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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2017

Für jedes Alter

X-Thriller / Dein Blick so kalt
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Die fast 17jährige Lou bekommt die Chance in einer Werbeagentur in München ein Praktikum zu absolvieren. Zunächst sind ihre Eltern dagegen, da sie dafür allein nach München ziehen muß und dort die 17jährige ...

Die fast 17jährige Lou bekommt die Chance in einer Werbeagentur in München ein Praktikum zu absolvieren. Zunächst sind ihre Eltern dagegen, da sie dafür allein nach München ziehen muß und dort die 17jährige Daniela zunächst entführt und dann vergiftet wurde. Doch mit Zuspruch ihrer Tante und der Zusage deren Ex-Mannes, der verspricht, sich um Lou zu kümmern, zumal Lou im gleichen Haus wie er wohnen wird, lassen sie Lou gehen. Doch das Praktikum ist ein Wettbewerb zwischen Lou und einer Mitpraktikantin, die Siegerin erhält einen Ausbildungsplatz. Die Mitpraktikantin ist eine Ziege und der Chef hat nichts anderes im Sinn, als seine Praktikantinnen zu begrapschen. Und es kommt noch schlimmer: Lou erhält bedrohliche Mails mit Fotos von ihr, in ihre Wohnung wird eingebrochen und Shirt entwendet, das wenig später zerschnitten mit der Post gesandt wird. Zunächst nimmt die Polizei dies alles nicht ernst, doch dann verschwindet Lou spurlos....

Dieser Jugendthriller ist absolut fesselnd. Die Charaktere sind wirklich sehr gelungen dargestellt, man merkt die jugendliche Unbekümmertheit. Die Sprünge zwischen Lou und dem Täter sind absolut gut geschrieben, die Täterkapitel geben einen guten Einblick in dessen Denk- und Handelsweise. Die Spannung steigt von Kapitel zu Kapitel. Ein besonderes Highlight: ein Kurzauftritt von Konstantin Dühnfort, den man aus den anderen Krimis von Inge Löhnig gut kennt. Die Schreibweise ist sehr gut - leicht verständlich für jeden. Einige Formulierungen sind auf Jugendliche abgestimmt, dies stört aber den erwachsenen Leser nicht in seinem Lesevergnügen!

Kurz gesagt: Ein Thriller, geschrieben für Jugendliche, aber auch sehr empfehlenswert für Erwachsene, die sich nicht an jugendlicher Sprache stören!

Veröffentlicht am 11.02.2017

Macht Spaß

Ins Gras gebissen (Ein Pippa-Bolle-Krimi 4)
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Pippa Bolle hat sich mit einem Haushüter-Service in die Selbständigkeit begeben. Und prompt bekommt sie einen sehr verlockenden Auftrag: Christabel Gerstenknecht, Chefin einer Gartenzwergmanufaktur, 99 ...

Pippa Bolle hat sich mit einem Haushüter-Service in die Selbständigkeit begeben. Und prompt bekommt sie einen sehr verlockenden Auftrag: Christabel Gerstenknecht, Chefin einer Gartenzwergmanufaktur, 99 Jahre jung und nicht auf den Kopf gefallen, sucht jemanden, der ihr Gesellschaft während der Abwesenheit ihres Stiefsohnes und ihrer Haushälterin leistet.

Dann wird der Gerichstsvollzieher Harry Bornwasser tot aufgefunden - unter dem laufenden Hahn eines Bierfasses. Und es folgen weitere Morde... Pippa wäre nicht Pippa, wenn sie nicht sofort ihre Nase in die Ermittlungen stecken würde. Mithilfe von Christabel und Kommissar Seeger, der keinen ungelösten Fall mit in seinen Ruhestand nehmen will, nehmen die Ermittlungen ihren Lauf.

Auch der nunmehr vierte Fall für Pippa Bolle überzeugt durch Spannung und Humor. Die einzelnen Charaktere sind wunderbar dargestellt, man empfindet sofort Sympathie oder Antipathie. Das vorweggestellte Personenregister hilft dabei, die einzelnen Personen gut auseinander halten zu können. Auch dieser Band ist wieder wunderbar leicht zu lesen, man fliegt förmlich durch die Seiten und hat einfach eines: Viel Spaß dabei!

Veröffentlicht am 11.02.2017

Ahoi!

Mordsmöwen
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Möwerích Ahoi und seine räuberische Möwenbande unter der Leitung von Baron Silver de Luft stehen vor einem großen Problem: Crêpes-Budenbesitzer Knut öffnet seine Bude nicht und die Möwen haben doch so ...

Möwerích Ahoi und seine räuberische Möwenbande unter der Leitung von Baron Silver de Luft stehen vor einem großen Problem: Crêpes-Budenbesitzer Knut öffnet seine Bude nicht und die Möwen haben doch so einen Hunger! Sie beschließen, Knut zu suchen. Doch das Verschwinden Knuts ist nicht das einzigste Problem: die Gruppe fällt auseinander, Ahoi verliert seine heimliche Liebe Suzette an eine reiche Möwe. Doch sie kommen gemeinsam einem sehr makabren Mord auf die Schliche...

Auch innerhalb seiner Familie auf Hallig Hooge bekommt Ahoi Probleme. Sein Vater stirbt, seine Mutter ist krank und sein Bruder wendet sich von ihm ab, da er ja das Möwenjunge war, das Unglück gebracht hat...

