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Veröffentlicht am 26.01.2021

Mord oder Selbstmord?

Kein Entkommen
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Mord oder Selbstmord? Die Münchener Kriminalkommissarin Katja Sand ermittelt in zwei mysteriösen Todesfällen. Zwei Leichen. Ertrunken und Erstickt. Eine Leiche wurde auf dem Grund eines Sees gefunden, ...

Mord oder Selbstmord? Die Münchener Kriminalkommissarin Katja Sand ermittelt in zwei mysteriösen Todesfällen. Zwei Leichen. Ertrunken und Erstickt. Eine Leiche wurde auf dem Grund eines Sees gefunden, die andere in einem Kühlschrank.
Sand versucht die Verbindung zwischen diesen beiden Fällen zu finden, wobei sie ihre Ermittlungen von der Ostsee bis nach Österreich führen. Unterstützung erhält sie von ihrem humorvollen und sympathischen Kollegen Dorfmüller, der trotz seines Berufes den Sinn für Humor nicht verloren hat. Beide Toten hatten ein traumatisches Erlebnis. Je weiter die Ermittlungen voran streiten, desto mehr wird Sand an ihre Grenzen gebracht, auch sie scheint ein Trauma zu haben, denn sie merkt, dass die beiden Fälle Parallelen zu ihrer eigenen Vergangenheit aufweisen. Neben den Ermittlungen erfährt der Leser in einem zweiten Handlungsstrang immer mehr Details aus dem Leben von Sand. Teilweise ist dieser Bereich so ausgeprägt, dass ich die Ermittlungen etwas in den Hintergrund gerückt sah und dennoch hat er sich perfekt in die laufende Handlung integriert.
Das Buch ist insgesamt in drei große Abschnitte eingeteilt, wobei jeder Part am Anfang mit einer Szene aus den Augen eines dreijährigen Jungen eingeleitet wird. Diese Szenen sind so grausam und unmenschlich, dass sie den Leser in die tiefen Abgründe eines Menschen ziehen. Wütend und zugleich ohnmächtig habe ich diese Zeilen gelesen, wollte die Bilder aus meinem Kopf bekommen und zugleich hat mich der fesselnde Schreibstil des Autors dazu gebracht, Zeile für Zeile aufzusaugen.
Die drei Handlungsstränge ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch und finden am Ende zusammen.
Der Autor Christoph Wortberg hat die Charaktere so gut ausgearbeitet, dass man sich direkt hineinversetzen konnte, mitermittelt und mitgefühlt hat.
Dieser Thriller ist so packend geschrieben, dass er mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Spannung pur und teilweise nichts für schwache Nerven. Das Cover des Buches finde ich eher unspektakulär, passt von der Farbe her aber zum Inhalt.
Trauma – Kein Entkommen ist der erste Band einer dreiteiligen Serie. Ich bin gespannt auf die anderen Beiden.

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Veröffentlicht am 20.12.2020

krönender Abschluss

Die Farben der Schönheit – Sophias Triumph (Sophia 3)
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Sophias Triumph ist der letzte Band der Trilogie „Die Farben der Schönheit“ von Corina Bomann und
nicht weniger spannend als die beiden vorherigen Bücher der Saga.
Das Buch knüpft nahtlos an das Ende ...

