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Veröffentlicht am 23.03.2020

Fehlende Nachvollziehbarkeit

Rabenprinz
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Nachdem ich Rogersons zweites Buch „Sorcery of Thorns“ bereits auf Englisch gelesen habe und für sehr gut befunden habe, wollte ich unbedingt auch ihr Debüt Rabenprinz lesen, dass passenderweise genau ...

Nachdem ich Rogersons zweites Buch „Sorcery of Thorns“ bereits auf Englisch gelesen habe und für sehr gut befunden habe, wollte ich unbedingt auch ihr Debüt Rabenprinz lesen, dass passenderweise genau jetzt auf Deutsch erschienen ist.

Rabenprinz handelt von der menschlichen Porträtmalerin Isobel, die im Tausch gegen Zauber Porträts von Elfen malt. Die Elfen selbst können nämlich keine Kunst erschaffen und sind daher für Gemälde, Bücher und andere Künste auf die Menschen angewiesen.
Als Isobel den Auftrag bekommt, Rook den Prinzen des Herbstlandes zu malen und ihm menschlichen Schmerz in die Augen malt muss sie sich mit Rook auf eine lange Reise begeben, denn Schwäche gleicht im Elfenreich einem Todesurteil.

Generell bin ich ein großer Fan von Romanen, in denen es um Elfen geht, Rabenprinz war aber hauptsächlich nur eines: unglaublich verwirrend.

Isobel lebt seit dem Tod ihrer Eltern gemeinsam mit ihren zwei Adoptivschwestern bei ihrer Tante Emma und kümmert sich um die Familie, indem sie mit ihrer Kunst Zauber verdient, die die Familie schützen oder ihnen Nahrung beschaffen. Sie ist eine starke Protagonistin, die sich nicht so leicht von den Elfen reinlegen lässt, gleichzeitig verfällt sie aber nach etwa 5 Sekunden dem Elfenprinz Rook.

Dieser verhält sich wie ein liebeskranker, unreifer Teenager, wobei man im Laufe des Buches merkt, dass Elfen generell nicht unbedingt die hellsten Köpfchen sind und Rook da kein Einzelfall ist. Die beiden Protagonisten hatten einfach nichts gemeinsam, sodass ich die romantischen Gefühle leider gar nicht nachvollziehen konnte.

Die Handlung selbst hatte definitiv Potential, die Idee hat mir auch ganz gut gefallen, aber das Buch hätte gut 200 Seiten länger sein können. Die wichtigsten Szenen wurden leider so schnell und verwirrend abgehandelt, dass ich Seiten oft mehrfach lesen musste um zu verstehen was da jetzt grade passiert ist, zudem fehlte es einfach an grundlegendem Worldbuilding und Erklärungen zu den Elfen, der wilden Jagd oder den verschiedenen Höfen. Manches hat sich zum Glück mit der Zeit noch besser erschlossen, aber oft waren es dann Erklärungen, die ich gut 100 Seiten früher gerne gehabt hätte. Während die wichtigen Szenen viel zu kurz ausgefallen sind, gab es oft seitenlange banale Konversationen zwischen Rook und Isobel, bei denen ich in Isobels Lage wohl eher direkt die Flucht ergriffen hätte.

Positiv fand ich neben dem wunderschönen Cover, dass zum Glück übernommen wurde, den Schreibstil an sich. Besonders die Natur wurde oft sehr ausschweifend beschrieben, wobei einige sehr schöne Beschreibungen genutzt wurden, andere jedoch auch etwas zu blumig und kitschig für mich waren.

Im Großen und Ganzen ist in diesem Buch leider kaum was passiert, es fehlte mir einfach an Inhalt, an spannenden Protagonisten und an Nachvollziehbarkeit. Auch das Ende hat mich leider immer noch mit zahlreichen Fragen zurückgelassen, sodass ich dem Buch nur 2.5 Sterne geben kann. Insgesamt merkt man leider, dass es ein Debütroman ist, an dem noch vieles unperfekt ist. Trotzdem denke ich, dass das Buch auch vielen Lesern gefallen kann, besonders wenn man ein Fan von Romantasy ist.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Deutlich schwächer als die Vorgänger.

