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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2020

richtig spannend

Die Zahlen der Toten
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In dem kleinen Nest Painters Mill wird eine Frau nackt, verstümmelt und tot im Schnee gefunden. Die Polizeichefin wird sofort an eine Mordserie aus ihrer Kindheit erinnert, als sie noch eine Amish war. ...

In dem kleinen Nest Painters Mill wird eine Frau nackt, verstümmelt und tot im Schnee gefunden. Die Polizeichefin wird sofort an eine Mordserie aus ihrer Kindheit erinnert, als sie noch eine Amish war. Aber wie ist das möglich ? Sie kann nicht glauben, dass es der gleiche Täter ist. Den Stadtrat gegen sich, beginnt sie zu ermitteln.

Das Buch ist mega spannend. Ich habe schonmal eins der Autorin geleswen und war begeistert. Dies Buch ist der erste Band der Reihe um die Polizeichefin Kate und ihr Miniteam und ich freue mich schon darauf, mir den nächsten vorzunehmen. Konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Manche Szenen waren grenzwertig, weil ich nicht gerne lese, wie das Opfer leidet, aber es war so kurz, dass es erträglich war. Die Personen, also Kate und die anderen aus ihrer kleinen Polizeitruppe und auch die Amish sind sympathisch und man fiebert mit ihnen. Die Leute aus dem Stadtrat sind -natürlich gewollt- unsympathisch und man ärgert sich mit Kate über sie. Und der Böse ist sehr, sehr böse. Kate, die amische Wurzeln hat, sich dann aber von ihrer Gemeinde lossagte und nun unter Bann steht, steht manchmal zwischen den Stühlen, da sie sich den Amisch immer noch verbunden fühlt

Ein richtig spannender Krimi, den ich auf jeden Fall behalten und weiterempfehlen werde.

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Veröffentlicht am 19.10.2020

tolle Kurzkrimis

Ausgezeichnete Morde
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Ich liebe dieses Buch ! Kurzkrimis von 11 Autoren, die alle mit diversen Preisen ausgezeichnet wurden. Bei den meisten muß ich sagen :zu Recht. Ich bin ganz begeistert, da ich viele neue Autoren kennengelernt ...

Ich liebe dieses Buch ! Kurzkrimis von 11 Autoren, die alle mit diversen Preisen ausgezeichnet wurden. Bei den meisten muß ich sagen :zu Recht. Ich bin ganz begeistert, da ich viele neue Autoren kennengelernt habe. Zum Beispiel weiß ich, dass ich anscheinend nichts verpasst habe, wenn ich keinen Fitzek lesen werde. Aber die meisten anderen Krimis haben mir gut gefallen und zum Lesen anderer Bücher angeregt.

Die Geschichte von Judith W. Taschler hat mir gut gefallen und da jedem Krimi ein kurzes Portrait folgt, sprang mir der Buchtitel "Roman ohne U " ins Auge. Den hatte ich doch noch ungelesen im Regal stehen ! Also habe ich den dann erstmal dazwischen geschoben und gelesen. Sehr erschütternd.

Bei den "Schnüffelschwestern" von Tatjana Kruse ( Arsen mit Spitzenhäubchen lässt grüßen) habe ich so gelacht, dass ich mir direkt eins ihrer Bücher gekauft habe und auch das erst lesen mußte, bevor ich mit den ausgezeichneten Morden (ich liebe solche Wortspiele) weitermachen konnte.

Eigentlich ist jeder Krimi abgeschlossen, darum habe ich mich bei "Torso" etwas geärgert, da dies nur der Anfang eines Krimis war und weil er aber so spannend war, ich mir das Buch kaufen mußte, um zu wissen, wie es weitergeht. Allerdings hat es sich gelohnt.

Mir hat das Buch so gut gefallen, dass ich es behalten werde und ich kann es nur jedem empfehlen, der auf der Suche nach neuen Krimiautoren ist. Habe nun noch einige Autoren auf meiner Liste, nach denen ich die Augen aufhalten werde. Am Ende des Buches werden noch kurz verschiedene Krimipreise vorgestellt.

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Veröffentlicht am 18.10.2020

super, das Buch ist der Hammer

After the Fire - Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2021
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Überall Feuer, Kugelhagel, Rauch, schreiende Menschen, Blut, sterbende Brüder und Schwestern und die donnernde Stimme des Anführers der Gotteslegionäre, der befiehlt auf die Polizei zu schießen, denn ...

Überall Feuer, Kugelhagel, Rauch, schreiende Menschen, Blut, sterbende Brüder und Schwestern und die donnernde Stimme des Anführers der Gotteslegionäre, der befiehlt auf die Polizei zu schießen, denn die sei das Böse. Die 17jährige Moonbeam rennt durch diese Hölle und versucht die Kinder in den Barracken zu befreien.

