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Veröffentlicht am 21.09.2020

gutes Finale

Beastmode 2: Gegen die Zeit
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Achtung: zweiter Band und Abschluss der Dilogie! Meine Rezension enthält kleine Spoiler in Bezug auf den ersten Band!

Wilbur, Amanda, Jenny, Malcom und Damon sind fünf außergewöhnliche „Jugendliche“, ...

Achtung: zweiter Band und Abschluss der Dilogie! Meine Rezension enthält kleine Spoiler in Bezug auf den ersten Band!

Wilbur, Amanda, Jenny, Malcom und Damon sind fünf außergewöhnliche „Jugendliche“, die beauftragt wurden, die Welt zu retten. Bereits im ersten Band haben sie einige Herausforderungen meistern müssen und nun stehen sie vor nicht viel weniger komplizierten Aufgaben. Denn noch immer ist die Zukunft durch ein mysteriöses Energiefeld bedroht.

Nach dem Ende des ersten Buches war ich sehr neugierig, wie sich die Geschichte rund um die fünf Protagonisten weiter entwickeln würde. Insgesamt hat mir der zweite Band auch gut gefallen, auch wenn er mich nicht restlos mitgerissen hat. Besonders der Abschluss war mir dann irgendwie doch etwas zu beschleunigt, da hätte ich mir nach der langen Reise doch irgendwie etwas mehr gewünscht. Der Weg dahin war aber auf jeden Fall interessant gestaltet und hat sich gut an den Auftakt der Geschichte angefügt.
Achtung Spoiler!!

Wer den ersten Band gelesen hat, der weiß, was ich gleich schreibe, wer ihn noch nicht gelesen hat, der bekommt hier, wenn er weiterliest, einen Spoiler, aber ich möchte auf das Thema gern etwas intensiver eingehen, daher muss ich das einfach einmal benennen und nicht drumrum reden. Ich spoilere nicht gern und mache das auch nur selten, aber in dem Fall nimmt es einfach einen großen Teil der Handlung ein und hat mich immer wieder beschäftigt:
Die Figuren reisen im Verlauf der Geschichte durch die Zeit, in unterschiedliche Jahrhunderte, an verschiedene Orte und um dort ihre Aufgaben zu erfüllen, damit alles andere seinen Lauf nehmen kann. So kommt es dazu, dass die Charaktere sich im Buch verändern. Sie sind am Ende des Buches nicht mehr die, die sie waren, als sie in Band eins in die Geschichte gestartet sind. Einige von ihnen, weil sie sich weiter entwickelt haben, andere aus anderen Gründen 😉 Das möchte ich hier jetzt nicht so detailliert verraten, ich möchte ja auch keine riesigen Spoiler setzen.
Aber die Protagonisten müssen durch die Zeit reisen, damit sie veranlassen können, dass sie werden, wer sie sein müssen, um zu tun, was nötig ist, damit passieren kann, was passiert ist und sie nicht verändern, was nicht verändert werden darf – Und da ist es auch schon, eines der Probleme bei Zeitreisen 😀 Wenn man so intensiv darüber nachdenkt, dann eckt man an dem einen oder anderen Punkt an. Im Großen und Ganzen scheint es im Buch schon stimmig zu sein, zumindest passen viele der Erklärungen soweit, dass man nachvollziehen kann, was da passiert oder passieren muss, damit es weitergehen kann, wie es weitergehen soll. Es gab aber auch kleine Details, die, trotz intensiven Nachdenkens, nicht komplett für mich passten oder die ich aufgrund der komplexen Thematik vielleicht einfach nicht ganz aufnehmen oder mir erklären konnte…

