Was für eine schöne Idee, die sicher jede Menge Lacher und erstaunte Gesichter nach sich ziehen wird. Endlich kann "Nichts" hübsch verpackt überreicht werden und das sogar in 2 verschiedenen Farben - rot ...
Was für eine schöne Idee, die sicher jede Menge Lacher und erstaunte Gesichter nach sich ziehen wird. Endlich kann "Nichts" hübsch verpackt überreicht werden und das sogar in 2 verschiedenen Farben - rot oder blau.
Dahinter verbirgt sich ein kleines aber feines Notiz-, Adress-, Tage- oder was auch immer-Buch. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt, höchstens in der überschaubaren Anzahl der Seiten.
Selma Lagerlöf war mir bisher nur als Autorin und Nobelpreisträgerin bekannt. Wieviele unbekannte Seiten diese starke Frau noch hat, habe ich aus der Romanbiografie von Maria Regina Kaiser erfahren dürfen.
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Selma Lagerlöf war mir bisher nur als Autorin und Nobelpreisträgerin bekannt. Wieviele unbekannte Seiten diese starke Frau noch hat, habe ich aus der Romanbiografie von Maria Regina Kaiser erfahren dürfen.
In kleinen Episoden berichtet die Autorin zunächst über die Kindheit und Jugendzeit Selmas und anschließend über den Weg bis zur Verwirklichung ihres Traums, Schriftstellerin zu werden. Thema ist auch immer wieder ihre für die damalige Zeit doch sehr moderne Dreiecksbeziehung.Selma Lagerlöf ist immer ihren eigenen Weg gegangen, allen Hindernissen zum Trotz.
Etwas gewöhnungsbedürftig waren machmal die doch sehr großen zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Kapiteln. Auch hätte ich mir mehr und ausführlichere Hinweise zur Entstehung ihrer Werke gewünscht.
Das Nachwort hat mich begeistert, denn es ist randvoll mit Informationen über Selma. Dazu gibt es viele Fotografien und noch einen Anhang mit Zeittafel, einen Verzeichnis von Personen und Orten, die in ihrem Leben eine Rolle gespielt haben, eine Übersicht über ihre Werke und noch einiges mehr.
Der Name "Guggenheim" war mir nicht unbekannt, aber von Peggy (eigentlich Marguerite) Guggenheim hatte ich bisher nichts gehört. Daher hat mich der Klappentext des Buches umso neugieriger auf diese Frau ...
Der Name "Guggenheim" war mir nicht unbekannt, aber von Peggy (eigentlich Marguerite) Guggenheim hatte ich bisher nichts gehört. Daher hat mich der Klappentext des Buches umso neugieriger auf diese Frau gemacht und - ich nehme es einfach mal vorweg - das Lesen hat sich gelohnt.
Der Roman spielt im kurzen Zeitraum von 1937 - 1942. Peggy Guggenheim lebt schon länger in ihrer Herzensstadt Paris und verkehrt in der Szene mit Künstlern jeder Art. Egal, ob Maler, Bildhauer oder Schriftsteller, in ihrer ihr eigenen großherzigen Art überstützt sie viele von ihnen finanziell und lässt ihre Freundin Djuna sogar bei sich wohnen.
Sie hat schon länger davon geträumt, eine Galerie mit moderner Kunst zu eröffnen und mit Hilfe der richtigen Netzwerke setzt sie diesen Traum in kürzester Zeit in die Tat um. Schnell entdeckt sie ihre Vorliebe für moderne Kunst und beginnt parallel zum Galeriebetrieb selber zu sammeln.
Als sich die Besetzung von Paris durch die Nazis ankündigt und immer mehr Künster als "entartet" gelten, beginnt sie ihren ganz eigenen Widerstand, in dem sie täglich ein Bild aufkauft und damit auch vielen Künstlern eine Ausreise ins Ausland erst ermöglicht.
Peggy Guggenheim ist eine außergewöhnliche Frau, eine starke Persönlichkeit, die ihre eigenen Pläne auch trotz Gegenwind und Widerständen umsetzt. Sie ist immer auf der Suche nach der einen großen Liebe bei den Männern, dabei hat sie die doch eigentlich schon so lange in der Kunst gefunden.