Später wacht sie in einem Krankenhaus auf und wird von Psychiater und FBI befragt. Zögernd und voller Angst vor der Strafe Gottes, da sie mit niemandem darüber sprechen darf, beginnt sie zu erzählen, von der Zeit vor dem Feuer.
Das Buch ist der Hammer. Es gibt eine Zeit davor und eine danach, die sich im Buch immer wieder abwechseln. Davor ist das, was Moonbeam berichtet, danach sind ihre Gedanken und das, was jetzt in der Einrichtung passiert, in der sie befragt wird. Der Unterschied ist so groß, dass es Moonbeams Leben wohl für immer in ein davor und danach einteilen wird, auch wenn sie immer noch unter dem jahrelangen Einfluß der Gehirnwäsche steht und die Angst sie bis in den Schlaf verfolgt. Behutsam versucht der Psychiater ihr Vertrauen zu gewinnen.
Ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können, so hat es mich gepackt. Es ist nicht nur gut geschrieben, sondern so spannend, dass ich es fast in einem durchgelesen habe. Es ist nie reißerisch, sondern wirkt authentisch, was es um so erschreckender und erschütternder macht.
Absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 12.10.2020

aktuelle Geschichte für Kinder

Die Hingucker
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In diesem Buch wird sehr anschaulich Kindern näher gebracht, wie Ausgrenzung und Fremdenhass funktioniert, aber auch, wie man sich dagegen stellen kann.

Hier sind es grünäugige Menschen mit einer eigenen ...

In diesem Buch wird sehr anschaulich Kindern näher gebracht, wie Ausgrenzung und Fremdenhass funktioniert, aber auch, wie man sich dagegen stellen kann.

Hier sind es grünäugige Menschen mit einer eigenen Religion, die nur wenig anders ist als das Christentum, statt Juden (oder Flüchtlinge), die ausgegrenzt, verleumdet und verfolgt werden, aber ansonsten ist es wie aus der Geschichte bekannt. Gerüchte, Parolen, Symbole, Geschäfte beschmieren, später boykottieren, Steine in Geschäfte und Wohnungen schmeißen, wer nicht mitmacht, darf z.B. nicht mehr unterrichten, die Grünäugigen müssen Abzeichen tragen, damit man sie gleich erkennt usw. Hier ist es nur eine Stadt und nicht das ganze Land und dennoch gibt es kaum ein Entkommen. Eine Gruppe Kinder stellt sich aber quer. Sie überwinden ihre Angst und machen sich für die grünäugigen Mitschüler stark. Zunächst ratlos und nur von einem tiefen Unrechtsempfinden getrieben, entwickeln sie langsam einen Plan.

Dies Buch ist wichtig und sicherlich gut als Schullektüre geeignet. Für welches Alter kann ich nur schwer schätzen. Es ist irgendwo zwischen Blauland (Kindergartenalter) und Die Welle (Teenager). Mit nur 108 Seiten würde ich mal auf 4.-6. Klasse tippen, vertue mich aber vielleicht. Auf jeden Fall liest es sich auch für Kinder leicht und gibt viel Stoff zum Nachdenken und zum Überlegen, wie man sich selbst verhalten hätte oder was die Kinder hätten machen können oder wie man sich wohl fühlt, wenn man wie die Grünaugen behandelt wird.

Auch die Zeichnungen und die Kultur der Grünaugen haben mir gefallen. (Religion, Feiertag, Symbole, Bräuche usw. sind stimmig und gut durchdacht von der Autorin)

Klare Leseempfehlung für alle Kinder und in meinen Augen ein wichtiges Buch, dass viel Gesprächsstoff oder Anregung zu Diskussionen bietet.

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Veröffentlicht am 08.10.2020

grausig

Die Sau ist tot
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Klaus sitzt in U-Haft und bittet seinen Freund, seine Verteidigung zu übernehmen. Er schildert ihm, was ihn dazu gebracht hat, seinen Schwiegervater zu ermorden und den Schweinen zum Fraß vorzuwerfen. ...

Klaus sitzt in U-Haft und bittet seinen Freund, seine Verteidigung zu übernehmen. Er schildert ihm, was ihn dazu gebracht hat, seinen Schwiegervater zu ermorden und den Schweinen zum Fraß vorzuwerfen. Die Abgründe, die sich auftun, sind erschreckend und man kann Klaus sehr gut verstehen, ja, man fragt sich, ob einem selbst eine andere Lösung eingefallen wäre.

Anfangs tat ich mich mit den hölzernen, steifen Dialogen etwas schwer (Gespräch zwischen Klaus und seinem Anwalt-Freund, Kennenlernen von Helene), aber als Klaus dann ins erzählen kommt, bessert sich dies. Die Geschichte von Klaus liest sich flüssig, die Charaktere sind gut dargestellt und nur Helene bleibt etwas blass und wirkt nicht ganz so authentisch. Via Mala in der Eifel mit einem überraschenden Ende.

Wer kurze Lokalkrimis mag, die etwas düster sind, ist hier richtig. Ich möchte gar nicht wissen, in wie vielen Familien es so zugeht.

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