-Spoiler Ende-

Der Schreibstil war wieder angenehm und flüssig. Ich bin recht leicht wieder in die Handlung reingekommen und hatte auch keine sehr großen Probleme mit den Erinnerungen, die waren mit Beginn der Geschichte doch schnell wieder da . Ab und an gibt es kleine Hinweise auf die vorausgegangenen Geschehnisse, diese sind jedoch nicht sehr umfangreich gehalten, Vorwissen sollte man also in jedem Fall mitbringen.
Es gibt zwar keine Ich-Perspetkiven, man begleitet aber dennoch immer wieder unterschiedliche Figuren bei ihren Erlebnissen und bekommt so auf der einen Seite einen guten Überblick über die Gesamthandlung, die sich zeitweise in unterschiedliche Stränge aufteilt, und auf der anderen Seite trotzdem Einblicke in das Innenleben der Figuren. Die Handlungsstränge bedingen sich alle und werden nach und nach auch wieder zu einem einzigen verknüpft. Da sich die Figuren jedoch zwischendurch aufteilen oder die Umstände es einfach ergeben, dass sie nicht, nicht mehr oder noch nicht wieder gemeinsam agieren, verpasst man durch die Wechsel nicht so viel vom Geschehen.
Besonders interessant fand ich die Erlebnisse rund um Jenny. Von ihr wusste man bisher ja nicht so viel und nun wird doch einiges dort etwas klarer und fügt sich zusammen. Etwas über ihr Umfeld und die Umstände zu erfahren, in denen sie lebt, war erschreckend und faszinierend gleichermaßen.
Auch die anderen Charaktere lernt man im Verlauf des Buches noch näher kennen, was interessant war. Aufgrund der Veränderungen in ihrer Situation und Konstellation müssen sie sich immer wieder Herausforderungen und auch ihren eigenen Gefühlen stellen. Die Voraussetzungen dafür sind sehr unterschiedlich, was es noch abwechslungsreicher zu verfolgen macht.
Es gab viele spannende und auch einige turbulente Passagen und auch Szenen, in denen die Figuren selbst mehr im Fokus standen. An ein paar kleinen Stellen hätte ich mir die Handlung etwas ausführlicher gewünscht, da ging es mir dann irgendwie etwas zu schnell oder es war mir vom Einblick nicht intensiv genug, vor allem verglichen mit anderen Themen, die deutlich ausschweifender behandelt wurden.
Fazit

Insgesamt ein schöner Dilogieabschluss, der viele Fragen beantwortet hat. Ein bisschen was ist am Ende offen geblieben oder passte für mich nicht hundertprozentig, einiges ging mir auch einfach etwas zu schnell, das hätte ich gern genauer beleuchtet gehabt, aber trotzdem hatte ich viel Freude mit dem Buch und den sehr unterschiedlichen Figuren, die vor verschiedene Herausforderungen gestellt werden. Langweilig war es in der Geschichte nie.

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Veröffentlicht am 11.09.2020

spannend gemacht und gut durchdacht

Raum der Angst
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Der Klappentext des Buches ist wirklich gelungen. Er stimmt schon mal auf die düstere Atmosphäre im Buch ein und sorgt damit für die richtige Stimmung, ohne inhaltlich zu viel zu verraten. Denn im Buch ...

Der Klappentext des Buches ist wirklich gelungen. Er stimmt schon mal auf die düstere Atmosphäre im Buch ein und sorgt damit für die richtige Stimmung, ohne inhaltlich zu viel zu verraten. Denn im Buch ist es alles andere als einfach die Rätsel des Killers zu bestehen. Gemeinsam sind die acht Teilnehmer stark, haben viel Potenzial und Wissen, um die Lösungen zu finden, doch nicht jedes Problem lässt sich ohne Opfer bewältigen…
Was am Anfang in den Köpfen der Spieler als Experiment begann, entpuppt sich nach und nach als makaberes Spiel auf Leben und Tod. Diesen Escape Room kann man nicht einfach verlassen, in dem man die Aufgaben erledigt. Nur wem es gelingt, nicht in die Fallen zu tappen, hat eine minimale Chance dem Ganzen zu entkommen.

