Der Prolog und davon der Beginn von Neles und Henrys Freundschaft haben mich dazu bewogen, 'Wo die Sterne tanzen' zu lesen. Die Geschichte ist auch weiterhin schön gewesen, bis ... nun ja, ich habe noch ...
Der Prolog und davon der Beginn von Neles und Henrys Freundschaft haben mich dazu bewogen, 'Wo die Sterne tanzen' zu lesen. Die Geschichte ist auch weiterhin schön gewesen, bis ... nun ja, ich habe noch respektiert, dass kaum Gutes widerfährt, denn das hat sich aus den Erfahrungen und Entscheidungen der Charaktere ergeben und ist somit authentisch, als nicht ausgerechnet vor diesem bestimmten Nebencharakter (illegal) ein Reh erschossen worden ist. Damit ist meine "Beziehung" zum Roman leider endgültig in die Brüche gegangen. Nele ist mir als Erwachsene nicht sympathisch gewesen und auch nicht mehr geworden. Bei Henry ist meine Sympathie gegen Ende wieder zumindest in Erscheinung getreten, nur hätte ich gerne erfahren, was genau in seiner schlechten Zeit in ihm vorgegangen ist, dass es zu eben dieser Zeit gekommen ist. Die "tanzenden Sterne" sind auch nicht gerade strahlend gewesen ...
Durch den Titel und das Cover habe ich erwartet, dass die schönen Momente zumindest überwiegen. Die meiste Zeit habe ich jedoch gelitten und nur noch das Ende erwartet.
Traurig, dass mich mit den Ermittlern und vielleicht auch mit Bernard Minier die fehlende Begeisterung verbindet. In der ersten Hälfte wird der Fall meinem Empfinden nach einfach fallen gelassen, was ich ...
Traurig, dass mich mit den Ermittlern und vielleicht auch mit Bernard Minier die fehlende Begeisterung verbindet. In der ersten Hälfte wird der Fall meinem Empfinden nach einfach fallen gelassen, was ich auch nach zu langem Abstand nicht nachvollziehen kann, aber immerhin ist es eigentlich doch spannend, dass der Täter fünfundzwanzig Jahre später wieder(? - wer weiß, nicht wahr?) zuschlägt. Und: Erik Lang ist zwar niemand, dem ich in der Realität begegnen wollen würde, als Romancharakter finde ich ihn aber klasse. Ich hoffe, aus seiner Sicht hätte ich "Schwestern im Tod" verschlungen. Auch andere Personen als Protagonist mehr als recht gewesen, solange es keiner der Ermittler ist, mit denen ich mich überhaupt nicht wohlgefühlt habe.
Aufgegeben habe ich letztlich, weil Bernard Minier häufig auf lächerliche Weise Spannung erzeugen möchte: ein Kapitel endet damit, dass ein Ermittler groß verkündet, etwas in der Wohnung der Opfer gefunden zu haben, was sich später nur als Pass einer der Schwestern entpuppt ...
Wirklich sauer hat mich aber gemacht, dass nicht möglich gewesen ist, einem nicht unwichtigen Einkaufszentrum einem Namen zugeben. "[Verdächtiger] sagte es ihm." Ehrlich? Da ich diese Lösung schon früher im Buch erlebt habe, ist es mir an dieser Stelle zu bunt geworden, wo mich die Umsetzung doch ohnehin nicht für sich gewonnen hat.
Schade, der Prolog hat mich Punkte einsetzen lassen und wegen Erik Lang bereue ich diese Entscheidung keinesfalls, aber ansonsten leider ein Fehlgriff für mich.
George Saunders' „Fuchs 8“ hätte mich schon bei der grausamsten Erfahrung von Fuchs 7 und Fuchs 8 eigentlich verloren, doch ich weiß leider auch, dass Menschen zu dieser irrationalen Grausamkeit fähig ...
George Saunders' „Fuchs 8“ hätte mich schon bei der grausamsten Erfahrung von Fuchs 7 und Fuchs 8 eigentlich verloren, doch ich weiß leider auch, dass Menschen zu dieser irrationalen Grausamkeit fähig sind.
Verloren hat mich „Fuchs 8“ dann jedoch mit dem Ende. Fuchs 8 rät in seinem Brief, wir Menschen sollten ein bisschen netter sein …? Ein bisschen netter? Verständnis für dieses verharmlosend wirkende Ende habe ich keines. Es stimmt mich zu traurig, dass Fuchs 8, der unsere Sprache und zu schreiben gelernt hat und vor allem mit uns kommunizieren möchte, nicht zugestanden wird, etwas zu bewirken. An dieser Stelle hätte mir eine fiktivere Umsetzung also mehr zugesagt.
Inhaltsangabe
In den beinahe drei Jahren seit Thorns Verschwinden hat Ophelia wieder auf ihrer Heimatarche Anima gelebt, unter stetiger Bewachung der von Gott beauftragten Doyennen. Durch Archibalds, Reinekes ...
