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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2020

Hat mir besser als Band 1 gefallen

Lillys magische Schuhe, Band 2 - Die verbotenen Stiefel
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Meinung:
Sören wird von seinen Mitschülern gemobbt und auch seine Eltern setzen ihn mit ihren Anforderungen und Wünschen ziemlich unter Druck. Denn Sören soll an einem Marathon teilnehmen. Sören hingegen ...

Meinung:
Sören wird von seinen Mitschülern gemobbt und auch seine Eltern setzen ihn mit ihren Anforderungen und Wünschen ziemlich unter Druck. Denn Sören soll an einem Marathon teilnehmen. Sören hingegen würde nichts lieber tun als mit Hund Ronja den ganzen Tag spazieren gehen. Ronja ist jedoch gar nicht sein eigener Hund, sondern lebt im Tierheim. Für die Eltern kommt jedoch ein eigener Hund überhaupt nicht infrage. Wie gut, dass ihm eines Tages Lilly mit ihren magischen Schuhen über den Weg läuft. Denn ein bisschen Hilfe und Unterstützung kann Sören auf jeden Fall gebrauchen.

Nachdem mir der Einstieg in die Reihe, trotz kleiner Kritikpunkte, gut gefallen hat, war ich neugierig auf das nächste Abenteuer von Lilly, Frau Wu und Drache Archibald. Gut gefällt mir an der Reihe, dass jedes Mal ein anderes Kind Hilfe von Lilly erhält. Zwar muss Lilly daher oft umziehen und kann keine wirklichen Freundschaften schließen, auf der anderen Seite tut sie dadurch anderen Kindern etwas Gutes.

Daher steht in diesem Band Sören im Vordergrund. In ihn kann man sich auch sehr schnell hineinversetzen. Denn sein Mitschüler Anton mobbt ihn, wo es nur geht. Zu Hause bekommt Sören jedoch auch keine Rückendeckung, da die Erwartungen seiner Eltern an ihn recht hoch sind. Trost spendet ihm jedoch die Hündin Ronja. Ich fand, dass das Verhältnis zwischen Hund und Mensch in dieser Geschichte wundervoll beschrieben wurde und genoss es, dass Sören wenigstens hier einen kleinen Rückzugsort für sich hat, an dem er glücklich sein kann.
Aber auch Sörens Mitschülerin Marie möchte ihm helfen. Zu Beginn der Geschichte versucht Sören sich jedoch von ihr zu distanzieren, da er von einem Mädchen keine Hilfe entgegennehmen möchte. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Sören befürchtet, damit von Anton aufgezogen zu werden.

Dieser zweite Band der Reihe konnte mich mehr überzeugen als sein Vorgänger. Ich fand die Geschichte etwas spannender. Denn auch in diesem Band warten die Bösewichte nur darauf Lilly und ihren Onkel in die Finger zu bekommen. Auch bei den Bösewichten tritt eine neue Frau auf den Plan: Frau Winsel mit ihren zwei Windhunden. Diese versucht Sören zu manipulieren und möchte Ronja als weiteren Hund für sich haben. Sören spürt jedoch sofort, dass mit dieser Frau etwas nicht stimmt.

Wieder sehr angetan war ich von den Nebencharakteren der Geschichte. Mittlerweile sind mir Lillys magische Begleiter nämlich der Drache Monsieur Archibald, das Pappmaschee Krokodil Sir Schimmelkopf und die sprechende Schildkröte Frau Wu sehr ans Herz gewachsen. Sie ersetzen für Lilly so ein wenig die Freunde, die sie aufgrund des vielen Umziehens nicht haben kann.