Kiss me in Winter. Eine sugar coated Romance
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Ich muss sagen, dass mir damals Band 1 noch recht gut gefallen hat und auch eine schöne cozy Atmosphäre hatte. Band zwei war bereits deutlich schwächer, ich wollte dem dritten Band der Reihe aber trotzdem ...

Ich muss sagen, dass mir damals Band 1 noch recht gut gefallen hat und auch eine schöne cozy Atmosphäre hatte. Band zwei war bereits deutlich schwächer, ich wollte dem dritten Band der Reihe aber trotzdem eine Chance geben. Leider konnten mich weder die Charaktere noch die Handlung überzeugen, obwohl ich die Prämisse, dass es auf einer Weihnachtsbaum-Farm spielt echt süß fand.

Die Lovestory selbst habe ich leider 0,0 gefühlt. Sie war so gar nicht cozy, hat sich nicht langsam aufgebaut und es fehlte das Knistern zwischen den beiden. Stattdessen gab es haufenweise extrem unangenehme Spice-Szenen, die für mich in der Menge nicht in eine cozy Romance gehören.

Der Rest der Handlung war dafür leider sehr zäh, wenig überraschend und einfach nur langweilig. Für mich habe ich nun beschlossen die Reihe nicht weiter zu verfolgen.

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Veröffentlicht am 31.10.2020

Leider eine Enttäuschung

Celestial City - Akademie der Engel
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Das Buch hat definitiv mein Interesse geweckt, als ich gelesen habe, dass es um eine Akademie geht (ich liebe einfach Stories, die an Akademien spielen) und auch die Dämonen und Engel-Thematik ist aktuell ...

Das Buch hat definitiv mein Interesse geweckt, als ich gelesen habe, dass es um eine Akademie geht (ich liebe einfach Stories, die an Akademien spielen) und auch die Dämonen und Engel-Thematik ist aktuell noch weniger verbraucht als die typischen Feen, Magier und Hexen Stories. Trotzdem hat mich das Buch leider echt enttäuscht.

Nach den ersten 100 Seiten fand ich es zwar nicht überragend, hatte aber immerhin Spaß am Lesen, da die Protagonistin Bri charakterlich recht stark wirkte und das grundlegende Konzept einer Stadt, die nach dem Krieg zwischen Engeln und Luzifer in eine „helle“ und eine „dunkle“ Seite gespalten ist recht ansprechend war. Bri´s Mutter hat ausversehen nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Tochter an einen Dämon „verkauft“, sodass Bri eigentlich gezwungen ist bei den Dämonen in Ausbildung zu gehen um ihnen dann zu dienen. Als ihr bei ihrer Erweckungszeremonie, die zeigen soll von welcher magischen Gruppe sie berührt wurde, jedoch schwarze Flügel wachsen entbrennt ein Streit um sie und sie darf trotzdem auf die Fallen Academy, die die Engel besuchen.

Das war es dann aber schon mit Storypunkten, die ich gut fand. Es stellt sich schnell heraus, dass es mal wieder eine Chosen-One-Story ist, Bri natürlich unheimlich stark ist, alle Probleme in drei Sekunden lösen kann, sich im nächsten Moment aber wieder komplett unreif verhält nur weil sie die sexy Bauchmuskeln oder das superheiße Zwinkern ihres Love-Interests sieht. Mit Insta-Lovestories komme ich ja generell nicht besonders gut zurecht, in diesem Fall war das Ganze aber nochmal um einiges cringier. Auch die achso große Problematik des vierjährigen Altersunterschieds zwischen den beiden (beide sind Erwachsen also so what?), der eine Beziehung unmöglich macht weil er 1. deutlich mehr Erfahrung hat und 2. Natürlich Angst hat sie zu zerbrechen war für mich einfach nicht verständlich.

Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass eine grundsätzlich gute Idee hier einfach massiv dadurch versaut wurde, dass so ziemlich jedes Klischee einer typischen YA-Romantasy-Story eingebaut wurde (Chosen-One, Bad Boy, Insta-Love, schwuler bester Freund, großes Drama das keines ist, blablablabla). Ich wollte es wirklich mögen, aber das war einfach zu viel für mich, sodass ich leider nur 2 Sterne geben kann.

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Veröffentlicht am 06.07.2020

Leider sehr enttäuschend

V is for Virgin
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Der Beginn des Buchs hatte wirklich potential. Valerie wird von ihrem Freund verlassen und beginnt damit für sich selbst und ihre Jungfräulichkeit einzustehen, indem sie Schmuck mit V-Anhängern für Virginity ...