Inhaltsangabe
In den beinahe drei Jahren seit Thorns Verschwinden hat Ophelia wieder auf ihrer Heimatarche Anima gelebt, unter stetiger Bewachung der von Gott beauftragten Doyennen. Durch Archibalds, Reinekes und Gwenaels Hilfe schafft sie es auf die Arche Babel, wo sie Informationen über Gott und somit Thorn vermutet. Hier ist Ophelia und jeder, der Antworten sucht oder sogar gefunden hat, jedoch grundsätzlich Lebensgefahr ausgesetzt. Bald hat sie auch noch das Gefühl, sich selbst zu verlieren, während sie - nun Aulelia - ihre wahre Identität verbergen und den absurden bablischen Gesetzen gerecht werden muss.
Persönliche Meinung
Positiv erwähnen kann ich aktuell nur noch die Welt von "Die Spiegelreisende", auch wenn momentan doch so einige neue Fragen zur Entstehung dieser Welt und vor allem der Entstehung der Fähigkeiten aufgekommen sind - die hartnäckig über meinem Kopf schwebenden Fragezeichen wird der abschließende Band aber bestimmt endlich beseitigen.
Die Handlung wirkt auf mich überwiegend, als hätte das Grundgerüst der ersten beiden Bände hier erneut Verwendung gefunden.
Leider ist mir nach dem dritten Band unbegreiflich, dass Ophelia die Protagonistin der Reihe ist. Ein negativer Beigeschmack kommt bereits auf, weil sie auf ihrer Heimatarche Anima beinahe drei Jahre genau genommen das Leben einer Gefangenen geführt hat, woraus sie alleine durch die Tatkraft anderer ausbrechen kann. Bei einem kürzeren Zeitraum hätte ich dies problemlos akzeptieren können, denn Ophelia ist mir bis zu Beginn von Band 3 (abgesehen von ihrer nicht enden wollenden Leier bezüglich Thorns Körpergröße) so wie sie ist sympathisch gewesen. Während ich in den Bänden 1 und 2 noch der Auffassung gewesen bin, dass sie mit sich selbst im Reinen ist und im Rahmen ihrer eigenen Grenzen ihr Bestes gibt, hat mir dieser Band aber traurigerweise das Gefühl aufgezwungen, dass Ophelia auch gleich auf Anima hätte bleiben können. Fast könnte ich von ihr als einer Fremden sprechen (wäre da nicht ihr Schal?), diese Unfähigkeit kann ich nicht mit Ophelia vereinbaren und erst recht nicht, da der nächste Band den Abschluss bedeutet. Somit bin ich überzeugt: Aus Thorns Sicht könnte "Das Gedächtnis von Babel" ein Pageturner sein.
Mein zweiter Minuspunkt: Ophelia und Thorn kann ich einfach nicht als Paar sehen. Christelle Dabos hätte ihrer Beziehung mehr Raum geben können, von Anziehung und Gefühlen habe ich nie etwas bemerkt und hier in "Das Gedächtnis von Babel" ist beiden urplötzlich verwunderlich klar, dass sie eine echte Beziehung führen möchten. In dieser Hinsicht enttäuscht mich die Reihe auf ganzer Linie.
Fazit
Die Handlung von "Die Spiegelreisende - Das Gedächtnis von Babel" ist eben nicht mein Fall gewesen und den Draht zu Ophelia sowie Thorn habe ich hier verloren, während ich zu anderen Charakteren gar nicht erst einen aufgebaut habe. Mit beidem kann ich mich dem abschließenden Band "Im Sturm des Echos" zugunsten arrangieren, da die Welt interessant bleibt. Ihretwegen bleibe ich dran.
Leider hat mir nichts zugesagt - der Schreibstil (besonders, was Gefühle angeht), die Handlung, die Umsetzung (ebenfalls besonders, was Gefühle angeht), alle Charaktere (niemand ist mir sympathisch gewesen), ...
Leider hat mir nichts zugesagt - der Schreibstil (besonders, was Gefühle angeht), die Handlung, die Umsetzung (ebenfalls besonders, was Gefühle angeht), alle Charaktere (niemand ist mir sympathisch gewesen), das Ende ... Einfach nur ein großes Nein.
Ja, "Die Perlenfarm" ist keine Wohlfühlgeschichte und ich kann daher nachvollziehen sowie respektieren, dass es nicht viele schöne Erfahrungen in Kionas Leben gibt, aber den wenigen ist von der Autorin nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt worden. Generell wird mir die ganze Geschichte zu schnell erzählt. Traurig.
Ich weiß: hätten mir der Schreibstil und die Umsetzung zugesagt, hätte ich die Charaktere (außer die "Bösen") und die Handlung geliebt. Von mir gibt es zwar nur einen Stern, aber letztendlich bin ich weniger traurig, weil "Die Perlenfarm" von anderen Lesern gemocht wird. Was, wie ich denke, der Roman eigentlich auch verdient.