Doch Ahoi läßt sich nicht unterkriegen.

Sina Beerwald hat den wohl ersten Möwenkrimi der Welt geschrieben. Und das ist ihr gelungen! Das Buch liest sich einfach nur toll. Alles andere wäre Untertreibung. Die Möwencharaktere tragen allesamt menschliche Züge, man erkennt sogar den ein oder anderen Prominenten wieder. Und auch die Probleme der Möwen sind einem nicht unbekannt. Dazu ist die Insel Sylt wundervoll beschrieben, man bekommt Urlaubssehnsucht. Die tierischen und menschlichen Probleme sind sehr echt und liebevoll beschrieben.

Ein Buch, daß den Leser direkt in einen Strandkorb mit einer am Strand herwatschelnden Möwe versetzt!

Veröffentlicht am 11.02.2017

Unbedingt lesen

Verschwörung im Zeughaus
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Apothekerin Adelina findet ihren Bruder Tilmann nachts schwer verwundet vor ihrer Tür. Tilmann, der verdächtigt wird seinen Freund Clais ermordet zu haben, ist aufgrund seiner Verletzungen nicht in der ...

Apothekerin Adelina findet ihren Bruder Tilmann nachts schwer verwundet vor ihrer Tür. Tilmann, der verdächtigt wird seinen Freund Clais ermordet zu haben, ist aufgrund seiner Verletzungen nicht in der Lage, sich zu verteidigen. Doch Adelina glaubt nicht an seine Schuld und beginnt mit Gesellin Mira nach Beweisen für dessen Unschuld zu suchen.

"Verschwörung im Zeughaus" ist bereits der fünfte Band der erfolgreichen Serie um Adelina. Auch wenn der Leser auf alte Bekannte trifft, so kann das Buch auch sehr gut ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Und was ganz selten ist: auch mit einem fünften Band wird es nicht langweilig - im Gegenteil. Auch dieses Buch ist Spannung pur und das reinste Lesevergnügen. Denn auch hier überzeugt Petra Schier mit einem wunderbaren Erzählstil. Sie schafft es, die Begebenheiten und Umstände sehr lebendig darzustellen, der Leser wird förmlich in den Bann der Geschichte eingesogen. Die Beschreibungen des damaligen Lebens, die liebenswerte Art der Hauptpersonen - einfach typisch Petra Schier. Kurz und gut: Ein Buch, daß restlos überzeugt von einer Autorin, deren Name für Qualität steht!

Veröffentlicht am 11.02.2017

Tolle Serie

Rosskur
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Eike Hansen, ein Niedersachse, übernimmt die Leitung des K1 in Kempten, da der bisherige Leiter aufgrund einer mißglückten Ermittlung in den vorzeitigen Ruhestand versetzt wurde. Er trifft auf Ablehnung ...

Eike Hansen, ein Niedersachse, übernimmt die Leitung des K1 in Kempten, da der bisherige Leiter aufgrund einer mißglückten Ermittlung in den vorzeitigen Ruhestand versetzt wurde. Er trifft auf Ablehnung innerhalb des K1, denn dort wird dem alten Leiter noch die Treue gehalten. Noch dazu ist der Neue ein Niedersachse, das geht gar nicht. Also wird sich krank gemeldet und Überstunden werden abgebummelt. Somit steht Hansen fast alleine mit den bisher gemiedenen Hanna Fischer und Willy Haffmeyer. Dann wird der Pferdezüchter Thomas Ruff von der Lechbrücke gestoßen. Doch der einzige Zeuge ist der aufgrund seines Alkoholkonsums der als nichtglaubwürdig eingestufte Pröbstl, der bereits vorher 2 Männer im Stall von Salvatore, dem vielversprechenden Zuchthengst von Ruff, gesehen hat. Als die Polizei eintrifft, ist noch dazu keine Leiche zu finden. Doch Hansen glaubt Pröbstl und nimmt die Ermittlungen mit Fischer und Haffmeyer auf. Schließlich wird die Leiche doch noch gefunden und Pröbstl hatte doch Recht...



"Rosskur" von Jürgen Seibold ist ein Regionalkrimi, der alles hält, was er verspricht. Geprägt duch die bayrische Landschaft, die wunderbar bildhaft beschrieben wird, wird der Leser ins Allgäu versetzt. Angereichert wird der Krimi durch ein wenig Dialekt, der allerdings nur minimal zum Einsatz kommt und genau zu diesen Personen paßt, denn Hochdeutsch wäre bei ihnen nicht glaubhaft. Man wird sehr gut in die Welt der Pferdezucht mitgenommen, wobei alles sehr gut erklärt wird, so daß auch der "Pferdelaie" in der Lage ist, alle Zusammenhänge zu verstehen, und sogar noch ein wenig Wissen aus dem Buch ziehen kann. Die Charaktere sind durchweg sympathisch dargestellt, man schließt sie sofort in sein Herz. Der Humor (allen voran durch Kater Ignaz) kommt nicht zu kurz, im Gegenteil. Land und Leute sind mit einigem Augenzwinkern dargestellt.

Ein sehr empfehlenswertes, unterhaltsames Buch! Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung "Gnadenhof"!