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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2020

Nichts ist, wie es scheint

Wenn das Licht gefriert
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Sie sind schon seit 40 Jahren ein glückliches Paar, auch wenn die schwere Alzheimer-Erkrankung von Friedrich Elisabeth alles abverlangt. Liebevoll und mit viel Verständnis meistert Elisabeth die schwere ...

Sie sind schon seit 40 Jahren ein glückliches Paar, auch wenn die schwere Alzheimer-Erkrankung von Friedrich Elisabeth alles abverlangt. Liebevoll und mit viel Verständnis meistert Elisabeth die schwere Aufgabe, den bösen Seiten der Krankheit Paroli zu bieten. Eines Tages schockiert Friedrich Elisabeth aber mit einem Wissen, welches er gar nicht haben darf. Ohne zu ahnen, was er mit seiner Bemerkung anrichtet, weist er auf einen Fehler in der Aufarbeitung eines grausamen Verbrechens hin, welches die ganze Ortschaft vor vielen Jahren schockiert hat. Woher kennt Friedrich diese Details? Hat er mit dem tragischen Tod der Freundin ihrer Tochter zu tun? Ein böser Verdacht keimt in Elisabeths Gewissen...

Der Autor Roman Klementovic konnte mich schon mit seinen vorherigen Thrillern begeistern, so dass ich mit einer hohen Erwartungshaltung und viel Vorfreude in sein neues Werk gestartet bin. Schnell hatte er mich wieder mit seinem temperamentvollen und hervorragend zu lesenden Schreibstil gefesselt. Der Spannungsbogen wird mit einem atmosphärischen und dramatischen Prolog direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die ereignisreichen und mit vielen überraschenden Wendungen versehenden Enthüllungen eines lang zurückliegenden Geheimnisses auf einem aus meiner Sicht sehr hohen Niveau gehalten. Der Thriller hat sich im Verlauf bei mir zu einem echten Page-Turner entwickelt, den ich kaum aus der Hand legen wollte. Das fulminante Finale kann noch einmal mit einer spektakulären Pointe aufwarten und rundet den Thriller gelungen ab.

"Wenn das Licht gefriert" ist für mich ein mehr als gelungener Thriller, der mir einige spannende Lesestunden beschert hat. Überzeugt haben mich in erster Linie die clever konzipierte Geschichte und das Erzähltalent des Autors, der es bestens versteht, Spannungsmomente in Worte zu fassen. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 01.11.2020

Äußerst turbulente und unterhaltsame Krimikomödie

HAUSER - IMMER FESTE DRUFF!
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Hauser ist ein sehr erfolgreicher Detektiv, der mit seinem messerscharfen Verstand und einer unglaublichen Ruhe einen Fall nach den anderen löst. Nachdem er mal wieder einen spektakulären Fall souverän ...

Hauser ist ein sehr erfolgreicher Detektiv, der mit seinem messerscharfen Verstand und einer unglaublichen Ruhe einen Fall nach den anderen löst. Nachdem er mal wieder einen spektakulären Fall souverän aufgeklärt hat, erhält er einen lukrativen Job eines recht unsympathischen Anwalts. Was Hauser nicht ahnt ist, dass er eigentlich im Auftrag eines Gangsterbosses unterwegs ist. Auch dieser Fall kann schnell als erledigt betrachtet werden, aber er soll für Hauser noch ein längeres Nachspiel haben, denn er muss sich gezwungenermaßen auf einen Trip in die Frankfurter Unterwelt begeben, die die eine oder andere Herausforderung bereithält...

Beschrieben wird "Hauser - immer feste druff!" als Krimikomödie, und dies stellt das Buch auch von der ersten Seite an unter Beweis. Mit seinem temporeichen und äußerst lebendigen Schreibstil, konnte mich der Autor Andreas Zwengel schnell begeistern. Vor allem sein Sprachwitz, mit dem er immer wieder für herrlich humorvolle Momente sorgt verleiht dem Buch seinen ganz besonderen Charme. Der Hauptprotagonist Hauser bildet mit seiner "Assistentin" Melanie ein tolles und liebenswertes Duo, welches sich mit viel Action und Cleverness durch die Frankfurter Unterwelt schlägt. Selbst der Spannungsbogen kommt nicht zu kurz und wird über die aufreibenden Ermittlungen auf einem hohen Niveau gehalten. Das fulminante Finale sorgt dann für einen gelungenen Abschluss einer vom Autor Andreas Zwengel raffiniert konzipierten Geschichte.

