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Veröffentlicht am 13.09.2020

#Finde mich

Der Fahrer
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Ein Serienmörder treibt in Hamburg sein Unwesen. Er entführt und ermordet junge Frauen und inszeniert ihre Leichen mit einer fluoreszierenden Farbe, als leuchtendes Beispiel polizeilicher Inkompetenz. ...

Ein Serienmörder treibt in Hamburg sein Unwesen. Er entführt und ermordet junge Frauen und inszeniert ihre Leichen mit einer fluoreszierenden Farbe, als leuchtendes Beispiel polizeilicher Inkompetenz. Eine Verbindung der Opfer kann über die Fahrzentrale MyDriver hergestellt werden, aber die Ermittler Jens Kerner und Rebecca Oswald kommt den Täter einfach nicht auf die Spur. Als ein neues Opfer entführt wird und die Polizei mit einem Hashtag aufgefordert wird den Täter innerhalb von 24 Stunden zu finden, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit..

"Der Fahrer" ist für mich der erste Thriller des sehr erfolgreichen und beliebten Autors Andreas Winkelmann. Seine vielen positiven Bewertungen haben meine Neugier geweckt und ich bin mit hohen Erwartungen in das Buch gestartet. Winkelmann erzählt die Geschichte in einem temperamentvollen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil. Den Spannungsbogen baut er mit dem mysteriösen Tod des ersten Opfers klassisch auf und hält ihn über die ereignisreichen Ermittlungen und überraschende Wendungen auf einem sehr hohen Niveau. Den besonderen Charme erhält der Thriller über seine beiden Hauptprotagonisten Jens und Rebecca, die vom Autor interessant charakterisiert werden. Keine ganz einfachen Charaktere mit einer prägenden Vergangenheit. Das Buch entwickelte sich für mich über die kurzen Kapitel und den damit einhergehenden Perspektivwechsel zu einem echten Page-Turner, der durch ein packendes und gut nachvollziehbares Finale abgerundet wird.

Insgesamt war "Der Fahrer" aus meiner Sicht ein gelungener Thriller, der mir einige spannende und fesselnde Stunden bescherte. Mein erstes und mit Sicherheit nicht letztes Buch des Autors Andreas Winkelmann. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 06.09.2020

Die Abrechnung

Wild Pub Galway
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Aaron Casey ist ein angesehener und beliebter Allgemeinarzt in Dublin, den allerdings ein dunkles Geheimnis aus seiner Vergangenheit einholt. Seit kurzer Zeit erhält er Droh-emails, in denen er aufgefordert ...

Aaron Casey ist ein angesehener und beliebter Allgemeinarzt in Dublin, den allerdings ein dunkles Geheimnis aus seiner Vergangenheit einholt. Seit kurzer Zeit erhält er Droh-emails, in denen er aufgefordert wird zu seinen Fehlern zu stehen. Casey ignoriert die mails mit einem mulmigen Gefühl und wird kurze Zeit später auf dem Nachhauseweg aus seinem Lieblingspub Opfer einer Attacke und stirbt noch vor Ort. Da Inspector Dunn zur Zeit Urlaub hat über-nimmt DC Thomas Smith die Ermittlungen und ist froh über jeden Austausch mit seinem Chef, der trotz seines Urlaubs mit den Gedanken häufig bei der Aufklärung des Verbrechens ist.

"Wild Pub Galway" ist bereits der dritte Band um den irischen Ermittler Inspector Dunn und ich bin über die vielen guten Bewertungen der beiden Vorgängerbände auf das Buch aufmerksam geworden. Mit einer hohen Erwartungshaltung bin ich in den Kriminalroman eingestiegen und war gleich vom temperamentvollen und hervorragend zu lesenden Schreibstil der Autorin Shannon Crowley begeistert. Sie baut den Spannungsbogen mit den Drohmails und dem Tod des Arztes zu Beginn des Buches gut auf und hält diesen über die ereignisreichen Ermittlungen mit vielen Verdächtigen auf einem hohen Niveau. Der Leser bekommt immer wieder die Möglichkeit eigene Überlegungen bezüglich Tathintergründe und Täter anzustellen. Mich konnte die gut nachvollziehbare und clever konzipierte Auflösung dann doch noch überraschen und den fesselnden Kriminalroman gelungen abrunden.

