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Veröffentlicht am 28.08.2020

Ein genialer Fantasyschmöker für Kinder ab 10 Jahren

Die Chroniken von Mistle End 1: Der Greif erwacht
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Inhalt:
Weil sein Vater eine neue Anstellung als Lehrer bekommen hat, muss der 12-jährige Cedric nach Mistle End ziehen. Zunächst erscheint ihm der kleine, verschlafene Ort in den schottischen Highlands ...

Inhalt:
Weil sein Vater eine neue Anstellung als Lehrer bekommen hat, muss der 12-jährige Cedric nach Mistle End ziehen. Zunächst erscheint ihm der kleine, verschlafene Ort in den schottischen Highlands sterbenslangweilig. Aber dann passieren plötzlich merkwürdige Dinge und Cedric wird von Albträumen geplagt, die ihn nicht mehr loslassen …

Meinung:
Cedric und sein Vater ziehen in die schottischen Highlands. Im kleinen, verschlafenen Örtchen Mistle End hat Cedrics Vater eine neue Anstellung als Lehrer bekommen. Cedric ist davon alles andere als begeistert, muss jedoch nach kurzer Zeit feststellen, dass Mistle End gar nicht so langweilig ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Denn das Dorf ist ein magischer Ort an dem allerlei Hexen, Gestaltwandler, Werwölfe und Co. leben. Als eines Tages plötzlich ein sprechender Greif auf Cedrics Dach steht, wird ihm bewusst, dass die magische Welt etwas von ihm möchte.

Diese Geschichte klang ganz nach einem Buch nach meinem Geschmack. Und so freute ich mich riesig darüber, dass ich die Geschichte sowohl lesen als auch hören durfte, denn mir lagen beide Formate vor. Und das war dieses Mal eine spannende Erfahrung, da die Geschichte als Hörspiel vertont wurde und es daher einige kleinere Änderungen im Vergleich zum Buch gab. Doch dazu später mehr.

Schon nach kurzer Zeit war ich total gefangen vom sehr intensiven Schreibstil von Autor Benedict Mirow. Ich mochte es wie er Mistle End vor meinem geistigen Auge zum Leben erweckt hat. Dabei weist er einen riesigen Ideenreichtum auf. Denn es wimmelt in dieser Geschichte nur so von magischen Geschöpfe und auch Mistle End als Ort selbst ist eine aufregende Erfahrung für den Leser.

Das auf den ersten Blick verschlafene Örtchen entpuppt sich als ein Dorf voller Geheimnisse und großer Mysterien. Gemeinsam mit Cedric taucht mal als Leser/Hörer in diese Welt ein. Ich freute mich jedes Mal aufs Neue, wenn Benedict Mirow seinen Protagonisten an einen neuen Ort wie z. B. Berthas magisches Mysterium oder die Bäckerei Goldens Süßes & Saures entführt.
An jeder Ecke gibt es neue und ungewöhnliche Dinge zu entdecken.

Dabei bleibt der Spannungsbogen die gesamte Zeit konstant hoch. Denn Cedric stürzt von einem Problem ins nächste und es wird immer verzwickter für ihn. Doch zum Glück findet er recht schnell Unterstützung und Hilfe bei den Geschwistern Emily und Elliot. Schnell sind die drei ein eingeschweißtes Team. Cedric ist wahnsinnig froh darüber die beiden an seiner Seite zu wissen.

Man kommt nicht umhin gewisse Parallelen zu Harry Potter zu ziehen. Diese sind allerdings eher in Kleinigkeiten zu finden. Und mich hat es auch überhaupt nicht gestört, da Mistle End seinen ganz eigenen Charme und seine ganz eigene Geschichte präsentiert. Viel mehr mochte ich das Harry Potter Feeling, was sich ab und an während des Lesens/des Hörens bei mir einschlich.

Dieses Mal war ich besonders froh darüber eine Geschichte sowohl zu hören als auch zu lesen. Denn aufgrund der Umsetzung als Hörspiel und nicht als Hörbuch wurden die Textpassagen für das Hörspiel ein wenig umgestaltet und verändert. So kommt man einmal in den detaillierteren Genuss der Geschichte als Buchformat und dann darf man wieder in die rasante Erzählweise des Hörspiels eintauchen.

