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Veröffentlicht am 07.10.2020

Eine wunderschöne und berührende Liebesgeschichte!

Wenn Liebe eine Farbe hätte
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Von Leonie Lastella hatte ich im vergangenen Frühjahr „Das Licht von tausend Sternen“ gelesen und da ich von dem Buch hellauf begeistert war, war ich augenblicklich Feuer und Flamme, als ich von ihrem ...

Von Leonie Lastella hatte ich im vergangenen Frühjahr „Das Licht von tausend Sternen“ gelesen und da ich von dem Buch hellauf begeistert war, war ich augenblicklich Feuer und Flamme, als ich von ihrem neuen Roman aus dem dtv Verlag hörte. Allein schon der Titel hatte ich mich sofort. „Wenn Liebe eine Farbe hätte“ - klingt das nicht bezaubernd? Und das Cover erst! Es ist natürlich immer Geschmackssache, ich jedenfalls finde es wunderhübsch. In meinen Augen ist es ein echter Eyecatcher. Da mich auch der Klappentext umgehend überzeugen konnte, zögerte ich keine Sekunde lang und ließ das neue Buch von Leonie Lastella nur zu gerne bei mir einziehen.

Everly und David waren jahrelang ein glückliches Paar. Doch dann trennt sich David plötzlich von ihr. Every muss sich nun schleunigst auf die Suche nach einem Job und einem neuen Mitbewohner machen, damit sie sich ihre Wohnung weiterhin finanzieren kann. Die Stelle im Wipe Out, einem Beach-Café, scheint ihr perfekt zu sein – wäre da nur nicht dieses großes Aber in Form von Weston. Weston ist ein ehemaliger Mitschüler von Everly und in ihren Augen ein richtiger Mistkerl. Ein Mistkerl, dem sie den besten Kuss ihres Lebens zu verdanken hat. Obwohl die Situation zwischen den beiden nicht gerade einfach ist, nimmt Everly den Job im Wipe Out an. Als Weston kurz darauf auf der Suche nach einer neuen Bleibe ist, ist es tatsächlich ausgerechnet sie, Everly, die ihm das leere Zimmer in ihrer Wohnung anbietet.

Dies war mein zweites Werk aus der Feder von Leonie Lastella und was soll ich sagen – auch mit diesem konnte sie mich von Anfang bis Ende vollkommen verzaubern. Mir persönlich hat ihr neues Buch sogar noch ein kleines bisschen besser gefallen als „Das Licht von tausend Sternen“. Leonie Lastella ist mit „Wenn Liebe eine Farbe hätte“ eine weitere, umwerfend tolle Liebesgeschichte gelungen, welche uns Leser auf die reinste emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle mitnimmt und durchgehend mitreißt und fesselt.

Wovon ich euch erneut endlos etwas vorschwärmen könnte, ist der Schreibstil von Leonie Lastella. Er ist gefühlvoll, bildhaft und so schön locker, leicht und humorvoll. Für mich hat er sich abermals einfach nur fantastisch lesen lassen. Da zudem die Kapitel angenehm kurz sind und die Handlung unheimlich packend erzählt wird, bin ich beim Lesen nur noch so durch die Seiten geflogen und habe das Buch für meinen Geschmack viel zu schnell wieder beendet.

Auch mit dem Charakteren konnte mich Leonie Lastella vollends überzeugen. Unsere zwei Hauptprotagonisten Everly und Weston habe ich ganz besonders fest in mein Herz geschlossen. Die Geschichte wird abwechselnd von den beiden erzählt, jeweils in der Ich-Perspektive, und wer meinen Lesegeschmack ein wenig kennt, der wird wissen, dass ich total auf Sichtwechsel in Büchern stehe. Ich habe mich riesig darüber gefreut, dass Leonie Lastella erneut diese Erzählform gewählt hat. :)
Everly war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist herzlich, schlau und stark und einfach so jemand, den man sofort gernhaben muss. Ich bin mir sehr sicher, dass ich mich im Real Life fabelhaft mit ihr verstehen würde.
Da durch Everlys Vorurteile bezüglich Wes anfangs kein gutes Licht auf ihn geworfen wird, mochte ich Wes zu Beginn nicht so gerne. Auf mich hat er zunächst einen etwas arroganten und sehr distanzierten Eindruck gemacht. Es zeigt sich jedoch sehr schnell, dass David in Wahrheit ein super lieber Kerl ist, der wie Everly schon so einiges durchmachen musste und momentan kein einfaches Leben führt.
Everly und Wes – beide haben sie ihre Päckchen zu tragen, beide sind sie zwei ganz wundervolle und authentische Charaktere, die eine eindrucksvolle Entwicklung durchmachen und in die man sich dank der einfühlsamen Erzählweise spielend leicht hineinversetzen kann. Mir jedenfalls ist letzteres mühelos geglückt. Ich habe mit den beiden mitfiebert, mitgelitten und mitgelacht und hätte liebend gerne noch viel mehr Zeit mit ihnen verbracht.

