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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2020

Skurriler englischer Krimi!

Inspektor Jury und die Tote am Strand
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Da ich ein großer Fan von Martha Grimes und Inspektor Jury bin, konnte ich mir natürlich auch nicht die 25. Folge dieser Reihe entgehen lassen. Diesmal treffen drei Ermittler auf einen rätselhaften Mordfall ...

Da ich ein großer Fan von Martha Grimes und Inspektor Jury bin, konnte ich mir natürlich auch nicht die 25. Folge dieser Reihe entgehen lassen. Diesmal treffen drei Ermittler auf einen rätselhaften Mordfall am einsamen Strand einer kleinen Insel in Cornwall. Zwei kleine Mädchen haben dort die Leiche einer Französin aufgefunden. Dies wird nicht die einzige Leiche in diesem Buch bleiben ...

Richard Jury, der vom zuständigen Inspektor Macalvie um Hilfe gebeten wurde, nimmt noch den ehemaligen Detective Tom Brownell mit ins Boot und darüber hinaus noch jede Menge anderer Hilfskräfte, wozu natürlich auch Melrose Plant zählt. Dieser übertrifft sich diesmal selbst, indem er zu seinem Stamm-Personal (zu dem auch ein Eremit gehört!) einen Jungen mietet, der seinen Verwandten mimt, nur um seine angeheiratete Tante Agatha schwer zu schocken. Ich liebe diesen ganz speziellen, skurrilen Humor, mit dem Martha Grimes ihre Protagonisten ausstattet und agieren lässt. Die Mordermittlungen treten daneben direkt in den Hintergrund, führen aber dennoch am Ende zum Erfolg. Ich habe mich auf jeden Fall wieder gut unterhalten gefühlt!

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Veröffentlicht am 25.08.2020

Spannender Krimi um eine dubiose Sekte in Dänemark!

Helle und der falsche Prophet
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Südfrankreich im Oktober: Helle macht mit Mann und Hund Urlaub dort, als sie eine erschütternde Nachricht aus Dänemark erreicht. Merle, eine Freundin ihres Sohnes Leif, ist tot am Strand aufgefunden worden. ...

Südfrankreich im Oktober: Helle macht mit Mann und Hund Urlaub dort, als sie eine erschütternde Nachricht aus Dänemark erreicht. Merle, eine Freundin ihres Sohnes Leif, ist tot am Strand aufgefunden worden. Helle bucht den nächsten Flug zurück, um diesen Fall selbst zu übernehmen, schließlich kannte sie die Tote von Kindesbeinen an. Aber was hat das junge Paar in dem uralten Pickup mit Merle zu schaffen? Die beiden sind auf der Flucht vor einem dubiosen Sektenführer namens Hiob und besonders die junge Frau benimmt sich äußerst merkwürdig ...

Die Kommissarin Helle ist eine Frau, die sich nicht gerne sagen lässt, wo es lang geht. Oftmals überschreitet sie ihre Kompetenzen und handelt eigenmächtig, was ihrer Chefin natürlich nicht gefällt. Aber sie ist sehr zielstrebig und lässt nicht locker, wenn sie erst mal eine Spur gefunden hat. Sie ist aber auch sehr sympathisch und sehr beliebt bei ihren Kollegen. Auch ihr liebevoller Umgang mit ihrer Familie und ihrem altersschwachen Hund Emil hat mir gut gefallen. Der Krimi ist spannend und unterhaltsam geschrieben. Obwohl dies bereits der dritte Teil der Reihe ist, muss man nicht die anderen vorher gelesen haben, ich hatte keinerlei Probleme damit. Dieser Fall war für Helle sowohl dienstlich als auch privat sehr belastend, denn auch ihre Familie wurde mit reingezogen in die Irrungen dieser seltsamen Sekte.

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Veröffentlicht am 16.08.2020

Gierige Immobilienhaie, die über Leichen gehen!

Die Schlange
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Die Journalistin Susanne Mikula hat große psychische Probleme. Nach einem traumatischen Ereignis mit ihrem früheren Chef leidet sie unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, was noch dazu zu erheblichen ...

Die Journalistin Susanne Mikula hat große psychische Probleme. Nach einem traumatischen Ereignis mit ihrem früheren Chef leidet sie unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, was noch dazu zu erheblichen Schulden bei ihr geführt hat. Nun muss sie unbedingt wieder Geld verdienen, um ihr Haus nicht zu verlieren. Daher reist sie nach Hamburg, um sich bei einer Zeitung zu bewerben. Daraus wird nichts, stattdessen nimmt sie einen Rechercheauftrag an, um undercover im Auftrag eines reichen Mannes die unlauteren Methoden in seiner großen Immobilienfirma aufzudecken. In dieser Branche schreckt man vor nichts zurück - hier wird buchstäblich über Leichen gegangen, um die unerwünschten Altmieter aus ihren Wohnungen zu bekommen, die dann luxussaniert werden können. Hier stürzt sich nun Susanne in die Ermittlungen - mit ziemlicher Naivität, wie ich finde!

