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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Nette Geschichte

Die Ungehörigkeit des Glücks
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Jenny Dowham und ich hatten es in der Vergangenheit ein wenig schwer miteinander, nachdem ich bereits zwei Bücher von ihr lediglich als „nett“ bezeichnen konnte. Dementsprechend skeptisch war ich zunächst, ...

Jenny Dowham und ich hatten es in der Vergangenheit ein wenig schwer miteinander, nachdem ich bereits zwei Bücher von ihr lediglich als „nett“ bezeichnen konnte. Dementsprechend skeptisch war ich zunächst, als ich erfahren habe, dass die Autorin ein neues Buch herausgebracht hat. Da die Kurzbeschreibung allerdings so gut klang, wollte ich der Geschichte allerdings doch eine Chance geben.

Nun, ich muss leider sagen, dass der ganz große Kracher für mich leider wieder einmal ausgeblieben ist. Die Autorin kann definitiv schreiben und weiß, wie sie Worte und Gefühle bestens verpacken kann. Leider ist es jedoch so, dass mich „Die Ungehörigkeit des Glücks“ leider nicht so berühren konnte, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Geschichte ist zwar an sich gut, aber es fehlte mir das gewisse Etwas. Dennoch muss man sagen, dass mir die Geschichte schon deutlich besser als z.B. ihr Werk „Ich gegen dich“ gefallen hat.

Die Idee, dass die alleinerziehende Caroline mit ihrer 17-jährigen Tochter Katie und ihrem Bruder mit ihrer kranken Mutter Mary unter eine Dach lebt, fand ich zunächst wahnsinnig interessant, denn wenn drei Generationen in einem Haus aufeinandertreffen, kann dies nicht nur schwierig sein, sondern auch die ein oder andere Überraschung mit sich bringen. Da Caroline und Mary lange nur sporadischen Kontakt zueinander hatten, muss sich Caroline nun um diese kümmern, da sie an Alzheimer erkrankt ist und nicht mehr alleine leben kann. Katie findet dagegen alles recht spannend und möchte mehr über ihre Großmutter erfahren und diese besser kennen lernen. Dabei erfährt man auch einiges über die Familiengeschichte, bei dem auch das ein oder andere Geheimnis gelüftet wird.

Das Cover ist schlicht, aber dennoch passend zur Geschichte und schön anzusehen. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen direkt begeistern können, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Die Ungehörigkeit des Glücks“ ist eine nette Geschichte, die mir zwar an sich gefallen, allerdings keinen großen Eindruck hinterlassen hat. Figuren, Schreibstil und Setting sind zwar gut, aber der ganz große Kracher blieb für mich aus. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Geschichte noch viele Leser erreichen wird und wer Jenny Downham mag, wird an diesem Werk sowieso seine Freude haben.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gute Geschichte mit einigen Schwächen

Pandora - Wovon träumst du?
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„Pandora – Wovon träumst du?“ ist mir schon vor dem Erscheinungstag ins Auge gesprungen, da das Cover einfach nur wunderschön aussieht. Da ich somit dementsprechend neugierig auf die Geschichte war, stand ...

„Pandora – Wovon träumst du?“ ist mir schon vor dem Erscheinungstag ins Auge gesprungen, da das Cover einfach nur wunderschön aussieht. Da ich somit dementsprechend neugierig auf die Geschichte war, stand für mich schnell fest, dass ich das Buch zeitnah lesen möchte. Hier habe ich eine interessante, ereignisreiche und spannende Geschichte erwartet, die ich allerdings nur teilweise erhalten habe.

Damit möchte ich nicht sagen, dass mir die Geschichte nicht gefallen hat, denn die Autorin kann wirklich sehr gut schreiben. Mein Problem ist hierbei allerdings, dass an der Geschichte einfach alles nett ist, aber das gewisse Etwas leider gefehlt hat. Dabei ist die Geschichte an sich wirklich gut ausgearbeitet und auch bei den Figuren hat sich die Autorin Mühe gegeben. Dennoch wollte der Funke nicht so ganz überspringen, denn nachdem ich das Buch beendet habe, hatte ich leider nicht das Gefühl, als hätte ich aus der Geschichte großartig etwas mitgenommen.