Die Nebenfiguren wurden ebenfalls allesamt erstklassig ausgearbeitet und tragen mit ihren verschiedenen Eigenarten dazu bei, dass man unvergessliche Lesestunden mit dem Buch verbringt. Vor allem Everlys Großmutter Olivia, ihre Nana, fand ich großartig. Nana hat mir so einige Gründe zum Schmunzeln geliefert und die innige Bindung, die sie zu ihrer Enkelin hat, hat mir so richtig das Herz erwärmt.

Was die Handlung angeht, habe ich euch ja bereits erzählt, dass sie mich von der ersten Seite an in ihren Bann ziehen und nicht mehr loslassen konnte. Die Geschichte, die Leonie Lastella in „Wenn Liebe eine Farbe hätte“ aufs Papier gebracht hat, enthält einfach den perfekten Mix aus Tiefe, Gefühl und Romantik und ist herzzerreißend und unterhaltsam zugleich. Sie handelt unter anderem von Liebe, Freundschaft, Familie, Verlust und Vertrauen und wirkt so herrlich echt und lebensnah. Auf mich jedenfalls hat die Story absolut glaubhaft gewirkt. Die Romanze ist zutiefst berührend und süß und kommt ganz ohne Kitsch und Drama aus. Die ernsthaften Themen fügen sich hervorragend in die Handlung ein und stimmen einen sehr nachdenklich, sie lassen die Handlung aber niemals zu schwer werden. Dank der humorvollen Szenen und amüsanten Schlagabtäusche wird die Story wunderbar aufgelockert, sodass man beim Lesen öfters breit am Schmunzeln und Grinsen ist. Also für mich war hier einfach alles rundum stimmig. Ich liebe dieses Buch und kann nur sagen: Unbedingt lesen! Glaubt mir, es lohnt sich.

Fazit: Eine wunderschöne Liebesgeschichte voller Herzschmerz, Humor und Emotionen! Auf mein zweites Werk von Leonie Lastella habe ich eindeutig zurecht so sehr gefreut – mir hat „Wenn Liebe eine Farbe hätte“ unglaublich gut gefallen. Die Geschichte ist herzergreifend, tiefgründig, ernsthaft und witzig – alles zugleich. Sie ist so bunt und zauberhaft wie die Liebe und das Leben und steckt voller wichtiger Botschaften. Ein wirklich ganz tolles Buch, das mich berührt und von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen hat. Ich bin begeistert und freue mich schon sehr die weiteren Bücher von Leonie Lastella. „Wenn Liebe eine Farbe hätte“ erhält von mir eine große Leseempfehlung und sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 05.10.2020

Spannend und zuckersüß - ein ponytastisches Weihnachtsvergnügen!

Ponyschule Trippelwick – Schiefer die Ponys nie singen
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Da ich Weihnachtsbücher über alles liebe, war meine Freude groß als ich hörte, dass uns Ellie Mattes mit dem dritten Band ihrer liebenswerten Ponyschule Trippelwick-Reihe ein Weihnachtsabenteuer beschert. ...

Da ich Weihnachtsbücher über alles liebe, war meine Freude groß als ich hörte, dass uns Ellie Mattes mit dem dritten Band ihrer liebenswerten Ponyschule Trippelwick-Reihe ein Weihnachtsabenteuer beschert. Die beiden vorherigen Bände fand ich einfach nur bezaubernd und ich war sehr guter Dinge, dass ich auch von „Schiefer die Ponys nie singen“ hellauf begeistern sein werde.

Der erste Schnee fällt, das Internat Trippelwick wird festlich geschmückt, die Schülerinnen sind ganz aufgeregt – die Weihnachtszeit ist da! Obwohl Ponys eigentlich gar kein Weihnachten feiern, wird in der Schule jedes Jahr gewichtelt. Annie und ihre Freundinnen Frida, Tille und Dana sind begeistert. Als Annie aber den Namen von Ponydirektor Hillbatten zieht, erhält ihre große Freude einen jähen Dämpfer. Was soll sie dem Schuldirektor bloß schenken? Es muss etwas ganz Besonderes sein, das steht für Annie sofort fest. Nur was? Als sie zufällig ein Gespräch mitanhört, in welchem Professor Hillbatten von dem Schatz der Gräfin Trippelwick spricht, ist Annie sofort Feuer und Flamme. Wäre dieser Schatz nicht das coolste Geschenk für den Direktor? Aber wo ist er nur versteckt? Und warum verhält sich eigentlich ihr Gefährtenpony Henry plötzlich so merkwürdig? Gibt es vielleicht ein anderes Mädchen, das er lieber zur Gefährtin hätte? Eine aufregende Weihnachtszeit beginnt...

Sieht das Cover nicht toll aus? Also bei mir war es Liebe auf den ersten Blick. Ich mag diese heimelige Weihnachtsstimmung, die das Cover verströmt, unglaublich gerne.
Die äußere Gestaltung verspricht auch wahrlich nicht zu viel – auch im Innenteil erwartet uns Leser ganz viel wunderbarer Weihnachtszauber. Für die Vorweihnachtszeit kann ich das Buch daher natürlich ganz besonders empfehlen, allerdings sollte man besser zuerst in die beiden Vorgänger abtauchen, ehe man es sich mit dem Weihnachtsband gemütlich macht. Man mag dem Geschehen in Teil 3 vermutlich auch ohne Vorkenntnisse gut folgen können, aber wenn ihr den bestmöglichen Lesespaß haben möchtet, solltet ihr unbedingt die chronologische Reihenfolge der Bände einhalten!

