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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2017

Wunderschön

Die Rose von Darjeeling
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Zwei junge Deutsche unternehmen im Jahr 1930 eine Reise nach Darjeeling. Der eine - Carl Jonas - will dort neue Rhododendronarten entdecken, der andere - Gustav ter Fehn - sucht neue Teearten für die ...

Zwei junge Deutsche unternehmen im Jahr 1930 eine Reise nach Darjeeling. Der eine - Carl Jonas - will dort neue Rhododendronarten entdecken, der andere - Gustav ter Fehn - sucht neue Teearten für die väterliche Tee-Manufaktur. Dort lernen die Freunde die junge Kathryn kennen. Nach einem Streit mit ihrem Vater reist Kathryn mit den Männern nach Sikkim. Auf dieser Reise verlieben sich beide Männer in Kathryn und ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Kurz nach ihrer Rückkehr nach Deutschland beginnt der 2. Weltkrieg. Die Träume der junge Menschen werden jäh zerstört. Ihre Entscheidungen beeinflussen nicht nur ihr Leben, sondern auch das Leben ihrer Kinder und Enkel.

Mit diesem Buch unternimmt der Leser eine interessante Reise nach Darjeeling. Die lebhaften Beschreibungen der wunderbaren Natur lassen einen den Duft der Blumen in die Nase steigen. Die Reise geht auch duch die Zeit. Die Kolonialzeit in Indien, der 2. Weltkrieg in Europa, wir erleben mit den Hauptpersonen Carl, Gustav und Kathryn das Leben in einer spannenden Zeit und lernen viel über die Geschichte Indiens. Das Buch ist von der ersten Seite bis zum letzten Satz hoch interessant, wunderbar flüssig geschrieben und fesselt den Leser durch seine raffinierte Aufteilung.

Veröffentlicht am 05.02.2017

Lehrreich

„Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck“
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Der Buchautor und Journalist Frank Gebert hat mit "Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck" das Reisetagebuch von Franz Ferdinand von Österreich-Este in gekürzter Fassung veröffentlicht. ...

Der Buchautor und Journalist Frank Gebert hat mit "Die Eingeborenen machten keinen besonders günstigen Eindruck" das Reisetagebuch von Franz Ferdinand von Österreich-Este in gekürzter Fassung veröffentlicht. Franz Ferdinand von Österreich-Este war österreichischer Tronfolger und kam 1914 durch ein Attentat in Sarajewo ums Leben. Er brach im Jahr 1892 zu einer Reise um die Welt auf, die bis ins Jahr 1893 dauern sollte. Während dieser Zeit lernte er viele Länder kennen, hatte Kontakt mit den Eingeborenen, lernte deren Gepflogenheiten kennen und lebte seine Jagdleidenschaft voll aus. Er erlegte Tiger, Koalas, Warane, Delphine und sogar fliegende Fische. Er sammelte 14.000 ethnologische Objekte, die heute im Museum für Völkerkunde in Wien zu bestaunen sind.

Das Buch hat mich restlos begeistert. Es nimmt den Leser von der ersten Seite an mit Spannung auf eine Reise, bei der man sehr viel über die damalige Zeit und die Gewohnheiten der Bewohner der einzelnen Länder lernt. Besonders gelungen ist die Tatsache, daß die alte Schreibweise beibehalten wurde und nicht auf die moderne Grammatik umgeschrieben wurde. Dadurch hält das Buch seine Authentizität bei. Trotz dieses alten Stils ist das Buch wunderbar zu lesen. Durch die guten, detaillierten Beschreibungen hat der Leser selbst das Gefühl, an dieser Reise teil zu nehmen. Auch die in die Texte eingesetzten alten Fotos begeistern. Die Beschreibungen der Jagdszenen sind zwar in der heutigen Zeit gewöhnungsbedürftig, aber man muß sich vor Augen halten, daß dies damals normal war und die Leute sich nichts dabei gedacht haben, diese Tiere zu erschießen. Denn woher sonst kommen die Exponate in den Museen der ganzen Welt?

Ein grandioses Buch, daß ich jedem empfehlen kann, der sich für Geschichte, Natur und Reisebeschreibungen interessiert!

Veröffentlicht am 05.02.2017

Spannungsgeladen

Das Sündenbuch
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Jana, Tochter des Wissenlschaftlers Marek, wird von ihrem Vater zu dessen Bruder Karel und seiner Familie gesandt, da sie ihn zu sehr an seine verstobene Frau erinnert. Er selbst geht in Deutschland an ...

Jana, Tochter des Wissenlschaftlers Marek, wird von ihrem Vater zu dessen Bruder Karel und seiner Familie gesandt, da sie ihn zu sehr an seine verstobene Frau erinnert. Er selbst geht in Deutschland an die Universität Heidelberg und unterrichtet dort. Eines Abends, in einer Schenke, begegnet er einem geheimnisvollen Fremden.
Dieser verkauft ihm ein anscheinend kostbares Amulett sowie das dazugehörende Buch. Marek gerät in den Bann dieses Buches und erkennt, daß dies Buch ein großes Geheimnis birgt. Doch die Suche nach dem zweiten Buch birgt Gefahren, im Bewußtsein dessen kopiert er das Buch und sendet das Original zu seiner Tochter Jana nach Prag. Das Paket trifft dort zusammen mit der Todesnachricht Mareks ein.
Für Jana bricht eine Welt zusammen, denn ihr Vater war der einzigste von dem sie sich Hilfe versprach, denn sie soll ihren Cousin Tomek heiraten, da sie als ausgebildete Apothekerin danach die Apotheke ihres Onkels übernehmen sollte. Doch als der Forscher und Arzt Dr. Conrad Pfeiffer eintrifft, beschließt Jana, sich ihm anzuschließen. Beide begeben sich auf die Suche nach dem zweiten Buch.

