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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2020

Ideengeber für Ausflugsziele in Deutschland

HOLIDAY Reisebuch: Wo Deutschland am schönsten ist
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Wer nach 1000 Ausflugszielen in Deutschland sucht, wird hier fündig: knackig-kurze Texte sowie eine kleine Auswahl von Fotos dazu geben einen guten Einblick dafür, dass es viele wunderschöne Plätze in ...

Wer nach 1000 Ausflugszielen in Deutschland sucht, wird hier fündig: knackig-kurze Texte sowie eine kleine Auswahl von Fotos dazu geben einen guten Einblick dafür, dass es viele wunderschöne Plätze in Deutschland zum Besuchen gibt.

Geordnet nach Bundesland entstehen so 16 Kapitel, in denen nicht nur Sehenswürdigkeiten, sondern auch Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, Feste und Freizeitmöglichkeiten sowie weitere Ausflugsziele aufgelistet werden. Es ist kein ausführlicher Reiseführer, sondern eher ein Ideengeber für Ausflüge. Nicht immer sind Fotos zu den Sehenswürdigkeiten dazu gestellt, zudem muss man sich zu größeren Orten die dazugehörigen Ziele auf mehreren Seiten zusammensuchen. Vor allem fehlt mir aber eine Übersichtskarte, die mehr enthält als nur das Bundesland mit der jeweiligen Hauptstadt sowie den dazugehörigen im Buch gelisteten Tipps. Und manchmal geriet mir der Text auch ein bisschen zu flapsig, aber das ist nur eine Randbemerkung. Durch die Kürze der Tipps dient das Buch nur als Orientierung, zur weiteren Planung ist es zu knapp geraten. Die angegebenen Online-Adressen bieten aber die Gelegenheit, sich ausführlicher zu informieren.

Als Ideengeber finde ich dieses Buch gut geeignet, da reicht sicherlich ein kurzer, knapper Text, um sich dann woanders weitere Informationen zum Ziel herzuholen. Wegen der Mankos, die ich bereits geschildert habe, vergebe ich knappe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.09.2020

Akribisch recherchiert und bestens in eine Geschichte umgesetzt

Keltensonne
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Die junge Keltin Rowan lebt als einfache Bauerntochter in einer kleinen Siedlung auf dem Donnersberg. Sie liebt den Sohn des Häuptlings, doch verheiratet wird sie mit einem älteren, gewaltbereiten Mann. ...

Die junge Keltin Rowan lebt als einfache Bauerntochter in einer kleinen Siedlung auf dem Donnersberg. Sie liebt den Sohn des Häuptlings, doch verheiratet wird sie mit einem älteren, gewaltbereiten Mann. In der Toskana arbeitet Caius zusammen mit seinem Vater daran, die väterliche Weinhandlung auszubauen. Doch die Lebenswege von Rowan und Caius bergen einige unerwartete Wendungen, bis die beiden eines Tages aufeinander treffen.

Zwei Hochkulturen prallen hier aufeinander, und dabei lernt der Leser den Alltag der Kelten wie auch der Römer in der Zeit ca. 100 v.C. kennen. Hier zeigt sich deutlich, wie akribisch die beiden Autorinnen Heike Beardsley und Ulrike Vögl ihre Recherche betrieben haben. Man fragt sich von Anfang an als Leser, wie die so unterschiedlichen Lebenswege der beiden Protagonisten aufeinander treffen können, so dass der Spannungsbogen durchgängig hochgehalten wird. Das Buch bietet einige unerwartete Wendungen, die dennoch sehr gut in die Geschichte integriert sind und dabei glaubwürdig daherkommen. Ein Glossar erklärt die lateinischen Begriffe, die in den Text gestreut sind und so die Geschichte noch glaubwürdiger machen.

Sehr gerne vergebe ich 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 23.09.2020

Liebe in einer schwierigen Zeit

Die Frauen von der Purpurküste – Isabelles Geheimnis (Die Purpurküsten-Reihe 1)
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Auch drei Jahre nach einem schweren Schicksalsschlag ist Amélies Leben von Trauer geprägt. Sie entschließt sich, nach Collioure zu reisen, in die südfranzösische Heimat ihres Vaters. Doch das alte Haus ...

Auch drei Jahre nach einem schweren Schicksalsschlag ist Amélies Leben von Trauer geprägt. Sie entschließt sich, nach Collioure zu reisen, in die südfranzösische Heimat ihres Vaters. Doch das alte Haus ihrer Großmutter ist an einen Journalisten vermietet, Amélie muss sich mit dem Mitbewohner zurechtfinden. Ihre Großmutter Isabelle gibt ihr überraschend ihr altes Tagebuch, das ein Geheimnis enthalten soll. Während Amélie sich an ihre früheren Besuche bei ihrer Oma und in deren Baguetterie erinnert, liest sie sich fest an Isabelles tragische Geschichte über ihre Beziehung zu einem deutschen Wehrmachtsoldaten.