Mein Leseerlebnis war jedenfalls absolut perfekt. Ellie Mattes ist mit „Schiefer die Ponys nie singen“ eine erneute fabelhafte Fortsetzung geglückt, welche einen ganz famosen Mix aus trubeliger Weihnachtszeit und aufregender Schatzsuche enthält. Es wird gewichtelt, bzw. geponichelt, das Internat ist festlich geschmückt, es schneit, es werden herrliche Weihnachtsleckereien gefuttert – Weihnachtsfans werden auf jeden Fall ganz auf ihre Kosten kommen. :)
Wer ebenfalls begeistert sein wird, sind Liebhaber von Rätseln und Geheimnissen. Zusammen mit Annie und Co. begeben wir uns dieses Mal auf die spannende Suche nach dem sagenumwobenen Schatz der Gräfin Trippelwick, der Gründerin der Ponyschule. Also da bin sogar ich, als Erwachsene, so richtig ins Mitfiebern geraten und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Neben der Spannung kommen natürlich auch der Witz und der große Einfallsreichtum nicht zu kurz, sodass man beim Lesen so einige Gründe zum Schmunzeln hat. Ich liebe einfach diese süßen und fantasievollen in den „Ponyschule Trippelwick“ - Büchern. Besonders gut unterhalten tun mich beispielsweise immer die kreativen Wortneuschöpfungen wie eseltastisch oder „Ponichteln“ (Ponywichteln). Sehr amüsant finde ich auch jedes Mal, wie der Brokkoli in dieser Reihe zum Einsatz kommt. Annie mag dieses (in meinen Augen sehr leckere) Gemüse nicht und verwendet es daher stets im Sinne von „doof“ oder „blöd“, hihi. So findet sie es zum Beispiel ziemlich Brokkoli, dass sie beim Wichteln den Schuldirektor gezogen hat. Was soll sie ihm nur schenken?

Sehr gefreut hat mich, dass auch dieser Band wichtige Themen und Werte enthält wie Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Vertrauen. Annie und ihre Freundinnen Frida, Tille und Dana können sich einfach immer aufeinander verlassen und gehen gemeinsam durch und dick. Nicht zu vergessen ihre Gefährtenponys, zu denen die Mädchen eine ganz besondere Bindung haben. Vor allem die Beziehung zwischen Annie und ihrem Henry finde ich immer großartig.
Dieses Mal, so viel sei schon mal verraten, ist das Wirgefühl zwischen den Freundinnen nur nicht so stark wie sonst und auch zwischen Annie und Henry lief es schon mal besser. Frida verliebt sich zum ersten Mal und ist mit ihren Gedanken nur noch bei ihrem Schwarm und Annies Gefährtenpony benimmt auf einmal äußerst seltsam. Was ist nur mit ihm los? Für mich war sehr schnell klar, warum sich Henry so komisch verhält, sodass die Auflösung für mich nicht überraschend kam. Gestört hat mich das aber in keinster Weise. Mir hat die wichtige Botschaft, die Ellie Mattes uns dieses Mal vermittelt, richtig gut gefallen und auch von der authentischen und einfühlsamen Darstellung der Sorgen und Probleme der Figuren bin ich ganz begeistert.

Mit den zahlreichen unterschiedlichen Charakteren konnte mich Ellie Mattes ebenfalls wieder vollends überzeugen. Annie, unsere Hauptprotagonistin, aus deren Sicht wir den größten Teil der Geschichte in der dritten Person erfahren, habe ich schon längst ganz fest in mein Herz geschlossen. Genauso schaut es mit den anderen Personen aus. Ich glaube, es gibt tatsächlich keine Figur aus der Ponyschule Trippelwick-Welt, die ich nicht mag. In dieser Reihe wimmelt es einfach nur so vor außergewöhnlichen und unheimlich herzlichen Gestalten. Der Ponydirektor Hillbatten, der sehr ulkig sprechende Sprachlehrer Mister Mungumu, der einmalige Fliederfloh - man muss sie einfach alle lieben.

Empfohlen wird „Ponyschule Trippelwick“ ab 8 Jahren und dieser Empfehlung schließe ich mich an. Der Schreibstil ist leicht und mitreißend, die Schrift ist schön groß und die Kapitel sind sehr kurz. Etwas geübtere Leser
innen sollten bei dieser Serie meiner Ansicht nach keine Probleme mit dem Selberlesen haben.
Ansprechen wird die Bücher wohl in erster Linie junge Pferdemädels. Für Pferde- und Ponymädchen ist diese Reihe natürlich ganz besonders zu empfehlen, allerdings kann ich sie auch deutlich älteren und weniger pferdeverrückten Leser*innen nur ans Herz legen.

