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Veröffentlicht am 12.04.2017

Hinter den Augen der Welt

Hinter den Augen der Welt
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Hinter den Augen der Welt,
ein Debüt von Tess Schirmer.

Cover:
Eigentlich ein schönes Cover, aber es lässt mich nicht an einen historischen Roman denken.

Inhalt :
Ein Familiengeheimnis, eine verbotenen ...

Hinter den Augen der Welt,
ein Debüt von Tess Schirmer.

Cover:
Eigentlich ein schönes Cover, aber es lässt mich nicht an einen historischen Roman denken.

Inhalt :
Ein Familiengeheimnis, eine verbotenen Liebe, Hass, Intrigen und Verrat, aber auch Freundschaft und Hilfe bilden eine gute Grundstory für das Buch.

Meine Meinung:
Mit diesem Buch habe ich mich doch recht schwer getan.
Hat der Einstieg schon mal mit vielen Geheimnissen und Fragen aufgewartet und eine Spannung erzeugt und mich neugierig gemacht, so habe ich doch mit dem Schreibstil meine Schwierigkeiten gehabt. In der ersten Hälfte des Buches wurden viele französische Sätze eingebaut, die die gesellschaftliche Stellung der Oberschicht unterstreichen sollte. Am Ende des Buches gab es dann eine Übersetzung dazu, doch mich hat das immer wieder in meinem Lesefluss unterbrochen nach hinten blättern zu müssen.
Außerdem ist die Sprache sehr an die damalige Zeit angepasst und dieses altertümliche hat bei mir eher für eine Distanz und ein „nicht Verstehen“ gesorgt, als dass ich mich in diese Zeit hineinversetzten konnte.
Es klingt für mich gestelzt und übertrieben.
Klar, der Schreibstil ist sehr romantisch und poetisch, aber in seiner Gesamtheit für mich dann zu einfach zu viel.
Wer diesen Stil liebt, wird auch diese Buch lieben.

Die Charaktere und Handlungen waren mir zu widersprüchlich und ich konnte sie kaum nachempfinden oder verstehen. Die Wandlung der Personen, oder auf welcher Seite sie nun stehen, war für mich nicht schlüssig und teilweise zu unrealistisch.
Vieles wird nur angedeutet oder nicht ausgesprochen.
Da gibt es Geheimgänge die niemand kennt und nachher wissen doch alle davon?
Das Personal ist verschwiegen, blind und weiß von nichts und doch haben die Wände Ohren?
Fynn als Mann verkleidet bewegt sich ganz locker im „Gut“ und niemand nimmt ihn als Frau wahr (am Schluss wissen es dann doch einige…..)?

Zum Schluss bleiben mir zu viele Fragen offen.

Autorin:
Tess Schirmer, geb . 1990 in Magdeburg, studierte bis 2016 Medizin in Berlin und Paris.

Mein Fazit:
Ich habe dieses Buch in einer Leserunde mit Begleitung der Autorin gelesen.
Sie hat darin, die ein oder andere Erklärung gegeben so dass einiges in einem anderen Licht erschien. Hätte ich das Buch rein nur für mich gelesen wäre ich bestimmt enttäuscht gewesen. Aber dies ist nur meine persönliche Meinung, denn es gab auch die Leser die voll begeistert sind.
Für die Story vergebe ich 4 Sterne, für den poetischen Schreibstil 3 Sterne und für die Umsetzung 2 Sterne, daraus ergibt sich die Mitte von 3 Sternen.

Veröffentlicht am 27.03.2017

Die Verseflüsterin

Die Verseflüsterin
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Die Verseflüsterin, von Nicolas Fougerousse

Cover:
Sehr schön. Leicht wie die Wolken am Himmel und ein Blatt das der Wind durch die Luft weht. Die sepiafarbenen Einfärbung – sehr romantisch.
Das rein ...

Die Verseflüsterin, von Nicolas Fougerousse

Cover:
Sehr schön. Leicht wie die Wolken am Himmel und ein Blatt das der Wind durch die Luft weht. Die sepiafarbenen Einfärbung – sehr romantisch.
Das rein weiße Buch strahlt Ruhe + Reinheit aus.

