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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.09.2020

Ein empfehlenswerter Auftakt einer meiner Lieblingsautorinnen

Blackcoat Rebellion - Das Los der Drei
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Eine Jugendbuchreihe einer meiner Lieblingsautorinnen, natürlich musste ich diese auch lesen. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Auch wenn es an sich nichts Neues ist. Eine Zukunftsversion von Amerika, ...

Eine Jugendbuchreihe einer meiner Lieblingsautorinnen, natürlich musste ich diese auch lesen. Und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Auch wenn es an sich nichts Neues ist. Eine Zukunftsversion von Amerika, die Gesellschaft unterteilt nach Ziffern (Ziffer VII sind die Herrscher, Ziffer I die Unliebsamen) und eine klare Trennung nach diesen. Doch hier haben auch Kinder aus den unteren Schichten die Möglichkeit ein besseres Leben zu bekommen. Denn jede Jugendliche muss einen Test machen, mit dem festgestellt wird, wie intelligent sie sind und welche Nummer sie zukünftig tragen werden. Hier kommt Kitty Doe ins Spiel, die eben diesen Test absolviert, aber aufgrund einer Schwäche kein gutes Ergebnis erzielt. Und ab hier nimmt die Geschichte ihren Lauf. Ich bin ehrlich gesagt sehr froh, den Klappentext nicht mehr kurz vor Lesebeginn gelesen zu haben, so war ich richtig überrascht über den Fortgang und die Autorin schreibt gewohnt lebendig, so dass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte. Sie haucht ihren Figuren mit wenig Worten Leben ein und schafft es den Leser mit Kleinigkeiten in den Bann zu ziehen. Ich war mehr als einmal überrascht von den unerwarteten Wendungen, die die Geschichte nimmt und bin sehr gespannt, was die Fortsetzung für uns bereithält. Denn das Ende lässt genug Spielraum für Spekulationen.

Ein empfehlenswerter Auftakt und ich freue mich auf Band 2!

Veröffentlicht am 19.09.2020

Geschichten eines Berggorillas über Freundschaft

Rille: Die Dschungelfreunde sind los!
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Das süße Cover hat mich hier angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht.
Rille ist ein Berggorilla, Zeit seines Lebens im Zoo aufgewachsen und plötzlich alleine und verlassen im Amazonasgebiet gestrandet. ...

Das süße Cover hat mich hier angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht.
Rille ist ein Berggorilla, Zeit seines Lebens im Zoo aufgewachsen und plötzlich alleine und verlassen im Amazonasgebiet gestrandet. Doch so alleine ist er dort nicht.
Mir hat es gefallen nicht nur Rille, sondern noch viele weitere außergewöhnliche Tiere kennenzulernen, die dort heimisch sind. Die Unterteilung in mehrere kleinere Geschichten bzw. Erlebnisse ist perfekt, so kann man auch mal nur einen Teil vorlesen. Wobei man zu anfangs schon ein bisschen länger lesen sollte, da man ja auch erst ankommen muss. Teilweise fand ich Rille ein wenig anstrengend und schnell eingeschnappt, zum Beispiel die Geschichte mit dem Floß. Aber dennoch habe ich das Buch immer wieder gern in die Hand genommen und meinem Sohn auch mal vorgelesen. Im Vordergrund steht hier das Thema Freundschaft und Vertrauen und man lernt auch kleine Dinge wie teilen. Rille erlebt hier sein bisher größtes Abenteuer, denn er muss sich alleine sein Futter suchen und muss lernen, dass man sich auf andere verlassen kann. Er fasst Vertrauen und mir hat es gefallen, wie er es lernt sich zurechtzufinden.

Ein zauberhaft illustriertes Kinderbuch über das Thema Freundschaft und Veränderung im Leben.

Veröffentlicht am 07.09.2020

Spannend und wirklich empfehlenswert

Das Geheimnis der Madame Yin
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Dieses Buch habe ich eine ganze Weile vor mir hergeschoben. Leider, muss ich sagen, denn es hat mir sehr gut gefallen!
Man liest die Geschichte im Wechsel von Celeste Summersteen, der Pinkerton und dem ...

Dieses Buch habe ich eine ganze Weile vor mir hergeschoben. Leider, muss ich sagen, denn es hat mir sehr gut gefallen!
Man liest die Geschichte im Wechsel von Celeste Summersteen, der Pinkerton und dem Inspektor Edwards, was wirklich Leben in die Geschichte bringt. Man bekommt ein vollumfassendes Bild und ich musste mehr als einmal schmunzeln, wenn der Inspektor die liebe Celeste unterschätzt hat. Die Geschichte selbst lässt sich locker und leicht lesen und es machte Spaß tiefer in die Zeit und die Verstrickungen einzutauchen. Da es auch mein erster Krimi seit langem war, war es natürlich toll wieder dieses Genre zu erkunden. Celeste selbst ist für diese Zeit eine starke, selbstbewusste Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und auch den „Männerberuf“ der Detektivin souverän meistert. Der Inspektor Edwards arbeitet für Scotland Yard und muss noch so einiges über die Frauenwelt lernen, ist aber ein sympathischer Kerl, wenn man ihn besser kennenlernt. Er ist direkt, aber auch hilfsbereit und ich mochte ihn recht gern. Die Zeit, in der das Buch spielt (1877) war für Frauen eine schwierige Zeit, sie wurden unterdrückt und waren nichts wert und gerade wie sich Celeste in dieser Welt zurechtfindet, hat mir richtig gut gefallen. Die Ermittlungsarbeiten haben mir auch gefallen, gerade da ja beide eigentlich gemeinsam ermitteln sollen, das aber eher auf der Strecke bleibt und die beiden in eine viel größere Sache als vermutet hineingeraten.