Insgesamt konnte mich "Hauser - Immer feste druff!" bestens unterhalten und hat definitiv Lust auf weitere Fälle des sympathischen und manchmal etwas chaotischen Detektivs gemacht. Ich empfehle die Komödie sehr gerne weiter und bewerte sie mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 01.11.2020

Auf den Spuren von Dante

Der Todesbruder
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Ein grausamer Serientäter sorgt in der Hauptstadt Berlin für Angst und Schrecken. Sein erstes Opfer wurde bei vollem Bewusstsein verbrannt und sein zweites von unzähligen Wespenstichen getötet. Die Taten ...

Ein grausamer Serientäter sorgt in der Hauptstadt Berlin für Angst und Schrecken. Sein erstes Opfer wurde bei vollem Bewusstsein verbrannt und sein zweites von unzähligen Wespenstichen getötet. Die Taten verbindet eine römische Zahlenfolge, die an den Tatorten hinterlassen wurde. Was mag hinter den Taten stecken? Wird es weitere Opfer geben? Die ersten Spuren führen Viktor Puppe mit seinem Kollegen Ken zu einer kirchlichen Schule, bei der sie aber auf eine Mauer des Schweigens stoßen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt...

"Der Todesbruder" ist der dritte Band um den sympathischen Ermittler Viktor Puppe und seinem Team. Die ersten beiden Bände konnten mich bereits begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung ins neue Werk vom Autor Thomas Elbel gestartet bin. Nach wenigen Seiten war mir klar, dass ich nicht enttäuscht werden würde. Mit seinem temporeichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, hatte mich Thomas Elbel schnell wieder in den Bann gezogen. Der Spannungs-bogen wird gleich zu Beginn des Buches mit dem grausigen Auffinden des ersten Opfers gut aufgebaut und über die, mit überraschenden Wendungen gespickten, Ermittlungsarbeiten auf einem sehr hohen Niveau gehalten. Es fiel mir sehr schwer das Buch zur Seite zu legen, was auch an der sehr interessanten Weiterentwicklung der charismatischen Protagonisten lag. Sie prägen den Thriller und geben ihm eine besondere Note. Auch die wohldosierten humorvollen Einlagen heben den Unterhaltungswert des Buches, welches mit einem fulminanten Finale und einem aus meiner Sicht äußerst gelungenen Plot abgerundet wird.

"Der Todesbruder" ist für mich ein außerordentlich gut gelungener Thriller, der mir einige packende Lesestunden beschert hat. Ich empfehle es daher sehr gerne weiter, rate aber auch dazu, die Serie von Beginn an zu lesen, denn es lohnt sich. Meine Bewertung fällt folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen auch positiv aus.

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Veröffentlicht am 01.11.2020

Spannende Reise in Hamburgs Historie

Sturm über Hamburg
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Im Jahre 1848 wird eine Leiche in der Alsterfleet in Hamburg geborgen. Das Opfer stellt sich als Kurier heraus, dessen letzter Auftrag darin bestand, einen Kupferstich an seinen Empfänger zu überbringen. ...

Im Jahre 1848 wird eine Leiche in der Alsterfleet in Hamburg geborgen. Das Opfer stellt sich als Kurier heraus, dessen letzter Auftrag darin bestand, einen Kupferstich an seinen Empfänger zu überbringen. Zunächst ist es unklar, ob es sich um einen Unfall, einen Freitod oder gar einen Mord handelt. Der zur Zeit amtierende Polizey-Seargant Heißig nimmt die Ermittlungen auf und stößt mit Hilfe des Commis Moritz Forck auf eine Spur, die ihn in die höheren Kreise und damit verbunden auch in die Pläne um den umstrittenen Ausbau des Hamburger Hafens führt.