Insgesamt ist "Wild Pub Galway" aus meiner Sicht ein spannender Kriminal-roman, der mich in erster Linie mit dem Erzähltalent der Autorin, den charmanten Protagonisten und einem wohldosierten Lokalkolorit über-zeugen konnte. Es bleibt zu hoffen, dass es für Inspector Dunn noch den einen oder anderen fall zu lösen gibt. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 06.09.2020

Ein völlig anderer Kriminalroman

Ein abgezockter Sauhund
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Samson ist ein Kleinkrimineller, der sich in der Münchener Unterwelt mit einigen Jobs und Aufträgen über Wasser hält. Da kommt es ihm auch sehr gelegen, als Stani ihm einen neuen und vermeintlich einfachen ...

Samson ist ein Kleinkrimineller, der sich in der Münchener Unterwelt mit einigen Jobs und Aufträgen über Wasser hält. Da kommt es ihm auch sehr gelegen, als Stani ihm einen neuen und vermeintlich einfachen Auftrag zuschanzt, er soll seinen Kumpel aufspüren und zu Stani schicken. Er findet ihn zwar, allerdings hat er sich schon von dieser Welt verabschiedet. Seine Freundin steckt Samson aber noch, dass er kurz davor war, ein großes Ding durchzuziehen und die Fahrkarten raus aus dem Milieu quasi schon gebucht hatte. Was steckt hinter dem Geheimnis? Kann Samson vielleicht in die Fußstapfen steigen und seiner jetzigen Welt Lebewohl sagen?

"Ein abgezockter Sauhund" vom Autor Roland Krause ist ein Kriminalroman, der aus dem Genre heraussticht. Auf den Ermittler, der für Recht und Ordnung sorgt sucht man hier vergeblich und die Gauner und Ganoven bleiben unter sich. Roland Krause erzählt die Geschichte mit seiner frechen und manchmal sogar ein wenig rotzigen Schreibweise sehr authentisch. Der Leser taucht in die Münchener Unterwelt ab und stößt auf einige zwielichtige Protagonisten mit fast immer bösen Absichten. Die besondere Erzählweise beinhaltet aber auch eine ordentliche Portion Humor, die Roland Krause in seinem Slang immer wieder einfließen lässt. Es entwickelt sich so eine fesselnde und spannende Geschichte mit viel Dramatik und Action und einer aus meiner Sicht sehr passender Auflösung, die den besonderen Kriminalroman gelungen abrundet.

"Ein abgezockter Sauhund" hat mich mit seiner erfrischend anderen Erzählweise überrascht und begeistert. Der Krimi bringt einige auf den zweiten Blick sympathische Protagonisten und zugleich böse Schurken zu Tage und zeigt ein authentisch wirkendes Bild auf ein spezielles Milieu. Das Buch ist daher für mich rundum gelungen, so dass ich es sehr gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 30.08.2020

Rien ne va plus

Roulette
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Als Dank für ihre aufopferungsvolle Arbeit und den großen Aufklärungs-erfolgen darf Madame la Commissaire Lucie Girard an einem Roulette-Turnier im berühmten Casino von Monte Carlo teilnehmen. Der Abend ...

Als Dank für ihre aufopferungsvolle Arbeit und den großen Aufklärungs-erfolgen darf Madame la Commissaire Lucie Girard an einem Roulette-Turnier im berühmten Casino von Monte Carlo teilnehmen. Der Abend verläuft allerdings alles andere als erwartet. Ein Groupier wird erschossen und die Gäste werden als Geiseln genommen, um Lösegelder zu erpressen. Der verkorkste Abend gestaltet sich zunehmend zu einem gefährlichen Abenteuer für alle Beteiligten...