Müsste ich mich für eines der beiden Formate entscheiden, würde ich mich hier für das Hörspiel entscheiden. Der Hörbuchverlag hat keine Kosten und Mühen gescheut und etwas wirklich Großes erschaffen. Dies liegt zum einen natürlich an der genialen Geschichte, die sich perfekt für die Umsetzung als Hörspiel anbietet. Nichtsdestotrotz hatte ich beim Hören der Geschichte immer das Gefühl einem rasanten Action- bzw. Fantasyfilm lauschen zu dürfen. Die Nebengeräusche sind absolut authentisch und stimmig. Es kam öfter vor, dass mir eine Gänsehaut über den Rücken gelaufen ist.
Aber auch die vielen Hörbuchsprecher, wirklich jeder Charakter erhält eine eigene Stimme, sind absolut großartig.
So verleiht der geniale Jona Mues beispielsweise dem Erzähler der Geschichte seine Stimme.

Fazit:
Dank "Mistle End" wurde ich in eine atemberaubende Welt voller magischer Wesen wie Hexen, Werwölfe und Gestaltwandler geworfen. Das grandiose Setting eines magischen Ortes in den schottischen Highlands sowie faszinierende Charaktere sorgen für allerhöchsten Lese- und Hörspaß.
Ganz besonders fasziniert bin ich von der Umsetzung der Geschichte als Hörspiel. Diese ist einfach nur grandios. Es fühlte sich beim Hören so an, als würde man einem spannenden Kinofilm lauschen.
Ich kann gar nicht anders als begeisterte 5 von 5 Hörnchen zu vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2020

Ein genialer Fantasyschmöker für Kinder ab 10 Jahren

Die Chroniken von Mistle End – Teil 1: Der Greif erwacht
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Inhalt:
Weil sein Vater eine neue Anstellung als Lehrer bekommen hat, muss der 12-jährige Cedric nach Mistle End ziehen. Zunächst erscheint ihm der kleine, verschlafene Ort in den schottischen Highlands ...

Inhalt:
Weil sein Vater eine neue Anstellung als Lehrer bekommen hat, muss der 12-jährige Cedric nach Mistle End ziehen. Zunächst erscheint ihm der kleine, verschlafene Ort in den schottischen Highlands sterbenslangweilig. Aber dann passieren plötzlich merkwürdige Dinge und Cedric wird von Albträumen geplagt, die ihn nicht mehr loslassen …

Meinung:
Cedric und sein Vater ziehen in die schottischen Highlands. Im kleinen, verschlafenen Örtchen Mistle End hat Cedrics Vater eine neue Anstellung als Lehrer bekommen. Cedric ist davon alles andere als begeistert, muss jedoch nach kurzer Zeit feststellen, dass Mistle End gar nicht so langweilig ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Denn das Dorf ist ein magischer Ort an dem allerlei Hexen, Gestaltwandler, Werwölfe und Co. leben. Als eines Tages plötzlich ein sprechender Greif auf Cedrics Dach steht, wird ihm bewusst, dass die magische Welt etwas von ihm möchte.

Diese Geschichte klang ganz nach einem Buch nach meinem Geschmack. Und so freute ich mich riesig darüber, dass ich die Geschichte sowohl lesen als auch hören durfte, denn mir lagen beide Formate vor. Und das war dieses Mal eine spannende Erfahrung, da die Geschichte als Hörspiel vertont wurde und es daher einige kleinere Änderungen im Vergleich zum Buch gab. Doch dazu später mehr.

Schon nach kurzer Zeit war ich total gefangen vom sehr intensiven Schreibstil von Autor Benedict Mirow. Ich mochte es wie er Mistle End vor meinem geistigen Auge zum Leben erweckt hat. Dabei weist er einen riesigen Ideenreichtum auf. Denn es wimmelt in dieser Geschichte nur so von magischen Geschöpfe und auch Mistle End als Ort selbst ist eine aufregende Erfahrung für den Leser.

Das auf den ersten Blick verschlafene Örtchen entpuppt sich als ein Dorf voller Geheimnisse und großer Mysterien. Gemeinsam mit Cedric taucht mal als Leser/Hörer in diese Welt ein. Ich freute mich jedes Mal aufs Neue, wenn Benedict Mirow seinen Protagonisten an einen neuen Ort wie z. B. Berthas magisches Mysterium oder die Bäckerei Goldens Süßes & Saures entführt.
An jeder Ecke gibt es neue und ungewöhnliche Dinge zu entdecken.

