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Veröffentlicht am 25.05.2021

Nordlichtglanz und Rentierglück

Nordlichtglanz und Rentierglück
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Sechs Wochen vor Weihnachten, der für sie schönsten Zeit des Jahres, wird Zoey Hartford ans Ende der Welt verfrachtet. Und das allein deshalb, weil ihr Vater sich mit den falschen Leuten angelegt hat. ...

Sechs Wochen vor Weihnachten, der für sie schönsten Zeit des Jahres, wird Zoey Hartford ans Ende der Welt verfrachtet. Und das allein deshalb, weil ihr Vater sich mit den falschen Leuten angelegt hat. Nach der Aufnahme ins Zeugenschutzprogramm heißt sie nun Cora Bryce.

In Null Komma Nichts aus dem feinen New Jersey ab ins eisige Finnland. Und vor allem: Willkommen in der Realität. Denn hier kann sich die Neunzehnjährige nicht auf die faule Haut legen, den halben Tag verschlafen und erwarten, von vorne bis hinten bedient zu werden. Das wird ihr ziemlich schnell klar (gemacht).

Zugegeben Glitzer gibt es hier auch: aus Schnee. Und heiße Typen ebenfalls. Wenn der nicht nur den Cousin mimen müsste und zudem ständig darauf pochen würde, dass Cora arbeitet und hilft, die Tiere zu versorgen. Denn die Gute ist auf der größten finnischen Rentierfarm gelandet. Und „Cousin“ Shane weiß sehr genau, wie er mit dem Prinzesschen umzugehen hat...


„Nordlichtglanz und Rentierglück“ von Ana Woods ist keine tiefgründige Geschichte, sondern unterhält mit frischen, leicht flapsigem Charme, bei der der Kopf frei wird. Sie versprüht genügend knisternde Winter- und Weihnachtszauber samt Rentieren, Polarlicht und Santa Claus, ohne dabei zu kitschig zu sein (ein wenig ist ja erlaubt).

Eingebunden in eine wunderschöne Schneelandschaft schafft es die Autorin, auf unkomplizierte Weise Bilder und Momente hervorzubringen und mit offensichtlichem Vergnügen Romantik und Krimielemente mit einer Prise Humor zu mischen, kurzweilig darzustellen und Wohlbefinden zu verbreiten.

Bei ihrem entzückenden Paar ist natürlich von Anfang an klar, wohin die Reise geht. Aber es macht Spaß, die Entwicklung der recht streitbaren, wiederum empathischen, begeisterungsfähigen und letztlich liebenswürdigen Zoey zu beobachten, genauso wie Shane mit einem zupackenden Wesen überzeugt. Der junge Mann ist zwar gerade heraus, jedoch auch feinfühlig und in der Lage, Cora aus ihrem Schneckenhaus zu locken. Im Gegenzug hütet der Zwanzigjährige allerdings seine Vergangenheit, was wiederum die junge Frau anstachelt, diese zu ergründen.

So kabbeln sich die beiden, und fast unbemerkt stellt sich (nicht nur) bei Zoey Zuneigung ein. Für das Land, die Menschen. Für Shane. Nicht zu vergessen für die Mumins...

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Veröffentlicht am 28.10.2020

Greta und Gauner. Zauberponys gibt es doch!

Greta und Gauner 1: Zauberponys gibt es doch!
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Greta wünscht sich so sehr ein eigenes Pony. Aber auch an ihrem zehnten Geburtstag schenken ihre Eltern ihr lieber eine Gitarre. Ein kleiner Trost ist, dass Greta jederzeit ihrer besten Freundin Anna bei ...

Greta wünscht sich so sehr ein eigenes Pony. Aber auch an ihrem zehnten Geburtstag schenken ihre Eltern ihr lieber eine Gitarre. Ein kleiner Trost ist, dass Greta jederzeit ihrer besten Freundin Anna bei der Pflege ihres Ponys helfen darf. Doch Charlie gehört eben Anna.