Erzählt wird hierbei die Geschichte von Sophie und ihrer Zwillingsschwester Liz. Sie nutzen – wie alle anderen Menschen auch – einen sogenannten SmartPort in ihrem Hirn, der dafür sorgt, dass sie jederzeit online gehen können und keine weiteren Hilfsmittel dazu mehr benötigen. Die beiden Mädchen wurden bereits früh voneinander getrennt, da sie nach dem Tod ihrer Mutter an verschiedene Familien adoptiert wurden. Nachdem sie sich jedoch wiedergefunden haben, versuchen sie mehr über ihre Vergangenheit herausfinden und stoßen dabei auf das ein oder andere Familiengeheimnis, welches sie in höchster Gefahr bringt, denn ausgerechnet der Sandman, der die gesamte Menschheit und deren Träume überwachen möchte, ist den beiden Schwestern auf der Schliche…

Die Idee, dass hierbei die gesamte Menschheit überwacht und beeinflusst wird, ist zum Großteil doch sehr erschreckend, wenn man allerdings bedenkt, wie die Welt heute schon stellenweise von außen gelenkt wird, hat man das Gefühl, dass „Pandora – Wovon träumst du“ doch weitaus realistischer ist, als man sich vielleicht eingestehen möchte. Dennoch hat es mir bei der Geschichte stellenweise an Spannung gefehlt, denn für mich war das Buch zum Teil dann doch sehr vorhersehbar.

Das Cover ist ein absoluter Hingucker und passt sehr gut zu der Geschichte. Hier sticht besonders die tolle Farbgestaltung ins Auge. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls sehr gut, sodass ich die Geschichte unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: „Pandora – Wovon träumst du?“ ist eine gute Geschichte, bei der irgendwie alles nett ist, mir allerdings insgesamt das gewisse Etwas gefehlt hat, um vollends begeistert zu sein. Dennoch ist die Geschichte alles andere als schlecht, sodass Leser, die bereits Siegmunds erstes Werk gut fanden, auch an diesem Buch ihren Spaß haben werden.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gute Geschichte mit einigen Schwächen

All die verdammt perfekten Tage
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Jennifer Nivens Werk „All die verdammt perfekten Tage“ war Anfang des Jahres in aller Munde und wurde von vielen Lesern hochgelobt und mit Werken von John Green verglichen. Da ich ein großer Fan von John ...

Jennifer Nivens Werk „All die verdammt perfekten Tage“ war Anfang des Jahres in aller Munde und wurde von vielen Lesern hochgelobt und mit Werken von John Green verglichen. Da ich ein großer Fan von John Green bin, bin ich bei solchen Vergleichen immer ein wenig skeptisch, da die Erwartungen sonst schon fast zu hoch sind. Trotzdem habe ich mich auf das Buch herangewagt und ich muss sagen, dass es mir bis auf einige Schwächen gut gefallen hat.

Der Schreibstil ist nicht perfekt, aber vollkommen in Ordnung. Fakt ist, dass die Autorin schreiben kann und die Figuren sehr gut ausgearbeitet hat. Was jedoch die Stimmung in dem Buch anbelangt, so hatte ich oftmals das Gefühl, dass es von der Autorin zu gewollt war. Die Geschichte ist zwar durchaus emotional, allerdings hat die Autorin meiner Meinung nach schon fast zu sehr mit der Brechstange versucht, die Stimmung in eine gewisse Richtung zu lenken. Dies kann durchaus funktionieren, allerdings ist sie bei mir daran gescheitert, weil ich Bücher in ähnlicher Form bereits zu häufig gelesen habe.

Die Geschichte handelt von Violet und Finch. Beide denken über Suizid nach, als sie gemeinsam auf dem Glockenturm stehen, allerdings erkennt Finch in letzter Sekunde, dass er noch nicht sterben will und will Violet gleichzeitig klar machen, dass auch sie nicht in den Tod springen soll. Gemeinsam verlassen sie wieder den Turm, lernen sich kennen und kommen sich nach einiger Zeit sogar näher. Hierbei merkt man auch, dass beide Figuren kein einfaches Leben und somit ihre Probleme, Sorgen und Ängste haben. Ihre Gedanken werden dabei allerdings von der Autorin sehr gut zusammengefasst, sodass man einen recht guten Einblick in ihr Leben erhält. Dabei ist besonders interessant, wie sie sich gegenseitig Halt geben und wie sich ihre Leben entwickeln. Besonders Finch fand ich dabei sehr interessant.

Obwohl ich finde, dass das Buch einige Schwächen besitzt und z.B. die Emotionen meiner Meinung nach zu sehr gewollt waren, gehört „All die verdammt perfekten Tagen“ dennoch zu den Büchern, die einen zum Nachdenken anregen und dafür sorgen, dass man auch selbst sein bisheriges Leben überdenkt. Das Ende selbst fand ich zwar ein wenig enttäuschend, weil es relativ vorhersehbar ist, allerdings kann ich mit der Geschichte insgesamt ganz gut leben.