Gerne hätte ich noch mehr über diese faszinierende Frau erfahren. Die 5 Jahre haben auf jeden Fall ein sehr interessanten Einblick in Peggy Guggenheims Leben gegeben.
Fräulein Gold trägt ihren Namen ganz zu Recht, denn eins hat sie sicherlich: ein Herz aus Gold. Hulda Gold ist eine für ihre Zeit fortschrittliche junge Frau, die sich nicht von einem Mann finanziell ...
Fräulein Gold trägt ihren Namen ganz zu Recht, denn eins hat sie sicherlich: ein Herz aus Gold. Hulda Gold ist eine für ihre Zeit fortschrittliche junge Frau, die sich nicht von einem Mann finanziell abhängig machen möchte. Lieber schlägt sie sich oft mehr schlecht als recht als Hebamme durch, denn in ihrem Viertel ist die Armut allgegenwärtig. Aber sie liebt ihren Beruf und hilft, wo sie nur kann.
Bereits vom Beginn der Geschichte an wird man in die goldenen 20er Jahre Berlins hineingezogen, die aber auch durchaus ihre Schattenseiten hatten. Hulda Gold ist eine sehr sympathische Protagonistin mit dem Herz am rechten Fleck, die ihre Augen vor Problemen nicht verschließt und immer ein offenes Ohr für Andere hat. Andererseits hat sie ihre Neugierde nur schwer im Griff und kann oftmals auch ihr recht loses Mundwerk schlecht bändigen. Dadurch bringt sie sich immer wieder in mitunter brisante Situationen, wie auch hier, als sie Zweifel an einem Unfalltod hat und auf eigene Faust Ermittlungen anstellt. Aber gerade diese Mischung hat für mich den Reiz von Hulda Gold ausgemacht und es hat mir viel Freude bereitet, sie nicht nur auf Spurensuche in ihrem Berlin zu begleiten.
Für mich ein gelungener Auftakt einer Reihe, die ich weiter verfolgen werde.
Belmonte ist ein kleines, beschauliches Örtchen in den italienischen Marken. Dort hat Simona das Elternhaus ihrer italienischen Großmutter geerbt, von dessen Existenz sie bisher noch nichts ahnte, obwohl ...
Belmonte ist ein kleines, beschauliches Örtchen in den italienischen Marken. Dort hat Simona das Elternhaus ihrer italienischen Großmutter geerbt, von dessen Existenz sie bisher noch nichts ahnte, obwohl sie bei ihr aufgewachsen ist. Aber auch sonst hat Franca, ihre verstorbene Oma, noch einige Überraschungen parat.
Im MIttelpunkt dieser deutsch-italienischen Familiengeschichte, die 1944 beginnt und sich bis in die Gegenwart hinzieht, stehen 4 Generationen von Frauen. Kämpferische Frauen, die kein Risiko scheuen, ein hartes Leben vor sich oder bereits hinter sich gebracht haben, Skandalen getrotzt und Schicksale gemeistert haben und bei allen Unwegbarkeiten, die ihr Leben mit sich brachte, trotzdem nie den Mut verloren haben - kurz gesagt 4 spannende Lebensgeschichten. Die Zeitebenen wechseln sich ab und sind immer der betreffenden Frau zugeordnet, was den Lesefluss erleichtert. Die Charaktere sind authentisch und man kann sich gut in die Personen hineinversetzen. Die lebendige und bildhafte Beschreibung von der Landschaft lässt das kleine verschlafene Dorf schnell zum Leben erwecken und mit ihm seine mitunter recht lauten Bewohner.
In der Regel nimmt mich immer der vergangene Handlungsstrang eher gefangen, aber hier steht Simonas gegenwärtige Suche nach ihren Wurzeln diesem ebenbürtig gegenüber.
Mich haben die doch so unterschiedlichen Lebenswege dieser Frauen beeindruckt, und ich habe Simona gerne auf ihrer Spurensuche begleitet.
Allein der Stammbaum , den ich leider viel zu früh entdeckt habe, hat mir ein wenig die Lesefreude getrübt, da er viel zu viele Informationen preisgegeben hat, die ich lieber nicht erfahren hätte.