Kurz vor einem anstehenden Reitturnier findet Greta in Charlies Box ein Hufeisen: Silbrig glänzend ist es und sieht nagelneu aus. Den Glücksbringer nimmt sie mit nach Hause. Sie staunt nicht schlecht, als ihr das Hufeisen aus der Hand fällt und in ihrem Zimmer komische Geräusche zu hören sind. Als dann sogar ein Wiehern erklingt, entdeckt sie ein echtes Minipony. Greta wird richtig euphorisch, als sie feststellt, dass sich kleine Hengst Gauner mit Hilfe des Hufeisens auch in ein großes Pony verwandelt. Kurzerhand weiht Greta ihre Freundin Anna als einzige in das Geheimnis ein und nimmt Gauner mit auf den Reiterhof, wo sie mit ihm für das Reitturnier trainiert. Denn Charlie ist verletzt, und Anna hat deshalb keine Chance, gegen die beiden eingebildeten Pferdemädchen Caro und Ella anzutreten und diese endlich zu besiegen. Ganz so einfach ist es natürlich nicht, Gauners Geheimnis zu bewahren. Caro und Ella sind nämlich äußerst misstrauisch…


„Greta und Gauner. Zauberponys gibt es doch!“ ist eine entzückende Geschichte für Pferdefreunde, bei der sich zwar die Entwicklung vorhersehen lässt, ein paar gängige Klischees angesprochen werden und die Realität in gewissem Maße vernachlässigt wird. An den Wunsch, ein eigenes Pony zu besitzen, sind nun einmal auch Kosten und Mühen gebunden, die Kinder in dem Alter gerne verdrängen. Allerdings gestalten Autorin Wiebke Rhodius und Illustratorin Vera Schmidt das Zauberbuch dank einer spritzigen Idee, detaillierten Beschreibungen und Bildern mit wonniger Wohlfühlmagie.

Die Handlung wird mit Frische und Lebendigkeit erzählt. Es gibt ereignisreiche Momente, die den jungen Lesern aufregende Augenblicke verschaffen. Darüber hinaus vergisst Wiebke Rhodius nicht zu erwähnen, dass neben dem Spaß beim Reiten auch Arbeit und entsprechende Vorbereitungen, die durchaus mit Schmutz und dem feinen Duft der Pferdeäpfel verbunden sind, zu einem Ponyhof gehören. Probleme wie Mobbing und Ablehnung vermeintlich Schwächerer spricht die Autorin an, ohne aufdringlich und belehrend zu sein. Vielmehr legt sie viel Wert auf die Vermittlung der Wichtigkeit von Freundschaft und Zusammenhalt, dem Respekt vor Tieren und Menschen.

„Greta und Gauner. Zauberponys gibt es doch!“ ist für ein gelungener Start einer Reihe, bei der kleine und große Reiter Fortsetzungen freudig erwarten.

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Veröffentlicht am 11.10.2020

Sohn der Unterwelt

Sohn der Unterwelt
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Kryos hat kein einfaches Leben. Zwar ist sein Vater der Gott der Unterwelt, aber seine Mutter, eine Gorgone und nicht mit ihm verheiratet. Verständlich, dass Persephone, die Angetraute des Hades, nicht ...

Kryos hat kein einfaches Leben. Zwar ist sein Vater der Gott der Unterwelt, aber seine Mutter, eine Gorgone und nicht mit ihm verheiratet. Verständlich, dass Persephone, die Angetraute des Hades, nicht besonders gut auf Kryos zu sprechen ist, obwohl der ja im Grunde nichts für seine Existenz kann. Trotz seiner Herkunft hat der junge Halbgott große Träume: Er hofft auf einen Platz im Olymp an der Seite der Götter. Sein Wunsch könnte sich tatsächlich erfüllen, wenn er die Mission in der Welt der Menschen, die ihm Zeus aufträgt, erfolgreich meistert. Kryos soll ergründen, warum Dorimedon, der König von Akora, plötzlich unbesiegbar ist, gegen seine Nachbarstädte Krieg führt und dem Göttervater abgeschworen hat.