Zu guter Letzt muss ich unbedingt noch auf die wunderhübsche Innenaufmachung eingehen. Natürlich kommen wir auch in diesem Band in den Genuss der super niedlichen farbigen Illustrationen von Larisa Lauber und auch die umwerfende doppelseitige Karte vorne und hinten im Buch, die das Internat mitsamt Umgebung zeigt, ist wieder mit von der Partie.

Fazit: Ein ponytastisches Weihnachtsvergnügen für Jung und Alt! Ellie Mattes ist mit „Schiefer die Ponys nie singen“ ein weiterer zauberhafter Folgeband gelungen, welcher an keiner Stelle Langeweile aufkommen lässt, total Lust auf Weihnachten macht und für Ponyfans ab 8 Jahren ein großes Muss ist. Ich habe eine wunderschöne Lesezeit mit dem Buch verbracht und es für meinen Geschmack leider viel zu schnell wieder beendet. Auf das vierte Ponyschule Trippelwick-Abenteuer, welches im Frühjahr 2021 erscheinen wird, freue ich mich schon riesig!
Der dritte Band erhält von mir volle 5 von 5 weihnachtlichen Sternen!

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Veröffentlicht am 03.10.2020

Eine ganz besondere Weihnachtsgeschichte voller Witz, Charme und Fantasie!

Weihnachten im Wunderland
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Als ich das erste Mal von „Weihnachten im Wunderland“ hörte, wusste ich einfach sofort: Das Buch muss ich unbedingt haben! Ich liebe Weihnachtsgeschichten und ich liebe „Alice im Wunderland“. Eine Mischung ...

Als ich das erste Mal von „Weihnachten im Wunderland“ hörte, wusste ich einfach sofort: Das Buch muss ich unbedingt haben! Ich liebe Weihnachtsgeschichten und ich liebe „Alice im Wunderland“. Eine Mischung aus beidem? Das kann doch nur noch fantastisch sein! Und da es bei mir natürlich auch Coverliebe auf den ersten Blick war (sieht das Cover nicht hinreißend aus?), zögerte ich wirklich keine Sekunde lang und ließ „Weihnachten im Wunderland“ nur zu gerne in meine Bilderbuchsammlung einziehen.

Wer hat nicht schon von ihr gehört? Von der bösen Herzkönigin aus dem Wunderland. Aber warum ist sie eigentlich zu so einer garstigen und boshaften Person geworden? Eine Frage, die sich bestimmt schon viele gestellt haben. Das lange Herumrätseln hat nun aber endlich ein Ende – das große Geheimnis wurde tatsächlich gelüftet: Die Post hat schuld. Ja, ihr habt richtig gehört. Als die Herzkönigin eine kleine Prinzessin war, hat sie dem Weihnachtsmann einen Wunschzettel geschrieben. Leider ist der Brief jedoch verloren gegangen, sodass es für die Prinzessin keine Geschenke gab. Aus Enttäuschung und Wut hat sie daraufhin Weihnachten aus dem Wunderland verbannt und ist zu der unbarmherzigen Königin geworden, die wir alle kennen. Wer das Wort Weihnachten im Wunderland auch nur in den Mund nimmt, wird einen Kopf kürzer gemacht!
An einem verschneiten Heiligabend trifft der verschwundene Brief aber schließlich doch noch beim Weihnachtsmann ein. Er macht sich daraufhin sofort mit seinem Rentierschlitten ins Wunderland auf. Wie aber wird die Herzkönigin auf seinen Besuch reagieren? Wird sie sich davon überzeugen lassen, dass Weihnachten etwas Wunderschönes ist, das unbedingt gefeiert werden muss?

Der Weihnachtsmann in Lewis Carrolls kuriosem Wunderland – ist das nicht mal eine ulkige Idee? Ich war, wie oben bereits erwähnt, sofort Feuer und Flamme, als ich das erste Mal von „Weihnachten im Wunderland“ hörte. Das skurrile Wunderland kann ich gar nicht oft genug besuchen und bei Weihnachtsbüchern werde ich einfach immer sofort schwach. Und da ich mich zudem beim erstmaligen Betrachten des Covers sofort in den zauberhaften Zeichenstil von Kate Hindley verliebt habe, war ich mir vollkommen sicher, dass mich „Weihnachten im Wunderland“ von der ersten bis zur letzten Seite begeistern wird. Und was soll ich sagen: Ich lag damit goldrichtig. :D
In meinen Augen ist Carys Bexington mit ihrem Debüt ein wundervolles Bilderbuch gelungen, welches in keinem guten Bilderbuchregal fehlen sollte und für alle Weihnachts - und „Alice im Wunderland“ - Fans ein großes Muss ist!
Carys Bexington hat meiner Ansicht nach eine brillante Idee hervorragend umgesetzt. Mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht, zusammen mit dem Weihnachtsmann und seinen Rentieren in Lewis Carrolls einmaliges Wunderland zu reisen und dabei ein fantasievolles Weihnachtsabenteuer mit lauter bekannten Figuren zu erleben wie dem verrückten Hutmacher oder dem weißen Kaninchen. Die Geschichte bringt einen von Beginn an so richtig schön in Weihnachtsstimmung, sie steckt voller lustiger und warmherziger Momente und sie vermittelt eine tolle Weihnachtsbotschaft. „Weihnachten im Wunderland“ ist wahrlich ein ganz besonderes Bilderbuch, welches in der Weihnachtszeit für die herrlichsten Vorlesestunden sorgen und Groß und Klein verzaubern wird.

