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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2020

Ein Mittelalter-Roman der spannend beginnt

Das Schicksal der Henkerin
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Melisande, die ehemalige Henkerin, lebt ein ruhiges und glückliches Leben mit ihrer Familie. 1340 erreicht sie der Ruf eines Mannes, der behauptet, ihr Bruder Rudger zu sein. Aber Melisande hat ihn doch ...

Melisande, die ehemalige Henkerin, lebt ein ruhiges und glückliches Leben mit ihrer Familie. 1340 erreicht sie der Ruf eines Mannes, der behauptet, ihr Bruder Rudger zu sein. Aber Melisande hat ihn doch vor Jahren sterben sehen und seinem Mörder die gerechte Strafe zukommen lassen. Wie kann das also angehen? Nun reist sie nach Esslingen um ihren vermeintlichen Bruder aus dem Kerker zu retten. Dann gerät sie in eine Falle und nicht nur ihr Leben gerät in Gefahr.

"Das Schicksal der Henkerin" ist ein Mittelalter-Roman, der von Liebe, Verrat und Intrigen erzählt. Hinter dem Pseudonym der Schriftstellerin verbirgt sich das Autorenduo Martin Conrath und Sabine Klewe. Für mich war dies der erste Henkerin-Roman aus der inzwischen aus sechs Titeln bestehenden Reihe. Es wurde jedoch hinreichend aus dem Vorleben der Protagonisten berichtet, so dass man hier gut einsteigen konnte. Die unter dem Namen Sabine Martin veröffentlichte Geschichte beginnt spannend und fesselt einen sogleich. Leider wurde sie aber im Verlauf immer konfuser und unglaubwürdiger. Das hat mir dann auch schnell die Freude am Lesen genommen. Dieses hierhin dann dorthin der einzelnen Handlungsstränge und seiner Darsteller, die dann immer wieder aneinander vorbei galoppieren, das war einfach zuviel des Guten.

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Veröffentlicht am 06.11.2020

Thriller ohne Spannung

Der Junge aus dem Wald
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Einst fand man einen kleinen Jungen im Wald, ganz alleine ohne eine Erinnerung an ein anderes Leben. Es bleibt ein Rätsel, wer er eigentlich ist und wie er dort hingekommen ist. Wilde ist dreißig Jahre ...

Einst fand man einen kleinen Jungen im Wald, ganz alleine ohne eine Erinnerung an ein anderes Leben. Es bleibt ein Rätsel, wer er eigentlich ist und wie er dort hingekommen ist. Wilde ist dreißig Jahre später immer noch abseits der Gesellschaft, aber inzwischen ein excellenter Detektiv. Eine Bekannte, die Staatsanwältin Hester Crimstein, bittet ihn um Hilfe als Naomi Pine spurlos verschwindet. Ist das eventuell nur ein Highschool-Drama, was sich hinter ihrem Verschwinden verbirgt?

Mit dem Thriller "Der Junge aus dem Wald" hat Harlan Coben eine Geschichte abgeliefert, die sich für mich als sehr konstruiert gelesen hat. Sicher konnte man sich in die Protagonisten gut hineinversetzen, die Geschichte an sich gefiel mir nicht. Immer wieder hatte ich das Gefühl, jetzt muss doch etwas Spannendes oder Aufregendes kommen. Nichts passierte. Mir kam es irgendwie vor, als wenn der Autor eine gewisse Anzahl von Seiten schreiben muss und nicht wirklich wusste, wo die Reise hingehen soll. Fazit: Ein mittelmäßiger Thriller, den man nicht unbedingt lesen muss.

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Veröffentlicht am 18.10.2020

Nur bedingt spannend

Capitana
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Die Capitana, Lola Vaquez, hat nach und nach alle Rivalen ausgeschaltet. Nun ist sie eine Gang-Leaderin mit einem eigenen Gebiet. Ein neues aufstrebendes Kartell verfolgt ihren Aufstieg in der Drogen-Hierarchie ...

