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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2021

Amüsante Corona-Chronologie

Die große Pause
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Dieses Buch hat geschafft, was ich mir von einem ähnlichen Buch von Michael Mittermeier erwartet hatte: mich köstlich zu unterhalten. Sowohl seine Beschreibungen seiner häuslichen Situation Zwangs-WG mit ...

Dieses Buch hat geschafft, was ich mir von einem ähnlichen Buch von Michael Mittermeier erwartet hatte: mich köstlich zu unterhalten. Sowohl seine Beschreibungen seiner häuslichen Situation Zwangs-WG mit Schwiegermutter ("tu einfach so als wär ich nicht da") als auch seine Begegnungen mit anderen Mitmenschen 'in freier Wildbahn' (inkl. Nies-Bombe) waren äußerst amüsant. Auch authentisch. Wir haben diese Zeit in der einen oder anderen Weise ähnlich erlebt, haben selbst noch gute Erinnerungen daran - und trotzdem wurde es mir nicht langweilig das Ganze aus der Sicht eines anderen Menschen zu lesen. Und am Ende wurde es sogar noch richtig emotional!

Ich kannte von Bastian Bielendorfer vorher nur den Namen, und dass er vom Millionen-Gewinner bei Jauch zum Comedian geworden ist. Aber ich habe von ihm vorher weder etwas gesehen, gelesen noch gehört. Das wird sich jetzt vermutlich ändern!

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Veröffentlicht am 24.01.2021

Unterirdisches Koboldreich

Gnorl
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4,5 Sterne

Gnorl ist der Name eines kleinen Gnoms, den die Kinder Jonas, Anna und Benjamin im Schuppen ihres Bauernhofes aufspüren (erinnerte mich an E.T.) und dann ins unterirdische Reich der Kobolde ...

4,5 Sterne

Gnorl ist der Name eines kleinen Gnoms, den die Kinder Jonas, Anna und Benjamin im Schuppen ihres Bauernhofes aufspüren (erinnerte mich an E.T.) und dann ins unterirdische Reich der Kobolde folgen. Leider ist der Weg dort raus dann nicht mehr ganz so einfach, sondern es müssen einige wirklich gefährliche Abenteuer bestritten werden. Dabei werden die Kinder schnell Freunde mit Gnorl, und auch anderen Kobolden. Doch leider ist König Kromak nicht ganz so gastfreundlich, was Vertreter der Menschenrasse angeht.

Das Buch ist für ein Kinderbuch ziemlich lang (336 Seiten), und eignet sich dafür nur suboptimal für das abendliche Vorlesen, wofür wir es ausgewählt hatten. Ohne dass wir die Vorlesezeit drastisch ausgeweitet hätten, hätten wir da wohl doppelt so lange dran gelesen. Andererseits wird es spätestens nach dem ersten Drittel richtig spannend, so dass die Kinder kaum aufhören wollten.
So spannend es dann aber wird, so langsam geht es allerdings auch los. Da braucht man ein bisschen Durchhaltevermögen, um wirklich bei der Stange zu bleiben. Wird später dann aber mit einer ganz fantastischen Welt unter der Erde belohnt, die so einige Überraschungen birgt.

Besonders der Kampf um den Palast mit König Kromak hat meinen Jungs gefallen. Noch besser hätten sie das Ganze mit schönen Illustrationen gefunden, so dass man sich die Koboldwelt und ihre Bewohner noch besser hätte vorstellen können. Sie haben trotzdem 5 Sterne vergeben, ich persönlich nur 4. Somit kommen wir am Ende auf sehr gute 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.12.2020

Lenis Adventskalender

Der Zauber der Schneeflocken
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Solche Frauenromane, in denen die Protagonisten über die Adventszeit hinweg verschiedene "Aufgaben" aus ihrem Kalender erfüllen sollten, habe ich schon häufig gesehen und auch schon welche davon gelesen. ...

Solche Frauenromane, in denen die Protagonisten über die Adventszeit hinweg verschiedene "Aufgaben" aus ihrem Kalender erfüllen sollten, habe ich schon häufig gesehen und auch schon welche davon gelesen. Dieser hier hat mir aber mit Abstand am besten gefallen. Die Aufgaben sind nicht übertrieben sondern oft nur Kleinigkeiten, was das Ganze aber auch viel authentischer und sympathischer gemacht hat.