Amélie ist eine junge Frau, die mit dem Tod ihres Mannes und ihres kleinen Sohnes den Lebenswillen verloren hat. Doch anfangs hatte ich Mühe, mich in sie hineinzuversetzen, denn ihr Verhalten gegenüber dem Mieter des Hauses ist untragbar. Mehr Spannung ergab sich für mich aus der Tagebuchgeschichte der Großmutter, und das versprochene Geheimnis hat eine Menge Sprengkraft. Die Handlungsstränge verlaufen abwechselnd und in zwei Zeitebenen. Gut gelungen ist die historische Einbettung der Geschehnisse während der Besetzung Frankreichs durch die deutsche Wehrmacht. Die Kulisse der Purpurküste ist bombastisch, sie weckt die Sehnsucht nach einer Reise nach Südfrankreich.

Dieses Buch über Frauen in einer schwierigen Zeit hat mir vor allem wegen Isabelles Lebensgeschichte gefallen. Sehr gerne vergebe ich 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 21.09.2020

Düstere neue Welt

Paradise City
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Deutschland, in naher Zukunft. Während die Küsten überschwemmt sind, ballt sich die Bevölkerung in wenigen Zentren. Frankfurt als Zentrum einer Megacity ist zur Hauptstadt geworden. Die Menschen werden ...

Deutschland, in naher Zukunft. Während die Küsten überschwemmt sind, ballt sich die Bevölkerung in wenigen Zentren. Frankfurt als Zentrum einer Megacity ist zur Hauptstadt geworden. Die Menschen werden gesundheitlich feinmaschig betreut, und scheinbar allen geht es gut. Die Natur erobert sich die Landschaften wieder zurück, auch so manche Tierart hat sich wieder angesiedelt. Ein Schakal habe in der Uckermark eine Frau angefallen, Liina soll darüber recherchieren, und sie merkt bald, dass dies nicht der Fall sein kann. Währenddessen hat ihr Chef einen ziemlich merkwürdigen Unfall, eine junge Kollegin wird ermordet. Liina ahnt, dass hier etwas nicht stimmen kann…

Die Autorin Zoë Beck schildert eine Welt, die so heil aussieht, aber dann außer Kontrolle gerät. Die Menschen werden auf subtile Weise überwacht und dürfen sich dafür in scheinbarer Sicherheit fühlen. Dass dem nicht so ist, erkennt Liina auf schreckliche Weise. Die Auflösung ist für den Leser so überraschend wie für die Protagonistin selbst. Und das Schlimme ist, das Szenario könnte durchaus realistische Züge aufweisen… Der Schreibstil ist von der Hektik der Geschichte beeinflusst, das geht ein bisschen auf Kosten der handelnden Personen, die durchaus etwas ausführlicher dargestellt hätten werden können.

Diese beklemmende Dystopie hat mir einige spannende Lesestunden beschert, deshalb vergebe ich 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch gerne weiter.

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Veröffentlicht am 21.09.2020

Der Abschluss der Reihe

Die Spiegelreisende 4 – Im Sturm der Echos
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Die Welt der Archen ist in Gefahr, Risse führen zu Abgründen, die immer größer werden. Ophelia und Thorn wollen unbedingt den „Anderen“ finden, um so die Archen zu erhalten. Dafür begeben sie sich in größte ...

Die Welt der Archen ist in Gefahr, Risse führen zu Abgründen, die immer größer werden. Ophelia und Thorn wollen unbedingt den „Anderen“ finden, um so die Archen zu erhalten. Dafür begeben sie sich in größte Gefahr.

Der Abschluss der vierteiligen Reihe um die Spiegelreisende spielt wie die Bände davor in einer fantasievollen Welt, die von der Autorin Christelle Dabos auf eine spannende Weise detailreich und sehr durchdacht ausgestaltet wird. Deshalb ist es auch zwingend notwendig, die einzelnen Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Dabei ist diese Welt so komplex, dass die kurze Zusammenfassung zu Beginn des Buches wie auch eine kurze Charakterisierung der wichtigen Personen hilft, in die Geschichte wieder zu finden, ist es bei mir nun doch schon eine Weile her mit der Lektüre über die bisherigen Geschehnisse. Manches erschien mir etwas langatmig, man hätte einiges zusammenkürzen können. Das ging zu Lasten der Spannung, die allerdings dennoch über das gesamte Buch hinweg hoch gehalten wird. Einige überraschende Wendungen haben bei mir zu leichter Verwirrung geführt, letztendlich aber habe ich es doch geschafft, den Überblick zu bewahren. Etwas schwer habe ich mich mit dem Schluss der Geschichte getan, es ist mir zu offen. Man könnte spekulieren, als ob die Autorin sich die Hintertür für eine weitere Fortsetzung offen halten wollte.

Trotz all der Kritikpunkte hat mich die faszinierende Welt der Archen begeistern können, so dass ich 4 von 5 Sternen vergebe.

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