Inhalt.
Markus erhält geheimnisvolle Nachrichten! Es sind wohlwollende Tipps!
Als Markus sich darauf einlässt verändert sich sein Leben immer mehr.
Das Ganze zieht weite Kreise, es geht sogar bis in die Vergangenheit (und Gegenwart seiner Mutter).

Meine Meinung:
Von der Buchbeschreibung und vom Cover her, habe ich mir eine romantische Liebesgeschichte erwartet. Doch das Buch ist anders. Ich finde es ist in zwei Teile aufgeteilt.
Nach einem interessanten Einstieg (als Markus die geheimnisvollen Nachrichten erhält), wird es zum Lebens-Ratgeber-Buch, mit recht hölzernen Dialogen die sehr konstruiert auf mich wirken.
Alles was gesagt wird, und alle Bespiele sind bestimmt richtig und man sollte sie sich zu Herzen nehmen, aber so wie es im Buch dargestellt wird: Problem erkannt, Lösung finden, Lösung umsetzen – alles wird gut- ist es bei Weitem nicht.

Im zweiten Teil geht es dann um die Geschichte und das Leben von Markus Mutter.
Eine außergewöhnliche Sache, auf jeden Fall, aber ich finde sie doch eher unrealistisch. (Kann mich da nicht reinfühlen).
Alles klingt so einfach, locker und leicht.
Aber für mich ist es, von der ersten Tat bis zu der jahrelangen Wanderung und Versöhnung, eher unglaubwürdig.

Der Schreibstil hat, finde ich, auch zwei Seiten. Auf der einen Seite wirklich sehr poetische Sätze, auf der anderen Seite wie auswendig gelernte Dialoge und Sätze.

Autor:
Nicolas Fougerousse geb. 1979 in Annecy, schreibt seit er 17 ist.

Mein Fazit:
Ein Buch das ich schlecht einordnen kann.
Nicht Fisch, nicht Fleisch (kein Roman und keine Ratgeber).
Viele Stellen sind wirklich poetisch und schön, aber viele Stellen sind mir auch zu konstruiert und zu salbungsvoll.
Gerade dieses salbungsvolle hat mich etwas genervt und deswegen konnte ich mich auch nicht drauf einlassen und es wird deshalb nicht größer nachwirken.
Von mir 3 Sterne.

Veröffentlicht am 26.03.2017

Wenn ich jetzt nicht gehe

Wenn ich jetzt nicht gehe
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Wenn ich jetzt nicht gehe, von María Dueñas

Cover:
Das Cover gefällt mir gut, es hat mir einen epochalen Historien Roman versprochen und mich neugierig gemacht.

Inhalt:
In der zweiten Hälfte des 19. ...

Wenn ich jetzt nicht gehe, von María Dueñas

Cover:
Das Cover gefällt mir gut, es hat mir einen epochalen Historien Roman versprochen und mich neugierig gemacht.

Inhalt:
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts steht Mauro Larrea, der als Witwer, mit nichts außer zwei kleinen Kindern ins Land kam und sich um wohlhabendsten Bewohner der Stadt gemausert hat vor dem Bankrott.
Hals über Kopf verlässt er die Stadt und geht sogar außer Landes, versucht sein Lebensglück ein zweites Mal zu machen und begegnet einer schönen, einer klugen und einer unberechenbaren Frau………

