Klassisches Liebesdreieck Mitte des 20. Jh.
Morgan's HallMit Morgan`s Hall - Herzensland ist Emilia Flynn ein großes Risiko eingegangen und hat eine unsympathisch anmutende Protagonistin Isabelle gezeichnet. Während ich die ersten 100 Seiten noch zügig las und ...
Mit Morgan`s Hall - Herzensland ist Emilia Flynn ein großes Risiko eingegangen und hat eine unsympathisch anmutende Protagonistin Isabelle gezeichnet. Während ich die ersten 100 Seiten noch zügig las und mir das Buch gefiel und es mich in den Bann zog, verlor sich ab diesem Zeitpunkt an stetig mein Interesse. Es ähnelte nun eher einem halben 50 Shades of Grey im 2. Weltkrieg. Nicht mein bevorzugtes Interessensgebiet...
Zudem hatte ich die Hoffnung, dass dies ein in sich geschlossener Roman sein würde. Leider nicht. Die Folgebände müssen zwingend gelesen werden für den Abschluss. Schade, doch mag ich Reihen, die Vorkenntnisse beanspruchen nicht besonders.
Die Hauptdarsteller sind ebenfalls wie Isabelle sehr unsympathisch geraten. Ein armer, aber intelligenter Sohn eines irischen Trinkers, der jedoch trotz seines Intellekts eigentlich nur ein Playboy ist und nichts anbrennen lässt. Der zweite Kandidat ist nicht viel kreativer gezeichnet. Hässlich, aber dafür reich und genauso masochistisch drauf. Beide wollen das, was sie kriegen wollen, egal auf was für einem Weg. Isabelle hat nichts zu sagen... Okay, andere Zeiten, dennoch ist das Buch für mich recht unemanzipiert. Wenn die Frau wenigstens für sich kämpfen würde, sich um einen Job bemühen würde, um nicht mehr abhängig von ihm zu sein... Nein. Sie wartet nur auf die Rettung durch den "Prinzen"...
Es folgt eine unglückliche Ehe, die beide Parteien nicht wollen. Wozu heiraten sie dann?! Aus Faulheit und Machtgier?!
Anschließend folgt noch eine Nebenhandlung über das Indianertum. Ich kann damit nicht viel anfangen. Wer jedoch auf Twilight abfuhr, dem ist das Buch wärmstens zu empfehlen. Ab diesem Abschnitt erinnerte mich das Buch stark an die Geschichte. Im Großen und Ganzen ganz ähnlich nur ohne den Fantasy-Vampir-Teil und stattdessen in dem Zeitalter ab 1938. Vielleicht hat sich Flynn tatsächlich von Twilight inspirieren lassen: Die Protagonistin heißt Isabelle - hier ist nur der letzte Buchstabe verändert. Edward reimt sich auf Richard und Jakob beginnt wie John mit einem J...
Gegen Ende verhalten sich die erwachsenen Protagonisten extrem kindisch.
Auch, wenn mir gerade der Beginn recht wenig zusagte, so konnte das Ende mich wieder packen und hat das Werk insgesamt wieder umgerissen. Vielleicht lese ich noch den 2. Band.