Die Geschichte wird von einem personalen Erzähler geschildert, wodurch es möglich ist, verschiedene Handlungsstränge zu verfolgen, die parallel zueinander verlaufen. So kann man sowohl die Teilnehmer des Experimentes im Escape Room begleiten, als auch den Killer und die Ermittler. Dadurch entsteht ein guter Überblick über die Gesamthandlung und durch die Wechsel der einzelnen Perspektiven wird die Dynamik im Buch erhöht. Obwohl man als Leser durch die unterschiedlichen Einblicke mehr Wissen hat, ist es doch lange Zeit nicht möglich, zu verstehen, was genau da vor sich geht und wer hinter all dem steckt. Selbst wenn es Hinweise gibt, reichen diese nicht aus, um sich ein schlüssiges Bild zu machen, so ging es zumindest mir. Und selbst als die Identität des Mörders aufgedeckt ist, ist der Horror im Escape Room noch nicht vorbei, denn wo sich die verschwundenen Personen aufhalten und wie sie gerettet werden können, sind noch mal ganz andere Fragen und Herausforderungen.

Besonders spannend empfand ich die Szenen, die im Escape Room Stil gemacht waren. Für die acht Menschen, die dort eingeschlossen sind, ist die Herangehensweise zunächst sehr unterschiedlich. Denn zu Beginn glauben einige von ihnen noch daran freiwillig dort zu sein und sehen das alles als ein harmloses, wenn auch kompliziertes Spiel an. Doch nach und nach wird ihnen allen bewusst, dass der Preis des Verlierens ihr Tod ist. Geschockt von den Ereignissen und den Verlusten müssen sich sich zusammen reißen und weiter nach Lösungen und Auswegen suchen. Am besten wäre es, wenn sie dabei gedanklich dem Killer immer einen Schritt voraus wären, das ist jedoch einfacher gesagt, als umgesetzt und so manövrieren sie sich immer wieder unbewusst in brenzlige Situationen, aus denen es nicht immer ein entrinnen gibt. Es ist grausam, was sie dort erleben und durchmachen müssen, wie mit ihren Ängsten gespielt wird und ihr Wissen immer wieder herausgefordert wird. Doch ist es wirklich gut etwas zu wissen und zum Erfolg beizutragen? Die Eingeschlossenen sind ganz unterschiedliche Charaktere und das ist bewusst so gewählt. Jedem von ihnen werden unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben, wobei eine überwiegt und darauf und sind teilweise auch die Aufgaben bezogen, die sie zu erfüllen haben.

Neben diesen Passagen begleitet man auch die Ermittler intensiv bei ihrer Arbeit. Sie versuchen zu durchschauen, was es mit dem eigentlich geplanten Experiment auf sich hat und bemühen sich daraus Rückschlüsse darauf zu ziehen, was wirklich passiert ist. Dabei geht es viel um Psychologie und sie erhoffen sich Hilfe von einem bekannten Professor auf diesem Gebiet. Doch auch wenn sie immer weiter vordringen und es einige Entdeckungen gibt, die neue Fragen aufwerfen und sie so irgendwann auch Antworten erhalten, ist es lange Zeit schwer, das große Ganze dahinter zu erkennen. Auch wenn man in diesen Abschnitten interessante Dinge erfährt, wurde mein Lesefluss hier manchmal etwas gestört. Das lag gar nicht so sehr an der Handlung an sich, sondern an einigen Formulierungen und Sätzen, die abgehackt wirkten und mich beim Lesen ins stocken gebracht haben. Irgendwie ging es teilweise nicht so flüssig voran, wie in den anderen Handlungssträngen, was schade war, denn gerade die Ermittlungen und das Zusammensetzen von Puzzleteilen, ist bei der Suche nach dem Täter bedeutungsvoll. Dass ich zu dem Ermittlerduo keine große Bindung aufbauen konnte, empfand ich nicht als schlimm. Man weiß von ihnen nicht so sehr viel und für die Lösung des Falles ist es aus meiner Sicht auch nicht so sehr von Bedeutung sie gut kennen zu lernen. Es hat die Abschnitte aber vielleicht noch etwas unpersönlicher erscheinen lassen.