In der Gestalt des Prinzen Yamin begibt sich Kryos auf ein Abenteuer, das ihn verändern wird, vor allem als er Yamins Verlobte, Prinzessin Io kennenlernt. Bislang hatte Io die zum Schutz ihrer Heimat arrangierte Ehe akzeptiert. Yamin ist ein Mann des Geistes und beschäftigt sich mit der Mathematik und den Lehren von Archimedes. Dass er plötzlich auch Schwert und Dolch beherrscht, erstaunt Io, und viele Reaktionen lassen sie den Prinzen in einem anderen Licht sehen. Sie spürt, dass sich ihre Empfindungen ihm gegenüber ändern.

Auch Kryos entwickelt mehr Gefühle als Sympathie für Io, so dass er letztlich vor der Entscheidung steht, was wichtiger für ihn ist: die Liebe oder die Göttlichkeit…

Mit „Sohn der Unterwelt“ ermöglicht uns Dana Graham eine mit fantastischen Elementen ausgestattete Begegnung mit einem Teil der griechische Mythologie. Die Autorin nutzt einen gefälligen und leichtfüßigen Schreibton, der sich mit Ausnahme gelegentlicher Ausflüge in die Moderne gut in das antike Zeitalter einfügt und Zusammenhänge erklärt. Sie reichert die passende Kulisse und die ausführlich dargestellten Begebenheiten mit Ausflügen in die mathematischen und wissenschaftlichen Forschungen an und gewährt so einen Blick auf erste Erfindungen. Nach anfänglichem zögerlichen Start entfaltet die Handlung einen einnehmende Stimmung und beinhaltet neben faszinierenden auch emotionale Momente. Dabei leben die Ereignisse insbesondere von den Geheimnissen, Intrigen und der mit einem Wechseln des Körpers verbundenen Komplikationen, woraus unterhaltsame kleine Überraschungen resultieren.

Die Figuren überzeugen im Großen und Ganzen. Lobenswert ist hierbei die Einbindung querer Charaktere, so dass die Autorin nicht nur eine, sondern zwei Liebesgeschichten in das Geschehen einfügt.

Allerdings gebe ich zu, dass ich mit Kryos zunächst nicht viel anfangen konnte. Zu sehr war er in seiner Düsternis darauf fixiert, in den Olymp aufzusteigen, um dadurch seine in den Augen der anderen „schlechte“ Herkunft beseitigen zu können. Doch Dana Graham gelingt eine nachvollziehbare Schilderung seiner Entwicklung, die mein Verständnis und meine Anerkennung bekommt.

Kryos wird von einem Mann, dem die Folgen seines eigenen Handelns egal sind, zu einem, der mit Entschlossenheit und Tapferkeit für andere Menschen eintritt. Einer, der sich letztlich die entscheidende Frage stellt: Was bedeutete ein Leben in Unendlichkeit ohne die Liebe? Begleitet ihn bei der Suche nach einer Antwort...

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Veröffentlicht am 07.10.2020

Ein Schuss kommt selten allein

Ein Schuss kommt selten allein
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Jonathan Bane hat einzigartige Fähigkeiten: Er ist ein Medium, arbeitet bei der „Psy Consulting Agency“ und wird nicht nur von Privatleuten, sondern auch von der Polizei routinemäßig als Berater und Profiler ...

Jonathan Bane hat einzigartige Fähigkeiten: Er ist ein Medium, arbeitet bei der „Psy Consulting Agency“ und wird nicht nur von Privatleuten, sondern auch von der Polizei routinemäßig als Berater und Profiler beauftragt. Da Jon die Auren und die energetischen Meridiane von Personen, die sich ihm in Form von Farben, Linien und Lichtblitzen präsentieren, lesen kann, ist es ihm möglich, quasi wie ein menschlicher Lügendetektor zu funktionieren und zu erkennen, ob jemand die Wahrheit sagt.

