Leider war das Buch nicht mein Fall!
Zunächst muss ich sagen, dass mich das Buch am Anfang total gepackt hat. Ich finde diese dystopische Welt mit Engeln und Dämonen und die damit einhergehenden Fähigkeiten ...
Leider war das Buch nicht mein Fall!
Zunächst muss ich sagen, dass mich das Buch am Anfang total gepackt hat. Ich finde diese dystopische Welt mit Engeln und Dämonen und die damit einhergehenden Fähigkeiten und Akademien wirklich sehr spannend und eine schöne Idee. Ich bin ein großer Angelfall-Fan und dieses Buch hat mich am Anfang daran erinnert.
Am Anfang ... Denn leider wird das Buch sehr bald, sehr teeniehaft. Besonders die Darstellung des schwulen James war ein No-Go für mich. In der heutigen Gesellschaft erwarte ich eine bessere Porträtierung von LGBTQ+ Charakteren. Auch ihre beste Freundin und der Love-Interest Lincoln sind sehr stereoypund haben meiner Meinung nach kaum Tiefe.
Die sehr taffe Bri zweifelt sehr schnell an ihren Fähigkeiten und daran, ob sie nicht "böse" ist. Statt das ordentlich zu reflektieren, weint sie nur herum.
Unterm Strich kann man sagen, dass das Buch nach einem spannenden Anfang sehr schnell der Klischeehaft wird und mich leider nur noch gelangweilt hat.
´Ich bin mir sicher, dass dieses Buch viele interessierte Leser:innen finden wird, aber für mich war es leider nichts.
Ich habe mich auf eine Fae Geschichte gefreut, die mal weit weg von den (eher) nordisch/europäischen ...
´Ich bin mir sicher, dass dieses Buch viele interessierte Leser:innen finden wird, aber für mich war es leider nichts.
Ich habe mich auf eine Fae Geschichte gefreut, die mal weit weg von den (eher) nordisch/europäischen Kulturkreisen stattfindet und bekommen habe ich es auch irgendwie, aber leider bleieben die Charaktere und die Handlung flach. Die Liebesgeschichte(n) konnte ich nicht fühlen und das, obwohl sie so großen Platz einnehmen. Dabei habe ich mich so sehr auf die sapphic Lovestory gefreut!
Aber am allerwenigstens habe ich das Worldbuilding verstanden: Für was werden die Kristalle benötigt? Es gibt doch Sonnenlicht, warum wächst ohne sie nichts? Sie reiten auf Kamele - in einem Regenwald? Ich war auch erstaunt, weil ich mir (trotz Cover) doch eher eine Wüstenregion vorgestellt habe. Ao wenig konnte ich die Welt des Buches fassen.
Vikinger und ich - das ist eher Neuland. Die Serie "Vikings" hat mich nie angesprochen und auch ein Assassins Creed im Land der Nordmänner habe ich nie gespielt - genau deshalb wollte ich wissen, ob das ...
Vikinger und ich - das ist eher Neuland. Die Serie "Vikings" hat mich nie angesprochen und auch ein Assassins Creed im Land der Nordmänner habe ich nie gespielt - genau deshalb wollte ich wissen, ob das Genre etwas für mich ist und ... Es ist schwierig. Das Buch ist jedenfalls nichts für mich.
Auch wenn ich eher wenig Berührungspunkte mit dem Genre Vikings hatte, so weiß ich zumindest so viel, dass das ganze stark patriarchalische Geplänkel in diesem Buch eigentlich eine moderne Sicht auf diese Epoche ist. Versteht mich nicht falsch: Auch damals gab es schon Sexismus, aber die Stellung der Frau war eigentlich besser.
Das wird in der Story genutzt um die Protagonistin Freya einen Platz ganz unten in der Hierarchie zu geben, bevor bekannt wird, dass sie eine Schildjungfer ist. Auch hier muss ich sagen: Die Mythologie wird sehr wenig erklärt. Mit den Walküren, die ich kenne, hat das nicht viel zu tun.
Der Love Interest Bjorn blieb auch blass. Die Liebesgeschichte war für mich mehr Lust, als Anziehung - und dementsprechend endet die Reise für mich hier.
Es gibt für mich keinen Grund noch Band 2 zu lesen.
Die 21-jährige Rebecca liebt die Regency Zeit. Natürlich nimmts ei dann am Regency Revival Festival teil - nur landet sie dabei unerklärlicherweise im London des Jahres 1816!
Plötzlich ist die mittellose ...
Die 21-jährige Rebecca liebt die Regency Zeit. Natürlich nimmts ei dann am Regency Revival Festival teil - nur landet sie dabei unerklärlicherweise im London des Jahres 1816!
Plötzlich ist die mittellose Studentin eine waschechte Lady. Dass dies nicht nur Positives mit sich bringt, muss sie bald erfahren. Zum Glück gibt es auch den Piraten Reed, der ihr ganz schön den Kopf verdreht.
Ich hatte so gehofft, dass mir das Buch gefallen würde, weil es viel zu selten vorkommt, dass eine starke junge Frau sich in der Regency-Zeit behaupten muss. Die Bridgerton und Wallflower-Bücher haben Protaginistinnen, die sich am Ende doch immer wieder unterordnen.