Die Geschichte um Leni und ihren Adventskalender hat ein bisschen was auch von "PS Ich liebe dich", nur dass sie die Aufgaben von ihrer Schwester und besten Freundin gestellt bekommt und nicht von ihrem verstorbenen Ehemann. Und so begleiten wir sie durch das vorweihnachtliche Heidelberg (hört sich soo schön an, ich will da jetzt unbedingt mal hin!). Leider gibt es zwar nicht den vom Titel versprochenen Schneeflockenzauber, dafür aber Weihnachtsfeeling, ohne dabei zu übertreiben.

Trotzdem das Thema Trauer den gesamten Roman hindurch immer mitschwingt, ist es aber keineswegs ein traurig-melancholisches Buch sondern bestenfalls berührend. Für mich im genauen richtigen Maß! Und ich fühle mich jetzt auch ganz beschwingt, dieses Wochenende auch mein zuhause weihnachtlich zu schmücken, Weihnachtsmusik aufzulegen, heißen Kakao zu trinken und unbedingt auch einen kitschigen Weihnachtsfilm zu schauen!

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Veröffentlicht am 04.12.2020

Gegensätze ziehen sich aus

Just Like You
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Vor 20 Jahren las ich mit "High Fidelity" meinen ersten Hornby und war sehr begeistert. Daraufhin las ich dann fast alle seine Bücher, die mal großartig und manchmal doch nur mittelmäßig waren. Mit "Just ...

Vor 20 Jahren las ich mit "High Fidelity" meinen ersten Hornby und war sehr begeistert. Daraufhin las ich dann fast alle seine Bücher, die mal großartig und manchmal doch nur mittelmäßig waren. Mit "Just like you" ist ihm für meinen Lesegeschmack aber wieder ein großartiges Buch gelungen, dem ich nur deshalb keine 5 Sterne gegeben habe weil ich mich stellenweise doch mal kurz gelangweilt habe. Allerdings nicht lange, denn obwohl man ja bei solchen "Chick-Lit" Büchern meint das Ende zu kennen, kann man sich da bei Nick Hornby gar nicht so sicher sein ob es wirklich ein Happy End gibt bzw. ob dessen Vorstellung von Happy End dieselbe ist wie meine.

Hier stimmten die Protagonisten (waren mir sehr sympathisch), der Schreibstil (wunderbar zu lesen, zwischendrin auch mal was zum Schmunzeln) und vor allem die Tatsache, dass die Beziehung, wenn sie dann mal zustande kommt, nicht romantisch verklärt beschrieben sondern realistisch und bodenständig. Da die Beteiligten ziemliche Gegensätze verkörpern und an unterschiedlichen Punkten ihres Lebens sind, sind Hindernisse im Grunde unvermeidlich.
Erstaunlich auch, wie der mittlerweile 60+ Hornby sich offensichtlich immer noch in Personen hineinversetzen kann, die 20-40 Jahre jünger sind.

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Veröffentlicht am 09.10.2020

Somebody to Love

This Is (Not) a Love Song
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Dieses Buch hat mich absolut überrascht. Wie immer hab ich direkt vor dem Lesen den Klappentext NICHt nochmal gelesen, sondern mich einfach reingestürzt. Das Cover ließ mich allerdings einen typischen ...

Dieses Buch hat mich absolut überrascht. Wie immer hab ich direkt vor dem Lesen den Klappentext NICHt nochmal gelesen, sondern mich einfach reingestürzt. Das Cover ließ mich allerdings einen typischen Frauenroman erwarten, wahrscheinlich mit einigen dramatischen Elementen.
Bekommen habe ich dann aber einen jungen (ja, mit 34 sehe ich dich noch als jung an, Zoe, nicht als Oldie!), frischen, modernen Roman über Liebe, Freundschaften, 2. Chancen, und viel Musik. Der Beruf von Zoe und alles was damit zusammenhängt nimmt erstaunlich viel Platz ein in dieser Geschichte - es entwickelt sich eine komplette Nebenhandlung dadurch - und das hat mich in keinster Weise gestört.

Getragen wird das ganze vor allem durch die 'Stimme' von Ich-Erzählerin Zoe, die genau auf meiner (Humor)-Welle liegt und der ich sehr gern durch ihr Leben gefolgt bin.

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