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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.11.2020

Fesselnd und wendungsreich

Ohne Schuld
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Nach langer Zeit, habe ich mir mal wieder ein Buch von Charlotte Link gegönnt und wurde nicht enttäuscht.
Eine Frau wird im Zug von einem Fremden mit Pistole verfolgt. Tage später stürzt eine Lehrerin ...


Nach langer Zeit, habe ich mir mal wieder ein Buch von Charlotte Link gegönnt und wurde nicht enttäuscht.
Eine Frau wird im Zug von einem Fremden mit Pistole verfolgt. Tage später stürzt eine Lehrerin über einen quer zum Weg gespanntes Drahtseil, dann wird auf sie geschossen. Die Waffe ist identisch.

Fazit: Mit „Ohne Schuld“ hat Frau Link mal wieder einen gut konstruierten und kurzweiligen Kriminalroman geschaffen.

Veröffentlicht am 15.11.2020

Das wärmende Licht ihres Lebens

Wenn das Licht gefriert
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Die Leseprobe zu „Wenn das Licht gefriert“ von Roman Klementovic hatte meine Neugier geweckt und ich wurde nicht enttäuscht. Worum geht es?
Seit 40 Jahren sind Elisabeth und Friedrich verheiratet. „Das ...


Die Leseprobe zu „Wenn das Licht gefriert“ von Roman Klementovic hatte meine Neugier geweckt und ich wurde nicht enttäuscht. Worum geht es?
Seit 40 Jahren sind Elisabeth und Friedrich verheiratet. „Das wärmende Licht ihres Lebens“, wie sie ihn einmal in einem Gedicht genannt hatte.
Eines Abends wird ein 22 Jahre alter Mordfall für den dementen Friedrich zum Verhängnis. Plötzlich gibt er Details preis, die nur der Mörder kennen kann. Ist er wirklich der Täter? Elisabeth beginnt nachzuforschen und setzt damit eine fatale Kettenreaktion in Gang…
Dem starken Anfang folgt ein schwacher Mittelteil. Ständige Wiederholungen gehen zu Lasten der Spannung. Von der Alzheimererkrankung mal abgesehen, wird 23mal gehumpelt, viermal der Motor abgewürgt etc. Nach ca. 300 Seiten (eBook) ist alles vorbei.
Dabei ist der Plot intelligent konstruiert, aber ab einem bestimmten Punkt auch vorhersehbar und nicht immer glaubwürdig. Elisabeth hat mich zunehmend genervt. Doch das Thema Alzheimer macht diese tiefgründige Lektüre zu etwas Besonderem.

Fazit: Spannender und tiefgründiger Whodunit.

Veröffentlicht am 19.10.2020

Der König von Kreuzberg

Kreuzberg Blues
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„Kreuzberg Blues“ von Wolfgang Schorlau ist bereits der 10. Fall für den Stuttgarter Privatdetektiv Georg Dengler. Dengler ermittelt diesmal in Berlin. Es geht um Häuser, die „entmietet“ werden sollen. ...


„Kreuzberg Blues“ von Wolfgang Schorlau ist bereits der 10. Fall für den Stuttgarter Privatdetektiv Georg Dengler. Dengler ermittelt diesmal in Berlin. Es geht um Häuser, die „entmietet“ werden sollen.
Der Immobilienhai Sebastian Kröger, der König von Kreuzberg, scheint seine Mieter mit kriminellen Methoden rauszuekeln. Zum Einsatz kommen u.a. Ratten. Aber die Mieter wehren sich. Silke Herzog bittet ihre Freundin Olga um Hilfe. Und so reisen Dengler und seine Freundin Olga nach Berlin…
Bald ist klar, die Sache ist viel größer als gedacht. Kröger ist eigentlich nur ein kleiner Fisch im Haifischbecken. Zitat: »Ich bin nicht böse. Ich will bloß Geld verdienen.« Skrupellos dagegen ein großer Wohnungskonzern und ein Großinvestor aus New York.
Neben dem eigentlichen Thema - Finanzindustrie und Immobilienwirtschaft - gibt es mit der Corona-Krise einen zweiten inhaltlichen Schwerpunkt. Seitenlange Abhandlungen über Corona-Leugner und Impfgegner gehen zu Lasten der Spannung. Ich mag es nicht, belehrt zu werden.
Wie schon nach dem Vorgänger, „Der große Plan“, versteht man jetzt ein bisschen besser, wie die große Welt des Kapitalismus funktioniert. Spannend und bestens recherchiert.

