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Veröffentlicht am 12.10.2020

Magische Welten

Strangeworlds - Öffne den Koffer und spring hinein! (Band 1)
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Eine magische Welt voller Geheimnisse erwartet Dich. Steig in einen Koffer und mache Dich auf die Reise. Das Reisebüro Strangeworlds hat es in sich. Es sind die Koffer, die die Welt bedeuten. Ein Abenteuer ...

Eine magische Welt voller Geheimnisse erwartet Dich. Steig in einen Koffer und mache Dich auf die Reise. Das Reisebüro Strangeworlds hat es in sich. Es sind die Koffer, die die Welt bedeuten. Ein Abenteuer in einer faszinierenden Welt erleben? Das klingt nicht nur interessant und verlockend, sondern auch magisch. Dem kann sich die 12-jährige Flick nicht entziehen und zusammen mit Jonathan beginnt das Abenteuer.

„Strangeworlds - Öffne den Koffer und spring hinein!“ von L. D. Lapinski weckt die Fantasie beim Lesen. Die Geschichte beginnt langsam, nimmt allmählich Fahrt auf. Das Ganze wird aber erst gegen Ende Spannend. Der Schreibstil, die originelle Idee und deren Umsetzung begeistern nicht nur im Lesealter ab 10 Jahren – es schadet auch nicht, wenn man erst mit 12 Jahren sich ins Abenteuer begibt – , sondern auch ältere Leser*innen, die ggfs. die Geschichte vorlesen. Zusammen mit den zwei Protagonisten begibt man sich nur allzu gerne auf eine spannende Reise, spürt die Atmosphäre und kann in die Welten abtauchen.

Da es sich um einen Reihenauftakt handelt, bleiben natürlich einige Fragen am Ende offen. Darauf sollte man sich gefasst machen.

Die Aufmachung des Buches ist gelungen. Die Seiten sind auf alt getrimmt und der Einband erinnert, mit all seinen Aufklebern, an einen Koffer und den besuchten magischen Orten.

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Veröffentlicht am 25.09.2020

Hisst die Flaggen

Der kleine Fuchs liest vor. Ahoi, ihr wilden Piraten!
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Aus der Reihe „Der kleine Fuchs liest vor“ präsentiert die Autorin Kathrin Lena Orso nun ein Piratenbuch, das den Titel „AHOI, ihr wilden Piraten!“ trägt.
Bereits die Einleitung durch den kleinen Fuchs ...

Aus der Reihe „Der kleine Fuchs liest vor“ präsentiert die Autorin Kathrin Lena Orso nun ein Piratenbuch, das den Titel „AHOI, ihr wilden Piraten!“ trägt.
Bereits die Einleitung durch den kleinen Fuchs weckt die Neugier und bereitet die Kleinen auf die Abenteuer vor. Die Geschichten haben eine angenehme Länge von fünf bis sieben Seiten und Nima Kellner liefert dazu wunderschöne Illustrationen. Problemlos können die kleinen Zuhörer*innen den Geschichten folgen. Mal spielen dabei Kinder die Hauptrolle, mal sind es die Tiere. Die acht unterschiedlichen Geschichten sind kindgerecht, greifen auch Dinge aus dem alltäglichen Geschehen auf und haben jeweils eine schöne Botschaft, welche auch gut zu den Kindern transportiert wird. Die Geschichten regen die Phantasie und Kreativität an und liefern neue Wörter, die den Wortschatz erweitern.
Zum Vorlesen eignet sich das Buch ab vier Jahren – für Mädchen und Jungs gleichermaßen. Lesen die Kinder eigenständig, dann sollten sie sechs bis sieben sein.

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Veröffentlicht am 04.09.2020

Darkness falls across the land

Hex Files - Wilde Hexen
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Endlich ist er da. Der zweite Band mit Ivy. „Hex Files - Wilde Hexen“ von Helen Harper beginnt diesmal mit einem spannenden Fall. Wer Ivy nicht schon kannte, der wird sie auf jeden Fall in diesem Teil ...

Endlich ist er da. Der zweite Band mit Ivy. „Hex Files - Wilde Hexen“ von Helen Harper beginnt diesmal mit einem spannenden Fall. Wer Ivy nicht schon kannte, der wird sie auf jeden Fall in diesem Teil lieben lernen. Sie ist zwar nicht mehr ganz so faul wie vorher, aber sie gibt sich redlich Mühe große Anstrengungen aller Art zu vermeiden. Sehr zur Freude der Leser*innen.
„Sie sind wahrscheinlich das größte Naturtalent im Hexen, das mir je untergekommen ist, Ivy, auch wenn Sie Ihr Talent vor die Hunde gehen lassen.“ [70]
Im Vergleich zum ersten Band wird es ein bisschen dunkler, geheimnisvoller und mindestens genauso lustig. Aber die Emotionen für und mit Winter nehmen einen größeren Teil ein. Das war zur erwarten. Dadurch wird allerdings Ivy etwas handzahmer.
„Wir müssen uns demnächst unterhalten. Nicht über Magie oder Tote, die aus Gräbern auferstehen, sondern über uns.“ [141]
Harpers Schreibstil, ihre Art wie sie die Protagonistin präsentiert, was sie an Ideen umsetzt und der Blick auf das Reality-TV sind wirklich gelungen und sehr pointiert.
„Hexer, „die auf einen besseren Posten zielten, waren harmlos im Vergleich zu dem, was im Reality-TV geschah.“ [152] Dazu gibt es noch eine spannende und fesselnde Geschichte. Für mich hätte es ruhig ein bisschen mehr Zauberei geben können.