"Sturm über Hamburg" ist bereits der zweite Fall für den jungen Kaufmanns-gehilfen Mortis Forck. Ich bin als Quereinsteiger mit diesem Band in die Reihe eingestiegen und hatte zu keiner Zeit Verständnisprobleme. Der Autor Jürgen Rath erzählt die Geschichte in einem lebendigen und sehr bildreichen Schreibstil, der mir die damalige Zeit in Hamburg sehr gut vor Augen führte. Er legt dabei den Fokus auf die historischen Fakten, die zu jeder Zeit hervorragend und liebevoll recherchiert wirken. Der Spannungs-bogen wird langsam über den Toten in der Alsterfleet aufgebaut und über die Ermittlungen von Moritz Forck, sowie parallel dazu von Polizey-Seagant Heißig auf einem guten Niveau gehalten. Nichts desto trotz stand bei mir immer wieder die kriminalistische Geschichte aufgrund der spannenden historischen Informationen ein wenig im Hintergrund. Im Finale rundet eine gut nachvollziehbare Auflösung den historischen Kriminalroman gelungen ab.

Insgesamt konnte mich "Sturm über Hamburg" als fesselnder Roman begeistern, was in erster Linie an den sehr gut recherchierten historischen Hintergrundinformationen und dem Erzähltalent des Autors lag. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 01.11.2020

Der Sheriff von Raufarhövn

Kalmann
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Kalmann Odinsson jagt für sein Leben gerne Polarfüchse und Grönlandhaie, sich selbst sieht er als Sheriff von Raufarhövn und zeigt sich daher gerne mit Cowboyhut und Pistolengurt in der Öffentlichkeit. ...

Kalmann Odinsson jagt für sein Leben gerne Polarfüchse und Grönlandhaie, sich selbst sieht er als Sheriff von Raufarhövn und zeigt sich daher gerne mit Cowboyhut und Pistolengurt in der Öffentlichkeit. Er ist schon ein wenig speziell, was sicherlich auch an seinem unterdurchschnittlichen IQ liegt, der ihm mit in die Wiege gelegt wurde. Nichts desto trotz tritt er als ein herzens-guter Mensch, der eines Tages auf der Jagd nach einem Polarfuchs auf eine große Blutlache stößt. Hat diese mit dem plötzlichen Verschwinden des ansässigien Hotelbesitzers zu tun? Oder ist dort jemand Opfer eines Eisbären geworden, die in der isländiscen Region eher seltener zu finden sind? Auf alle Fälle ändert sich das Leben von Kalman von einem Tag auf den anderen...

Der Autor Joachim B. Schmid hat aus miener Sicht mit "Kalmann" einen besonderen Roman geschrieben. Er erzählt die Geschichte in einem klaren und gut zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in die Welt des Hauptprotagonisten Kalmann entführt hat. Der ganze Roman wird aus der Sicht von Kalmann geschildert und seine manchmal naive, aber immer grundehrliche Art verleiht der Geschichte ihren besonderen Charme. Der Spannungsfaktor kommt aufgrund der zunächst unerklärlichen Blutlache auch nicht zu kurz, und die Entwicklungen bis zur Lösung des großen Rätsels, sowie ein fulminantes Finale halten diesen auch auf einem guten Niveau. Besonders Augenmerk wird aber auf die einfache und klar definierte Person von Kalmann gelegt. Wie er die Welt sieht, sorgt beim Leser sicherlich für den einen oder anderen Schmunzler, macht aber auch manchmal ein wenig nachdenklich. Auf alle Fälle wächst der interessante Charakter dem Leser ans Herz und man fiebert gerne mit, wenn er seiner Rolle des Sheriffs von Raufarhövn nachkommt.

"Kalmann" ist für mich ein äußerst gelungener Roman, der zeigt, dass in unserer komplizierten und komplexen Welt gerade eine naive Weisheit und der Mut des reinen Herzens die Lösung vieler Probleme sein kann. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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