Ein wirklich spannendes Buch, das mir sehr gefallen hat.

Veröffentlicht am 02.08.2020

Gerne mehr von der Autorin!

Nicht weg und nicht da
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Von Anne Freytag habe ich schon so viel gehört, aber bisher noch nichts gelesen. Das wird sich nach diesem Buch definitiv ändern. Ein weiteres Buch (Mein bester letzter Sommer) liegt auch schon bereit ...

Von Anne Freytag habe ich schon so viel gehört, aber bisher noch nichts gelesen. Das wird sich nach diesem Buch definitiv ändern. Ein weiteres Buch (Mein bester letzter Sommer) liegt auch schon bereit und will in nächster Zeit noch gelesen werden.
Luise bleibt nach dem Tod ihres Bruders Kristopher allein zurück, allein gelassen von ihrem besten Freund und ihrem Dreh- und Angelpunkt im Leben. Dieses Buch zeigt ihren Weg zurück ins Leben und das es immer etwas lebenswertes gibt oder gefunden werden kann.
Dieses Buch habe ich gemeinsam mit einer Freundin gelesen und zwar nur, weil sie es sich geliehen hatte. Ich wüsste nicht, ob es ansonsten nicht immer noch ungelesen im Regal stehen würde. Dabei geht dieses Buch unter die Haut und zwar ab der ersten Seite. Anne Freytag schreibt intensiv, dabei aber so angenehm, dass es sich sehr schnell weg lesen lässt. Die Kapitel werden hauptsächlich auch Luises Sicht erzählt, doch auch Jacob kommt immer mal wieder zu Wort. Dieser Wechsel ist perfekt, so lernt man beide recht gut kennen und kann auch ihre Gedanken und Handlungen besser verstehen. Die Autorin hat einen ganz besonderen Stil und schafft es auch mit wenigen Worten schon den Personen Leben einzuhauchen und eine besondere Atmosphäre zu schaffen, dabei ist es überwältigend in die Gefühlswelt einzutauchen und oftmals extrem emotional. Auch die Musik spielt im Buch eine Rolle und man findet am Ende die Playlist, die im Buch angesprochen wird. Es sind aber für mich eher unbekannte Songs, was ich gar nicht mal so schlecht finde. Das Thema des Buches ist tiefgehend und eines mit dem jeder schon mal im Leben konfrontiert wurde. Und genau die Atmosphäre macht es so besonders, es ist sehr gefühlvoll und ich hatte keinen Moment das Gefühl, das es nur eine Geschichte ist. Es wirkt so realistisch und man bekommt tiefe Einblicke ins Leben der Charaktere.

Ein wirklich empfehlenswertes Buch, durch das ich eine neue Autorin gefunden habe, die ich gerne mal wieder lesen möchte.

  • Einzelne Kategorien
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 02.08.2020

Lest dieses Buch!

Der Händler der Töne
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Noé ist ein Waisenjunge und hat nur noch seine beste Freundin Minu. Doch diese muss er in seinem Heimatdorf zurücklassen, als er als Lehrling bei einem fahrenden Händler anheuert. Dieser scheint jedoch ...

Noé ist ein Waisenjunge und hat nur noch seine beste Freundin Minu. Doch diese muss er in seinem Heimatdorf zurücklassen, als er als Lehrling bei einem fahrenden Händler anheuert. Dieser scheint jedoch ein großes Geheimnis zu haben.

Dieses Buch hat mich direkt angesprochen. Schon der Titel mit den Tönen ist außergewöhnlich und insgesamt hat die Geschichte ihren ganz eigenen Charme. Wann hat man den schon von Tönen gehört, die heilen können? Die man als Gewürz nehmen kann oder auch als Badezusatz? Man startet direkt ins Geschehen, lernt Noé langsam immer besser kennen. Er hatte keine einfache Kindheit und diese Tatsache hat ihn sehr geprägt. Er hat sich durchs Leben gekämpft aber dennoch das beste daraus gemacht. Am Anfang fand ich es fast ein bisschen zu komplex, bis man sich in die Welt der Töne und Klänge eingefunden hat. Und ab diesem Zeitpunkt konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen!
Es gibt so viele verschiedenen Töne in dieser Welt, egal ob Mensch, Tier oder Pflanze, jede ist einzigartig und hat ihren eigenen Klang. Und man kann diese Töne einfangen und dazu nutzen, um Krankheiten zu bekämpfen oder sich einfach etwas Gutes zu tun. Doch in jeder Geschichte gibt es einen Bösewicht und auch hier trifft man auf diese. Noé scheint besonders zu sein, was sich auch im Laufe der Geschichte klärt. Die Beschreibungen der Landschaften, aber ganz besonders die verschiedenen Töne und deren klangvolle Namen sind zauberhaft und machen dieses Buch so speziell. Die Autorin hat einen wundervollen bildhaften Stil, der für manches Kind (aber auch Erwachsenen) stellenweise anspruchsvoll sein kann. Es fällt mir schwer meine Begeisterung in Worte zu fassen, da dieses Buch so eigen ist und seinen ganz besonderen Zauber hat.

Ich kann nur raten dieses Buch zu lesen. Mir hat es sehr gefallen in diese faszinierende Tonwelt einzutauchen und Noé auf seinen Abenteuern zu begleiten.