Rebecca, die Protagonistin, nennt sich selbst „nicht altmodisch, aber vintage“, was mir leider sehr schlimm „I’m not Like other Girls“-Vibes beschert hat. Ich verstand ihre Einsmakeit, weil sie ihre Eltern früh verloren hat und ihr Geschichte, sprich Dinge, die schon passiert sind, ihr Halt geben. Allerdings ist sie sehr distanziert und hat kaum Freunde, bis auf ihre Kollegin in der Bibliothek, welche Rebecca unbedingt verkuppeln MUSS, weil Rebecca noch Jungfrau ist. All ihre Dating-App-Dates sind katastrophal, aber da frage ich mich: Warum datet sie nicht an der Uni? Dort findet man ja sehr oft Leute, die die gleichen Interessen haben und einen Mangel an Partys zum Kenennlernen gibt es auch nicht.
Sie studiert weiteres Ägyptologie, will aber nicht wirklich an Konferenzen in Kairo teilnehmen. Warum dann Ägyptologie studieren? Wenn sie sich dem London des 19. Jahrhunderts gewidmet hätte, wäre sie enger an ihren Wohnort gebunden und könnte hier auch selbstständig Forschung betreiben.
Leider hört es hier nicht auf, denn, als Rebecca in der Vergangenheit landet und ihr auch erklärt wird, dass sie sich wirklich im London des Jahres 1816 befindet, schwenkt sie vor ihrer Zofe ihr Tampon umher und erklärt ihr, wofür es da ist. Ich sag es mal so: Dass diese sich um die Unversehrtheit ihrer Herrin Sorgen macht ist doch logisch? Ja, ich finde es gut, dass Rebecca ihr Leben aus dem 21. Jahrhundert mitgenommen hat, aber eine so kluge Frau, würde sich in diesem Fall doch zurückhalten oder lügen, oder?
Um vor meinen größten Kritikpunkt noch etwas Positives zu sagen: Reed, ihr Love Interest, der als Freibeuter unter der Krone segelt, war wirklich süß.
Aber auch hier: Warum wird das Buch als spicy vermarktet, wenn sogar eine wichtige Sexszene am Ende fade to black ist? Das Buch besitzt also etwas spice, aber - wie ich finde - an den falschen Stellen.
Was mir aber sehr viel zerstört hat war das Ende und das damit einhergehende Konzept des Zeitreisen. Vorab: Wenn man sich fragt, warum Rebecca in der Vergangenheit gelandet ist und wie sie zur Lady wurde: Sie ist praktisch in ihrer eigenen Fanfiktion aufgetaucht. Ihre Familie hat sie sich selbst erschaffen, aber dennoch ist alles wie im London des Jahres 1816. Ergibt das irgendwie SInn? Leider nicht.
ACHTUNG! SEHR STARKE SPOILER!
Ein großes Problem habe ich mit dem Konzept des Zeitreisens. Ich weiß, dass dies ein Liebesroman ist, aber da das Zeitreisen die ganze Handlung am Laufen hält, muss ich jammern. Mir ist bewusst, dass es kein richtiger Sci-Fi oder Fantasyroman ist, aber dennoch darf man nicht einfach irgendetwas schreiben!
Man erfährt zu Beginn, dass Dinge, die man in der Vergangenheit ändert, sich auf die Zukunft auswirken: Durch ein paar Änderungen von Rebecca in der Vergangenheit ist sie in der Zukunft eine Adelige, reich und hat Freundinnen. Also wie ändert sich die Zukunft dann, wenn gleich 4 (!!) Personen aus der Vergangenheit für immer in die Zukunft gehen? Die Verantwortliche für das Zeitreisen sagt explizit, dass Rebecca nicht schwanger werden und niemanden umbringen sollte, aber 4 fehlende Leute gehen klar? Beziehungsweise mit Rebecca sind es 5. Wiederrum existierte Rebecca und ihre Familie nicht, weil Rebecca sie ausgedacht hat, aber was ist mit Reed? Fragen über Fragen. Die einfach nicht geklärt werden.
Als ich das Buch begonnen habe, war ich noch relativ begeistert: Ich konnte Biancas Gefühle so gut nachvollziehen, denn auch ich kenne es, wenn zwischenmenschliche Errungenschaften (Verlobung, Heirat, ...
Als ich das Buch begonnen habe, war ich noch relativ begeistert: Ich konnte Biancas Gefühle so gut nachvollziehen, denn auch ich kenne es, wenn zwischenmenschliche Errungenschaften (Verlobung, Heirat, etc) in Freundesgruppen mehr erstrebenswert angesehen werden, als berufliche Ziele.
Xavier als ihr "Rivale" wirkte mega süß.
Ich war mir nach der Leseprobe sicher: Das ist eine Rom Com für mich!
Leider kam die Ernüchterung schnell:
- Bianca und Xavier sind Charaktere ohne Charakter. Absolut austauschbar.
- Das ganze wird als "Academic Rivals" (To Lovers) vermarktet, aber beide sind am Ende ihres Studiums. Nur ein paar eingestreute Rückblenden gibt es und da wirkten die beiden eher als Freunde als Rivale.
- Auch wurde sehr oft STEM erwähnt: Xavier ist Archäologe, Bianca arbeitet in der Bibliotheksverwaltung. Ich weiß STEM ist in, aber das sind nun mal Geisteswissenschaften. Sind wir Geisteswissenschaftler nicht "hot" genug?
- Auch habe ich nicht verstanden auf welcher Universität beide irgendwelche Kurse gemeinsam belegen würde? Außer Einführungskurse, aber das wäre ja weit vor dem Doktorat ...