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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.10.2020

Schade

A is for Abstinence
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Nachdem der erste Band der Dilogie so unterschiedliche Meinungen hervor gerufen hat, war ich ziemlich gespannt auf “A is for Abstinence”. Nicht zuletzt auch, weil das Buch ausschließlich aus der Sicht ...

Nachdem der erste Band der Dilogie so unterschiedliche Meinungen hervor gerufen hat, war ich ziemlich gespannt auf “A is for Abstinence”. Nicht zuletzt auch, weil das Buch ausschließlich aus der Sicht von Kyle erzählt wurde. Ich habe “V is for Virgin” vergöttert.

Ich muss leider sagen, ich wurde wahnsinnig enttäuscht.

Normalerweise finde ich immer etwas Positives in den Büchern, die ich lese, aber hier fällt mir das echt schwer. Wer sich also lieber selbst eine Meinung bilden möchte, sollte hier lieber aufhören zu lesen. Diese Rezension hat SPOILER INNE.

Ich fürchte, das Beste am Buch war, das Val standhaft geblieben ist, und sich die Charaktere wenigstens noch ihre Liebe gestanden haben, und der flüssige Schreibstil von Kelly Oram. Da ist aber leider auch schon Schluss.

Im Großen und Ganzen geht es in dem Buch nur darum, dass dem kleinen Rockstar Kyle nach 4 Jahren, und einer gescheiterten Verlobung, klar gemacht wird, dass er nur Valerie will. Obwohl er sich sicher ist, nie in sie verliebt gewesen zu sein. Diese Erkenntnis kam übrigens nicht direkt von ihm, sondern böser Exverlobter und Freunden.
Dann kommt der Zeitraffer schlechthin, in dem Kyle sogar Abstinenz für insgesamt 10 Monate heuchelt, sie beide in den letzten 6 Wochen dieser enthaltsamen Zeit eine Beziehung führen und Kyle Valerie zum Schluss doch rum kriegt. Es war vielleicht schön zu sehen, wie intensiv er seine Val liebt und das er endlich versteht, dass sie die Einzige für ihn ist, aber der Rest hat mich einfach nur wütend gemacht.

Zum Beispiel erklärt Kyle Valerie gleich beim ersten Date, dass er abstinent ist, was Gelegenheitssex angeht, dass er das in einer Beziehung aber auf keinen Fall will und das jetzt nur durch hält, weil Val das so will. Es ist süß, dass er sagt, sie sei ihm das Warten wert, aber das macht das Kraut auch nicht mehr fett. Er hat sie mir zu oft zu sehr unter Druck gesetzt und tut das im Laufe der Handlung noch öfters. Er hat den Sinn hinter Val´s Abstinenzentscheidung überhaupt nicht verstanden und ich kann auch nicht verstehen, warum die Autorin genau diese Gründe, die mich Band 1 haben verteidigen lassen, jetzt mit Füßen tritt.

Genau das machte Valerie so unglaubwürdig. Sie hat Kyle kein Kontra mehr gegeben. Klar, in 4 Jahren, nach so vielen Enttäuschungen, ist sie nicht mehr diese selbstbewusste, starke Person, aber ich kann mich nur wiederholen… 6 bis 8 Wochen Beziehung, obwohl beide sich nicht richtig kennen und sich nicht einschätzen können, und das von seiner Seite aus sogar betont wird!!!

Es war eine Katastrophe und ich habe das Buch nur bis zum Schluss gelesen, weil ich so gehofft hatte, das Besondere aus Band 1 nochmal wieder zu finden.
Ich fand es nicht.
Die Emotionen konnten mich nicht erreichen, im Gegenteil,
ich war oft eher abgestoßen davon.

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Veröffentlicht am 16.03.2020

Ein tolles Setting

Schatten der Ewigkeit - Zwillingsblut
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Kit Sune ist eine Kitsune – eine Gestaltwandlerin mit einem Fuchswesen. Alles beginnt mit einem verheerenden Unfall mitten in London, bei dem Kit ihren Partner verliert und gleich noch ihre Erinnerung ...