Im Verlauf des Buches gibt es einige Entwicklungen, mit denen ich so nicht gerechnet habe und die es noch interessanter gemacht haben. Während man immer tiefer in die Ermittlungen eintaucht, müssen die Menschen im Escape Room immer kniffligere Rätsel lösen und Zusammenhänge erkennen, die ihnen das Überleben sichern könnte oder aber sie darauf vorbereiten, wie sie sterben werden. Insgesamt war es spannend zu verfolgen und abgesehen von den Ermittlungsabschnitten, in denen es für mich manchmal etwas stockend wirkte, war der Schreibstil flüssig. Die angsterfüllte Atmosphäre wird gut rüber gebracht und auch wenn die Grausamkeiten und Todesfälle nicht alle in jedem Detail beschrieben werden, so sind die Darstellungen doch detailliert und blutig genug, damit man einen bildhaften Eindruck davon bekommt.
Fazit

Einen Thriller in einem Escape Room hatte ich bisher noch nicht gelesen und ich mochte die gut durchdachte Handlung und den peniblen durchdachten „Versuchsaufbau“ in den Räumlichkeiten richtig gern. Die Eingeschlossenen mussten richtig was leisten und selbst wenn sie Erfolg hatten und einen Raum weiter gekommen sind, war doch nicht für alle ein glimpfliches Ende in Sicht – spannend war das auf jeden Fall.
Leider war es in den Passagen der Ermittler manchmal nicht ganz so flüssig zu lesen, wie in den anderen Bereichen, wodurch mein Lesefluss immer mal wieder ins stocken geraten ist. Insgesamt aber ein interessantes Buch mit zahlreichen, unterschiedlichen Grausamkeiten.

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Veröffentlicht am 16.08.2020

sommerliche Geschichte

Stürmischer Neuanfang in Laguna Beach
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Laguna Beach ist ein Ort, in dem man sich leicht wohlfühlen kann. Wunderschön an der Küste gelegen, so dass man jederzeit dem Rauschen der Wellen lauschen oder sich zum Beispiel zum Surfen in die Fluten ...

Laguna Beach ist ein Ort, in dem man sich leicht wohlfühlen kann. Wunderschön an der Küste gelegen, so dass man jederzeit dem Rauschen der Wellen lauschen oder sich zum Beispiel zum Surfen in die Fluten stürzen kann. Jackson Cooper ist zwar in Laguna Beach aufgewachsen, hat seiner Heimat dann jedoch den Rücken gekehrt und sich sehr schwer getan, zurück zu kommen, um sich seiner Vergangenheit nicht wieder stellen zu müssen. Nun wagt er den Schritt aber doch und wird bald von den Dingen eingeholt, die vor 10 Jahren passiert sind. Denn seine Exfreundin Eden Green lebt noch immer in dem Ort und schon zügig kreuzen sich ihre Wege…

Der Schreibstil von Emily Bold ist angenehm und flüssig. Der Ort, der zum Urlaubmachen einlädt wird immer wieder sehr schön beschrieben, so dass man sich die Umgebung gut vorstellen kann und selbst Lust darauf bekommt, dort am Strand zu spazieren und die Gegend zu erkunden. Auch wenn die landschaftlichen Gegebenheiten immer wieder in die Handlung einfließen, so steht die Geschichte rund um Eden und Jackson schon im Vordergrund. Dabei gibt es zwei Zeitebenen zwischen denen immer wieder gewechselt wird. Bereits zehn Jahre vor den aktuellen Ereignissen hatten Eden und Jackson eine enge Bindung zueinander, doch dann kam der Bruch, der alles verändert hat, für beide. Es ist viel Zeit vergangen, doch einige Wunden heilen einfach nur sehr schwer und werden durch die erneute Begegnung schmerzhaft an die Oberfläche geholt. Es gibt einen personalen Erzähler, der es ermöglicht, sowohl Eden, als auch Jackson zu begleiten. Durch die Rückblicke in die Vergangenheit schließt sich irgendwann das Bild und man bekommt gute Einblicke in die Zeit, die sie damals gemeinsam verbracht haben und was es mit ihnen gemacht hat.

