl Nesbitt sitzt immer noch im Gefängnis und beteuert seine Unschuld. Als Täter kommt er nicht in Frage. Im Gegenteil, er behauptet sogar, dass ein Serienmörder die Taten begangen habe. Als Agent Will Trent Nesbitt befragt muss er erkennen, dass der alte Fall von damals noch einmal aufgerollt werden muss, damit die Wahrheit endlich ans Licht kommt.
Seit „Belladonna“ dem Debüt von Karin Slaughter bin ich ein großer Fan dieser Serie, die von der Grant County-Reihe mit dem Team Sara Linton und Jeffrey Tolliver zur Georgia-Reihe mit Will Trent mutierte. Sara muss sich in diesem Buch mit ihrem zukünftigen Ehemann Will und ihrem Ex-Mann Jeffrey, der ermordet wurde herumschlagen.
Erzählt wird auf zwei Zeitebenen, dem „Damals“ in Grant County und dem „Jetzt“ in Atlanta. Will Trent muss alte Zeugen ausfindig machen und läuft verschwundenen Beweisen hinterher. Doch er muss diesen Fall aufklären, auch um Saras Willen und um seine zukünftige Ehe mit ihr.
Total super fand ich die Wiederauferstehung von Jeffrey Tolliver, den ich schon irgendwie vermisse. Doch mit Will an Saras Seite ist ein sehr guter Ersatz gefunden. Doch so ganz rund läuft es zwischen den beiden nicht, denn Wills Heiratsantrag ging gründlich daneben…
Die Geschichte ist zwar superspannend erzählt, besonders der stete Wechsel zwischen den beiden Zeitebenen hat mir gut gefallen. Wer Karin Slaughter kennt, weiß dass die Autorin nicht mit blutigen Details spart, wenn es darum geht eine brutale Tat zu beschreiben. Doch dieses Mal fand ich die gut 670 Seiten einfach ein bisschen zu viel und ein Hauch von Langatmigkeit hat sich eingeschlichen.
Trotzdem ein spannender Thriller, weit über dem Durchschnitt. Karin Slaughter ist weiterhin ein Garant dafür, wenn es darum geht Gänsehaut zu erzeugen. Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 18.08.2020

Spannende Ermittlungen bei Eiseskälte

Auf kalter Spur
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Die Mordermittlerin Tracy Crosswhite kehrt mit ihrem Mann Dan und der zwei Monate alten Tochter Danielle zurück in ihren Heimatort Cedar Grove. Hier kam vor 20 Jahren ihre Schwester Sarah ums Leben, auch ...

Die Mordermittlerin Tracy Crosswhite kehrt mit ihrem Mann Dan und der zwei Monate alten Tochter Danielle zurück in ihren Heimatort Cedar Grove. Hier kam vor 20 Jahren ihre Schwester Sarah ums Leben, auch ein anderes Mädchen wurde fast zur gleichen Zeit ermordet. Beide Taten wurden nie aufgeklärt. Nun starb eine Reporterin bei einer Brandstiftung und die örtliche Polizei bittet Tracy um Mithilfe. Während dessen ist Dan als Anwalt in einer äußerst dubiosen Angelegenheit tätig. Tracy beginnt zu ermitteln und ahnt dabei nicht, dass der Täter sie schon längst im Visier hat…

Es ist bereits der 7. Fall der Tracy-Crosswhite-Reihe. Die Fälle sind in sich geschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden. Der Tod der Schwester Tracys, der nie richtig aufgeklärt werden konnte, zieht sich dabei wie ein roter Faden durch die Bände. Natürlich entwickelt sich das Privatleben der Protagonisten über die verschiedenen Fälle hinweg, doch zum Verständnis des aktuellen Falls sind diese Informationen nicht so relevant.
Tracy ist eine sehr sympathische Figur, die so manchen Mann in die Tasche stecken kann. Ich fand das Buch recht spannend geschrieben. Die Atmosphäre der eisigen, verschneiten Landschaft kam gut rüber. Manche Szenen waren jedoch zu detailliert beschrieben, daher empfand ich es stellenweise etwas langatmig. Es gibt Wendungen und falsche Fährten, diese runden die Handlung gut ab. Insgesamt ein spannender und unterhaltsamer Thriller, ich bin gespannt auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 11.08.2020

Nicht wie gewohnt

Bluthölle (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 11)
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Alles beginnt mit einem Taschendiebstahl. Doch statt der erhofften Geldbörse findet Angela Wood nur ein ledergebundenes Notizbuch in der Tasche. Doch dieses Buch hat solch brisanten Inhalt, dass Angela ...

Alles beginnt mit einem Taschendiebstahl. Doch statt der erhofften Geldbörse findet Angela Wood nur ein ledergebundenes Notizbuch in der Tasche. Doch dieses Buch hat solch brisanten Inhalt, dass Angela es dem LAPD zukommen lässt. Es handelt sich dabei um eine Art Tagebuch eines Serienmörders, in denen er seine Taten beschreibt. Doch seine Handlungen werden gesteuert durch sogenannte „Stimmen“, die die Opfer, Todesart und Zeitpunkt und die Foltermethoden vorgeben. Da der Täter weiß, dass die Diebin ihn erkannt hat, setzt alles daran, sie zu finden und wieder an seine Notizen zu gelangen. Und der Gegner ist sehr, sehr gefährlich…
Dies war das erste Mal, dass mir allein schon die Widmung in einem Buch von Chris Carter eine Gänsehaut verursachte. Der Autor hat ein Corona-Opfer in seinem nahen Umfeld zu beklagen und dies scheint nicht spurlos an ihm vorbeigegangen zu sein.
Das Buch startet in gewohnter Manier sehr spannend und entwickelt sich mit seinen vielen Cliffhangern zu einem richtigen Page-Turner. Doch ab der Mitte ist irgendwie die Luft raus. Ich empfand das Ende sogar als langatmig, was äußerst ungewöhnlich ist. Anscheinend hat der Todesfall in Chris Carters Umfeld ihm sehr zu schaffen gemacht.
Insgesamt also dieses Mal leider nur ein mäßiges Ergebnis. Ich wünsche dem Autor viel Kraft und hoffe, dass er mit der Zeit wieder zu seiner alten Form findet.