Dabei bleibt der Spannungsbogen die gesamte Zeit konstant hoch. Denn Cedric stürzt von einem Problem ins nächste und es wird immer verzwickter für ihn. Doch zum Glück findet er recht schnell Unterstützung und Hilfe bei den Geschwistern Emily und Elliot. Schnell sind die drei ein eingeschweißtes Team. Cedric ist wahnsinnig froh darüber die beiden an seiner Seite zu wissen.

Man kommt nicht umhin gewisse Parallelen zu Harry Potter zu ziehen. Diese sind allerdings eher in Kleinigkeiten zu finden. Und mich hat es auch überhaupt nicht gestört, da Mistle End seinen ganz eigenen Charme und seine ganz eigene Geschichte präsentiert. Viel mehr mochte ich das Harry Potter Feeling, was sich ab und an während des Lesens/des Hörens bei mir einschlich.

Dieses Mal war ich besonders froh darüber eine Geschichte sowohl zu hören als auch zu lesen. Denn aufgrund der Umsetzung als Hörspiel und nicht als Hörbuch wurden die Textpassagen für das Hörspiel ein wenig umgestaltet und verändert. So kommt man einmal in den detaillierteren Genuss der Geschichte als Buchformat und dann darf man wieder in die rasante Erzählweise des Hörspiels eintauchen.

Müsste ich mich für eines der beiden Formate entscheiden, würde ich mich hier für das Hörspiel entscheiden. Der Hörbuchverlag hat keine Kosten und Mühen gescheut und etwas wirklich Großes erschaffen. Dies liegt zum einen natürlich an der genialen Geschichte, die sich perfekt für die Umsetzung als Hörspiel anbietet. Nichtsdestotrotz hatte ich beim Hören der Geschichte immer das Gefühl einem rasanten Action- bzw. Fantasyfilm lauschen zu dürfen. Die Nebengeräusche sind absolut authentisch und stimmig. Es kam öfter vor, dass mir eine Gänsehaut über den Rücken gelaufen ist.
Aber auch die vielen Hörbuchsprecher, wirklich jeder Charakter erhält eine eigene Stimme, sind absolut großartig.
So verleiht der geniale Jona Mues beispielsweise dem Erzähler der Geschichte seine Stimme.

Fazit:
Dank "Mistle End" wurde ich in eine atemberaubende Welt voller magischer Wesen wie Hexen, Werwölfe und Gestaltwandler geworfen. Das grandiose Setting eines magischen Ortes in den schottischen Highlands sowie faszinierende Charaktere sorgen für allerhöchsten Lese- und Hörspaß.
Ganz besonders fasziniert bin ich von der Umsetzung der Geschichte als Hörspiel. Diese ist einfach nur grandios. Es fühlte sich beim Hören so an, als würde man einem spannenden Kinofilm lauschen.
Ich kann gar nicht anders als begeisterte 5 von 5 Hörnchen zu vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2020

Ein Klassiker aus Funkes Feder in ein tolles neues Gewand gehüllt

Der Bücherfresser
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Inhalt:
Sten ist furchtbar aufgeregt, als er die geheimnisvolle Holzkiste aufklappt, die er von seinem Großvater bekommen hat. „Nur für Sten! Unbedingt heimlich öffnen“, steht darauf geschrieben. Was kann ...

Inhalt:
Sten ist furchtbar aufgeregt, als er die geheimnisvolle Holzkiste aufklappt, die er von seinem Großvater bekommen hat. „Nur für Sten! Unbedingt heimlich öffnen“, steht darauf geschrieben. Was kann da bloß drin sein? Als Sten die Kiste vorsichtig öffnet, springt ihm ein ganz erstaunliches Wesen entgegen: ein Bücherfresser. Anstatt die Bücher zu lesen, frisst er sie, und kann so ganze Geschichten nacherzählen. Voller Begeisterung taucht Sten ein in die wunderbare Welt der Bücher!