Kurz gesagt: „All die verdammt perfekten Tage“ ist mit Sicherheit nicht perfekt und konnte mich nicht völlig in den Bann ziehen, allerdings muss ich doch sagen, dass mir die Geschichte letztendlich trotz kleinerer Schwächen ganz gut gefallen hat und ich es somit gerne weiterempfehlen möchte.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Enttäuschendes Ende

Das Tal. Die Entscheidung
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Die „Das Tal“-Reihe gehörte in den letzten knapp vier Jahren zu meinen absoluten Lieblingen. Jeder Band wurde sehnlichst erwartet und somit war es kein Wunder, dass ich jedes Buch direkt nach seiner Veröffentlichung ...

Die „Das Tal“-Reihe gehörte in den letzten knapp vier Jahren zu meinen absoluten Lieblingen. Jeder Band wurde sehnlichst erwartet und somit war es kein Wunder, dass ich jedes Buch direkt nach seiner Veröffentlichung verschlungen habe. Ich muss jedoch auch zugeben, dass meine Vorfreude auf „Die Entscheidung“ immer mehr verpufft ist, da der Band gleich mehrfach verschoben wurde. Als der letzte Band der Reihe dann endlich veröffentlicht wurde, musste ich es natürlich direkt lesen, bin dann jedoch sehr schnell enttäuscht gewesen, da das Buch meine hohen Erwartungen nicht gerecht werden konnte.

An sich bin ich bei einem letzten Band einer Reihe immer sehr nachsichtig, da ich mich immer darauf einstelle, dass man eventuell nicht alle Antworten auf seine Fragen erhalten wird und auch sonst nicht alles so ablaufen wird, wie man es sich im Vorfeld vielleicht erhofft hat. Was ich aber bei „Die Entscheidung“ gelesen habe, hat mich in vielerlei Hinsicht enttäuscht. Da ist z.B. der Schreibstil, der mir dieses Mal komischerweise nur bedingt gefallen hat. Krystyna Kuhn kann normalerweise sehr gut mit Worten umgehen, jedoch wirkt dieser Band eher lieblos heruntergeschrieben, sodass von Spannung nicht viel zu erkennen war. Auch die Dialoge wirkten stellenweise recht flach, was mich besonders bei Katie und Robert enttäuscht hat, da ich deren Dialoge eigentlich immer wahnsinnig interessant fand. Dazu wurde mir von Frau Kuhn viel zu wenig aufgelöst und am Ende hatte ich noch mehr Fragen als vorher. Auf einer Seite steht sogar, dass man manche Dinge nicht zu erklären braucht. Dies ist zwar nur ein Gedanke einer Figur, aber dennoch hätte ich als Leserin schon sehr gerne ein paar Erklärungen gehabt, damit ich manche Geschehnisse besser hätte nachvollziehen können.

Dazu hat mich die Geschichte an sehr vielen Stellen an die TV-Serie „LOST“ erinnert. Wer die Serie kennt und besonders die vierte bis sechste Staffel verfolgt hat, wird hierbei unzählige Gemeinsamkeiten finden, die bei mir nur für Kopfschütteln gesorgt haben. Ich habe mal gelesen, dass die Autorin stellenweise von der Serie inspiriert wurde, wenn ich jedoch so sehe, was aus der Serie alles mehr oder weniger übernommen wurde, dann frage ich mich, wie viele eigene Ideen am Ende tatsächlich noch vorhanden waren.

Ja, ich bin enttäuscht. Ich habe diese Reihe wirklich geliebt und immer wieder entgegengefiebert, aber nach diesen Entwicklungen und dem recht enttäuschenden Ende bin ich dann doch eher ernüchtert und habe das Buch mit sehr gemischten Gefühlen beendet. Ich möchte jetzt nicht unbedingt sagen, dass das Buch wirklich schlecht ist, aber ich habe nicht die Antworten erhalten, die ich zuvor noch erwartet habe. Dazu hätte die Reihe deutlich weniger an „LOST“ erinnern müssen, denn besonders zum Ende hin, konnte ich immer mehr erahnen, worauf die Geschichte hinauslaufen wird und dies ist für die Spannung und dem weiteren Verlauf nahezu tödlich.