Fazit:
Der zweite Band von „Lillys magische Schuhe“ konnte mich mehr überzeugen als sein Vorgänger. Die Geschichte von Sören war für mich spannender und interessanter.
Dafür habe ich bereits nach Band 2 die magischen Begleiter von Lilly tief in mein Herz geschlossen und ich bin gespannt, welches Kind im nächsten Band ihre Hilfe benötigt.
Ich vergebe gute 4 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 02.10.2020

Stellenweise fehlte mir die Spannung

Lillys magische Schuhe, Band 1 - Die geheime Werkstatt
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Meinung:
Da Florentines Eltern arbeitslos geworden sind, zieht die Familie zu Großtante Amanda ins Haus. Die neue Schule und die neue Umgebung sind für Florentine eine große Herausforderung. Zumal die ...

Meinung:
Da Florentines Eltern arbeitslos geworden sind, zieht die Familie zu Großtante Amanda ins Haus. Die neue Schule und die neue Umgebung sind für Florentine eine große Herausforderung. Zumal die Kinder in ihrer neuen Klasse nicht wirklich nett zu ihr sind. Florentine wünscht sich jedoch sehnsüchtig neue Freunde. Außerdem möchte sie gerne in die Fußballmannschaft der Schule aufgenommen werden. Doch all das scheint in weiter Ferne. Als Florentine eines Tages dem Mädchen Lilly aus dem Nachbarhaus über den Weg läuft, ändert sich ihr Leben. Denn Lilly und ihr Onkel Clemens beherrschen das Handwerk der magischen Schuhmacher. Können die beiden Florentine Schuhe zaubern die sie mutiger und schneller und vielleicht beliebter machen?

Auf das neue Buch aus der Feder von Autorin Usch Luhn war ich wahnsinnig neugierig. Denn die Idee von Schuhmachern, die den Schuhen ein wenig Magie einhauchen können, hat mich von der ersten Sekunde an sehr fasziniert. Das märchenhafte und sehr detaillierte Cover sorgte dafür, dass ich noch neugieriger auf diese Geschichte wurde.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir recht leicht gefallen. Im ersten Kapitel lernt man Lilly und ihre magischen Gefährten kennen. Neben der sprechenden Schildkröte Frau Wu, leben noch Sir Schimmelkopf, ein Krokodil aus Pappmaschee, und der Drache Monsieur Archibald mit Lilly zusammen und natürlich ihr Onkel Clemens. Diesen lernt man jedoch erst im Laufe der Geschichte kennen. Schon das erste Kapitel konnte mich in seinen Bann ziehen, da ich die Charaktere auf Anhieb sympathisch fand.

So hat Frau Wu immer gute Ratschläge und Weisheiten auf Lager. Auch Sir Schimmelkopf muss immer seinen Senf dazugeben, wirft dabei aber eher mit Sprichwörtern um sich. Monsieur Archibald hingegen ist ein französischer Drache, der Lilly unterrichtet und gerne mit seinem französischen Dialekt angibt.

Nachdem Kennenlernen von Lilly und ihren Freunden wechselt die Geschichte zu Florentine. Schnell merkt man, dass das Mädchen gerade alles andere als glücklich ist. Ihre neue Lebenssituation und vor allen Dingen die unfreundlichen Klassenkameraden machen ihr sehr zu schaffen. Aber damit nicht genug ist auch ihre neue Lehrerin nicht gut auf sie zu sprechen.
Für mich war verständlich warum die Kinder von Florentine nicht gerade begeistert waren, dennoch tat es mir furchtbar leid, wie grausam sie teilweise doch zu Florentine sind. Für die Geschichte war das Verhalten der Kinder jedoch nachvollziehbar. Etwas traurig und enttäuscht war ich eher über das Verhalten der Lehrerin, denn einem Erwachsenen traut man doch ein wenig mehr Einfühlungsvermögen zu. Ich fand es erschreckend, wie schnell Florentine von ihrer Lehrerin verurteilt wurde.
Doch zum Glück ist dies ein Kinderbuch und die Geschichte entwickelt sich in eine Richtung, in der die Probleme am Ende aufgeklärt und gelöst werden.