Zum Vorlesen eignet sich das Buch einfach nur perfekt. Die Geschichte wird in Reimen erzählt, sodass es wirklich die reinste Freude ist, sie vorzutragen. Hier auch mal ein ganz großes Lob an den Übersetzer Henning Ahrens, der den Originaltext großartig ins Deutsche übersetzt hat.
Wovon ich selbstverständlich auch ganz hingerissen bin, sind die vielen farbigen Illustrationen von Kate Hindley. Ihr könnt mir glauben: Das entzückende Cover verspricht definitiv nicht zu viel. Auch der Innenteil ist wunderhübsch und total niedlich gestaltet. Mir haben die zahlreichen farbenfrohen Bilder unheimlich gut gefallen. Sie stecken voller süßer und witziger Details und schaffen eine ganz besondere weihnachtliche Atmosphäre.

Vom Verlag wird das Buch für Kinder ab 4 Jahren empfohlen und dieser Empfehlung schließe ich mich an. Mädchen und Jungen ab diesem Alter werden der Handlung problemlos folgen und von den vielen unterhaltsamen Reimen und bunten Bildern ganz bestimmt gar nicht genug bekommen können.

Fazit: Ein wunderbares Weihnachtsvergnügen voller Witz, Charme und Fantasie! Carys Bexington und Kate Hindley haben gemeinsam einen wahren Bilderbuchschatz für Jung und Alt aufs Papier gebracht, welcher die Herzen aller Weihnachts- und „Alice im Wunderland“ - Fans höher schlagen lässt und für Bilderbuchliebhaber ein absolutes Must-Have ist. Ich bin hellauf begeistert von der originellen Weihnachtsgeschichte, den reizenden Reimen, der bezaubernden Botschaft und den vielen wunderschönen Illustrationen. Ich kann „Weihnachten im Wunderland“ wärmstens empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 02.10.2020

Super lustig und herrlich schräg! Ein tolles Kinderbuch!

Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke!
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Da ich die Bücher von Rüdiger Bertram immer total gerne lese, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich das erste Mal von seinem neuen Kinderbuch aus dem Rowohlt Verlag hörte. Cover, Titel und Klappentext ...

Da ich die Bücher von Rüdiger Bertram immer total gerne lese, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich das erste Mal von seinem neuen Kinderbuch aus dem Rowohlt Verlag hörte. Cover, Titel und Klappentext überzeugten mich auf Anhieb, sodass ich für mich sehr schnell feststand: Franzi und ihr Smartphone Dan möchte ich unbedingt kennenlernen! Ich ließ „Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke!“ daher sehr gerne bei mir einziehen.

In Franzis Klasse haben alle ein Smartphone. Nur sie, sie besitzt keines. Schon weit über 3000 Mal hat sie ihre Eltern gefragt, ob sie nicht bitte endlich ein Handy bekommen könnte. Aber die Antwort lautet jedes Mal Nein. Das ist total ungerecht! Erst als Franzi die Schule wechselt, schenken die Eltern ihrer Tochter endlich ihr langersehntes Smartphone. Es ist zwar nicht mehr das neueste Modell und zudem auch noch gebraucht, aber egal, Hauptsache, Franzi hat endlich ein eigenes Handy. Nun kann sie endlich den Gruppenchats ihrer Klassenkameraden beitreten und wird nicht länger ausgeschlossen. Aber was ist das? Ihr Smartphone kann sprechen! Ja, echt wahr! Dandy Smart, wie es sich Franzi vorstellt, hat eine eigene Persönlichkeit. Er kann sich in andere Handys hacken und deren Nachrichten lesen oder über fremde Kreditkarten jede Menge Pizza bestellen. Natürlich findet Franzi es nicht gut, dass ihr Smartphone so eigenmächtig handelt und dazu auch noch ziemlich kriminell ist. Sie behält Dandy Smart aber dennoch. Lieber ihn als gar kein Handy. Sie muss sich also mit Dan arrangieren. Und mit seinen Plänen. Dan möchte unbedingt mehr Speicherkapazität haben und versucht Franzi daher davon zu überzeugen, gemeinsam mit ihm einen Superchip zu stehlen. Er ist nur nicht der Einzige, der ein Auge auf diesen Chip geworfen hat. Auch die Superschurkin Lady Ballerina möchte ihn unbedingt in ihre Finger bekommen…

„Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke!“ - ist das nicht mal ein origineller Titel? Dazu noch dieses ulkige Cover und der äußerst unterhaltsam klingende Klappentext – dieses Buch muss einfach witzig und skurril sein.
Nun, ihr könnt mir glauben: Das Äußere verspricht wahrlich nicht zu viel. Das, was zwischen diesen orangeroten Buchdeckeln schlummert, sprüht nur so vor urkomischen Ideen. Ich glaube, so ein amüsantes und liebenswert-verrücktes Kinderbuch habe ich schon seit längerem nicht mehr gelesen. Ich bin beim Lesen stellenweise aus dem Schmunzeln und Kichern gar nicht mehr herausgekommen und da die Story nicht nur ein erstklassiges Training für die Lachmuskeln ist, sondern auch unglaublich packend erzählt wird, verwandelt man sich von Beginn an in einen absoluten Buchverschlinger und suchtet die Seiten so richtig weg. Bei mir zumindest war es so. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgeschmökert und mich dabei köstlich amüsiert. Zugleich hat mich die Geschichte aber auch mitfühlen lassen und nachdenklich gestimmt.
Rüdiger Bertram behandelt in seinem neuen Kinderroman höchst aktuelle und auch ernsthafte Themen wie Ausgrenzung, Mobbing, Geldsorgen und die wichtige Rolle, die Smartphones und das Internet für viele von uns mittlerweile einnehmen. Ohne mahnend den Zeigefinger zu erheben, sondern vollkommen kindgerecht, locker und hinreißend überspitzt wurden diese Dinge in einer turbulenten Abenteuergeschichte verpackt. Ich muss nur gestehen, dass mir der Handlungsstrang mit der durchgeknallten Lady Ballerina fast schon etwas zu abgedreht war. Groß gestört hat es mich beim Lesen aber nicht und ich werde deswegen auch keinen Stern abziehen, da ich mir sehr sicher bin, dass diese wahnsinnige Superschurkin bei der Zielgruppe ziemlich gut ankommen wird.

Die anderen Figuren mit ihren absonderlichen Eigenarten fand ich einfach nur genial. Ein paar Beispiele gefällig? Aber gerne doch. Da wäre beispielsweise Franzis Papa, der aufgrund seiner Jobs so daran gewöhnt ist, ständig etwas mit sich herumzutragen, dass er das auch nach der Arbeit immerzu tun muss. Und die Mutter ist genauso schrullig drauf: Sie muss die ganze Zeit bügeln. Papiertaschentücher, Toastscheiben, Franzis Hausaufgaben… - Franzis Mama bügelt einfach alles. Dann hätten wir da noch zwei Polizisten, die wahrlich nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind, hihi. Und nicht zu vergessen Dandy Smart, Franzis erstes Handy, das ein Eigenleben hat. Dandy, von seinen Freunden Dan genannt, ist der Knaller, sag ich euch. Mich haben seine frechen und vorlauten Sprüche bestens unterhalten und auch wenn ich mich stellenweise etwas über sein Verhalten aufgeregt habe, fand ich Dan echt spitze. Ich bin nur ganz ehrlich: Ich würde niemals so ein eigenwilliges Handy wie Dandy Smart besitzen wollen. Puh, nee, da ist mir ein ganz normales Smartphone irgendwie doch um einiges lieber. :D

Auch unsere Ich-Erzählerin Franzi fand ich großartig. Sie ist ein super liebes und sympathisches Mädchen und eine wundervolle Identifikationsperson für die Zielgruppe. Franzis Wunsch nach einem Smartphone, weil sie dazugehören möchte, wird ganz bestimmt jeder nachvollziehen können. Wer kennt das nicht? Diese große Ungerechtigkeit, weil gefühlt alle etwas haben, nur man selber nicht. Also ich konnte Franzi nur zu gut verstehen und habe ziemlich mit ihr mitgelitten, da sie sich so ausgeschlossen und einsam fühlt.

Empfohlen wird „Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke!“ für Kinder ab 8 Jahren und dieser Empfehlung schließe ich mich an. Der Schreibstil ist lebendig und leicht, die Schrift ist angenehm groß und die Kapitel sind schön kurz – Mädchen und Jungen ab 8 Jahren sollten hier in meinen Augen keine Probleme mit dem Selberlesen haben. Deutlich älteren Lese*innen kann ich das Buch allerdings ebenfalls nur ans Herz legen und auch zum Vorlesen kann ich es sehr empfehlen. Ich bin mir völlig sicher, dass „Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke!“ für fabelhafte Vorlesestunden sorgen wird.

Was dann natürlich auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, sind die tollen comicartigen Illustrationen von Ka Schmitz. Die Geschichte wird von zahlreichen humorvollen schwarz-weiß Zeichnungen begleitet und nicht nur das: Sie erzählen die Handlung sogar mit. Manche Dialoge werden wie in einem Comic mit Bild und Sprechblasen wiedergegeben, was mir mega gut gefallen hat. Das Leseerlebnis wird dadurch nur noch aufregender und unterhaltsamer.

Enden tut das Abenteuer recht abgeschlossen, aber Potenzial für eine Fortsetzung ist durchaus vorhanden. Also ich würde mich sehr über weitere Bände freuen!