"Mord im Casino" ist bereits der fünfte Band um die sympathische Ermittlerin Lucie Gerard. Bereits im Vorgängerband "Mord im Rausch" konnte mich der Autor Luc Winger in die 70er Jahre entführen und begeistern, so dass ich mit hohen Erwartungen und viel Vorfreude in den neuen Fall eingestiegen bin. Erneut gelingt es ihm nach nur wenigen Seiten, mich mit seinem lebendigen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil in den Bann zu ziehen. Der Spannungsbogen wird mit dem plötzlichen Tod des Groupiers und der anschließenden Entführung gut aufgebaut und über die kurzweiligen Ermittlungen von Lucie und ihrem Kollegen Franc Sarasin auf einem hohen Niveau gehalten. Wie schon im Vorgängerband bekommt der Leser viel Gelegenheit an der Lösung mitzurätseln, an Verdächtigen mangelt es nicht, aber die clever konzipierte Geschichte ist sicherlich nicht leicht zu durchschauen. Ein für mich großer Krimispaß, der im passenden Rahmen der 70er Jahre spielt und einen sehr hohen Unterhaltungswert aufweist.

"Mord im Casino" ist für mich eine mehr als gelungene Fortsetzung einer außergewöhnlichen Krimi-Reihe, die mit einer tollen Hauptprotagonistin überzeugen kann. Ich hoffe, es gibt noch einige Fälle für Lucie Girard zu lösen und somit für den Leser die Möglichkeit, in die 70er Jahre abzutauchen. Ich empfehle den Krimi sehr gerne weiter und bewerte ihn mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 30.08.2020

Angriff auf die Demokratie

Tag X
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In ihrem neuen Fall bekommen es Nicolas und Helen Eichborn mit einem sehr komplexen Fall zu tun. Die Machtstrukturen der Organisation, die sich formiert hat, um die Stabilität Deutschlands ins Wanken zu ...

In ihrem neuen Fall bekommen es Nicolas und Helen Eichborn mit einem sehr komplexen Fall zu tun. Die Machtstrukturen der Organisation, die sich formiert hat, um die Stabilität Deutschlands ins Wanken zu bringen, scheinen bis in den höchsten politischen Ämtern infiltriert zu sein und machen so dem aufopferungsvoll kämpfenden Team von Nicolas und Helen das Leben schwer. Als Machtdemonstration schrecken die Gegner nicht davor zurück, ein Flugzeug zu manipulieren und es vom Himmel stürzen zu lassen. Die Alarm-bereitschaft ist gegeben und Nicolas sieht nur eine Chance, den Strukturen aufzudecken, indem er sich selber ins System einschleust. Ein äußerst gefährlicher Auftrag, auf den er sich einlässt...

Mit dem Team um Nicolas und Helen Eichborn hat der Autor V.S. Gerling bereits mit seinen ersten fünf Bänden aus meiner Sicht Maßstäbe in Sachen Politthriller gesetzt. Mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung bin ich den neuen Band gestartet und nach wenigen Seiten war mir klar, dass ich nicht enttäuscht werden würde. Mit seinem enorm temporeichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil entführt V.S. Gerling den Leser in eine Welt aus Korruption, Betrug und Machtgier. Den Spannungsbogen baut er direkt zu Beginn des Buches mit der Flugzeugentführung auf und hält ihn über die ereignisreichen Ermittlungen und immer wieder überraschenden Wendungen auf einem äußerst hohen Niveau. Für mich entwickelte sich der Thriller zu einem absoluten Page-Turner, bei dem es mir sehr schwer fiel, das Buch zur Seite zu legen. Bis zur letzten Seite weiß der Autor den Leser zu fesseln und nach dem Buch giert es gleich nach dem nächsten Nachfolgerband.

"Tag X" ist für mich ein in allen Belangen gelungener Politthriller, der mit einer gut durchdachten und komplexen Story, sowie sympathischen und interessanten Protagonisten überzeugen kann. Es bleibt zu hoffen, dass noch einige herausfordernde Fälle auf Nicolas, Helen und das gesamte Team warten. Ich empfehle den Thriller daher sehr gerne weiter und bewerte ihn mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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