Sophias Triumph ist der letzte Band der Trilogie „Die Farben der Schönheit“ von Corina Bomann und
nicht weniger spannend als die beiden vorherigen Bücher der Saga.
Das Buch knüpft nahtlos an das Ende von Band 2 an und lässt den Leser sofort wieder in die Gesamtgeschichte eintauchen. Bomann schafft es auch hier, die wichtigsten Ereignisse aus den ersten beiden Bänden mit der aktuellen Geschichte zu verknüpfen. Das Buch kann auch ohne die ersten beiden Bände gelesen werden, ist aber deutlich spannender, wenn man die Gesamtgeschichte kennt.
Zu Beginn des Buches ist es diesmal Sophia, die ihrer langjährigen Freundin aus Kindheitstagen in ihrem Kampf gegen die Opiumsucht hilft. Sophia ist für sie da, so wie es Henny damals in Berlin und Paris für Sophia war. Auf ihrer Suche nach einem neuen Job, wendet sich Sophia an Mdme Rubinstein, die ihr auch diesmal gerne weiterhilft, jedoch Bedingungen stellt, die Sophia von ihrem eigentlich Traum entfernt halten. Die Jahre vergehen und der zweite Weltkrieg wird zu einem weiteren Themenpunkt in dieser Saga.
Dieses Buch ist von Höhen und Tiefen in Sophias Leben gezeichnet und es finden oft überraschende Wendungen statt.
Ob Sophias Traum, ein eigenes Kosmetikstudio zu eröffnen, in Erfüllung geht, wird an dieser Stelle nicht verraten.
Sophia als Hauptprotagonistin hat einen sehr starken Charakter und eine tolle Persönlichkeit. Sie wird von der Autorin sehr loyal, treu und klug dargestellt. Zusammen mit ihrem Partner wünschen sie sich ein gemeinsames Kind und doch ist da noch die Hoffnung nach ihrem Sohn. Die Charaktere in diesem Buch sind wieder gut und authentisch dargestellt.
Der detailgetreue Schreibstil lässt den Leser an der Zeit zwischen 1934 und 1946 teilhaben, in der auch Sophia zu einer eigenständigen Frau herangewachsen ist.
Das Cover ähnelt sich mit den vorherigen Bänden und passt sehr gut zur Saga. Auch ist im Einband wieder ein kleines Kosmetikrezept abgedruckt.
Mich hat auch der dritte Teil wieder sofort in seinen Bann gezogen. Die 521 Seiten ergeben zwar schon ein ordentlich dickes Buch, dank des wundervollen, bildlichen, emotionalen sowie spannenden Schreibstils von Bomann, habe ich auch diese Seiten wieder sehr schnell verschlungen und wollte das Buch nicht weglegen.
Ich fand es waren drei tolle Bände, die ich sehr gerne gelesen habe und empfehle die Saga sehr gerne weiter.


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Veröffentlicht am 18.09.2020

Leckere Gerichte

Sila's Orientküche
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In Sila Sahins Orientküche kommen kleine und große Kochfans voll auf ihre Kosten. Sahin stellt ihre persönlichen Lieblingsrezepte vor und dazu gehören auch bekannte Gerichte wie Gözleme, Börek-Schnecken ...

In Sila Sahins Orientküche kommen kleine und große Kochfans voll auf ihre Kosten. Sahin stellt ihre persönlichen Lieblingsrezepte vor und dazu gehören auch bekannte Gerichte wie Gözleme, Börek-Schnecken oder ein türkischer Joghurtkuchen. Ob Salate, Suppen, Dips, vegetarische Gerichte, schnelle Gerichte oder lieber süße Nachspeisen, die Vielfalt in diesem Kochbuch ist sehr groß und bringt den Koch/die Köchin kulinarisch in die Welt aus 1001 Nacht. Zu Beginn des Buches werden die wichtigsten Gewürze der orientalischen Küche erklärt und wozu man diese verwendet. Alle Gerichte werden in einer leicht verständlichen und logisch aufgebauten Schritt-für-Schritt-Anleitung erklärt. Die Zutatenlisten sind kurz und übersichtlich gehalten. Obwohl es sich um orientalische Gerichte handelt, werden Zutaten verwendet die im Supermarkt oder in einem türkischen Lebensmittelgeschäft erhältlich sind. Außerdem werden noch die Zubereitungszeit, Portionsgröße und der Brennwert der Gerichte angegeben.
Zu einzelnen Rezepten gibt Sahin Tipps wie die Gerichte noch besser gelingen bzw. variiert werden können.
Besonders toll finde ich die persönliche Note, die die Autorin diesem Kochbuch verleiht. Sie erzählt, wie die Gerichte in der Türkei gegessen werden, warum sie gewisse Zutaten verwendet und gibt ein paar persönliche Anekdoten preis.
Sie bietet dem Leser einen kleinen Einblick in ihr Privatleben. Wie sie zum Thema Frühstück steht, wie es ihr gewichtstechnisch nach den Schwangerschaften ging. Man erfährt auch, wie gerne sie zusammen mit ihrer Mama kocht und von wem sie das Kochen gelernt hat. Ich finde die Autorin sehr sympathisch und authentisch.
Das Design des Kochbuchs gefällt mir sehr gut. Die typisch orientalischen Kacheln leiten jedes neue Kapitel im Buch ein. Großaufnahmen der einzelnen Gerichte sowie Sahin beim Kochen runden das Kochbuch sehr passend ab.
Wir haben bisher mehrere Gerichte nachgekocht und finden die orientalische Küche sehr lecker. Am meisten schwärmen wir von der Orientalischen Paprikapaste. Einfach himmlisch und sehr passend zu Fleisch und auf frischem Brot.
Ich empfehle das Buch jedem weiter, der in die orientalische Küche eintauchen möchte.

