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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2020

Sylt früher und heute

Ozelot und Friesennerz
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Susanne Matthiesen ist aufgewachsen auf der Insel Sylt, wo das Leben bereits in den Siebzigerjahren für Sonne, Freiheit und Champagner stand, wo Stars, Politiker und Industriegrößen sich selbst bis heute ...

Susanne Matthiesen ist aufgewachsen auf der Insel Sylt, wo das Leben bereits in den Siebzigerjahren für Sonne, Freiheit und Champagner stand, wo Stars, Politiker und Industriegrößen sich selbst bis heute befeiern. Die Autorin erzählt davon aus der Sicht der Inselbewohner, aus dem Blickwinkel der Kinder.

Daraus entsteht eine einzigartige Geschichte, die weder das Verhalten der Inselbewohner noch das der Gäste beschönigt. Amüsante Anekdoten reihen sich in diesem Buch aneinander, die von sagenhaftem Reichtum erzählen, aber auch dem Verlust von Heimat an sich. So ist die Geschichte von Humor geprägt, aber auch von einigen Passagen, die den Leser sehr nachdenklich hinterlassen. Gut eingefangen ist die Sylter Atmosphäre von früher und von heute, vieles habe ich von meinem bisher einmaligen Besuch auf Sylt wieder erkannt, anderes aus der Presse – und wieder anderes hat einen besonderen Blick darauf gerichtet, wie die Geschehnisse für die Inselbewohner sind, speziell hier für die Kinder. Das ergibt einen interessanten Blick auf die Geschichte der Insel und auf die Kindheit dort sowie gleichzeitig ein spannendes Stück Zeitgeschichte.

Sehr gerne vergebe ich dafür 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 09.09.2020

Von lustig bis völlig abgedreht

Onkel Stan und Dan und das gar nicht lieblich-niedliche Mondabenteuer
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Onkel Stan bricht auf zu einer Reise auf den Mond, denn Sky wünscht sich, wieder sichtbar zu werden, aber seltsamerweise lässt der Mond keine Wünsche mehr wahr werden. Währenddessen ist Dachs Dan verliebt ...


Onkel Stan bricht auf zu einer Reise auf den Mond, denn Sky wünscht sich, wieder sichtbar zu werden, aber seltsamerweise lässt der Mond keine Wünsche mehr wahr werden. Währenddessen ist Dachs Dan verliebt in die Dächsin Miranda und sieht dabei nicht, dass sie ganz böse ist und sich mit Sylvester Perlenkralle zusammengetan hat. Die beiden wollen Onkel Stans Haus ausräumen und dessen Schatz rauben.

Es ist eine skurrile Mischung an Lebewesen, die mit Onkel Stan zusammen wohnen: Dan der Dachs und die Lamas. Dazu kommen die Zwillinge Sam und Skye, wobei Skye unsichtbar ist. Und es gibt die Bösewichte Perlenkralle und Miranda, die vor nichts zurückschrecken. So ist auch der Humor der Geschichte skurril geraten, ein Humor, den Kinder besser verstehen als Erwachsene. Die etwas größere Schrift wie auch die Illustrationen wenden sich an Kinder ab 9 Jahren, die sich sicherlich vergnügt in diese Geschichte versenken, bei der nichts unmöglich ist. Und letztendlich aber das Gute siegt. Dies ist bereits das dritte Abenteuer von Onkel Stan und Dan, wobei man auch gut mit diesem Band einsteigen kann.

Dieses abgedrehte Kinderbuch steckt voller Humor, so dass ich es sehr gerne weiter empfehle und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 09.09.2020

Am Ende siegt immer die Liebe

Rendezvous in zehn Jahren
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Ganz überraschend lernen Valerie und Ted sich in einem kleinen Café in Amsterdam kennen. Valerie steht kurz vor der Scheidung, Ted hat einen vierjährigen Sohn und lebt getrennt von dessen Mutter. Während ...

Ganz überraschend lernen Valerie und Ted sich in einem kleinen Café in Amsterdam kennen. Valerie steht kurz vor der Scheidung, Ted hat einen vierjährigen Sohn und lebt getrennt von dessen Mutter. Während beide in ein angeregtes Gespräch kommen, vereinbaren sie, sich in zehn Jahren an derselben Stelle zu treffen. Und gehen dann auseinander. Sie kennen ihre Nachnamen nicht und wissen auch sonst nichts voneinander. Doch gleich danach merken beide, dass sie sich ineinander verliebt haben. Aber wie einander wiederfinden? Wird ihnen das gelingen?