Auch die Entwicklung einiger Figuren hat mich zutiefst enttäuscht. Ich bin zwar sehr froh darüber, dass die Geschichte wieder einmal aus der Sicht von Katie und Robert erzählt wird, aber dennoch habe ich – besonders über Robert – nur sehr wenig erfahren. Man erfährt zwar, dass Robert bereits im Vorfeld sehr viel geahnt und gewusst hat, allerdings wird nie so ganz darauf ausgegangen, woher er dies alles wusste. So hat er zwar immer an alles geglaubt, aber die Frage nach dem großen Warum wurde nicht einmal ansatzweise beantwortet, sodass ich auch nach acht Bänden das Gefühl habe, dass ich Robert leider nie wirklich kennenlernen durfte. Bei Katie ist dies dagegen anders. Sie hat sich besonders in diesem Band mehrfach geöffnet, sodass ich mehr über ihre Schwächen und Ängste erfahren durfte. Andere Charaktere, wie z.B. Rose, David, Benjamin, Debbie und Julia blieben dagegen äußerst schwach und Julia blieb während der gesamten Geschichte bis auf wenige kleine Sätze nahezu stumm. Lediglich Chris durfte hierbei noch ein paar Sätze mehr sagen, allerdings sind diese nicht unbedingt aussagekräftig, sodass sämtliche Figuren, bis auf Katie, einen Rückschritt gemacht haben.

Ich habe bereits in meiner Rezension zum vorletzten Band der Reihe geschrieben, dass ich mir zum Ende hin einen ganz großen Knall wünsche. Ich wollte ein Ende haben, an das ich mich noch lange zurückerinnern kann, ein Ende, dass ich nicht erwartet hätte und ein Ende, dass mich mit der Reihe nur noch mehr verbunden hätte, aber leider blieb dies aus. Ich möchte nun wirklich nicht behaupten, dass das Buch schlecht sei, denn dies ist es wahrlich nicht. Es ist nur so, dass das Buch einen ganz anderen Verlauf genommen hat, als ich es mir erhofft habe. Natürlich war besonders in der zweiten Staffel zu erkennen, dass die Geschichte immer mehr Fantasy-Elemente mit sich brachte, dass das Ende dann aber doch so phantasiereich ist, hätte ich nicht gedacht.

Das Cover ist wieder einmal schön und passend zur Reihe. Zwar kann man sich über die Farbgestaltung dabei streiten, aber immerhin bin ich froh, dass man dem Coverstil treu geblieben ist. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls in Ordnung, allerdings hätte man sich den letzten Satz sparen können, denn dieser macht die Geschichte spannender, als sie eigentlich ist und somit kann man von der Geschichte schnell enttäuscht sein.

Es fällt mir ehrlich gesagt sehr schwer, eine faire Bewertung für „Die Entscheidung“ abzugeben, da ich anscheinend viel zu hohe Erwartungen hatte und mir ein Ende gewünscht habe, dass es wahrscheinlich nur im Bilderbuch gegeben hätte. Würde ich dieses Buch als Stand Alone bewerten, wäre es sicherlich ein Flop, da ich es aber als Teil eines Ganzen sehe, muss ich zugeben, dass man diesen Band unbedingt gelesen haben muss, da schon sehr viele, aber nicht alle Fragen beantwortet werden. Es wird sicherlich Leser geben, die mit diesem Ende mehr als zufrieden sind, andere, wie z.B. ich, werden eher enttäuscht sein. Ich bin jedenfalls froh, dass ich fast vier Jahre als Gast im Tal sein durfte und bin auf weitere Bücher von Krystyna Kuhn gespannt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Nette Geschichte mit einigen Schwächen

Dance of Shadows
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„Dance of Shadows: Tanz der Dämonen“ ist mir bereits vor einiger Zeit aufgrund des wunderschönen Covers ins Auge gesprungen. Da mich auch die Kurzbeschreibung gereizt hat, musste das Buch unbedingt auf ...

„Dance of Shadows: Tanz der Dämonen“ ist mir bereits vor einiger Zeit aufgrund des wunderschönen Covers ins Auge gesprungen. Da mich auch die Kurzbeschreibung gereizt hat, musste das Buch unbedingt auf meiner Wunschliste und später direkt in mein Bücherregal landen. Ich war auf das Buch sehr gespannt und habe mir ein paar tolle Lesestunden erhofft. Nun muss ich aber gestehen, dass das Buch ganz okay, aber kein Überflieger ist. Ich bin weder begeistert, noch großartig enttäuscht.