Fazit: Mitreißend, lustig, umwerfend schräg – ein herrlicher Lesespaß für Jung und Alt! Rüdiger Bertram hat mit „Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke!“ ein wunderbares Kinderbuch aufs Papier gebracht, welches für jede Menge lauter Lacher sorgt und durchweg zum mitfiebern einlädt, welches zugleich aber auch wichtige Botschaften vermittelt und zum Nachdenken anregt. Mich hat die Geschichte bestens unterhalten und auch die coolen schwarz-weiß Illustrationen von Ka Schmitz haben mir immerzu ein breites Schmunzeln auf die Lippen gezaubert. Egal ob Groß oder Klein, ob zum Vor- oder zum Selberlesen - ich kann „Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke!“ wärmstens empfehlen und 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 30.09.2020

Eine zauberhafte Fortsetzung voller Spannung, Witz und Charme!

Eine Leiche zum Tee - Mord in der Bibliothek (Eine Leiche zum Tee, Bd. 2)
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Was war meine Freude groß als ich hörte, dass diesen Herbst endlich eine Fortsetzung von „Eine Leiche zum Tee“ erscheinen wird. Mit dem ersten Band konnte mich Alexandra Fischer-Hunold letztes Jahr hellauf ...

Was war meine Freude groß als ich hörte, dass diesen Herbst endlich eine Fortsetzung von „Eine Leiche zum Tee“ erscheinen wird. Mit dem ersten Band konnte mich Alexandra Fischer-Hunold letztes Jahr hellauf begeistern. Auf meine Rückkehr in das englische Städtchen Ashford-on-Sea habe ich mich daher mega gefreut!

Die 14-jährige Amy muss sich gerade mit ganz schlimmen Liebeskummer herumplagen. Da kommen ihr die Projektwochen an ihrer Schule gerade recht. Diese werden ihr hoffentlich Ablenkung verschaffen, damit sie nicht mehr ständig an Finn denken muss. Zusammen mit ihrer besten Freundin Willow wird sie an dem Theaterstück „Mord in der Bibliothek“ mitarbeiten, zu dessen Proben sie sogar ihren treuen Irish Terrier Percy mitbringen darf, da er die Rolle des Theaterhundes ergattern konnte. Doch dann geschieht ein furchtbares Unglück: Die bekannte Krimiautorin Olivia Hartcastle wird bei der Einübung einer Mordszene erschossen. Ein Mord auf der Theaterbühne – das Entsetzen ist groß! Wer aber steckt dahinter? Wer hat die unechte Waffe gegen eine echte ausgetauscht? Und warum? Die Dorfpolizei tappt trotz der Unterstützung von Scotland Yard im Dunkeln. Ob es Amy wohl mithilfe ihrer Großtante Clarissa gelingen wird, auch diesen kniffligen Fall zu lösen?

Hach, was für ein Spaß! Gerade habe ich den zweiten Band von „Eine Leiche zum Tee“ beendet und, was soll ich sagen: Ich bin total begeistert! In meinen Augen ist Alexandra Fischer-Hunold mit „Mord in der Bibliothek“ eine wundervolle Fortsetzung geglückt, mit welcher sie mich genauso verzaubern konnte wie mit dem Reihenauftakt – wenn nicht sogar noch ein bisschen mehr.

Obwohl es bei mir nun tatsächlich schon wieder gute eineinhalb Jahre ist, dass ich den ersten Band gelesen habe, habe ich völlig mühelos in die Handlung hineingefunden. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich das auch ohne das tolle Personenregister vorne im Buch geschafft hätte. Ich muss gestehen, dass ich viele Figurennamen inzwischen wieder vergessen hatte. Als große Vielleserin passiert das bei mir leider immer rasend schnell.
Dank der ausführlichen Auflistung der Charaktere wusste ich aber zum Glück im Nu wieder, wer wer ist. Für Neueinsteiger ist das Namensglossar natürlich ebenfalls eine ganz feine Sache, allerdings würde ich davon abraten, mit dem zweiten Teil in die Reihe einzusteigen. Man kann dem Geschehen in der Fortsetzung meiner Ansicht nach zwar auch ohne Vorkenntnisse gut folgen, aber da die Bände aufeinander aufbauen, empfehle ich dennoch sehr, die chronologische Reihenfolge einzuhalten. Das Lesevergnügen ist so einfach viel schöner!

Mein Leseerlebnis war jedenfalls absolut perfekt. „Mord in der Bibliothek“ enthält einfach genau das, was ein guter Cosy-Krimi für Leser ab 12 Jahren für mich ausmacht: Eine packend-unterhaltsame Handlung, die einen bis zum Ende im Dunkeln tappen lässt und öfters ein breites Schmunzeln auf die Lippen zaubert; eine sympathische junge Ermittlerin, die man sofort ins Herz schließen muss; viele weitere, teils sehr schräge Charaktere und ein idyllisches Setting, welches eine ganz besondere Stimmung verströmt. Klingt gut? Nun, ihr könnt mir glauben, das ist es auch! Solltet ihr solche Geschichten auch gerne lesen, kann ich euch echt nur ans Herz legen, Amy und die Bewohner aus Ashford-on-Sea kennenzulernen!