Beate Maly hat hier einen gelungenen und gut recherchierten historischen Roman vorgelegt, der seinesgleichen sucht! Sie hat es erfolgreich geschafft, wahre Begebenheiten in eine sehr spannende Geschichte einzuweben. Sie beschreibt wunderbar das Leben der damaligen Bevölkerung und wie damals mit Frauen umgegangen wurde. Auch läßt sie den Kampf zwischen Katholiken und Protestanten ebensowenig aus wie sie die unsägliche Macht der Kirche detailiert beschreibt. Auch die Charaktere sind so toll beschrieben, daß man sagen kann: Sie hat ihnen Leben eingehaucht. Sie werden während des Lesens sozusagen zu Freunden oder Feinden.
"Das Sündenbuch" ist ein unbedingt zu empfehlender historischer Roman, der an Spannung kaum zu überbieten ist!

Veröffentlicht am 05.02.2017

Wunderschön

Albert - Ein glorreiches Schnabeltier
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Schnabeltier Albert flieht aus dem Zoo von Adelaide. Er hat genug davon, täglich begafft und mit Popcorn beschmissen zu werden. Sein Ziel: Das ursprüngliche Australien kennen zu lernen. Schließlich hat ...

Schnabeltier Albert flieht aus dem Zoo von Adelaide. Er hat genug davon, täglich begafft und mit Popcorn beschmissen zu werden. Sein Ziel: Das ursprüngliche Australien kennen zu lernen. Schließlich hat er schon von vielen anderen Tieren gehört wie toll es dort sein soll. Ausgestattet mit einer Trinkflasche macht er sich Nachts auf den Weg. Irgendwann springt er aus dem Zug und entdeckt viele leere Flaschen, doch nirgends Wasser. Albert sieht sich weiter um, doch überall ist nur Wüste. Plötzlich entdeckt er Wombat Jack, das um ein Feuer tanzt. Albert wird freundlich empfangen, das Wombat teilt seinen Proviant mit Albert. Beide machen sich am nächsten Tag auf den Weg Richtung Ponsby Station. Für Jack ist Adelaide neu und durch Alberts Erzählungen interessant. Jack und Albert werden Freunde und erleben viele Abenteuer. Als beide betrunken sind und die Bar in Flammen steht, wird Albert verdächtigt. Er landet im Gefängnis. Albert muß feststellen, daß das Leben in Freiheit doch anders ist, als er es sich gedacht hat.
Albert - Ein glorreiches Schnabeltier ist ein wunderbares Buch. Es ist leicht lesbar, flüssig und schlüssig geschrieben. Albert und seine Freunde werden wunderschön charakterisiert und man schließt sie richtig in sein Herz. Die Vorstellung der einzelnen mitwirkenden Tiere mit den liebevollen Zeichnungen ist eine wunderbare Sache. Schon das Cover läßt das Herz höher schlagen, so niedlich kommt Albert daher.
Bei diesem Buch steht nicht nur die Unterhaltung im Vordergrund, nein, man kann auch seine Lehren daraus ziehen, denn es regt sehr zum Nachdenken an.

Veröffentlicht am 05.02.2017

Unbedingt lesen

Höllenqualen
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Im Rotbachtal wird die Leiche der Studentin Sara Ehrmann aufgefunden. Sie verdiente sich etwas zu ihrem Lebensunterhalt dazu, indem sie als Stripperin arbeitete. An ihrem letzten Abend hatte sie ein Engagement ...

Im Rotbachtal wird die Leiche der Studentin Sara Ehrmann aufgefunden. Sie verdiente sich etwas zu ihrem Lebensunterhalt dazu, indem sie als Stripperin arbeitete. An ihrem letzten Abend hatte sie ein Engagement beim Junggesellenabschied von Oliver.
Eva Engel, Ermittlerin beim KK Duisburg, beginnt mit den Ermittlungen. Verdächte findet sie genug. Da ist zuerst die Dorfjugend, die an dem Abend gar nicht genug von Sara bekommen konnte, ein eifersüchtiger Exfreund sowie Satanisten, in deren Umfels sich Sara früher aufgehalten hat.
Auch in Evas privatem Umfeld gibt es Probleme. Ihre Tochter schließt sich der Gothic-Szene an, Anne, Evas Lebensgefährtin wendet sich von ihr ab und ihre Schulfreundin Sabine wird überfallen, ihr Hund dabei getötet, sie selber zusammengeschlagen und verliert ihr Gedächtnis. Wie hängt das alles zusammen?
"Höllenqualen" von Juliane Göttinger ist ein sehr spannender Krimi, der den Leser sofort in seinen Bann zieht. Man kann ihn einfach nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil ist sehr schön flüssig und leicht zu lesen. Der Spannungsbogen hält von der ersten bis zur letzten Seite, man hat nie das Gefühl, den Täter zu kennen. Auch die detailgetreuen Beschreibungen der Gegenden sind sehr gut gelungen. Die einzelnen Handlungsstränge sind nicht verwirrend, sondern fördern in diesem Buch die Spannung bin ins Unendliche. Ein sehr zu empfehlendes Buch, ich selbst habe es fast "verschlungen".