Untermalt wird die Geschichte von den niedlichen und sehr detaillierten Illustrationen von Alica Räth. Auf vielen Seiten darf man daher ihre tollen Bilder betrachten, die wirklich dazu einladen sie sich genauer anzusehen, da es so viel auf ihnen zu entdecken gibt.

Fazit:
Der erste Band rund um Lilly und ihre magischen Schuhe hat mich von der Idee her sehr fasziniert. Stellenweise fehlte mir ein wenig die Spannung, um konstant am Ball zu bleiben und gerade bei den magischen Aspekten der Geschichte verlor mich das Buch so ein wenig. Auch empfand ich das Verhalten der Lehrerin als etwas enttäuschend. Dennoch bin ich neugierig was mich im zweiten Band erwarten wird. Ich vergebe daher sehr knappe 4 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 30.09.2020

Etwas hoperiger Start in dieses magische Abenteuer, danach überzeugt die Geschichte auf ganzer Linie

Magic Tales (Band 1) - Verhext um Mitternacht
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Inhalt:
Tristan und seine beiden Stiefbrüder – das war noch nie eine gute Beziehung. Vor allem seit dem Tod seines Vaters hat Tristan unter den Mobbingattacken seiner Brüder zu leiden. Als einziger in ...

Inhalt:
Tristan und seine beiden Stiefbrüder – das war noch nie eine gute Beziehung. Vor allem seit dem Tod seines Vaters hat Tristan unter den Mobbingattacken seiner Brüder zu leiden. Als einziger in der Familie hat er keine magischen Fähigkeiten und kann sich daher nicht wehren. Und natürlich wird er auch nicht zu den Bällen mitgenommen, die anlässlich des großen Walpurgistreffens stattfinden. Nur seine alte Freundin Mara hält zu ihm. Und Ela, die neue Schülerin aus dem fernen Rom. Aber Ela hat einen ganz speziellen Auftrag. Dafür braucht sie ausgerechnet ihn, Tristan. Wenn er doch nur ein kleines bisschen Magie hätte …

Meinung:
In einem kleinen Städtchen im Süden Deutschlands scheint eine Gruppe von Hexen aus der Reihe zu tanzen und sich in der Öffentlichkeit zu zeigen. Daher wird Ela, die eigentlich in Rom lebt, dazu beauftragt der Sache auf den Grund zu gehen. In Deutschland trifft sie auf den jungen Tristan, der sie von Anfang an furchtbar fasziniert. Doch kann Ela ihm trauen? Schließlich war sein Vater ein gefährlicher Hexer.

Als ich zum ersten Mal das Cover und den Klappentext gesehen bzw. gelesen habe, war ich sofort total angefixt von der Idee.
Ich muss jedoch gestehen, dass ich zu Beginn ein wenig schwer in die Geschichte hineingekommen bin. Dies lag sicherlich nicht am Prolog, denn dieser hat meine Neugierde nur noch mehr angestachelt.

Vielmehr hatte ich Probleme mit dem Schreibstil. Ich empfand diesen als etwas holperig und nicht wirklich flüssig. Immer wieder riss er mich aus der eigentlichen Geschichte heraus, weil ich beispielsweise andere Wörter gedanklich verwendet hätte, als dort standen. Meine Angst war daher groß, dass sich dieses Problem durch das ganze Buch durchziehen würde. Doch komischerweise kam ich ab ca. 80 Seiten besser mit dem Schreibstil klar. Er wirkte für mich runder und stimmiger.

Die Geschichte an sich konnte mich allerdings sofort in ihren Bann ziehen und überzeugen. Autorin Stefanie Hasse hat hier eine interessante Welt der Hexen zum Leben erweckt. Auch gab es im Verlauf der Handlung ein, zwei Überraschungen, die ich so in der Art nicht unbedingt erwartet hätte.