Dieser überaus spannend geschriebene Kriminalroman ist der zweite Teil einer Reihe um die Journalistin Susanne. Ich kenne den ersten Teil leider nicht, aber das bereitete mir eigentlich keine Probleme. Es war erschreckend zu lesen, mit welchen unlauteren Mitteln agiert wird, um möglichst hohen Profit zu erlangen. Das wird hier sehr gut erläutert und eindrücklich geschildert. Es gibt einige unerwartete Wendungen und die Spannung bleibt bis zur letzten Seite. Allerdings finde ich es sehr leichtsinnig, wie die Hauptperson Susanne ihre Aufgabe angeht und immer wieder nur mit knapper Not ihrem sicheren Ende entkommt. Parallel zu ihrer Geschichte sind immer wieder Kapitel aus der Sicht des sogenannten Straßenlotsen eingefügt, eines ganz besonderen Auftragskillers, der von seinen aktuellen Aufgaben berichtet. Mir hat dieses Buch gut gefallen und ich fand die Thematik sehr interessant.

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Veröffentlicht am 13.08.2020

Russische Musiker auf Abwegen!

Der halbe Russ
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Daisy Dollinger, seit kurzem verheiratet mit einem Amerikaner, ist Sekretärin bei der Staatsanwaltschaft in München und Tochter des großen Kriminalhauptkommissars Blochner, der schon länger im Ruhestand ...

Daisy Dollinger, seit kurzem verheiratet mit einem Amerikaner, ist Sekretärin bei der Staatsanwaltschaft in München und Tochter des großen Kriminalhauptkommissars Blochner, der schon länger im Ruhestand ist. Ein russischer Straßenmusiker wurde ermordet vor dem Hofbräuhaus aufgefunden und da die Polizei in dieser Szene nicht weiter kommt, wird Daisy gebeten, undercover dort zu ermitteln - denn sie kann Akkordeon spielen und macht im Dirndl eine gute Figur! Mit von der Partie ist auch der Dackel Wastl und so lernt Daisy den Musikanten Igor und seine Schwester Palina kennen und erhält auch einen Hinweis von ihm. Doch kurz darauf ist auch Igor ermordet und seine Schwester wird verdächtigt. Daisy nimmt nun die Ermittlungen selbst in die Hand ...

Dieser lustig geschriebene Heimat-Krimi mit vielen skurrilen Personen und Namen hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil war leicht und angenehm, die Hauptperson Daisy war mir gleich sehr sympathisch. Der Fall war anfangs etwas undurchsichtig, lange wusste man nicht, wer oder was hinter den Morden steckt und dass es einen Bezug zur Vergangenheit gibt. Aber das klärt sich dann am Ende ja alles auf und ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung dieser amüsanten und unterhaltsamen Reihe.

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Veröffentlicht am 10.08.2020

Wer ist der echte Karl Valentin?

Der falsche Karl Valentin
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München im Jahre 1926: Karl Valentin und Liesl Karlstadt feiern große Erfolge auf den Bühnen Münchens. Auch aus den fernen USA kommt ein lukratives Angebot für zwei Jahre Bühne und Film. Wenn nur die weite ...

München im Jahre 1926: Karl Valentin und Liesl Karlstadt feiern große Erfolge auf den Bühnen Münchens. Auch aus den fernen USA kommt ein lukratives Angebot für zwei Jahre Bühne und Film. Wenn nur die weite Reise über den großen Atlantik nicht wäre, denn Karl Valentin leidet beim Reisen unter großen Ängsten, schon Zugfahren findet er hochgefährlich. Auch Essen könnte sich bös auswirken, er fürchtet stets, vergiftet zu werden. Dazu kommt noch sein Asthma, welches bestätigt ist - ansonsten ist er nämlich recht hypochondrisch veranlagt. Da taucht aus heiterem Himmel aus Amerika ein frecher Betrüger auf, der Karl Valentin kopiert und als sein Doppelgänger auftritt. Er macht sich sogar noch an Liesl Karlstadt ran. Wie wird Karl Valentin mit dieser Gefahr umgehen? Kann er ihn stoppen?

Dieser interessante Roman über den bekannten und erfolgreichen Komiker ist in der Sprache der damaligen Zeit geschrieben, was besonders authentisch wirkt, dennoch aber erst einmal recht gewöhnungsbedürftig ist. Karl Valentin war ein Mann mit vielen Ängsten und Sorgen, was hier gut beschrieben wird. Seine Partnerin Liesl Karlstadt hatte es mit ihm auch nicht leicht, denn er war sehr eifersüchtig. Sie schaffte es dennoch, sich als Frau durchzusetzen und zu emanzipieren. Im Roman werden Tatsachen und Fiktion geschickt miteinander verknüpft, dazu gibt es reichlich Münchener Lokalkolorit. Ein lesenswertes Buch!

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