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Veröffentlicht am 13.08.2020

Mehr Authentik geht nicht!

Und auf einmal diese Stille.
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Fast jeder wird sich für immer daran erinnern können, wo er sich am 11.09.2001 aufgehalten hat. Es ist der Tag, an dem sich unsere Geschichte verändert hat. Der Tag, der vielen Menschen das Leben kostete ...

Fast jeder wird sich für immer daran erinnern können, wo er sich am 11.09.2001 aufgehalten hat. Es ist der Tag, an dem sich unsere Geschichte verändert hat. Der Tag, der vielen Menschen das Leben kostete und unser Leben auch heute noch beeinflusst.
9-11 – Der Terroranschlag auf das World Trade Center und das Pentagon.
Der Autor Garret M. Graff fasst in seinem Buch „UND AUF EINMAL DIESE STILLE – Die Oral History des 11. September“ die Erinnerungen und Eindrücke vieler Menschen zusammen, die das Attentat vom 11.September in irgendeiner Form miterlebt oder sogar überlebt haben. Die Erlebnisse werden von Politikern, Einsatzkräften der Feuerwehr, Polizei, Spezialteams und Sanitätern sowie Mitarbeitern des Pentagons, Mitarbeitern der Firmen im World Trade Center, Fluglotsen, Hinterbliebenen, Familienangehörigen sowie viele weiteren Personen wiedergegeben.
Das Buch ist sehr übersichtlich gestaltet. Es beginnt mit dem Tag vor dem Attentat und ist dann chronologisch anhand der Geschehnisse aufgebaut. Es nimmt den Leser Schritt für Schritt mit und lässt den Terroranschlag anhand der Erzählungen nochmal sehr real werden.
Das Buch behandelt neben den Flugzeugentführungen, Einschlägen, Evakuierungsmaßnahmen und Einstürzen auch davon, wie die Regierung und die New Yorker Bürger den Tag empfunden haben.
Jedes einzelne Kapitel enthält zunächst einen kurzen zusammenhängenden Text über die Gesamtsituation, bevor anschließend die einzelnen Personen kurz vorgestellt und ihre Erinnerungen an diesem Tag wiedergegeben werden. Einige Personen geben nur einmal ihre Erinnerung wieder, andere Personen werden über Stunden begleitet, was das Lesen leichter macht. Es finden auch kurze Gespräche statt, sodass für den Leser fast schon eine Geschichte entsteht – eine Geschichte auf wahren Tatsachen.
Die Aussagen variieren hierbei zwischen Einwort-Aussagen, die den Tag wiederspiegeln und kleineren Texten. Das Buch ist für den Leser sehr nachvollziehbar und übersichtlich geschrieben.
Mir fiel es anfangs dennoch sehr schwer ins Buch einzusteigen. Ich bin beim Lesen einfach nicht vorangekommen – dies liegt nicht an dem Schreibstil und der Aufmachung des Buches – es liegt eher daran, dass ich jede Aussage zweimal oder sogar dreimal gelesen habe, um das Ausmaß der Situation erfassen zu können. Es fällt einem schwer zu begreifen, dass all dies wirklich geschehen ist.
Als Leser bekommt man die tiefsten Einblicke in das Leben der Menschen und begleitet sie in den letzten Minuten ihres Lebens. Es werden Telefongespräche wiedergeben von Menschen, kurz bevor sie durch den Aufprall des Flugzeugs oder den Einsturz des Turmes gestorben sind. An anderer Stelle freut man sich für die Menschen, die durch eine kleine winzige Entscheidung ihr Schicksal so verändert haben, dass sie diesen Tag überlebt haben. Simple Tatsachen haben an diesem Tag über Leben und Tod entschieden.
Das Buch ist nichts für schwache Nerven, denn es wird ungeschönt, sehr detailliert und ehrlich wiedergegeben, was die Leute an diesem Tag erlebt haben. Und auch das Cover zeigt das Ausmaß des Terroranschlags.
Authentisch, spannend, ergreifend, schockierend und sehr traurig.
Wer einen kleinen unveränderten und etwas anderen und zum Teil bisher unbekannten Einblick in die Geschichte des 11. September 2001 erhalten möchte, der sollte dieses Buch unbedingt lesen.

