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Veröffentlicht am 16.09.2020

Eine berührende Familiensaga

Das Kind der Wellen
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In ihrer spannenden und packenden Familiengeschichte entführt uns die Bestsellerautorin an die Nordseeküste. Und hier tauchen wir in eine bzw. zwei berührende Geschichten ein, die irgendwie miteinander ...

In ihrer spannenden und packenden Familiengeschichte entführt uns die Bestsellerautorin an die Nordseeküste. Und hier tauchen wir in eine bzw. zwei berührende Geschichten ein, die irgendwie miteinander verwoben sind. Und zwischen diesen Geschichten liegt die lange Zeit von 100 Jahren.
Lisa ist an die Nordsee geflohen. Und obwohl sie hier vor drei Jahren auf tragische Weise ihre 3jährige Tochter Millie verloren hat, kehrt sie in das Ferienhaus der Familie zurück. Von ihrem Mann und ihren zwei Söhnen hat sie sich vollkommen zurückgezogen. Lisa ist unfähig wieder in ihr altes Leben zurückzukehren, zu groß fühlt sich ihre Schuld an Millies Tod an. Doch dann lernt sie den Schreiner Lars kennen und zusammen mit dessen Sohn, dem Antarktisforscher Jonas, beginnt sie ein altes Haus zu renovieren. Dabei macht sie eine unglaubliche Entdeckung, in einem alten Ofen findet sie Notizen zu einem Märchen über eine Meerjungfrau. Die drei werden von der Geschichte sofort gefangengenommen. In einem alten Zeitungsbericht lesen sie von einer jungen Frau, die 1920 ihr Kind am Strand verlor…
Einfach wieder toll! Schon beim Lesen des Prologs bin ich tief in die Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt eingetaucht. Ich tauche ein ins das Schicksal von zwei Frauen, die beide ihr Kind an der Nordsee verloren. Im hier und jetzt leide ich mit Lisa, kann ihren Kummer vollkommen verstehen. Wie soll eine Mutter das Verkraften – einfach unvorstellbar. Und im Jahr 1920 treffen wir auf die lebenshungrige Vicky, der das Schicksal auch grausam mitgespielt hat. Nachdem Lisa hat die Notizen im Ofen entdeckt hat, war ich ja total neugierig, wie die zwei Ereignisse miteinander verbunden sind. Und manchmal war es regelrecht erschütternd, was so alles ans Tagelicht kam. Zu welchen Taten Menschen fähig sind. Eine herausragende Geschichte voller Gefühl, bei der ich mit den Protagonisten mitgelitten habe. Auch das auf mich etwas melancholisch wirkende Cover lässt erahnen, dass dies eine tiefgründige Lektüre ist. Gerne vergebe ich für dieses tolle Lesevergnügen 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.09.2020

Eine supertolle Krimikomödie

Nonnas goldener Hochzeitsfall
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Bin ja wieder mal Quereinsteiger. Nonna Carmelina kenne ich ja schon aus Band 2 und Band 3. Aber nun weiß ich endlich, wie die Geschichte begann. Eine tolle Krimikomödie, in der einiges los ist – Pizza, ...