Eden ist eine erfolgreiche Köchin und hat sich mit ihren Künsten einen Namen gemacht. Beruflich steht sie fest im Leben, doch ihr Innerstes ist lange nicht so gefestigt und glücklich, wie sie es sich wünschen würde. Noch dazu gibt es nun auch Schwierigkeiten auf der Arbeit, die es ihr unmöglich machen, dort zu bleiben, wo sie bisher gearbeitet hat. Mit leeren Händen versucht sie verzweifelt ihre neu gewonnene Freizeit zu genießen, doch das fällt ihr schwerer, als gedacht. Als dann auch noch Jackson wieder auftaucht, bringt er ebenfalls einiges in ihr durcheinander. Viele der Rückblicke sind Erinnerungen von Eden, die einem die vergangene Zeit näher bringen und auch recht verständlich machen, wieso die Situation nach wie vor eher angespannt, als überstanden ist.
Jackson hat mehrfach versucht in seine Heimat zurück zu kehren und ist doch immer wieder gegangen. Als er nun die Möglichkeit hat, ein altes Lokal zu übernehmen und neu aufzubauen, schlägt er zu und wagt den erneuten Versuch in Laguna Beach Fuß zu fassen. Er ist vertieft in seine Arbeit und auch wenn vieles schwer und zeitraubend ist, gehört aufgeben nicht zu seinen Vorhaben. Er hat ein festes Ziel vor Augen und trotz der Rückschläge, rappelt er sich wieder auf, mal allein, mal mit Unterstützung. Doch auch ihn bringt die Begegnung mit Eden ziemlich durcheinander. Ob er die Vergangenheit hinter sich lassen könnte?
Die beiden Protagonisten sind interessante Figuren, die sich auf der einen Seite gut ergänzen, auf der anderen aber auch immer wieder aneinander geraten. Verletzte Gefühle, unausgesprochene Sachen und Missverständnisse machen es für sie nicht unbedingt leicht. An sich haben mir die Entwicklungen zwischen den beiden gut gefallen, es war keinesfalls geradlinig, immer wieder wurden sie zurück geworfen und mussten sich neu sortieren. Nach dem, was zwischen ihnen passiert ist auf jeden Fall verständlich. Und auch wenn mir klar ist, dass es für den Verlauf der Geschichte wichtig war, wie es sich entwickelt hat, habe ich mir öfter gewünscht, dass die beiden doch einfach miteinander reden würden. Richtig reden, über das, was da zwischen ihnen steht. Ihr Wechselspiel aus Zuneigung und Abweisung zeigt zwar auch einige Facetten von ihnen, aber ganz nachvollziehen konnte ich es doch nicht immer.
Die Nebencharaktere waren mir teilweise sympathisch, teilweise jedoch auch nicht. Man bekommt auch nicht von allen so sehr viel mit, aber die wichtigsten Bezugspersonen von Eden und Jackson lernt man schon etwas kennen. Besonders Luke war für mich allerdings kein Sympathieträger. Auch wenn er zum Ende versucht zu retten, was noch zu retten ist, ging er mir zwischendurch fast schon auf die Nerven. Aber manche Wege der Freundschaft sind wohl unergründlich. Edens Bruder und Jacksons beste Freundin mochte ich hingegen ganz gern.

Am Ende des Buches befindet sich eine Leseprobe, die eine ganz kleine Vorschau auf den zweiten Band gibt. Ich vermute, dort werden andere Figuren als Protagonisten in den Fokus rücken mit denen man nach Laguna Beach zurück kehrt.
Fazit

Eine schöne, sommerliche Liebesgeschichte mit einigen Stolpersteinen und Schwierigkeiten. Besonders die Vergangenheit macht beiden Protagonisten zu schaffen, doch auch in der Gegenwart läuft nicht alles nach Plan. Die Kombination aus beruflichen und privaten Entwicklungen hat mir gut gefallen, auch die Protagonisten mochte ich gern, auch wenn ich nicht jede ihre Entscheidungen komplett nachvollziehen konnte. Der Handlung hätte es sonst aber wohl auch einige Konflikte genommen, wenn sie früher richtig miteinander gesprochen hätten.