Damit startet ein romantischer Liebesroman, der die beiden Liebenden immer wieder knapp aneinander vorbeitreibt, nur um Haaresbreite verpassen sie sich immer wieder. Das ist ganz lustig zu lesen, mit überraschenden Verwicklungen, die den romantischen Anteil der Geschichte gut ergänzen. Auch die Nebenhandlungen sind gut ausgearbeitet, man kann sich die handelnden Figuren bestens vorstellen. Zwar wird der Zufall vielleicht ein kleines bisschen zu viel bemüht, aber das kann jede Leserin für sich selbst entscheiden.

Da dieses Buch dazu noch mit einem flüssigen Schreibstil besticht, empfehle ich es sehr gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 09.09.2020

Deutschlands schöne Seiten

HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! 55 fantastische Reiseziele in Deutschland
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Ist es nicht verblüffend, wie sehr manche Orte in Deutschland anderen, exotischen Zielen ähneln? „Hiergeblieben!“ zeigt eine ganze Menge solcher Stätten in Deutschland und findet weitere, insgesamt 55 ...

Ist es nicht verblüffend, wie sehr manche Orte in Deutschland anderen, exotischen Zielen ähneln? „Hiergeblieben!“ zeigt eine ganze Menge solcher Stätten in Deutschland und findet weitere, insgesamt 55 Landschaften, Orte und Sehenswürdigkeiten praktisch direkt vor unserer Haustür.

Einmal quer durch Deutschland, von oben nach unten auf der Karte, lädt das Buch zum Verweilen an Sehenswürdigkeiten, die manchmal ausgefallen, manchmal überraschend, immer aber interessant sind. Spannend ist der Aufmacher, wenn die „Zwillinge“ der Sehenswürdigkeiten in Deutschland genannt werden, sei es die Pyramide vor dem Louvre in London und die Bibliothek in Ulm, sei es Klein-Venedig in Bamberg und vieles mehr. Ein knapp gehaltener Text gibt kurze Erläuterungen zum jeweiligen Ziel, ergänzt durch Empfehlungen für Restaurants und Hotels sowie Feste und gibt Tipps für Wanderungen, Ausflüge und Naturerlebnisse. Praktisch sind die angegebenen Links, beim Ebook hat man so gleich Zugriff zu weiteren Informationen zum gewünschten Objekt. Ein kleiner Wermutstropfen ist dennoch dabei: Für Baden-Württemberg fallen gerade mal 20 Seiten bzw. 3 Sehenswürdigkeiten an. Als wäre hier das Geld ausgeganen oder die Luft raus gewesen…

Wer also Ziele in anderen Bundesländern anvisiert, für den kann ich dieses Buch sehr gut empfehlen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 09.09.2020

Drei starke Frauen

Unter den Linden 6
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Berlin 1907: Während die junge Wissenschaftlerin Lise Meitner von Wien anreist, um hier ihre Studien bei Max Planck zu vervollständigen, freut sich Hedwig über die Kur ihres Mannes, um selbst als Gaststudentin ...

Berlin 1907: Während die junge Wissenschaftlerin Lise Meitner von Wien anreist, um hier ihre Studien bei Max Planck zu vervollständigen, freut sich Hedwig über die Kur ihres Mannes, um selbst als Gaststudentin die Universität besuchen zu können - dafür hat sie sogar die Unterschrift ihres Mannes gefälscht. Angereist nach Berlin ist auch Anni, die als Dienstmädchen bei den Althoffs arbeiten soll und sich für das Bücherregal ihrer Herrschaften interessiert. Die drei Frauen lernen sich näher kennen und werden zu engen Verbündeten in einer männlich dominierten Welt.

Die Geschichte erinnert an die Physikerin Lise Meitner, sie war die erste deutsch Physik-Professorin und entdeckte die Kernspaltung. Die anderen beiden Frauen entspringen der Fantasie der Autorin Ann-Sophie Kaiser, wobei hier Realität und Fiktion gut miteinander verbunden werden. Der Geist der jungen Frauen, der Kampf um die Gleichberechtigung (erst später durften sich Frauen als Studenten an die Uni Berlin einschreiben), die männerdominierende Atmosphäre jener Jahre werden anschaulich dargestellt. Auch wenn Physik nicht mein Wahlfach wäre und die Beschreibungen dazu im Buch deshalb nicht so ganz mein Ding sind, gibt das Buch einen guten Einblick in das Leben der Frauen in jener Zeit, sowohl an der Universität wie auch, an Annis Beispiel, als Bedienstete in Berlin.

Sehr gerne empfehle ich dieses spannende Buch über einen Teil der Geschichte der Frauen weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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