Leider wird seine mentale Stärke von wesentlichen Schwächen begleitet: Er kann keine elektronischen Geräte berühren, ohne diese zu zerstören. Weil die Auren der anderen Menschen ihn sehr stark blenden, trägt er zum Schutz eine Sonnenbrille. Außerdem plagen ihn oft Kopfschmerzen und Migräneanfälle, manche Tage sind eine Qual. Erleichterung könnte der Einsatz eines sogenannten Ankers, einer ihm nahe stehenden Person, bringen. Ein Anker ist in der Lage, stets den Überblick zu behalten, muss über eine Engelsgeduld verfügen und sich um Jon kümmert, wenn dieser das nicht (mehr) selbst kann. Allerdings wäre dies ein unkündbarer „Job“, weil so eine Partnerschaft auf Lebenszeit geschlossen wird. Vorausgegangene Versuche diesbezüglich sind gescheitert, weshalb der Fünfundzwanzigjährige mittlerweile die Hoffnung aufgegeben hat, einen passenden Anker zu finden, und Leben und Arbeit eher schlecht als recht allein meistert.

Bis Donovan Havili vor ihm steht, es Jon den Atem verschlägt und seine Gefühle Purzelbäume schlagen angesichts der atemraubenden, kräftig leuchtende Chakren und Energiebahnen. Donovan ist hawaiianischer Abstammung, hat aber auch afroamerikanische Wurzeln. Er ist ein großes muskulöses Raubein mit ernstem Gesicht und gewaltigem Beschützerinstinkt, zugleich auch ein so unglaublich gutmütiger Typ mit einem Herzen aus Gold. Donovan soll Jon vor all dem abschirmen, was ihm gefährlich werden kann, da dieser wegen seiner Tätigkeit in der Welt der Kriminellen nicht unbedingt „geliebt“ wird. Als ehemaliger Militärpolizist, seiner Präsenz und seiner Einstellung bietet Donovan alles, was er für den Job an der Seite eines Mediums braucht. Vielleicht ist Donovan derjenige, der nicht sofort wieder die Flucht ergreift. Gerade jetzt muss der Fall eines zu Unrecht eines Verbrechens beschuldigten chinesischen Austauschstudenten aufklärt werden. Außerdem wird – wieder einmal – auf Jon geschossen.

Kann Donovan der Partner sein, der für Jon wie geschaffen ist?


In „ Ein Schuss kommt selten allein“ verarbeitet AJ Sherwood eine bemerkenswerte Idee, nämlich die gleichgeschlechtliche Liebesfantasykrimigeschichte eines außergewöhnlichen jungen Mannes. Das Konzept und die Handlung erscheinen insgesamt durchdacht und logisch. Spannungsmomente sind vorhanden, obwohl der Krimi-Anteil im Ganzen etwas vorhersehbar ist und zweifellos mehr Intensität vertragen hätte, was eventuell bei zukünftigen Fälle genutzt wird. Hingegen sind fantastischen Aspekte detailliert und nachvollziehbar beschrieben, die homoerotischen Szenen explizit dargestellt.

Dabei ist in jeder Zeile zu spüren, dass die Autorin für ihre Protagonisten brennt. Jons Intelligenz und Unsicherheit treffen auf Donovans Selbstbewusstsein und Beharrlichkeit, die Chemie stimmt zwischen ihnen, ihr vertrauensvoller Umgang miteinander ist konfliktfrei. Die beiden sind so liebenswert und auf entzückende Art schnuffig, dass ich sie gern begleitet habe, ungeachtet der Tatsache, dass sie in ein allzu harmonisches und perfektes Licht gestellt werden. Die Gelegenheit, (Beziehungs)Krisen einzubauen, bleibt AJ Sherwood ja noch in den Folgebänden der Reihe.

Viel für die Kurzweil bei der Lektüre trägt der moderne und flippige Schreibstil bei. Die Autorin lässt Jon selbst erzählen, und dies mit leichter Hand und einem Augenzwinkern, immer hautnah dran an seinen Eindrücken und Empfindungen, so dass sich eine Annäherung jederzeit als möglich erweist.

Im Resümee ist „Ein Schuss kommt selten allein“ vor allem eines: wunderbar anziehende und vergnügliche Unterhaltung, die verschiedene Genre vereint: Fantasy, Gay-Romance und Krimi.