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Veröffentlicht am 06.08.2020

schöne Geschichte

Nur in dich verliebt
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Phoebe, Rose und Eliza sind Drillinge und zwar optisch zum verwechseln ähnlich, von ihrem Wesen jedoch total verschieden. Jede ist bemüht ihren Weg zu gehen, unabhängig von der jeweils anderen, aber doch ...

Phoebe, Rose und Eliza sind Drillinge und zwar optisch zum verwechseln ähnlich, von ihrem Wesen jedoch total verschieden. Jede ist bemüht ihren Weg zu gehen, unabhängig von der jeweils anderen, aber doch immer irgendwie auch Seite an Seite. Während die eine von einer familiären Zukunft träumt, versucht die nächste mit ihrer Musik erfolgreich zu werden und die dritte bemüht sich wieder Ordnung in ihr etwas durcheinander geratenes Leben zu bringen. Und auch wenn sie alle so unterschiedlich sind, gibt es doch ein Thema, das sie alle beschäftigt: die Liebe. Doch nicht für alle gibt es das Happy End, auf das sie gehofft haben.

Ein Buch über eineiige Drillinge habe ich bisher nicht gelesen und ich war sehr gespannt, wie das in die Handlung eingebaut ist. Bereits früh hat sich angedeutet, dass das Aussehen der drei für ziemliches Chaos sorgen könnte, auch wenn man sie auf jeden Fall anhand ihrer Charaktereigenschaften auseinander halten kann. Denn so ähnlich sie sich auch sehen, so eigenständig und unterschiedlich sind ihre Wesen. Und auch untereinander geht es nicht immer harmonisch zu. Wieso es zu Streitigkeiten und Unstimmigkeiten kommt, wird im Buch immer wieder erläutert, auch wie unterschiedlich ihre Ansichten, Hoffnungen und Wünsche sind. So wird deutlich, dass die drei eigenständige Personen sind und auch wenn sie Gemeinsamkeiten haben, noch lange nicht das gleiche Leben führen.

Die Geschichte wird aus den drei Ich-Perspektiven der Drillinge geschildert, so hat man die Chance jede von ihnen gut kennenzulernen und auch zu erleben, mit wem sie sich gut verstehen und mit wem nicht, was sie beschäftigt, was sie denken und fühlen, mit welchen Ängsten sie zu kämpfen haben und welche Träume sie hegen. Da zu Beginn jedes Kapitels ersichtlich ist, mit wem man gerade unterwegs ist, hatte ich keine Schwierigkeiten sie Perspektiven auseinander zu halten. Auch beim Lesen der Szenen wird recht schnell deutlich, wer da erzählt.
Man erlebt die Protagonistinnen nicht nur in der Gegenwart sondern auch in einem jüngeren Alter. Dafür werden meistens Rückblenden in Form von Tagebucheinträgen genutzt, es gibt aber auch einige Erinnerungen, die die sich gegenseitig oder anderen berichten und somit ihre Entwicklung noch etwas intensiver präsentieren. Im Verlauf des Buches gibt es außerdem einen Zeitsprung von einem Jahr, der mir allerdings ein wenig zu schaffen gemacht hat. Ich habe den plötzlichen Bruch zunächst nicht verstanden und empfand es als ziemlichen Knick in der Handlung. Nach und nach haben sich dann die Puzzleteile zusammengesetzt und ich konnte nachvollziehen, wie es dazu kam und was die nachfolgenden Szenen für eine Bedeutung haben. Eigentlich war das ziemlich clever gemacht, denn ich wurde ordentlich in die Irre geführt. Und auch wenn ich die Auflösung dann gelungen fand, weil ich damit in der Form nicht gerechnet hatte, war der Knick im Handlungsverlauf für mich nicht mehr gänzlich zu beheben.
Abgesehen davon hat mir der Schreibstil jedoch gut gefallen und das Buch hat sich auch flüssig lesen lassen.
Neben den Drilligen spielen auch ihre Familie und enge Freunde beziehungsweise Partner eine wichtige Rolle. Von einigen erfährt man etwas mehr, andere bleiben eher im Hintergrund. Für das Zusammenspiel der Szenen und das Eintauchen in die Welt der Drillinge sind sie jedoch alle von Bedeutung.
Es wird immer wieder sehr gefühlvoll auf ganz unterschiedliche Weise. Für die Charaktere gibt es einige Stolpersteine, Umwege und Probleme, die sie auf ihrem Weg zum Glück überwinden müssen und doch kommen am Ende nicht all an dem Ziel an, das sie sich eigentlich gesteckt hatten. Einige Passagen haben mich sehr berührt, in anderen Abschnitten sind die Gefühle der Charaktere nicht komplett bei mir angekommen, es war aber dennoch interessant ihren Weg zu begleiten.
Fazit