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Veröffentlicht am 28.08.2020

Spirale der Gewalt

Dumm gelaufen
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„Dumm gelaufen“ könnte man zu Mickey sagen, gerät er doch in eine Spirale der Gewalt. Und das, obwohl alles erst ganz klein angefangen hat. Wie so oft. Jason Starr erzählt eine spannende Geschichte was ...

„Dumm gelaufen“ könnte man zu Mickey sagen, gerät er doch in eine Spirale der Gewalt. Und das, obwohl alles erst ganz klein angefangen hat. Wie so oft. Jason Starr erzählt eine spannende Geschichte was alles passieren kann, wenn man falsche Freunde hat und es nicht schafft, sich aus der immer enger werdenden Schlinge zu befreien. Mit jeder Aktion des Protagonisten Mickeys wird die Luft für ihn dünner, während er lernen muss, dass alle Ereignisse auch ihre Konsequenzen fordern.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Die Dialoge sind erfrischend. Man hat das Gefühl, dass man dabei wäre. Starr schafft es die gezeichnete Szene mit Leben zu erwecken. Gemeinsam mit Mickey spürt man die immer verhängnisvollere Lage, den Druck der auf den Schultern lastet. Seine Versuche sich aus der Lage zu befreien, treiben ihn weiter ins Verderben. Hätte er mal am Anfang auf den Rat seines Bookies gehört. Denn der Buchmacher hatte ihm erklärt, dass das Unheil seinen Lauf nehmen wird, wenn man Wettschulden hat.
„Dumm gelaufen“ kommt nicht ganz an „Hard Feelings“ heran, ist aber trotzdem ein gut unterhaltendes Werk.

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Veröffentlicht am 12.08.2020

eine Agentin

American Spy
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„Aber Informanten zu gewinnen und bei der Stange zu halten hatte eben viel mit Vertrauen zu tun. Was am besten funktionierte, wenn man sie die ganze Zeit anlog.“ [34]
Eine Agentin
Mit „American Spy“ präsentiert ...

„Aber Informanten zu gewinnen und bei der Stange zu halten hatte eben viel mit Vertrauen zu tun. Was am besten funktionierte, wenn man sie die ganze Zeit anlog.“ [34]
Eine Agentin
Mit „American Spy“ präsentiert Lauren Wilkinson ihren ersten Roman. Ich schreibe bewusst Roman - dies steht im Übrigen auch auf dem US Cover (Novel) - da der Vermerk ‚Thriller‘ auf dem Cover der deutschen Ausgabe etwas irreführend ist. Denn dieses Werk ist vieles, aber mit Sicherheit kein Thriller wie man ihn erwarten würde. Es ist ein tolles Buch und für mein Empfinden mehr ein Familiendrama und dessen Aufbereitung, die richtig interessant daherkommt. Auch ohne viele Spannungselemente konnte mich diese Geschichte fesseln und begeistern.
„Wie das FBI mit [ihm] umgegangen war, zeigte meiner Meinung nach, dass man als Agentin genau zwei Möglichkeiten hatte: sich entweder an die Regeln des FBI halten – oder ans Gesetzt. Das war nicht immer dasselbe.“ [70]
Wilkinson schreibt fesselnd. Ihr Roman beeindruckt vor allem mit dem besonderen Blick der Agentin Marie Mitchell, die die Geschehnisse in einem anderen Licht leuchten lassen. Und da wäre auf jeden Fall noch die Erzählweise zu nennen. Es gibt drei verschiedene Zeitstränge. Ein Strang lässt die Leserinnen an ihrer Kindheit teilhaben, den Blick auf ihre Familie werfen, insbesondere wird ihre Beziehung zur großen Schwester thematisch aufgearbeitet. Der zweite Strang erzählt über ihre Arbeit beim FBI und den Avancen der CIA und der dritte Strang holt die Leserinnen wieder in die Gegenwart.
Marie Mitchell ist ein starker Charakter. Wilkinson entwirft eine beeindruckende Szene mit einer sehr starken Frau, die von vielen unterschätzt wird und zusehends an Stärke gewinnt. Sie lässt politische und menschliche Aspekte in die Geschichte einfließen und zeigt damit nicht nur einen Spionageroman, sondern auch den Kampf von Menschen mit dunkler Hautfarbe.

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