Man merkt Yelena Black an, dass sie mit ihrem Debütroman alles richtig machen wollte. Leider hat sie es dabei jedoch ein bisschen übertrieben, denn die Geschichte wirkt dadurch an vielen Stellen fast schon zu langatmig, da sie alles zu ausschweifend erzählt. Dennoch kann man das Buch an sehr vielen Stellen auch schnell und flüssig lesen. Die Dialoge sind gelungen und auch die Beschreibung der Charaktere hat mir gefallen, allerdings muss ich zugeben, dass mir nicht alle davon sympathisch waren. „Dance of Shadows: Tanz der Dämonen“ ist der Auftakt der „Dance of Shadows“-Trilogie.

Vanessa gehört zu der Sorte von Protagonistinnen, die ich leider nicht auf Anhieb ins Herz schließen konnte. Am Anfang wirkt sie unglaublich oberflächlich und farblos, während sie sich im Mittelteil steigern konnte. Sie wird bei der Ballettakademie in New York aufgenommen, auf der bereits ihre ältere Schwester gegangen ist. Diese ist jedoch spurlos verschwunden, sodass Vanessa hauptsächlich wegen ihrer Schwester auf der Akademie ist und nicht für sich selbst. Zwar liebt sie das Ballett, aber ihre Schwester einfach noch mehr, sodass sie sich hauptsächlich um das Verschwinden ihrer Schwester kümmern möchte. Dabei erfährt sie jedoch Dinge, die sie niemals erwartet hätte. Die anderen Charaktere sind gut getroffen, stellenweise sympathisch, auch sehr oberflächlich. Oftmals hatte ich auch das Gefühl, dass ich die Charaktere so gut wie gar nicht kennengelernt habe. Man kann nur hoffen, dass die Autorin sich diesem im Folgeband mehr widmen wird.

Die Thematik ist an sich gar nicht mal so schlecht und hatte eine Menge Potential, doch leider wurde dies viel zu oft nicht genutzt. Oftmals wurde vielmehr bei der Handlung übertrieben und einiges zu überspitzt beschrieben. Weniger wäre hier deutlich mehr gewesen, aber leider kann man sich dies ja nicht ausnutzen. Dabei kann man der Autorin jedoch kaum ihr Talent absprechen, ganz im Gegenteil: Ich hatte oft das Gefühl, dass sie eher zu viel wollte. Man spürt richtig, welche Mühe sich die Autorin gegeben hat, aber dadurch tat sie mir auch ein bisschen leid, denn ich hätte das Buch sehr gerne gemocht, aber es sollte nicht so ganz sein.

Natürlich darf bei so einem Buch auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Diese ist jedoch so dermaßen oberflächlich, sodass es keinen Spaß gemacht hat, Vanessa und Zep dabei zu beobachten. Gleichzeitig scheint dabei auch jeder zu bemerken, dass mit Zep etwas nicht stimmt, nur Vanessa läuft quasi blind in die Sache hinein.

Ebenfalls sehr enttäuschend sind so manche Logikfehler und offene Fragen, die hoffentlich in den nächsten beiden Bänden beantwortet werden. Dennoch ist es etwas merkwürdig, dass diese so gar nicht beantwortet wurden. Gleiches gilt für die Logikfehler, die nie wirklich ausgebessert werden. Es ist schon merkwürdig, dass ein Mädchen wie Margaret spurlos verschwindet, dabei aber jeder die Geschichte schluckt, dass diese einfach weggegangen ist. Es ist erstaunlich, dass weder von Mitschülern, noch von Lehrkräften großartige Fragen gestellt wurden und jeder einfach so diese Version schluckt, obwohl Margaret bei ihrem Verschwinden alles andere als alleine war.

Wunderschön ist die Covergestaltung, die ein absoluter Hingucker ist. Vanessa ist auf dem Cover unglaublich gut getroffen, die Haltung ist nahezu perfekt und auch das Gesicht wirkt sehr sinnlich. Ist euch dabei eigentlich mal aufgefallen, dass es aktuell sehr viele rothaarige Protagonistinnen gibt? Finde ich ehrlich gesagt etwas einfallslos. Ebenfalls gut gefallen hat mir die Kurzbeschreibung, die zwar zunächst recht lang erscheint, aber dennoch dabei noch vieles offen lässt.

Insgesamt hat mir der erste Band zur „Dance of Shadows“-Trilogie leider nicht so sehr gefallen. Ich habe zwar kein Meisterwerk erwartet, aber dennoch haben mich die schwachen Charaktere und die stellenweise viel zu langatmige Handlung abgeschreckt. Ich bin mir nicht nicht sicher, ob ich auch die anderen zwei Bände lesen werde.

Reihenfolge