Etwas enttäuscht war ich zu Beginn davon, dass für mich das Buch wenig Märchenflair versprüht hat. Schließlich wirbt der Klappentext damit ein modernes Märchen zu sein. Bis auf die Tatsache, dass Tristan bei seiner Stiefmutter lebt und zwei Stiefbrüder hat, erinnerte mich die Geschichte wenig an Cinderella. Dies fand ich allerdings nur dahingehend schade, als dass das Buch als Märchenadaption beworben wurde. Was die eigentliche Handlung angeht, habe ich das Märchenhafte zu keiner Zeit vermisst.

Was mich positiv überzeugt hat, ist die Liebesgeschichte in diesem Buch. Für mich kam sie gut ohne großes Liebesdrama und Zickereien aus. Ich mochte Tristan und Ela als Liebespaar wirklich sehr gerne.
Auch wie sie zusammen agieren und den Geschehnissen auf den Grund gehen hat mir gut gefallen.
Dabei wird auch der Spannungsbogen konstant hochgehalten, da man lange Zeit im Dunkeln tappt, wer denn nun eigentlich hinter der ganzen Aktion steckt.

Fazit:
Der erste Band der Magic Tales Reihe konnte mich mit seiner interessanten und gut durchdachten Handlung überzeugen. Auch die Liebesgeschichte konnte bei mir punkten.
Einzig der holperige Start in die Geschichte und die Werbung auf dem Klappentext, dass es sich hierbei um ein modernes Märchen handelt, was es in meinen Augen nur bedingt ist, habe ich zu kritisieren.
Daher gibt es von mir am Ende 4 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 30.09.2020

Mit dem Schulbus in den Urwald, was für ein Abenteuer!

Charlie. Ein Schulbus hebt ab
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Inhalt:
Will traut seinen Augen kaum, als Hausmeister Freddie eines Morgens mit einem knallgelben verbeulten Schulbus über das Internatsgelände rast. Kurzerhand springen er und seine Freundinnen auf. Was ...

Inhalt:
Will traut seinen Augen kaum, als Hausmeister Freddie eines Morgens mit einem knallgelben verbeulten Schulbus über das Internatsgelände rast. Kurzerhand springen er und seine Freundinnen auf. Was dann passiert, hätte keiner von ihnen erwartet: Nicht nur dass Charlie, der Bus, plötzlich abhebt wie eine Rakete, nein, er fängt sogar noch an zu sprechen! Und weil er die äußerst seltenen und begehrten Sprechbohnen aus dem fernen Dschungel alle gleichzeitig vertilgt hat, braucht er dringend Nachschub. Wer könnte ihm da besser helfen als seine neuen Freundinnen aus dem Dreistein-Internat?

Meinung:
Will kann es nicht glauben, als Hausmeister Freddie eines Tages mit einem gelben Schulbus vor ihm steht und ihn damit über das Internatsgelände kutschiert. Doch dann wird aus diesem kleinen Ausflug ein riesiges Abenteuer. Denn der Schulbus greift eigenmächtig ein und sorgt dafür, dass Will gemeinsam mit seinen Mitschülern Maisie, Frank und Luke hoch oben in den Wolken landet. Wo will der fliegende Schulbus hin und warum stellt er sich den Kindern plötzlich als sprechender Schulbus namens Charlie vor? Auf die Kinder wartet ein großes Abenteuer, in dem es sie unter anderem sogar in den Dschungel verschlägt.

Die Idee rund um einen sprechenden Schulbus der Kinder „entführt“ hat mich irgendwie sofort angesprochen. Denn die Geschichte klang mal nach etwas vollkommen anderem zu dem, was man sonst so im Kinderbuchbereich liest oder hört.
Dabei geht Autorin Irene Zimmermann sofort aufs Ganze und hält sich nicht großartig mit Nebensächlichkeiten auf. Fast von Beginn an zeichnet sich die Handlung durch ein hohes Erzähltempo aus, was den Leser/Hörer schnell dazu bringt alles andere zu vergessen.