Kit Sune ist eine Kitsune – eine Gestaltwandlerin mit einem Fuchswesen. Alles beginnt mit einem verheerenden Unfall mitten in London, bei dem Kit ihren Partner verliert und gleich noch ihre Erinnerung mit. Irgendwas stimmt mit ihr nicht und so nimmt ihre Patentante, die zufällig auch die Chefin ihres neuen Arbeitsplatzes ist, sie wieder unter ihre Fittiche. Doch Kit muss zurück an die Arbeit. Zu viele Nox versuchen in ihre Welt zu gelangen und die junge Agentin wird gebraucht. Mit ihrem etwas düsteren, neuen Partner Keagan startet sie neu, doch die Ereignisse aus London lassen sie nicht los. Die Albträume auch nicht und es geht schneller als gedacht, dass sie von ihrer jüngstem Vergangenheit eingeholt wird. Denn die Nichte vom Deputy Director war auch unter den Opfern und der Todesdaimon gibt sich nicht mit der Situation zufrieden. Dazu kommen die seltsamen Ereignisse, die sich ausgerechnet um Kit sammeln. Hat sie etwas mit den vielen Todesfällen zu tun? Seid gespannt!

“Schatten der Ewigkeit: Zwillingsblut” ist ein cooles Fantasybuch mit vielen blutigen Tatorten, einer großen Portion Spannung und einer Prise genialer Verstrickungen. Caroline Wahl schafft es mit ihrem Handlungsaufbau den Leser zuerst schön an der Nase herum zu führen und dann streut sie immer wieder feine Details ein, sodass man ihr doch auf die Schliche kommen kann.

Der Aufbau des Settings hat mich sehr fasziniert, da man das bekannte Edinburgh in ganzer Pracht mit typischem Wetter, düsterer Atmosphäre und malerisch beschriebenen Winkeln bekommt, aber trotzdem dazu noch die gewisse magische Würze nicht fehlt. Die Spannung steigt unaufhörlich und erreicht zwischendurch nervenaufreibende Spitzen, die einem die Gänsehaut vor Schock auf die Arme treibt. Allerdings macht es uns die Autorin auch nicht so ganz einfach mit ihrem Weltenaufbau. Manchmal waren es mir einfach zu viele Informationen auf einem Haufen und ich tat mich schwer das alles gleichzeitig aufzunehmen und auch noch zu verstehen. Vielleicht hätte man sich hier ein wenig mehr Zeit lassen sollen.

Dazwischen gibt es ein bisschen schlagfertigen Humor und freche Dialoge zwischen den zwei Agenten und einer alten Freundin. Es gibt eine knisternde Atmosphäre, über die ich aber nicht mehr verrate und es erscheinen einige coole magische Wesen mit passenden Erklärungen. Ich hab mich nie gelangweilt und durfte oft schmunzeln, wenn auch das Ende ein wenig zu viel auf einmal war und ich mir hier ein wenig mehr Erzählung gewünscht hätte. Es kommt dann doch etwas knall auf Fall.

Gerade Kit ist mir mit ihrer starken Ausstrahlung, aber der versteckten zarten Seite total ans Herz gewachsen und auch ein anderer konnte mich total überzeugen. Die Charaktere wurden sehr liebevoll gestaltet mit vielen Details und eigenen kleinen Hintergründen, was sie authentischer gemacht hat und einfach Lust auf mehr macht.

Das Ende war absolut gerechtfertigt, wenn auch etwas knapp, was eine mögliche Liebesgeschichte angeht. Davon gibt es nämlich fast nichts, doch die Autorin gibt uns einen Hauch von möglichem Mehr und ich möchte bitte ganz schnell einen nächsten Band haben um meine Neugier zu befriedigen.

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