Detektivliebhaber werden in diesem Band zweifellos ganz auf ihre Kosten kommen. Es gibt einen äußerst rätselhaften Mord, viele Verdächtige, zahlreiche falschen Fährten, nächtliche Ermittlungen… - also ich war wirklich immerzu am herumrätseln und hatte unglaublich viel Spaß dabei, zusammen mit Amy und Co. ihren nächsten verzwickten Fall zu lösen. Manche werden vermutlich viel früher auf die Auflösung kommen als ich – ich jedenfalls hatte bis zum Schluss nicht so wirklich einen Plan, wer denn nun der Täter ist. Ich hatte daher am Ende meinen geliebten Aha-Moment. :D

Agatha Christie-Fans kann ich „Eine Leiche zum Tee“ übrigens ganz besonders nahe legen. Die Bücher spielen zwar in unserer Zeit, besitzen aber dennoch ein gewisses altmodisches Flair, trotz Handy, Internet und Co. Würde Agatha Christie heute leben und Kinderbücher schreiben, dann würde garantiert in etwa das dabei herauskommen, was uns die „Eine Leiche zum Tee“ - Serie beschert. Dieser einzigartige britische Charme ist Alexandra Fischer-Hunold einfach nur fabelhaft gelungen.

Womit sie mich ebenfalls wieder vollends überzeugen konnte, sind die Charaktere. Für das Erschaffen von liebenswerten und ziemlich schrulligen Figuren hat die Alexandra Fischer-Hunold definitiv ein absolutes Händchen. Großtante Clarissa, die eine Krimiliebhaberin durch und durch ist; Amys beste Freundin Willow, die ständig Hunger hat und gefühlt nur am Futtern ist (Willow hat mir dieses Mal ganz besonders gut gefallen, grins); Amys zuckersüßer Irish Terrier Percy; ein Sergeant, der nicht unbedingt die hellste Kerze auf der Leuchte ist; die kauzigen Bewohner von Ashford-on-Sea – man muss sie einfach alle lieben, sogar die unsympathischen Charaktere wie die blöde Poppy, eine Mitschülerin von Amy und Willow.

Mein persönlicher Liebling war wieder Amy, unsere Ich-Erzählerin. Amy ist mittlerweile eine echte Hobbydetektivin und das, wo sie sich doch bis vor kurzem gar nicht für so einen Kram interessiert hat und viel lieber schnulzige Liebesromane gelesen hat als fesselnde Krimis. Ich fand Amy erneut einfach nur großartig. Ich mag ihre herzliche, mutige und lustige Art total gerne und obwohl ich ein paar Jahre älter bin als sie, ist es mit wieder spielend leicht gelungen, mich in sie hineinversetzen und mit ihr mitzufiebern und mitzufühlen. Letzteres habe ich vor allem wegen ihres Liebeskummers getan. Amy muss nach wie vor ständig an Finn denken, obwohl er mit ihr Schluss gemacht hat. Was sie sehr getroffen und verletzt hat. Ein bisschen Romantik ist also auch dieses Mal wieder mit von der Partie, allerdings nicht so viel wie im Vorgänger.

Auch mit dem Setting konnte dieser Band komplett bei mir punkten. Mit dem fiktiven englischen Dörfchen Ashford-on-Sea hat sich Alexandra Fischer-Hunold einen ganz bezaubernden Schauplatz ausgedacht. Ich habe mich abermals von Beginn pudelwohl in diesem beschaulichen kleinen Küstenort gefühlt, konnte mir dank der bildhaften Beschreibungen alles ganz genau vorstellen und war von dieser wunderbar britischen Atmosphäre, die durchgehend herrscht, erneut ganz hingerissen.

Was ebenfalls dazu beiträgt, dass man sich in Ashford-on-Sea prima zurechtfindet, ist die fantastische Karte vorne und hinten im Buch, in deren Genuss wir bereits im Serienstart gekommen sind. Die Karte ist wirklich genial – bei mir war es damals Kartenliebe auf den ersten Blick.
Und wo wir schon mal bei der Gestaltung sind: Schaut das Cover nicht hinreißend aus? Also ich finde es genauso hübsch wie das vom ersten Band. Ich mag den Zauber dieser Cover unheimlich gerne.

Fazit: Spannend, witzig und charmant – eine ganz famose Kriminalgeschichte für Jung und Alt! Hervorragend geeignet für gemütliche Lesestunden auf dem kuscheligen Sofa, mit einer warmen Tasse Tee und einem leckerem Stück Kuchen.
Auf „Mord in der Bibliothek“ habe ich mich eindeutig zurecht so sehr gefreut – Alexandra Fischer-Hunold ist auch mit der Fortsetzung ihrer reizenden Krimireihe für Leser ab 12 Jahren ein rundum gelungener Detektivschmöker geglückt, welcher die Herzen aller Spürnasen höher schlagen lässt, durchweg zum mitraten einlädt und mit lauter humorvollen Szenen aufwarten kann. Ich habe eine herrliche Lesezeit mit dem Buch verbracht und würde mich riesig über einen weiteren Band freuen. Ich kann „Mord in der Bibliothek“ wärmstens empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen!

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