Die Protagonisten der Geschichte sind neben dem sprechenden Schulbus Charlie die Kinder Will, Maisie, Frank und Luke. Will ist der Held unserer Geschichte und heimlich ein wenig in Maisie verguckt. Daher fällt es ihm manchmal ein wenig schwer sich in ihrer Gegenwart normal zu verhalten. Maisie ist ein aufgewecktes Mädchen, was das Herz am rechten Fleck hat und nichts dem Zufall überlässt. Luke hingegen ist der ruhige Part der Truppe. Und dann haben wir da noch Frank, der aus Frankreich stammt und dessen Eltern sehr vermögend sind. Dies erwähnt Frank gerne und oft. Sein französischer Dialekt passt dabei perfekt zu seiner leicht schnöseligen Art.

Die Geschichte an sich ist sehr abwechslungsreich geschrieben und die vier Kinder erleben viele spannende und aufregende Dinge. Neben einem backenden Papagei, einem leicht verrückten Professor und Charlie dem sprechenden Schulbus landen die Kinder auch an außergewöhnlichen Orten wie z. B. einem Dschungel.

Gesprochen wird das Hörbuch von Stephan Schad. Dabei hat er es geschafft mich als Zuhörer mehrmals zum Lachen zu bringen. Schon alleine seine Vertonung von Frank ist absolut erstklassig. Franks Charakter wird auf so brillante Weise eingefangen und ich habe mich köstlich über den leicht schnöseligen, französischen Dialekt amüsiert. Aber auch die restlichen Charaktere werden interessant und facettenreich zum Leben erweckt.

Zwar endet die Geschichte in sich abgeschlossen, dennoch bietet sie genug Spielraum für weitere Abenteuer. Ich wäre einer Fortsetzung definitiv nicht abgeneigt.

Fazit:
Wer gerne mal ein richtiges Abenteuer erleben möchte, der sollte unbedingt nach einem sprechenden, knallgelben Schulbus namens Charlie Ausschau halten. Charlie sorgt in dieser Geschichte dafür, dass die Kinder Will, Maisie, Frank und Luke in ein atemberaubendes Abenteuer geraten, was sie sogar mitten in den Dschungel führt. Mir persönlich fehlte am Ende das gewisse Etwas, um restlos begeistert zu sein, dennoch wurde ich gut unterhalten.
Weswegen ich dem Titel gerne 4 von 5 Hörnchen gebe.

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Veröffentlicht am 28.09.2020

Ein klares Jahreshighlight, wäre da nicht die Altersfreigabe

Aveline Jones und die Geister von Stormhaven
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Inhalt:
Der Wind pfeift durch die Ritzen und jede Diele knarzt: Avelines neues Zuhause ist ihr auf den ersten Blick gar nicht geheuer. Dass die Einwohner des stürmischen Küstenörtchens überall Vogelscheuchen ...

Inhalt:
Der Wind pfeift durch die Ritzen und jede Diele knarzt: Avelines neues Zuhause ist ihr auf den ersten Blick gar nicht geheuer. Dass die Einwohner des stürmischen Küstenörtchens überall Vogelscheuchen aufstellen, macht es nicht besser. Einfach. Nur. Gruselig!
Avelines einzige Rettung ist Mr Liebermans verwunschener Buchladen, der sofort zum Stöbern einlädt – denn sie liebt schaurige Geschichten und Bücher über alles. Aber schon bald steht die schauerlichste Nacht des Jahres bevor. Und an Halloween werden längst vergessene Legenden in Stormhaven sehr viel lebendiger, als Aveline lieb ist ...

Meinung:
Aveline muss die Sommerferien bei ihrer Tante Lilian in dem verschlafen wirkenden Küstenörtchen Stormhaven verbringen. Doch der erste Schein trügt. Stormhaven ist alles andere als ruhig und beschaulich. Viel mehr scheinen hier übernatürliche Dinge zu passieren. Und Aveline ist plötzlich der Meinung einen echten Geist gesehen zu haben.