Meinung:
Sten erhält von seinem vor kurzem verstorbenen Großvater eine geheimnisvolle Holzkiste. Auf dieser steht „Nur für Sten! Unbedingt heimlich öffnen“. Sten ist so aufgeregt, was befindet sich in der Kiste? Sobald Sten alleine ist öffnet er diese. Heraus springt ein ziemlich erstaunliches kleines Wesen. Es ist ein Bücherfresser, welches sich von Buchseiten ernährt und alle verschlungenen Geschichten nacherzählen kann. So begibt sich Sten zusammen mit dem Bücherfresser in eine Welt voller Abenteuer, Magie und Wünsche - nämlich in die Welt der Bücher.

Da ich die Geschichten von Cornelia Funke als Kind selbst immer sehr gerne gelesen habe und auch "Der Bücherfresser" von mir verschlungen wurde, wollte ich meinem Sohn die Geschichte nun unbedingt näherbringen.

Der Verlag hat dabei die Geschichte des Bücherfressers in ein neues Gewand gehüllt und präsentiert die Geschichte als tolles Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren.
Nach diesem Konzept wurden bereits andere Werke von Cornelia Funke, wie "Der Mondscheindrache" und "Der Mäuseritter" neu aufgelegt.

In dieser Geschichte taucht der Junge Sten gemeinsam mit dem Bücherfresser in die große weite Welt der Bücher ein.
Welcher Bücherfan kann zu einer Geschichte über die Magie von Büchern schon "nein" sagen? Und so waren mein Sohn und ich sehr begeistert von der Geschichte.
Mein Sohn wäre nach dem Lesen am liebsten sofort selbst auf unseren Dachboden geklettert, um zu schauen, ob sich dort nicht auch ein kleiner Bücherfresser befindet.

Dieses tolle Werk überzeugt auch dank der vielen bunten Bilder von Illustratorin Annette Swoboda. Gerade den kleinen Bücherfresser hat sie für mich ganz fantastisch in Szene gesetzt. Und auch die Darstellung der magischen Buchwelten hat uns verzaubert.

Fazit:
Eine tolle und zuckersüße Geschichte über die Magie der Bücher. Gemeinsam mit Sten und dem Bücherfresser taucht man in zauberhafte Buchwelten ein. Dem Verlag ist hier wirklich eine beeindruckende Neugestaltung des Titels mit vielen farbigen Illustrationen für Kinder ab 4 Jahren geglückt.
Für Cornelia Funke Fans, Buchliebhaber und Träumer gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.
5 von 5 Junior-Hörnchen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2020

Viel Wirbel, Herzschmerz und Spaß mit den Schwesterherzen

Schwesterherzen 3: Liebe und andere Geheimlichkeiten
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Inhalt:
Was für ein Schlamassel! Der Sportunterricht soll durch Mathe ersetzt werden. Das können die Schwesterherzen unter keinen Umständen zulassen! Und so schmieden Bonnie, Smilla, Nuca, Monti und Jo ...

Inhalt:
Was für ein Schlamassel! Der Sportunterricht soll durch Mathe ersetzt werden. Das können die Schwesterherzen unter keinen Umständen zulassen! Und so schmieden Bonnie, Smilla, Nuca, Monti und Jo einen Rettungsplan: Sie organisieren einen "romantischen Herbstball", um Spenden für die Sporthallen-Reparatur zu sammeln. Doch überall stolpern die Sicret Sistahz über Hindernisse, und ein mysteriöser Liebesbrief bringt die Schwesterherzen völlig aus dem Takt. Wer ist hier in wen verknallt? Und überhaupt: Ist die Liebe nicht oberraketenmäßig peinlich? Aber manchmal schlagen eben auch Schwesterherzen höher ...

Meinung:
Bonnie, Smilla, Nuca, Monti und Jo sind schuld daran, dass an ihrer Schule bis auf Weiteres kein Sportunterricht mehr stattfinden kann. Denn die Schwesterherzen haben das Dach der Turnhalle, aufgrund einer Verkettung unglücklicher Ereignisse, beschädigt. Anstatt Sport steht nun Mathe beim fürchterlichen Herrn Strunzikowski auf dem Programm. Die Mädchen schmieden daher den Plan, die Reparaturkosten des Turnhallendaches durch die Veranstaltung eines Herbstballs zu finanzieren. Daher haben die Mädchen alle Hände voll zu tun das Event auf die Beine zu stellen und dann taucht auch noch ein obermysteriöser Liebesbrief auf und sorgt für reichlich Wirbel.