Bin ja wieder mal Quereinsteiger. Nonna Carmelina kenne ich ja schon aus Band 2 und Band 3. Aber nun weiß ich endlich, wie die Geschichte begann. Eine tolle Krimikomödie, in der einiges los ist – Pizza, Pasta, Mo(r)da! Und wie in allen Nonna-Romanen, wird die Geschichte aus Sicht von Federico erzählt. Er ist Nonnas Enkel. Und Federico stellt uns seine Nonna, wie folgt vor: Nonna kann super kochen, super bügeln, super tanzen, singen und schimpfen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit! Denn in Wirklichkeit ist meine Super-Nonna brandgefährlich…
Und das zeigt uns die folgende Geschichte: Federico (12) reist mit seiner italienischen Oma und Hausmeister Gianni (nicht ganz freiwillig) an die Amalfiküste. Und hier erwartet sie nicht nur die Feier zur Goldenen Hochzeit von Nonnas Cousine Gelsomina, nein es gibt Molotovcocktails in Zios Modeatelier, sie machen Bekanntschaft mit einigen Mafiosis. Nonna ist voll in ihrem Element und lässt sich durch nichts und niemanden aufhalten, da hat auch Camorra & Konsorten keine Chance!
Einfach wieder klasse! Der Schreibstil der Autorin ist einfach herzerfrischend und beim Lesen habe ich ständig ein Grinsen im Gesicht. Ich bin ja mittlerweile schon ein riesengroßer Fan der Nonna. Und vor meinem inneren Auge sehe ich die ganze Famiglia vor mir. Besonders genossen habe ich meine Fahrt an die Amalfiküste. Das war ja schon ein echtes Highlight, da kann man ja nur sagen – wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. Und erleben kann man mit Nonna so einiges. Begeistert hat mich ihre Sprache, einfach göttlich, ich hab sogar ihre Stimme im Ohr. Und Federico habe ich schon lange ins Herz geschlossen, Nonna und er sind ja ein wirkliches Traumpaar. Die Feier zur Goldenen Hochzeit war einfach klasse. Und wenn ich jetzt noch an bestimmte Szenen denke, bekomme ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Aber natürlich wird es auch spannend und gefährlich als die Mafia ins Spiel kommt. Aber Nonna weiß sich immer zu helfen. Erwähnen muss ich auch noch das Traumcover. Für mich ist diese unterhaltsame Lektüre ein Lesevergnügen der Extraklasse, das sofort für gute Laune sorgt. Gerne vergebe ich für diese Traumlektüre mit der ich Traumlesestunden verbracht habe, 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.09.2020

Eine gigantische Fortsetzung

Ein Gefühl von Hoffnung
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Voller Spannung habe ich ja auf die Fortsetzung der Ruhrpott-Saga gewartet. Und spannend und aufregend geht es auch in diesem Band weiter. Nun sind einige Jahre ins Land gezogen. Wir befinden uns im Jahr ...

Voller Spannung habe ich ja auf die Fortsetzung der Ruhrpott-Saga gewartet. Und spannend und aufregend geht es auch in diesem Band weiter. Nun sind einige Jahre ins Land gezogen. Wir befinden uns im Jahr 1959 und im Ruhrpott rauchen immer noch die Schlote. Doch im Hintergrund kriselt es bereits und die Kohlenkrise wirft ihre Schatten voraus. Der kleine Jakob ist mittlerweile sieben Jahre alt und fühlt sich in der Großfamilie mit Oma Mine, Johannes, Karl, Bärbel und Inge wohl. Alle leben sie noch in dem kleinen Siedlungshäuschen am Rande der Stadt. Aus Bärbel ist eine junge Dame geworden, die jetzt als Buchhändlerin arbeitet und ihre 17jährige Schwester Inge befindet sich mitten in der Pubertät. Sie sorgt mit ihrem rebellischen Verhalten oft für mächtigen Ärger. Eigentlich sollte Inge ja in diesem Jahr ihren Jugendfreund Peter, mit dem sie mittlerweile verlobt ist, heiraten. Doch plötzlich bahnen sich in der Familie Konflikte an, die alles andere in den Hintergrund stellen…
Und wieder einmal muss ich der Autorin, die für mich einfach eine Meisterin ihres Faches ist, ein großes Kompliment machen. Sie lässt uns am Zeitgeschehen der 60erJahre teilhaben und gibt es wieder einen herausragenden Einblick in die Arbeit, die Schufterei und die Gefahren der Grubenarbeiter. Es ist aber auch die Hoffnung zu spüren, dass sich doch etwas ändert. Und hier ist Johannes, der in der Gewerkschaft tätig ist, an vorderster Front mit dabei. Aber nun zu Oma Mine, die mir ja schon im ersten Band ans Herz gewachsen ist. Sie hält die Familie zusammen, die mir ja schon bestens vertraut ist. Da ist Inge, die sich rührend zusammen mit Johannes um ihren Halbbruder Jakob kümmert. Bärbel, die sich durchkämpft und zu ihrer Meinung steht. Der kriegsversehrte Karl, der sich wieder ins Leben zurückgekämpft hat und wieder einigermaßen zurechtkommt. Alles ganz außergewöhnliche Menschen, die viel Leid und Kummer erfahren haben, aber nie aufgegeben haben und sich immer wieder nach vorne kämpfen. Eine unter die Haut gehende Geschichte, die mich am Ende zu Tränen gerührt hat. Für mich wieder ein Lesehighlight, das mir interessante und unterhaltsame Lesestunden beschert hat und das mich auch nachdenklich gestimmt hat. Eine ganz besondere Lektüre mit ganz besonderen Menschen. Für dieses Meisterwerk vergebe ich sehr gerne 5 Sterne. Auch in dem beeindruckenden Cover spiegelt sich die damalige Zeit.