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Veröffentlicht am 12.07.2020

Tolles Backbuch für Kinder

Kinder backen mit Christina
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Was steckt eigentlich in unserem Pausenbrot und welche Zutaten enthält ein Kuchen?
Das neue Buch „Kinder backen mit CHRISTINA“ von Christina Bauer ist nicht nur ein normales Backbuch mit Rezepten. Es erzählt ...

Was steckt eigentlich in unserem Pausenbrot und welche Zutaten enthält ein Kuchen?
Das neue Buch „Kinder backen mit CHRISTINA“ von Christina Bauer ist nicht nur ein normales Backbuch mit Rezepten. Es erzählt den Kindern und Erwachsenen zunächst die wichtigsten Informationen über die Mehlsorten, Hefe, Joghurt, Sahne, Öle, Nüsse und weitere Inhaltsstoffe die man zum Backen benötigt. Und enthält am Ende noch ein paar spannende Geschichten von ihrem Bauernhof, den sie zusammen mit ihrem Mann und den Kindern führt.
Der Leser erfährt wie ein typischer Tag auf dem Bauernhof abläuft, woher eigentlich die Milch kommt und wie man auf einem Bauernhof mit Hühnern lebt. Auch der Getreideanbau und Urlaub auf dem Bauernhof werden dargestellt.
Das Buch enthält viele Bilder von Christina und ihren Kindern, die das Glück mit ihrem Leben auf dem Bauernhof und natürlich die Freude beim Backen wiederspiegeln. Das Buch ist sehr authentisch und sympathisch geschrieben. Alle Informationen werden interessant und in leicht verständlicher Wortwahl und mit Bezugspunkten wiedergegeben.
Christina selbst ist es wichtig, sich möglichst regional und saisonal zu ernähren, daher sind die Rezepte auch auf die Jahreszeiten verteilt. Frühling, Sommer, Herbst und Winter – für jede Saison gibt es passende Leckereien. Dabei sind die Rezepte so aufgebaut, dass sie die Kinder, je nach Alter, mit etwas Hilfe oder sogar schon ganz alleine nachbacken können. Zusätzlich zu den Rezepten gibt es auch kleine Tipps und Haushaltskniffs, damit es auch ganz sicher gelingt.
Die Rezepte sind für mich sehr übersichtlich aufgebaut mit einer Zutatenliste und Schritt für Schritt-Anleitung. Es gibt Rezepte für Kuchen, Donuts, Brötchen, Brot und leckeres selbstgemachtes Eis.
Mein kleiner Hobbybäcker hat sich als erstes für die Schokomuffins entschieden. Die Zutatenliste war sehr überschaubar und enthielt Produkte, die in jeder Küche zu finden sind. Er hat die Anleitung gut verstanden und viele Schritte selbst durchgeführt. Beim Hacken der Schokolade habe ich ihm allerdings geholfen. Das fertige Ergebnis konnte sich sehen lassen und war super lecker. Die bisher ausprobierten Rezepte waren lecken und sind gelungen. Es ist sicher für jeden Geschmack ein Rezept dabei, egal ob herzhaft oder süß.
Das Buch hat einen hübschen Einband und schönes stabiles Papier. Die Bilder werden von modernen Grafiken und Sprechblasen ergänzt. Auch die Texte sind übersichtlich gestaltet und durch Überschriften in einem tollen Grünton voneinander abgegrenzt.
Mich hat das Buch positiv überrascht. Ich habe mit einem normalen Backbuch für Kinder gerechnet. Dieses Buch bietet allerdings viel mehr. Durch die Geschichten wird das Backen zum Erlebnis und weckt die Neugierde der Kinder für ein Leben auf dem Bauernhof.

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