Fazit: Dengler ermittelt in Berlin. Es geht um Häuser, die entmietet werden sollen. Aber auch Corona spielt eine Rolle. Das war mir etwas „too much“.

Veröffentlicht am 12.10.2020

Die Namenlosen

Amissa. Die Verlorenen
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„Amissa. Die Verlorenen“ ist der erste Band einer Thriller-Reihe von Frank Kodiak um die Privatdetektive Rica und Jan Kantzius. Worum geht es?
Mehrere weibliche Teenager verschwinden kurz nach einem Umzug. ...


„Amissa. Die Verlorenen“ ist der erste Band einer Thriller-Reihe von Frank Kodiak um die Privatdetektive Rica und Jan Kantzius. Worum geht es?
Mehrere weibliche Teenager verschwinden kurz nach einem Umzug. Eine Spur führt zu „Amissa“, einer Hilfsorganisation, die weltweit nach vermissten Personen sucht. Auch Rica arbeitet für Amissa. Jan ist ein ehemaliger Polizist. Geht es um Menschenhandel?
„Amissa“ ist ein typischer Winkelmann. Immer ein bisschen mit dem erhobenen Zeigefinger, wenn es um Teenager und Gefahren im Internet geht. Mehrere Handlungsstränge gilt es zu verfolgen. Zwischendurch sind Kapitel in Kursivschrift eingestreut, Rückblenden in die Vergangenheit, Misshandlungen einer Namenlosen. Spannend, keine Frage.
Frank Kodiak ist ein Pseudonym des Autors Andreas Winkelmann. Sein neues Werk ist ein knallharter Thriller, der einige Überraschungen bereithält. Jan kennt man vielleicht bereits aus „Das Fundstück“. Sympathisch ist er mir nicht. Denn seine Ermittlungsmethoden erscheinen doch eher zweifelhaft. Kommissar Olav Thorn ist auch wieder mit von der Partie.
Am Ende ist der Kriminalfall zwar gelöst, aber die Geschichte endet zu abrupt. Was daran liegen mag, dass es sich hier um den ersten Teil einer Trilogie handelt.

Fazit: Typisch Winkelmann. Immer ein bisschen mit erhobenen Zeigefinger, wenn es um Teenager und Gefahren im Internet geht.

Veröffentlicht am 26.09.2020

Emotionaler Dänemark-Krimi

Helle und der falsche Prophet
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„Helle und die kalte Hand“ hatte mich begeistert und auch der dritte Fall für Kommissarin Helle Jespers aus Skagen, „Helle und der falsche Prophet“, hat mich nicht enttäuscht. Worum geht es? Eine enge ...


„Helle und die kalte Hand“ hatte mich begeistert und auch der dritte Fall für Kommissarin Helle Jespers aus Skagen, „Helle und der falsche Prophet“, hat mich nicht enttäuscht. Worum geht es? Eine enge Freundin von Helles Sohn wird tot am Strand aufgefunden. Steht die Leiche in Zusammenhang mit einem jungen Paar auf der Flucht? Helle ermittelt…
Die Spur führt zu einer obskuren Sekte. „Helle und der falsche Prophet“ ist ein Buch, das religiösen Wahn, bedingungslosen Glauben und Abhängigkeit thematisiert. Judith Arendt ist ein Pseudonym von Tanja Weber. Die Autorin hat ihren neuen Krimi wieder atmosphärisch in Szene gesetzt. Spannend, keine Frage.
Die Nebenfiguren Bengt und Jan-Cristofer, können bezüglich der Sympathie punkten. Mit Helle bin ich dagegen auch nach zwei Fällen nicht wirklich warm geworden. Die Geschichte weckt starke Emotionen beim Leser. Mir war das allerdings ein bisschen „too much“. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch gut gefallen. Ein schöner ruhiger Ermittlerkrimi, dessen Auflösung womöglich ebenso überrascht wie schockiert.

Fazit: Fall Nr. 3 für Helle Jespers. Netter Krimi für zwischendurch.