Eine schöne Geschichte mit einer Protagonistenkonstellation, die ich in dieser Form auch noch nicht erlebt habe. Die Drillinge geben der Handlung einen besonderen, interessanten Rahmen, bringen aber auch Probleme mit sich, die man mit anderen Geschwistern nicht hätte. Jede der drei Frauen geht einen eigenständigen Weg, auch wenn die Schwestern in gewisser Weise immer mit dabei sind. Stellenweise wird es sehr bewegend und gefühlvoll, andere Abschnitte haben mich zwar nicht komplett erreicht, insgesamt hat sich das Buch aber gut lesen lassen und mir gefallen.

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Veröffentlicht am 12.05.2020

schöner Abschluss der Reihe

Die Prinzessinnen von New York - Secrets
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Band 4: meine Rezension kann kleine Spoiler auf die anderen Bücher enthalten!

Man sollte auf jeden Fall mit Vorwissen in diesen Band gehen, es ist in den ersten drei Bänden schon sehr viel passiert und ...

Band 4: meine Rezension kann kleine Spoiler auf die anderen Bücher enthalten!

Man sollte auf jeden Fall mit Vorwissen in diesen Band gehen, es ist in den ersten drei Bänden schon sehr viel passiert und auch wenn einige Dinge wieder aufgegriffen und wiederholt werden, würde man doch viel von der Geschichte verpassen. Zum Füllen von kleinen Erinnerungslücken empfand ich die Rückblenden, die es gab, jedoch als gut und auch ausreichend.

Sich in der New Yorker Gesellschaft um Jahr 1900 zu behaupten ist nicht leicht. Wer nicht auf den besten Empfängen und Festen tanzt und sich präsentiert, wie es alle von einem erwarten, der kann auch schnell ins Abseits gespielt werden. Denn Intrigen, Lügen und Lästereien warten an jeder Ecke, dafür muss man gar nicht viel vollbringen.
Auch die Familie Holland kann ein trauriges Lied von all den Entbehrungen und Intrigen singen. Kaum schien eine Schwierigkeit halbwegs überstanden zu sein, taucht von irgendwo die nächste auf. Entweder von außen oder aber von innen heraus, wenn Wünsche und Träume doch stärker sind, als alle gesellschaftlichen Zwänge, denen man eigentlich untersteht.
Auch für Diana Holland hat sich alles geändert in den letzten Monaten. Kaum hat sie ein bisschen vom Glück gekostet, floss es ihr auch schon wieder durch die Finger. Doch die junge Frau ist noch nicht bereit aufzugeben. Aber kann sie wirklich erreichen, wonach sie sich sehnt bei all den Problemen, die sich vor ihr auftürmen?