Der Beginn des Buchs hatte wirklich potential. Valerie wird von ihrem Freund verlassen und beginnt damit für sich selbst und ihre Jungfräulichkeit einzustehen, indem sie Schmuck mit V-Anhängern für Virginity und A-Anhängern für Abstinence herstellt und die Erlöse an eine Stiftung spenden möchte.

Das Buch könnte somit eine tolle Message vermitteln, nämlich die, dass es ok ist sich Zeit zu lassen, es eine persönliche Entscheidung ist ob man schon sehr früh Sex haben möchte, oder eben sogar bis zur Ehe wartet, doch kam diese Message leider bei mir nicht wirklich an.

Es begann bereits damit, dass ich es völlig überzogen fand, dass es direkt jeden in Valeries Schule und die Medien beschäftigt, dass sie noch Jungfrau ist. Das Mädchen geht noch zur Schule, ist vielleicht maximal 18 und noch Jungfrau. Na und? Sollte jetzt jeder eine TV Show kriegen, der noch Jungfrau ist? Das fand ich ziemlich überdramatisiert und hatte für mich bereits eher den gegenteiligen Effekt, denn in diesem Buch wird es als etwas absonderliches dargestellt, etwas über das sich absolut jeder lustig macht und ich hatte das Gefühl, dass die Art und Weise, wie V von ihren Mitschülern behandelt wird jungen Leserinnen eher noch mehr Druck machen würde keine Jungfrau zu bleiben, als ihnen Mut zu geben für sich selbst und ihre Überzeugungen einzustehen.

Rockstar Kyle hat bereits recht früh seinen ersten Auftritt in diesem Buch, ich hatte mir jedoch dann irgendwie eine andere Entwicklung zwischen den beiden vorgestellt als ich sie bekommen habe. Kurz gesagt: Kyle ist ein sexistisches ***, sieht nur Vs lange Beine, was er auch in jedem zweiten Satz und mit Hilfe des Spitznamens „Legs“ betont und möchte Val ins Bett kriegen. Val findet das nicht ok, wehrt sich gegen seine anzüglichen Sprüche, findet ihn aber gleichzeitig unglaublich anziehend. Wow, what a surprise. Wie sie einen Kerl so anziehend finden kann, der sie so dermaßen abwertend behandelt, ihre Einstellung zur Jungfräulichkeit so wenig ernst nimmt und einfach nur übergriffig ist, war mir ein Rätsel. Tiefgründige Gespräche und Gefühle zwischen den beiden blieben gänzlich aus, Kyle war aber sowieso nur ein Nebencharakter der jede paar Kapitel mal kurz für einige Beleidigungen in Erscheinung getreten ist. Der Epilog lässt jedoch erahnen, dass es im zweiten Band möglicherweise besser wird.

Anfangs fand ich Val tatsächlich noch recht angenehm. Sie setzt sich für ihre Message und sich selbst ein und gibt anderen auch mal Konter. Im Laufe des Buches wendet sich ihre anfängliche Stärke aber immer mehr dem negativen zu. Sie behandelt ihre Freunde mies und nutzt sie aus, wird wütend wenn andere nicht den gleichen Weg wie sie gehen, bezeichnet Mädchen die bereits Sex haben als Schlampen, urteilt je nach Aussehen oder religiösen Ansichten über andere und genießt es auch irgendwo im Rampenlicht zu stehen. Insgesamt habe ich in Valerie leider einfach keine Vorbildfunktion finden können.

Als wäre das noch nicht genug, kam dann noch das grauenvolle Ende dazu, indem sämtliche Register eines klischeehaften kitschigen Teenie-Film Endes gezogen wurden, das mir dann leider endgültig den Rest gegeben hat.

Insgesamt konnte ich bis auf den flüssigen und lockeren Schreibstil leider nicht viel Gutes in diesem Buch finden. Eine Protagonistin, die meiner Meinung nach nicht wirklich als Vorbild geeignet ist, eine unrealistische Thematisierung von Jungfräulichkeit und ein vollkommen dreister, unsympathischer und männlicher Protagonist haben mir persönlich die Lust auf die Fortsetzung gründlich verdorben. 2 Sterne für den netten Schreibstil.

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