Als ich zum ersten Mal den Klappentext von "Aveline Jones" gelesen habe, war ich sofort hellauf begeistert. Denn ich mag Geschichten in denen übernatürliche Dinge vor sich gehen unglaublich gerne. Auch das Setting am Meer sprach mich sofort an.

Die Stimmung des Buches konnte mich daher ab der ersten Seite packen. Autor Phil Hickes erzählt von dem kleinen Küstenörtchen Stormhaven. Er fängt die Naturgewalten, das stürmische Meer und den tosenden Wind ein und erschafft daher eine tolle Kulisse für diesen Titel.
So kommt es, dass bei knarrenden Bretterdielen und regnerischen Nächten eine leicht gruselige Stimmung entsteht.

Die gruselige Stimmung wird im Verlauf der Geschichte noch gesteigert. Denn Aveline ist ein großer Fan von Geistergeschichten und leiht sich daher im ortsansässigen Buchladen eine Geschichte über diese aus. Und damit nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Die Geschichte zeichnet sich durch ein hohes Maß an Spannung aus. Denn Aveline und der Junge Harold kommen dem Geheimnis, des vor vielen Jahren verschwundenen Mädchens Primrose Penberthy, auf die Spur.
Aber nicht nur die Spannung steigt von Seite zu Seite, auch der Gruselfaktor nimmt zu. Für die Halloween Zeit die perfekte Lektüre und selbst mir als Erwachsene lief ein ums andere Mal ein Schauer über den Rücken.

Daher komme ich auch zum großen Kritikpunkt an dem Buch. Ich finde, dass die Altersangabe von 9 Jahren deutlich zu niedrig angesetzt ist. Wie schon erwähnt habe selbst ich als Erwachsene mich an der ein oder anderen Stelle gegruselt. Ich finde eine Empfehlung ab 11 oder sogar 12 Jahren deutlich realistischer.
Für mich ist das Buch ein wenig mit der Fear Street-Reihe zu vergleichen.
Eltern kennen ihre Kinder natürlich am besten und es gibt bestimmt 9-Jährige, die die Geschichte als nicht so gruselig empfinden werden, aber ich bleibe bei meiner Altersfreigabe ab 11 Jahren.

Daher fiel mir auch die Bewertung des Buches schwer. Denn an der Geschichte an sich habe ich nichts auszusetzen. Viel mehr war sie für mich ein kleines Jahreshighlight. Dennoch kann ich die Geschichte Kindern ab 9 Jahren nicht ruhigen Gewissens empfehlen. Denn der Gruselfaktor ist schon enorm.

Toll finde ich, dass der Arena Verlag eigens eine Illustratorin beauftragt hat einige Bilder für die Geschichte zu zeichnen. Im Originaltitel scheint es daher keine Bilder gegeben zu haben.
Daher gibt es immer wieder schwarz-weiß Bilder von Illustratorin Kaja Reinki zu bestaunen, die das raue und düstere Setting des Buches noch besser einfangen.

Fazit:
Dieses Buch ist ein kleines Jahreshighlight in meinen Augen. Denn die Geschichte ist super spannend, packend und gruselig. Selbst mir als Erwachsene lief das ein oder andere Mal ein Schauer über den Rücken. Dies ist aber auch mein großer Kritikpunkt. Denn die Geschichte wird für Kinder ab 9 Jahren empfohlen, was ich als eindeutig zu früh empfinde. Die Geschichte eignet sich in meinen Augen eher für Kinder ab 11 oder 12 Jahren.
Am liebsten würde ich 5 Hörnchen vergeben, aufgrund der Altersfreigabe aber eher 3.
Daher habe ich mich für die goldene Mitte entschieden und vergebe 4 von 5 Hörnchen.

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