Bereits die ersten beiden Bände der Schwesterherzen-Reihe haben bei mir einen Nerv getroffen. Denn die Geschichten rund um Bonnie, Smilla, Nuca, Monti und Jo erinnern mich immer ein wenig an die Abenteuer von den wilden Hühnern, die ich als Kind selbst wahnsinnig gerne gelesen habe. „Schwesterherzen“ ist daher eine wundervolle Neuerzählung rund um eine Mädchenbande – äh pardon Schwesterherzen.

Auch dieser Band bietet wieder genug Zündstoff für eine grandiose Geschichte. Natürlich geht bei der Vorbereitung des Balls ordentlich viel schief. Zudem hat Jo ein Geheimnis vor den restlichen Schwesterherzen. Was hat es nur mit ihrem geheimen Brief auf sich? Bonnie hingegen muss ihr Bett für den Austauschschüler Antoine hergeben und auf der Couch im Wohnzimmer schlafen. Sie findet es dabei alles andere als toll, dass Antoine anscheinend auch noch ein Auge auf sie geworfen hat.

Schon der Einstieg in die Geschichte hat meine Lachmuskeln ordentlich strapaziert. Denn Bonnies Eltern beweisen vor der gesamten Schule wie schön Liebe doch sein kann. Sehr zum Missfallen ihrer Kinder, denn Mama und Papa liefern vor der gesamten Schule eine super peinliche Szene ab. Ich konnte sehr mit der armen Bonnie mitleiden, fand es jedoch auch schön, dass ihre Eltern sich nach so vielen Ehejahren einfach noch so wahnsinnig gernhaben. In der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr.
Ihr ahnt sicherlich, dass die Geschichte nur so voller herrlich witziger Szenen wimmelt.

Es macht als Leser daher einfach unglaublich viel Spaß dieses neue Abenteuer von Bonnie, Smilla, Nuca, Monti und Jo zu lesen. Dabei werden auch dieses Mal Werte wie Freundschaft und Zusammenhalt großgeschrieben. Gerade das Ende hat mich dieses Mal emotional doch sehr berührt, da es zum einen traurig, zum anderen einfach nur wunderschön ist.

Das farbenfrohe Cover sticht dem Leser sofort ins Auge und hat mir gleich gute Laune beschert. Aber auch die restliche Aufmachung ist wieder absolut grandios. Denn wie bereits in den Vorgängerbänden gibt es etliche Wörter die durchgestrichen, unterstrichen oder fett dargestellt werden. Dadurch kann sich der Leser noch besser in die Gefühlswelt von Protagonistin Bonnie hineinversetzen. Denn Bonnie ist einfach ein sehr impulsiver Mensch und trägt ihr Herz daher gerne einmal auf der Zunge.

Fazit:
Mädchen ab 10 Jahren aufgepasst – die Schwesterherzen sorgen mit ihrer neuesten Geschichte wieder für ordentlich viel Wirbel, Herzschmerz und Spaß. Eine neumoderne Fassung der wilden Hühner rund um Bonnie, Smilla, Nuca, Monti und Jo konnte mich auch dieses Mal wieder überzeugen. Mit viel Witz erzählt Autorin Lucy Astner über erste Küsse, Horrorschulstunden im Fach Mathe und wahre Freundschaft.
5 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 17.08.2020

Sam J. Butterkappe und seine Cousine Brunella laufen wieder zur Höchstform auf

Ritter werden leicht gemacht – Ein äußerst nerviger Bär
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Inhalt:
Laut einer alten Schriftrolle müssen Sam und seine Cousine Brunella hierfür sechs Aufgaben erfüllen und zwar nur eine pro Tag. Heute sollen die beiden ein stattliches Schwert finden, aber ein grantiger ...

Inhalt:
Laut einer alten Schriftrolle müssen Sam und seine Cousine Brunella hierfür sechs Aufgaben erfüllen und zwar nur eine pro Tag. Heute sollen die beiden ein stattliches Schwert finden, aber ein grantiger Zwerg und ein äußerst nerviger Bär kommen ihnen immer wieder dazwischen.
Wird es Sam und Brunella am Ende gelingen, ihre dritte Ritter-Lektion erfolgreich zu Ende zu führen?