Die Capitana, Lola Vaquez, hat nach und nach alle Rivalen ausgeschaltet. Nun ist sie eine Gang-Leaderin mit einem eigenen Gebiet. Ein neues aufstrebendes Kartell verfolgt ihren Aufstieg in der Drogen-Hierarchie mit Aufmerksamkeit. Und dann beginnt ein tödlicher Krieg zwischen den Banden. Lola muss all ihre Fähigkeiten einsetzen um das Schlimmste zu verhindern, aber auch um ihre Lieben zu schützen.

Der Thriller "Capitana" wurde von Melissa Scrivner Love in einem flüssig zu lesenden Stil geschrieben. Der Stern schreibt zu diesem Thriller "Lola ist noch härter als Lisbeth Salander und noch rücksichtsloser als Walter Breaking Bad White". Das kann ich leider absolut nicht bestätigen. Der Charakter von Lola Vaquez ist meiner Meinung nach hier nicht mit Salander vergleichbar. In diesem Thriller sind die Protagonisten zwar gut dargestellt, es fehlt mir jedoch die Spannung in dieser Lektüre. Auch mangelt es eindeutig am Filigranen und an interessanten Darstellungen. Es ist ganz einfach ein mittelmäßiger Pageturner.

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Veröffentlicht am 07.08.2020

Gute Historien-Unterhaltung

Der Tuchfuchs
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Als Heimkehrer aus dem siebenjährigen Krieg hat Aidan Towell nichts für einen Neubeginn. Man schreibt das Jahr 1764 und Aidan trifft auf den Tuchproduzenten Hugh Wilson. Er bekommt von Wilson einen Kredit ...

Als Heimkehrer aus dem siebenjährigen Krieg hat Aidan Towell nichts für einen Neubeginn. Man schreibt das Jahr 1764 und Aidan trifft auf den Tuchproduzenten Hugh Wilson. Er bekommt von Wilson einen Kredit über tausend Pfund, steigt in den Tuchhandel ein und macht Karriere. Aidan wird nun der Tuchfuchs genannt und will nach der Krone des Exports greifen. Nur etwas fehlt hier in seiner Kalkulation: Gillian Pollett.

Ellen C. Flynn hat in ihrem historischen Roman "Der Tuchfuchs" unterschiedliche Personen in Ich-Weise erzählen lasse. Durch die vielen Protagonisten musste man sich allerdings doch durchkämpfen. Also aufgepasst: denn die Geschichte an sich ist unterhaltsam und bietet eigentlich auch Potenzial für mehr. Einiges ist doch recht vorhersehbar, dennoch eine gute und kurzweilige Lektüre.

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Veröffentlicht am 19.05.2020

Ausbaufähige Geschichte - Für Autofans geeignet

#CrashTag
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Ein Luxus-Oldtimer-Porsche verunglückt an der Cote d´Azur. Der Fahrer, ein Technologie-Unternehmer, stirbt in den Trümmern seines Fahrzeugs. Die Frankfurter Reporterlegende Fritz Graber erfährt über einen ...

Ein Luxus-Oldtimer-Porsche verunglückt an der Cote d´Azur. Der Fahrer, ein Technologie-Unternehmer, stirbt in den Trümmern seines Fahrzeugs. Die Frankfurter Reporterlegende Fritz Graber erfährt über einen Bericht auf crashtag.com davon und kann dies nicht ignorieren. Dies ist die Story, über einen gigantischen Fall von Wirtschaftskriminalität, die seinen Job bei der Zeitung retten kann. Da er nicht viel von Digitalzeugs versteht, hätte er wohl in diesem Fall besser auf seine junge Kollegin hören sollen. Aber Fritz Graber vertraut, auch in Frauendingen, lieber seinem Idol Steve McQueen. Die Welt der Bits und Byts ist ihm zu unverständlich.
Der Autor Martin Brückner schreibt hier in einem teils flüssigen, teils jedoch auch in einem krampfhaft literarischen Stil. In dem Roman "#CrashTag - Autonom.Fahren.Tödlich" fehlt es an einer gewissen Spannung, wobei das Thema doch eigentlich sehr interessant erscheint. Aber die langwierigen Beschreibungen von Autos hat diese Erwartung dann nicht zugelassen. Als Thriller ist dieser Roman beschrieben, das ist für mich letztendlich nicht nachvollziehbar. Schade, ich habe wohl zu viel in die Inhaltsangabe hinein interpretiert.

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