Meine Meinung:
Eigentlich hab ich von Anfang an nicht so richtig in das Buch hineingefunden.
Die Personen und Charaktere waren mir zu unübersichtlich und zu widersprüchlich. Ich konnte ihre Handlungs- und Denkweisen oft nicht verstehen. Immer wieder stellen sich die Fragen nach den Hintergründen die mir zu wenig mit ins Spiel gebracht wurden und ich so nichts nachvollziehen konnte. Es waren viel zu viele Personen und die Handlugen haben sich unnötig verzettelt. Es wirkte mir an zu vielen Stellen viel zu konstruiert und es waren immer wieder zu viele Zufälle. Die ganzen politischen, gesellschaftlichen und familiäre Verflechtungen waren mir viel zu verwirrend und schwer zu durchschauen.
Für Mauro, den Hauptprotagonisten war es dann auch ein Durchmarsch. Überall wurde ihm, dem Fremden, geholfen und sofort Vertrauen entgegengebracht.
Gegen Ende zu war es viel zu unrealistisch und zu dick aufgetragen.
Ganz am Schluss wurde zwar einiges noch geklärt, aber das konnte meine Einstellung zum Buch dann auch nicht mehr verbessern.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, teilweise richtig poetisch - aber der Inhalt war mir von Anfang an zu verwirrend, unrealistisch und zu verzettelt.

Zitat:
Das einzige Licht, das ihnen in diesem Schlammloch den Weg wies, kam von einer Handvoll gelblicher, so sinnlos verteilter Laternen, als hätte sie die Hand eines Idioten blindlings in die Gegend gestellt.

Autorin:
María Dueñas, geb. 1964, lehrte in Murcia Englische Literatur.
Dies ist ihr dritter Roman.

Mein Fazit:
Ich habe von Anfang an nicht richtig in das Buch hineingefunden.
Wenn auch am Schluss noch einiges erklärt wurde, waren weder die Handlung noch die Protagonisten für mich schlüssig.
Einzig der wunderbare Schreibstil hat für mich das Buch zu etwas Besonderem gemacht.
Deshalb von mir 3 Sterne.

Veröffentlicht am 10.03.2017

Retour

Retour
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Retour, von Alexander Oetker

Cover:
Meer und Strand geht immer (Holzzaun? Na ja.)

Inhalt:
Luc Verlain ist ein Sonnyboy auf den die Frauen fliegen. Er ist Leiter der zweiten Pariser Mordkommission und ...

Retour, von Alexander Oetker

Cover:
Meer und Strand geht immer (Holzzaun? Na ja.)

Inhalt:
Luc Verlain ist ein Sonnyboy auf den die Frauen fliegen. Er ist Leiter der zweiten Pariser Mordkommission und liebt das pulsierende Leben von Paris mit all seinen Annehmlichkeiten (u.a. unverbindliche Affären).
Doch als sein Vater schwer erkrankt, lässt er sich in seine Heimat an die französische Atlantikküste versetzten.
Kaum ist er angekommen gibt es auch schon die erste Leiche: ein junges Mädchen liegt tot am Strand.
Nebenbei verdreht im noch die attraktive Kollegin den Kopf.

Meine Meinung:
Ein durchaus solides Debüt.
Der Schreibstil liest sich locker und flüssig und die Liebe des Autors zu diesem Land und den Leuten ist unverkennbar.
Auch ist der aktuelle Bezug zum Thema Flüchtlinge und Migration sowie aktuelle Themen des Terrors in diese Richtung sehr intensiv und gut eingebaut.
Luc ist wie gesagt ein Sonnyboy und die Frauen fliegen nur so auf ihn, und er lässt in diese Richtung auch nichts anbrennen. Kann man so stehen lassen, ist aber nicht unbedingt meine Sache. Lucs Privatleben ist für meinen Geschmack auch etwas zu ausführlich beschrieben, wobei er sich für seinen Vater, wegen dem er ja nach Aquitaine gekommen ist, kaum Zeit nimmt. Da sind ihm die Frauen schon wichtiger.
Das Verhalten von einigen Protagonisten kann ich auch nicht unbedingt nachvollziehen.
In der Mitte nimmt die Geschichte dann mal richtig Fahrt auf um gegen Ende zu wieder etwas ruhiger zu werden.
Der Fall wird dann auch eher durch Intuition und Geistesblitze gelöst.
Den Mörder habe ich irgendwie schon recht bald in Verdacht gehabt (Bauchgefühl).

