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Veröffentlicht am 17.09.2020

Explosive Charaktere

Velvet Nights
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„Velvet Nights: Du gehörst mir“ von Emily Key lässt zwei Beziehungsvermeider aufeinanderprallen und ihre Ansichten überdenken.
Cynthia Roberts lebt ihr Leben nach ihren eigenen Regeln. Beziehungen stehen ...

„Velvet Nights: Du gehörst mir“ von Emily Key lässt zwei Beziehungsvermeider aufeinanderprallen und ihre Ansichten überdenken.
Cynthia Roberts lebt ihr Leben nach ihren eigenen Regeln. Beziehungen stehen nicht auf ihrem Plan und sie zieht bei Männern immer eine klare Grenze. Das geht solange gut, bis sie in ihrer alten Heimat New Haven zufällig Marc Paxton wiedersieht. Der ehemalige Captain des Footballteams ihrer High School weckt bei ihr sofort alte Gefühle, denn sie wollte ihn schon immer, aber er ließ sie damals eiskalt abblitzen. Marc hat Cynthia nicht vergessen und ziemlich schnell können sich beide der gegenseitigen Anziehung nicht mehr entziehen.

Diese beiden Protagonisten bilden eine wahrhaft explosive Mischung. Das Knistern zwischen ihnen könnte Waldbrände auslösen und genauso heiß geht es auch bald her.
Cynthia und Marc kennen sich seit der High School und genauso lange sind sie verrückt nacheinander. Marc gab diesen Gefühlen früher nie nach, was Cynthia zusätzlich geärgert hat. Nun sind beide erwachsen, auch wenn man das bei einigen Verhaltensweisen nicht immer vermuten würde. In ihren Schlagabtauschen schenken sie sich nichts und doch werden sie magnetisch voneinander angezogen. Ihre Erfahrungen aus der Vergangenheit haben bisher dafür gesorgt, dass sie nie eine feste Beziehung eingegangen sind und wahrscheinlich sind sie deshalb geradezu unbeholfen im Umgang mit ihren Gefühlen.
Der lockere Schreibstil liest sich richtig gut und die temperamentvollen Protagonisten sorgen dafür, dass es nie langweilig wird. Ihre Streitereien sind voller Leidenschaft und ihr Primärziel ist es wohl, sich gegenseitig zur Verzweiflung zu treiben. Das gelingt ihnen auf jeden Fall, so dass man mittendrin manchmal nicht sicher ist, ob es am Ende ein Happy End für die beiden geben wird.

Mein Fazit:
Die rasante Lovestory konnte mich bis zum Schluss mitreißen und ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.09.2020

Glück in den Bergen

Schneeflockenmagie
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„Schneeflockenmagie“ von Cécile Chomin erzählt eine unterhaltsame Lovestory, die nicht nur im Winter ans Herz geht.
Claire landet nach dem Albtraumtag schlechthin mitten in der Nacht in den französischen ...

„Schneeflockenmagie“ von Cécile Chomin erzählt eine unterhaltsame Lovestory, die nicht nur im Winter ans Herz geht.
Claire landet nach dem Albtraumtag schlechthin mitten in der Nacht in den französischen Bergen. Nachdem ihr Verlobter am Altar einfach nicht auftauchte, packt Claire ihr Hochzeitskleid und ihren Flitterwochenkoffer und flieht in eine abgelegene Herberge, die ihr ihre Schwester empfohlen hat. Doch die Herberge ist geschlossen und der neue griesgrämige Besitzer ist alles andere als erfreut über den nächtlichen Überfall. Doch Claire ist trotz der Ausnahmesituation sehr überzeugend und so darf sie bleiben. Während sie dabei hilft, die Herberge für die Wiedereröffnung fit zu machen, stellt sie fest, dass der mürrische Bergbewohner viel interessanter ist, als gedacht.

Die Autorin hat einen unverkennbar französischen Erzählstil, der mir auf Anhieb gefallen hat.
Claire ist selbstbewusst, erfolgreich und unabhängig. Obwohl sie das Hochzeitsdesaster tief getroffen hat, steht sie auf, richtet ihr Krönchen und macht einfach weiter. In ihrer ungeplanten Auszeit stürzt sie sich auf die neue Aufgabe, Hugo mit seiner geerbten Herberge zu helfen.
Hugo hat sich nach dem Tod seiner Mutter zurückgezogen und ist nun durch den Pariser Wirbelsturm Claire gezwungen, sich den anstehenden Problemen zu stellen. Er stimmt zuerst nur widerwillig zu, aber Claires Gesellschaft gefällt ihm mit jedem Tag mehr.
Beide sind genau das, was der andere im Moment braucht. Die Chemie ist unverkennbar, auch wenn das erste Aufeinandertreffen eher konfliktgeladen ist. Sie sind total glücklich in ihrer kleinen Blase, aber irgendwann müssen sie sich der Realität stellen.
Cécile Chomin erzählt diese Lovestory sehr humorvoll und unterhaltsam und verleiht ihren eigenwilligen Charakteren viel Tiefe. Es knistert gewaltig zwischen den Protagonisten und gleichzeitig gibt es jede Menge zu lachen.