Wie auch schon in den ersten drei Bänden gibt es wieder einen personalen Erzähler, der es ermöglicht, die unterschiedlichen und teilweise parallel laufenden Handlungsstränge zu verfolgen und nicht so viel von den Entwicklungen der einzelnen Charaktere zu verpassen. Die Personen, um die es sich dabei dreht, kennt man bereits aus den anderen Büchern, was mir gut gefallen hat. Auch wenn hier und da noch mal Figuren auftauchen, die bisher keine so große Rolle spielten, sind die Protagonisten doch inzwischen alle bekannt und man weiß in etwa wie sie ticken, wofür sie stehen und wofür sie berüchtigt sind. So ist es bei all den unterschiedlichen Leuten, die im Laufe des Buches auftauchen, trotzdem gut möglich den Überblick zu behalten. Die Geschichten der einzelnen Protagonisten sind alle miteinander verknüpft, einige intensiver, andere etwas indirekter, aber ganz ohne Einfluss auf den jeweils anderen und dessen Entwicklung zu nehmen, geht doch irgendwie nichts in der New Yorker High Society. Was mir insgesamt in der Entwicklung des vierten Bandes gut gefallen hat, sind die zahlreichen Überraschungen und Wendungen. Einige Aspekte entwickeln sich, wie man sie erwartet hat oder wie sie sich andeuten, aber viele andere Dinge kommen dann doch etwas anders oder aber komplett anders, als ich erwartet oder befürchtet hätte. Nicht für jeden gibt es ein Happy End und so traurig das auch für die Figuren selbst ist, es war glaubwürdig und hat mir besser gefallen, als wenn alle am Ende glücklich gewesen wären. Das hätte auch einfach nicht so richtig gepasst.

Wie auch schon im Rest der Reihe spielen Empfänge und Feierlichkeiten wieder eine Rolle. Dabei ist es immer wichtig optimal gekleidet zu sein, die richtigen Leute einzuladen, mit den richtigen zu reden, Bündnisse zu schließen, Geheimnisse aufzuschnappen und all solche Dinge. Und auch wenn es einiges an Raum einnimmt, hatte ich den Eindruck, es steht in diesem Band nicht ganz so im Vordergrund beziehungsweise sind die Ereignisse auf diesen Veranstaltungen viel mehr im Fokus, als die Anlässe selbst. So blieb etwas mehr Zeit für die Charaktere sich zu entwickeln und ihre Geschichte fertig zu erzählen, was mir gut gefallen hat.
An den Schreibstil habe ich mich inzwischen gewöhnt. Es ist alles verständlich geschildert, aber einfach nicht immer so leichtgängig, wie man es aus anderen Büchern kennt, da die Sprache teilweise natürlich der Zeit angepasst ist.Ich bin auch einfach nicht so häufig im historischen Kontext unterwegs, sonst wäre ich es vielleicht mehr gewohnt. Zum Einstieg eines jeden Kapitels gibt es wieder Ausschnitte aus Zeitungen, Briefe oder Hinweise auf das angestrebte Verhalten der gehobenen Gesellschaft. Diese stimmen einen auf die nachfolgende Handlung ein und waren für mich ein inzwischen lieb gewonnenes Element.
Fazit

Ein schöner Abschluss der Prinzessinnen von New York Reihe, die mich insgesamt gut unterhalten hat, auch wenn ich nicht so durch die Seiten gerauscht bin, wie bei manch anderen Büchern. Die Sprache und die Umgangsformen sind der Zeit angepasst, was es teilweise nicht ganz so flüssig und leichtgängig zu lesen macht. Die Charaktere sind interessant und vielseitig. Jeder bekommt seinen Platz im Buch und darf seine Geschichte erzählen. Besonders gut gefiel mir, dass längst nicht alles so kam, wie man es im Verlauf der Reihe erwartet hat. Es gab einige Überraschungen und Wendungen, die nicht für alle zu dem Glück geführt haben, das sie sich eigentlich erhofft hatten.

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