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Veröffentlicht am 02.08.2020

Die Serie hat schon Kult-Status

Tag X
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Ein Flugzeug stürzt in der Nähe Rostocks vom Himmel, der Pilot betrogen vom eigenen Bordcomputer. Der Verteidigungsminister wird in Afghanistan erschossen. Mehrere Ereignisse, die ganz Deutschland verunsichern. ...

Ein Flugzeug stürzt in der Nähe Rostocks vom Himmel, der Pilot betrogen vom eigenen Bordcomputer. Der Verteidigungsminister wird in Afghanistan erschossen. Mehrere Ereignisse, die ganz Deutschland verunsichern. Und sie sind erst der Beginn einer ganzen Serie von Anschlägen. Dahinter kann nur eine Organisation stecken, die von den allerhöchsten militärischen und politischen Kreisen gedeckt wird. Kein leichter Auftrag für das Team rund um Nicolas Eichborn und seiner Frau Helen. Um an den Feind heranzukommen, lässt Eichborn sich in die Gruppe einschleusen, von der sie vermuten, dass sie hinter den Anschlägen steckt. Eine heikle und brisante Aufgabe…
Es ist bereits der 6. Fall rund um das Ermittlerteam Nicolas und Helen Eichhorn. Die Fälle sind in sich geschlossen und somit unabhängig voneinander lesbar. Zwar tauchen viele Figuren aus den Vorgängern immer wieder auf, doch diese werden kurz vorgestellt und erklärt. Erzählt wird in gewohnter Manier. Es geht sehr ereignisreich und spannend zu, gleichzeitig kommt aber auch der Humor nicht zu kurz. Dafür sorgen hauptsächlich die flapsigen Kommentare von Nicolas, die einen immer wieder zum Schmunzeln bringen. Natürlich hat das Buch auch eine politische Dimension, doch ein Politthriller ist es definitiv nicht. Das Thema ist brisant und zum Glück nur fiktiv.
Das Ende war sehr spannend und actionreich beschrieben, ein richtiger Showdown noch dazu mit einem überraschenden Ende.
Wieder mal ein super Thriller von V.S. Gerling. Die Reihe rund um Nicolas und Helen Eichborn hat mittlerweile Kult-Status.

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Veröffentlicht am 27.07.2020

Tödliche Erkundungen

You Die Next – Du kannst dich nicht verstecken
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Eine Gruppe Urban Explorer, die sich auf die Erkundungen von stillgelegten Gebäuden spezialisiert hat, dringt in ein verlassenes Londoner Filmstudio ein. Der Trip wird dabei live im Netz gestreamt. Doch ...

Eine Gruppe Urban Explorer, die sich auf die Erkundungen von stillgelegten Gebäuden spezialisiert hat, dringt in ein verlassenes Londoner Filmstudio ein. Der Trip wird dabei live im Netz gestreamt. Doch plötzlich stößt die vierköpfige Gruppe auf einen sogenannten Kill room, ein Raum, in dem sich eine Leiche befindet. In Panik flüchten die Vier. Kurze Zeit später stirbt das erste Mitglied der Urban Explorer und auf dem Video-Kanal der Gruppe taucht folgende Frage auf: „Wer will als nächstes sterben?“…
Angesetzt auf den Fall wird Detective Dominic Bell. Aber auch die Psychologin Clementine Starke ermittelt auf eigene Faust. Beide kennen sich schon aus dem Vorgängerband „Wir sehen dich“ und ihre Beziehung ist etwas speziell. Ich kannte Band eins nicht, hatte aber auch keine Probleme der Handlung zu folgen, da genug Informationen aus dem Vorgänger zusammengefasst werden, die nötig sind, um die Handlung zu verstehen.
Erzählt wird hauptsächlich wechselweise aus der Perspektive der beiden Protagonisten Dominic und Clementine. Beide sind an dem Fall dran, wissen aber zunächst nicht, dass auch der andere ermittelt. So weiß man als Leser praktisch immer ein kleines bisschen mehr. Clementine ist eine ungewöhnliche Ermittlerin. Die Psychologin hat sich auf Internet Forschung spezialisiert und eine Obsession für den Ermittler entwickelt. Gleichzeitig versucht sie aber auch immer noch den Mord an ihrem Vater aufzuklären. Dominic Bell ist ebenfalls ein starker Charakter, den ich absolut sympathisch fand.
Der Erzählstil von Stephanie Marland hat mir sehr gut gefallen, die einzelnen Trips der Explorer sehr spannend beschrieben. Das Ende hat es ebenfalls in sich. Gerade, wenn man glaubt, das war es jetzt, setzt die Autorin noch mal einen drauf. So sind nach Abschluss des Buches noch einige Fragen offengeblieben, daher wird es wohl noch einen dritten Band geben, auf den ich mich schon freue.

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