Meinung:
Sam J. Butterkappe und seine treue Gefährtin Cousine Brunella lesen in der alten Schriftrolle nach, was die nächste der sechs Aufgaben ist, damit Sam am Ende ein echter Ritter werden kann. Dieses Mal sollen die Beiden ein Schloss fangen, woraufhin Sam ein stattliches Schwert erhalten soll. Sam und Brunella stehen vor einem Rätsel. Wie sollen sie nur ein sich bewegendes Schloss finden? Doch Brunella hat die Idee. Wenn es im Wald Bäume gibt, die sich bewegen, dann gibt es dort vielleicht auch ein sich bewegendes Schloss. Die Freunde haben im Wald jedoch nicht mit einem grantigen Zwerg und einem Bären, der ihre Hilfe benötigt, gerechnet. Und so wird dieses Abenteuer zu einer großen Herausforderung aufs Sams Weg ein echter Ritter zu werden.

Seit dem ersten Band von Sam J. Butterkappe und seiner Cousine Brunella bin ich ein großer Fan der Reihe. Ich mag die beiden Kinder unglaublich gerne. Denn wo Sam teilweise noch ein wenig ängstlich daherkommt, steckt Brunella voller Mut und Tatendrang. Oft ist sie daher impulsiv und unbeherrscht. In diesen Momenten ist es dann wiederum gut, dass Sam einen kühlen Kopf bewahrt und die Beiden aus der ein oder anderen Patsche befreit. Brunella fehlt manches Mal zudem ein wenig das Taktgefühl, doch Sam kann die Wogen oft glätten, die mal wieder entstanden sind, weil Brunella wie ein Rasenmäher über die Gefühle anderer Wesen gesenst ist.
Ich liebe sowohl Sam als auch Brunella wirklich sehr. Vor allen Dingen funktionieren sie als Team einfach perfekt und ich kann mir nicht vorstellen, wie die Reihe nur mit einem der beiden Charaktere funktionieren könnte. Doch zum Glück muss ich das auch gar nicht.

Das neueste Abenteuer entführt Sam und Brunella in den Wald. Dort treffen die Freunde auf einen grantigen Zwerg namens Septimus Splint. Dieser Zwerg ist am Schimpfen wie ein Rohrspatz und kann gar nicht anders als nur zu stänkern. Damit nicht genug treffen die Beiden auch auf Brumm den Bären. Brumm war lange Zeit einer der Gäste von Brunellas Mutter, bis seine Besitzerin Frau von Gewürzgurke die Rechnungen nicht mehr beglichen hat. Brumm benötigt dringend die Hilfe der Kinder.

Mir hat diese Geschichte wieder unglaublich gut gefallen. Auf etwas mehr als 100 Seiten erleben Sam und Brunella ein bärenstarkes Abenteuer. Jede Menge Spannung und Witz lassen den Leser gebannt an den Seiten kleben. So mochte ich auch die neu eingeführten Charaktere wie Zwerg Septimus Splint und Brumm der Bär unglaublich gerne. Sogar Elfen spielen in diesem Band eine Rolle.

Leider ist auch diese dritte Geschichte der Reihe wieder viel zu schnell zu Ende. Ich fände es toll, wenn die Bücher noch ein bisschen dicker wären, da ich gerne noch mehr über Sam, Brunella und Co. erfahren würde.
Das Ende lässt einen mit einem zufriedenen Schmunzeln zurück und die beigefügte Leseprobe zum vierten Band macht direkt Lust auf den nächsten Teil.

Etwas ganz besonderes in diesem Buch sind die Illustrationen von David Melling. Die schwarz/weiß Zeichnungen, die manches Mal wie Karikaturen wirken, untermalen den Text auf humorvolle Art und Weise. Ich hatte dieses Mal gleich mehrere Illustrationen in die ich mich sofort verliebt habe.

Fazit:
„Ritter werden leicht gemacht“ ist eine Reihe, die mir beim Lesen jedes Mal ein Grinsen ins Gesicht zaubert. Ich mag Sam J. Butterkappe und seine Cousine Brunella unglaublich gerne. Autorin Vivian French erzählt auch dieses Mal leichtfüßig und sehr humorvoll über die nächste Lektion, die Sam bestreiten muss, um ein echter Ritter zu werden. Die leicht überspitzt dargestellten Bilder sind ein weiteres Highlight.
Am Ende gibt es natürlich 5 von 5 Hörnchen.

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