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Veröffentlicht am 12.09.2020

Ein turbulenter und gefühlvoller Wohlführoman

Ziemlich hitzige Zeiten
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Bei dem neuen Buch von Angelika Schwarzhuber haben mich der Titel und das super tolle farbenfrohe Cover magisch angezogen. Und dann erst die Geschichte: Wir lernen eine liebenswerte Protagonistin, und ...

Bei dem neuen Buch von Angelika Schwarzhuber haben mich der Titel und das super tolle farbenfrohe Cover magisch angezogen. Und dann erst die Geschichte: Wir lernen eine liebenswerte Protagonistin, und zwar die 49jährige Anna, kennen. Anna arbeitet in einer Zahnarztpraxis, die ihrer besten Freundin Zoe gehört, und hat von der Liebe die Nase gestrichen. Aber das heißt nicht, dass in ihrem Leben nichts los ist. Zurzeit ist es nämlich äußerst turbulent. Ihre älteste Tochter Leo steckt mitten in den Hochzeitsvorbereitungen, die auch nicht ganz ohne Komplikationen ablaufen und die jüngere Tochter hat Abiturstress. Und Anna – die hat eine Hitzewallung nach der anderen, außerdem gibt es da noch ihre Mutter, die in einer Einliegerwohnung bei ihr im Haus lebt. Die Krönung des Ganzen ist aber die Rückkehr ihrer Jugendliebe Jo in die Stadt. Und bei Anna erwachen wieder längst vergessene Gefühle. Doch zu allem Übel erinnert sich Jo nicht mehr an die Nacht mit Anna und das schmerzt Außerdem nervt Paul, der Vater einer Mitschülerin ihrer Tochter. Als sie die Einladung eines jungen Mannes erhält, ermuntern sie ihre Freundinnen Zoe und Ilona diese anzunehmen. Und jetzt ist das Chaos perfekt….
Super! Ich bin einfach begeistert. Schon nach dem Lesen der ersten Zeilen hatte ich ein Grinsen im Gesicht. Eine Geschichte, aus dem Leben gegriffen, wie sie jeder von uns in einzelnen Stücken schon mal erlebt haben kann. Ich habe so tolle Bilder vor Augen, als ich mir Anna neben Emma im Auto vorstelle. Begleitendes Fahren – das ging es mir wie Anna. Ich habe so viele wunderbare liebenswerte Menschen kennengelernt. Annas Leben ist ja keine Sekunde langweilig, sie will dass alles rund läuft und verliert sich selbst etwas aus den Augen. Das merkt sie, als ein junger Mann ihr den Hof macht und die Schmetterlinge in ihrem Bauch wieder zu fliegen anfangen. Und auch Paul ist ein äußerst sympathischer Zeitgenosse, auch wenn Anna und er manchmal aneinander geraten. Und dann gibt es ja am Ende der Traumlektüre eine Überraschung über die ich mich sehr gefreut habe. Eine liebenswerte Familie, die ihren Alltag mit allem was dazugehört meistert. Eine sehr gefühlvolle Lektüre, die mich auch berührt hat. Ein absolutes Gute-Laune-Wohlfühlbuch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Für dieses Lesevergnügen der Extraklasse vergebe ich gerne 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 11.09.2020