Mein Fazit:
Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen und ich gebe gern eine Leseempfehlung und sehr gute 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 09.09.2020

Zwei Herzen

Hailey Blake
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„Hailey Blake: Wie mit zwei Herzen“ ist der zweite Band der Trilogie von Laura Misellie.
Hailey hat sich damit arrangiert, dass sie und Kai sich nur auf freundschaftlicher Ebene begegnen. Ihre ganz besondere ...

„Hailey Blake: Wie mit zwei Herzen“ ist der zweite Band der Trilogie von Laura Misellie.
Hailey hat sich damit arrangiert, dass sie und Kai sich nur auf freundschaftlicher Ebene begegnen. Ihre ganz besondere Freundschaft wird mit der Zeit immer tiefer und bald bilden beide eine untrennbare Einheit. Sie toleriert seine Eigenarten und seinen Frauenverschleiß und er ist immer zur Stelle, wenn sie ihn braucht. Als der charmante Jess nach den Sommerferien zu ihrem Freundeskreis stößt, entwickelt Hailey bald Gefühle für ihn. Doch je näher sie ihm kommt, desto mehr muss sie auch ihre Gefühle für Kai hinterfragen.

Jess ist ein interessanter neuer Charakter und er bringt Haileys Herz aus dem Takt. Das wäre kein Problem, wenn nicht Kai seinen Stammplatz in ihrem Herzen vehement verteidigen würde. Beide sind eigentlich nur Freunde, aber es herrscht eine Vertrautheit zwischen ihnen, die für Dritte keinen wirklichen Platz lässt. Hailey steht vor schweren Entscheidungen, die nicht einfach zu treffen sind.
Zudem schlägt das Schicksal erneut erbarmungslos zu und immer neue überraschende Wendungen machen es für sie nicht einfacher.
Man sollte den ersten Band unbedingt gelesen haben, denn sonst dürfte der Einstieg sehr schwer werden. Laura Misellie macht es ihren Protagonisten nicht leicht. Sie werden Hals über Kopf in neue komplizierte Konflikte gestürzt und sind gezwungen, unbequeme Entscheidungen zu treffen.
Die Konstellation ist sicher schwierig. Sie wird hier im Buch aber nachvollziehbar und authentisch geschildert. Man fiebert mit den liebgewonnenen Figuren mit und hofft auf eine glückliche Lösung. Diese gibt es aber im mittleren Band der Trilogie leider noch nicht, sondern man muss sich bis zum Finale gedulden.

Mein Fazit:
Die Fortsetzung der Geschichte ist absolut gelungen. Der Fokus liegt auf der besonderen Beziehung zwischen Kai und Hailey, die sich hier enorm weiterentwickelt hat. Nun bin ich auf den letzten Band gespannt, der die erhofften Antworten bringen könnte.

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Veröffentlicht am 08.09.2020

Altlasten und Vorurteile

All die Momente mit dir
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„All die Momente mit dir“ ist der zweite Band der Oak-Valley-Reihe von C. S. Bieber.
Samantha ist quasi das schwarze Schaf von Oak Valley. Sie hat mit Anfang zwanzig bisher noch nichts so richtig auf die ...

„All die Momente mit dir“ ist der zweite Band der Oak-Valley-Reihe von C. S. Bieber.
Samantha ist quasi das schwarze Schaf von Oak Valley. Sie hat mit Anfang zwanzig bisher noch nichts so richtig auf die Reihe bekommen und ist zu laut, zu direkt und zu unangepasst für die kleine Stadt. An einem neuerlichen Tiefpunkt in ihrem chaotischen Leben lernt sie Rick kennen, der ihr ganz unvoreingenommen eine Chance gibt, sich zu beweisen. Diesmal will Sam alles richtig machen und dazu gehört auch, sich von Rick fernzuhalten, denn er ist ihr Chef und jegliche Beziehung ist damit tabu. Doch Gefühle kann man eben nicht abstellen.

