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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2021

Fesselnd

Mohnblumentod
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Der Säugling reicher Eltern verschwindet spurlos. Eine Entführung? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Eine Lösegeldforderung geht nämlich nicht ein. Die Ermittler stehen zunächst vor einem Wald nicht ...

Der Säugling reicher Eltern verschwindet spurlos. Eine Entführung? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Eine Lösegeldforderung geht nämlich nicht ein. Die Ermittler stehen zunächst vor einem Wald nicht vorhandener Spuren, Hinweise und Motive. Sie müssen allerdings auch nach und nach feststellen, dass sie in einem Geflecht aus Lügen, Halbwahrheiten und Verschwiegenem stecken, das es ihnen fast unmöglich macht, die Spur des Babys auszumachen. Neben dieser Geschichte wird die zweier Mädchen in einem Heim für "vorbelastete" Jugendliche - das wiederum in einer ehemaligen Irrenanstalt untergebracht ist - und die Vergangenheit der Ermittlerin Charlie Lager aufbereitet - und zum Schluss tragisch zusammengeführt. Der Klappentext behauptet: Fesselnd, abgründig, skandinavisch. Das kann man nur unterschreiben.

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Veröffentlicht am 25.10.2020

Witzig

Den letzten Gang serviert der Tod
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Nein, natürlich ist ein vierfach Mord - vergiftet, erstochen, ertränkt, erschlagen - nicht witzig. Aber, ganz getreu der Maurer-Art, ist dieses Buch gespickt mit witzigen oder aberwitzigen Redewendungen, ...

Nein, natürlich ist ein vierfach Mord - vergiftet, erstochen, ertränkt, erschlagen - nicht witzig. Aber, ganz getreu der Maurer-Art, ist dieses Buch gespickt mit witzigen oder aberwitzigen Redewendungen, Sprachbeiträgen und Gesprächen und voll von Situationskomik, die zum Schmunzeln, wenn nicht gar herzhaftem Lachen anregen. Allein die Sache mit dem Kennwort: Vergessen. Wie vergessen? Na, vergessen ist das Kennwort dieses Mitarbeiters. Wie kann man das Kennwort vergessen? Herrgott, das Wort "vergessen'" ist das Kennwort. Ja, jetzt fällts mir auch wieder ein. Sie haben das Kennwort auch vergessen? ... Dann die vielen falschen Fährten mit Bewertungsportalen bzw. Fakes darauf, dem Minaccioso und dem aberwitzigen Ermittlungsansatz mit dem Problembären. Ein bisschen heftig und auch nicht ganz glaubwürdig die Sache mit dem Passagierflugzeug. Aber lest einfach selbst. Ein echter Maurer, der einfach Spaß am Lesen macht. Und ein echter Gaumenschmaus für Pilzkenner.

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Veröffentlicht am 15.04.2020

Volltreffer

Das Dorf der toten Seelen
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Eine gruselige Geschichte über ein vor über 60 Jahren verschwundenes Dorf - bzw. dessen verschwundenen über 900 Einwohner -, über die eine junge Regisseurin eine Dokumentation filmen möchte. Zusammen mit ...

Eine gruselige Geschichte über ein vor über 60 Jahren verschwundenes Dorf - bzw. dessen verschwundenen über 900 Einwohner -, über die eine junge Regisseurin eine Dokumentation filmen möchte. Zusammen mit ihr: aktuelle und frühere Freundinnen und Freunde. Doch das Vorhaben verdichtet sich zu einer furchtbaren Gruselgeschichte, in der man nicht mehr weiß, ob man seinen Wahrnehmungen noch trauen kann oder nicht. Und in der die Freundschaften auf arge Proben gestellt werden. Wem kann man noch vertrauen? Es passieren zunächst merkwürdige, dann immer gewalttätigere Dinge. Der ausgefallene Handyempfang und krächzende, fremde Laute aus Walkie-Talkies sind da noch harmlos zu nennen. Zum Schluss ist das Geheimnis um das Dorf gelöst - jedoch zu welchem Preis?
Man kann sagen, dass die Autorin einen Volltreffer gelandet hat, ist sie doch erfolgreich in die sicher nicht kleinen Fußstapfen der Mutter gestiegen. Die Geschichte ist höchst spannend entwickelt worden. Die Charaktere zum Teil eckig und kantig, man muss sich mit ihnen auch nicht in jedem Falle positiv identifizieren. Ein hoher Spannungsbogen, bis zum Schluss. Die Geschichte liest sich zügig weg. Kann man empfehlen.

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Veröffentlicht am 11.06.2019

Was für eine Story

Schneewittchensarg
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Eine unglaublich fesselnde Geschichte, die vor fast 50 Jahren begann, aber erst jetzt mit voller Wucht in den Mittelpunkt rückt und nach Aufklärung drängt. Es geht nicht nur um die Braut, die damals verschwand ...

Eine unglaublich fesselnde Geschichte, die vor fast 50 Jahren begann, aber erst jetzt mit voller Wucht in den Mittelpunkt rückt und nach Aufklärung drängt. Es geht nicht nur um die Braut, die damals verschwand und jetzt womöglich wieder aufgetaucht ist. Es wird auch ein Sittengemälde der späten 60er, frühen 70er Jahre gezeichnet. Daneben die Ermordung der Schwiegertochter von Ingrid Nyström, der zwar schon Monate zurück liegt, aber immer zwischen ihr und Stina Forss steht. Je weiter die Ermittlungen im Fall der verschwundenen - und ermordeten? - Braut gedeihen, um so mehr Ungereimtheiten, aber auch Ungeheuerlichkeiten tun sich auf. Es werden jede Menge Sympathien und Antipathien entwickelt, bis dann das teils traurige, erschütternde, teils versöhnliche Ende und die Aiflösung des Falls erreicht ist. Ein spannungsgeladenes Buch, das man in einem Rutsch durchlesen möchte und kann.

Veröffentlicht am 29.04.2018

Kluftinger as its best

Kluftinger
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"Wer liegt bereit? Fläschle und Didi. Wer ist das? Was? Der Didi. Der Schnuller. Ach der Bapfi."
"Schönen Tag mein Guter, wir suchen nach einem Restaurant. Ein Restaurant gibt es in Altusried nicht, aber ...

"Wer liegt bereit? Fläschle und Didi. Wer ist das? Was? Der Didi. Der Schnuller. Ach der Bapfi."
"Schönen Tag mein Guter, wir suchen nach einem Restaurant. Ein Restaurant gibt es in Altusried nicht, aber bein Mondwirt machen sie saugute Kässpatzen. Lieb gemeint, aber wir würden dann doch eher etwas Urbaneres bevorzugen. Der Urban hat keine Gaststätte mehr, bloß noch eine Metzgerei. Wer? Der Urban Joseph."
Es sind diese Wortfechtereien, diese ständigen Missverständnisse und das Aneinandervorbeireden, das wieder einmal einen Kluftinger ausmacht. Und zum Brüllen komisch ist. Das neue Buch ist voll davon und macht das Lesevergnügen aus. Aber auch die Reise in die Vergangenheit, die Geschichten, die da erzählt werden und Auswirkungen auf das Jetzt haben, sind grandios. Wie Klufti z.B. Dr. Langhammer kennenlernte, als beide noch Teenager waren, oder woher sein Spitzname kommt. Das Treffen mit Maurers Jennerwein - ganz klasse. Wieder einmal ein Buch zum Durch- und Weglesen. Danke an Klüpfel/Kobr.