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Veröffentlicht am 30.09.2020

Zeitreise mit Zuckerguss

Cassandra Carpers fabelhaftes Café - Zeitreise mit Zuckerguss
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Seit Emma den Laden in der Abbey Road mit der rosa gestrichenen Tür entdeckt hat, in dem Cassandra Carper die köstlichsten Cupcakes verkauft, verbringt sie hier gemeinsam mit ihrer Freundin Paula viel ...

Seit Emma den Laden in der Abbey Road mit der rosa gestrichenen Tür entdeckt hat, in dem Cassandra Carper die köstlichsten Cupcakes verkauft, verbringt sie hier gemeinsam mit ihrer Freundin Paula viel Zeit und lernt, eben jene Leckereien zu backen, die die Menschen mit ein wenig Magie verzaubern.

Aber Hexe Cassandra ist nicht nur eine wahre Backkünstlerin, sondern auch Hüterin der magischen Bibliothek. Sie hat jedoch ein Problem: In der Walpurgisnacht muss sie diese dem Hexenrat vorführen. Allerdings hat sie diese zum Schutz vor bösen Zauberern und Hexen, die nach der Macht der Bibliothek drängen, in der Vergangenheit versteckt und sich selbst mit einem Vergessenszauber belegt. Nun weiß sie nicht mehr, in welcher Zeit und wo sich die Bibliothek befindet. Zum Glück hat sie überall Hinweise verteilt, und der erste führt in das Jahr 1983, und darum ist eine Zeitreise unabdingbar. Ehe Cassandra sich selbst auf den Weg machen kann, werden Emma und Paula versehentlich in die Vergangenheit katapultiert und haben bald nicht allein das Problem, die Bibliothek aufspüren zu müssen.

Denn an ihre Fersen heften sich andere Hexen, die keine guten Absichten hegen. Die Zeit wird knapp...


Mona Herbst setzt mit „Zeitreise mit Zuckerguss“ ihre Reihe um „Cassandra Carpers fabelhaftes Café“ fort und schickt die Freundinnen Emma und Paula auf eine erstaunliche Mission, die zu einem gefährlichen Abenteuer wird. Wer den den ersten Band „Magische Cupcakes aller Art“ nicht gelesen hat, braucht sich nicht sorgen. Da immer wieder auf die vorherigen Ereignisse Bezug genommen wird, ist ein Einstieg gut möglich.

Natürlich tauchen alte Bekannte auf, daneben haben zudem neue eigenwillige Figuren wie beispielsweise der ängstliche Zauberlehrling Merlin, ebenfalls auf Zeitreise, und Hausdrache Gertrudis ihren Auftritt. Andere entpuppen sich im Laufe der Ereignisse als äußerst bösartig.

Mit Cassandra Carper und Molly Parker hat die Autorin zwei ungewöhnliche Hexen erdacht, die sich zwar nicht immer an die Regeln halten und etwas chaotisch, trotzdem aber liebenswert und friedfertig sind. Bei Emma und Paula, zwei normalen sympathischen Teenager mit kleinen Macken sitzt das Herz am rechten Fleck, sie zeigen Empathie und stehen für ihre Freunde ein.

Mona Herbst schreibt altersgerecht, vor allem Mädchen (ab zehn Jahren) werden ihre Freude mit an den Erlebnissen von Emma und Paula, Cassandra und Molly und all den anderen Helden haben. Außerdem sind nicht nur die Handlung, sondern auch die Figuren mit umfangreichen Details ausgestattet. Lediglich die die das Jahr 1983 prägenden Feinheiten hätten durchaus noch prägnanter sein können. Zwischen den Zeilen blitzt viel Humor auf, so dass die Lektüre oft vergnüglich ist. Die Autorin lässt es anfangs etwas ruhig angehen, manchmal zieht sich der Erzählfluss. Doch nach und nach nimmt die Geschichte Fahrt auf und steigert sich in ihrem Tempo und wird richtig stürmisch.

„Zeitreise mit Zuckerguss“ ist eine magische Reise, auf der nicht nur der Zauber, sondern auch die Freundschaft groß geschrieben werden.

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