Das idyllische Kleinstädtchen Oak Valley kennt man schon aus dem ersten Band und die Geschichte der Protagonisten kann man hier weiterverfolgen.
Die unkonventionelle Sam eckt ständig an. Ihre Selbstzweifel verdankt sie ihrem Ex, der bei ihr nachhaltig für ein Gefühl der Unzulänglichkeit gesorgt hat. Sie fühlt sich sehr zu Rick hingezogen, aber sie will nicht alte Fehler wiederholen. Egal, wie gut ihre Absichten sind, irgendwie erwarten alle in ihrem Umfeld nur, dass sie scheitert. Das ist nicht einmal böse gemeint, sondern stellt einfach das kleinstädtische Schubladendenken und die eingefahrenen Vorurteile dar.
Rick flüchtet ebenfalls vor seiner Vergangenheit und den Fehlern, die er gemacht hat. Seine Geschichte wird stückchenweise durch Rückblicke oder Flashbacks aufgedeckt. Sam fasziniert ihn, aber er muss erst mit seinen eigenen Dämonen abschließen, bevor er an eine Zukunft denken kann.
Die Autorin erzählt die dramatische Lovestory mit viel Gefühl und lässt ihre Protagonisten erneut eine emotionale Achterbahnfahrt durchlaufen. Manchmal ist das fast zu viel für eine einzelne Person, aber trotzdem wird man von der Story mitgerissen. Eine Liebe voller Hindernisse, für die es sich aber zu kämpfen lohnt.

Mein Fazit:
Diese dramatische Lovestory ist letztendlich voller Hoffnung und geht ans Herz. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung und 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 04.09.2020

Romantische Helden

Triff mich auf der letzten Seite
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„Triff mich auf der letzten Seite“ von Mary Ann Marlowe klärt die Frage, ob es romantische Helden nur in Büchern gibt.
Maddie hat vor einiger Zeit den alten Buchladen in ihrer kleinen Heimatstadt Orion ...

„Triff mich auf der letzten Seite“ von Mary Ann Marlowe klärt die Frage, ob es romantische Helden nur in Büchern gibt.
Maddie hat vor einiger Zeit den alten Buchladen in ihrer kleinen Heimatstadt Orion übernommen. Dort ist sie glücklich, vor allem nachdem sie ihr Verlobter vor dem Altar einfach stehen gelassen hat. Vor kurzem hat sie ihren ersten eigenen Roman verfasst, was sie natürlich sehr stolz macht. Aber nach einer negativen Rezension durch den Blogger Silver Fox, der ausgerechnet ihre Liebesgeschichte niedermacht, wird ihr Kampfgeist geweckt. Schließlich lässt sie sich nicht von irgendeinem Kerl aus dem Internet ihre romantische Ader absprechen.

Es ist irgendwie süß, wie Maddie in ihrer eigenen kleinen glücklichen Blase im Buchladen lebt. Leider ignoriert sie dabei komplett die Realität. Der Laden ist in den Miesen und jegliche Hilfe von ihren Freunden lehnt sie rigoros ab. Vor allem ihren besten Freund Max lässt sie immer wieder auflaufen. Erst als sie einen regen Chat mit Silver Fox beginnt, fängt sie langsam an, ihr eigenes Verhalten zu hinterfragen. Im Buch ist es stellenweise nicht auszuhalten, wie blind Maddie für die Gefühle ihrer Mitmenschen ist. Sie ist definitiv liebenswert und sympathisch, aber sie lebt ein wenig in ihrer Fantasiewelt. Zum Glück zieht sie irgendwann ihren Kopf aus den Wolken und sieht die Dinge klarer.
Der humorvolle Schreibstil der Autorin hat mir persönlich sehr gut gefallen. Ich mag ihre vielschichtigen Charaktere und es macht Spaß in Maddies kleine Buchwelt einzutauchen. Die vielen Bezüge zu den Klassikern und der unterhaltsame Kampf von Maddie bei ihren eigenen Romanversuchen sind sehr gelungen. Natürlich ist es von Anfang an absehbar, wer der Held in Maddies persönlicher Geschichte sein wird. Aber der Weg dahin ist durchaus spannend und amüsant erzählt.

Mein Fazit:
Auch ein Autor hat es definitiv nicht leicht, wie die Protagonistin in diesem Buch zeigt. Die romantische und humorvolle Lovestory hat mich richtig gut unterhalten und ich vergebe sehr gute 4,5 von 5 Sternen.

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