Autor:
Alexander Oetker lebte und arbeitete vier Jahre als Korrespondent für RTL und n-tv in Paris. Er ist fundierter Kenner der französischen Politik und Gesellschaft. Seit 2012 ist er politischer Korrespondent für die Mediengruppe RTL Deutschland. Alexander Oetker lebt in Berlin und verbringt viel Zeit des Jahres in Frankreich.

Mein Fazit:
Insgesamt war es mir zu viel „rosarote Liebesstory“ und die Figur des Kommissar Luc Verlain war mir zu sehr jugendlicher Draufgänger.
Ein Krimi für zwischendurch oder als Urlaubslektüre.
Deshalb von mir 3 Sterne.

Veröffentlicht am 14.02.2017

Schickimicki

Schickimicki
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Schickimicki, von Ulrich Radermacher
Der 2. Fall von Alois Schön.

Cover:
Mal etwas anderes, Schwarz/Weiß mit roten Akzenten.
Gefällt mir.

Inhalt:
Petra Malterer, eine wohlhabende verheiratete Frau aus ...

Schickimicki, von Ulrich Radermacher
Der 2. Fall von Alois Schön.

Cover:
Mal etwas anderes, Schwarz/Weiß mit roten Akzenten.
Gefällt mir.

Inhalt:
Petra Malterer, eine wohlhabende verheiratete Frau aus der Münchener Bussi-Gesellschaft, wird erschossen in der Isar gefunden.
Lange Zeit ermittelt Kommissar Alois Schön und seine Kollegin Natascha Frey im Familiären Umfeld der Toten.
Dann gibt es eine zweite Tote. Auch diese ist wohlhabend, verheiratet, kommt aus der Münchener Bussi-Gesellschaft und wird erschossen aufgefunden.
Ist hier ein Serienkiller am Werk?

Meine Meinung:
Dieser 2. Fall von Alois Schön ist so ganz anders als sein erster, bei dem er im eher ländlichen Bereich ermitteln konnte.
Irgendwie finde ich den Grundtenor ganz anders als im „Saukerl“ (der mir ausgezeichnet gefallen hat). Hier agieren die Kommissare so kühl und distanziert, und irgendwie auch gelangweilt. (Liegt es daran, dass sich beide in der High Society von München nicht so wohl fühlen?).
Ich weiß nicht warum, aber Alois und Natascha scheint der Biss zu fehlen.
Bei ihren Recherchen dreht sich alles immer nur im Kreis, außer der Befragung der Familie scheint es nicht viel Ermittlerarbeit zu geben.
Ich finde es gibt auch einige Logikfehler oder nicht ganz durchdachte Szenen oder Stellen die sich, für mich sogar, widersprechen.
Es fehlt der spritzige Humor, der den 1. Fall so schön aufgelockert hat und der Lokalkolorit von München fällt auch kaum ins Gewicht , ich finde wenn nicht einige wenige typisch Münchner Orte (P1, Isar etc.) genannt worden wäre, hätte man die Stadt beliebig austauschen können.

Nebenbei dürfen wir noch an Nataschas Privat- oder besser Liebesleben teilnehmen und sehen, ob und wie sie die Probleme dort in den Griff bekommt. (Hätte es für mich nicht unbedingt gebraucht).

Autor:
Ulrich Radermacher, geb. 1964 in Trier, studierte nach einer Banklehre BWL. 1990 zog er in den Landkreis Freising. Er ist Vater von zwei erwachsenen Söhnen und unabhängiger Vermögensberater. Gepackt von der Leidenschaft des Schreibens verfasste er die Manuskripte für zwei München-Krimis

Mein Fazit:
Ein Krimi für zwischendurch, aber für mich kam nie so richtige Spannung auf.
Das Ende brachte dann noch eine Überraschung, wobei man die auch schon nach 2/3 der Geschichte in Erwägung gezogen hat.
So gut mir der 1. Fall („Saukerl“) gefallen hat, muss ich doch sagen, konnte mich dieser Fall nicht so überzeugen.
Von mir knappe 3 Sterne.