Ein berührender Roman

Wohin die Schuld uns trägt
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„Wohin die Schuld uns trägt“ aus der Feder der vielseitigen Autorin Regine Kölpin ist der erste Roman, in dem die Hauptkommissar Kenza Klausen die Hauptrolle spielt.
Kenza Klausen hat sich von Oberhausen ...

„Wohin die Schuld uns trägt“ aus der Feder der vielseitigen Autorin Regine Kölpin ist der erste Roman, in dem die Hauptkommissar Kenza Klausen die Hauptrolle spielt.
Kenza Klausen hat sich von Oberhausen nach Wilhelmshaven/Friesland versetzten lassen. Hier wird sie die neue Chefin der Mordkommission. Dass sie ihr erster Fall gleich nach Polen und hier nach Borntuchen ins ehemalige Westpreußen führen wird, damit hat sie wahrlich nicht gerechnet. Aber nun zum Beginn der Geschichte: Da erhält die 78jährige Tania Lewalder einen Brief aus dem Jahr 1945 geschrieben von ihrer Mutter. Jedoch wird der Überbringer des Briefes am nächsten Tag tot aufgefunden. Und nun nimmt Kenza Klausen die Ermittlungen auf, die sie nach Polen führen. Und hier stellt sich die Frage, was bei Kriegsende wirklich mit Tanias Mutter dort passiert ist. Plötzlich gibt es jedoch einen zweiten Todesfall. Und die zwei Fälle scheinen miteinander zu verwoben sein. Eine abenteuerliche Reise in die Vergangenheit beginnt, denn nach und nach verdichten sich die Hinweise auf ein grausames Verbrechen…
Wahnsinn! Noch jetzt nach Beendigung dieser spannenden und berührenden Geschichte habe ich ein Gänsehautfeeling. Schon das Lesen des Prologs hat mir einen kalten Schauer über den Rücken gejagt. Die Autorin lässt in diesem tollen Roman – für den sie von ihrer eigenen Familiengeschichte inspiriert wurde - deutsche Geschichte wieder lebendig werden. Man merkt auch, dass sie viele der beschriebenen Orte selbst besucht hat, es ist alles so lebendig beschrieben – ich habe ein konkretes Bild vor meinem inneren Auge. Welches Leid und Elend haben die Menschen erleben und ertragen müssen. Schrecklich! Aber nun zu unserer Protagonistin, die Hauptkommissar Kenza Klausen, der es in ihrer neuen Dienststelle von manchen Kollegen nicht leicht gemacht wird. Aber sie setzt sich durch und am Ende wendet sich das Blatt. Auch die 78jährigeTania ist eine bemerkenswerte Frau, was sie in ihrem Leben erlebt hat, ist unvorstellbar und sie konnte nie mit ihrer Vergangenheit abschließen. Bemerkenswert, wie sich Malin um ihre Großmutter kümmert und gemeinsam machen sie sich ja auf nach Polen, um sich der Vergangenheit zu stellen, damit Tania endlich Frieden schließen kann.
Ein hervorragender Roman, der mir unterhaltsame und äußerst spannend. Ich habe diese interessante Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Für mich ein Lesevergnügen der Extraklasse. Das melancholische Cover passt super zum Roman. Selbstverständlich vergebe ich 5 Sterne und freue mich schon auf den nächsten Fall mit Kenza.

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