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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.08.2021

Melancholisch

Raumfahrer
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Jan arbeitet im Krankenhaus einer sächsischen Stadt das jedoch bald geschlossen werden soll. Er kümmert sich um alles mögliche und fährt Patienten zu ihren Behandlungen. Darunter ist Herr Kern, von allen ...

Jan arbeitet im Krankenhaus einer sächsischen Stadt das jedoch bald geschlossen werden soll. Er kümmert sich um alles mögliche und fährt Patienten zu ihren Behandlungen. Darunter ist Herr Kern, von allen nur der Alte genannt. Er scheint einiges über Jans Vergangenheit zu wissen und lädt ihn zu sich ein. Dort gibt er ihm eine Kiste mit Briefen und Fotos mit denen Jan so gar nichts anzufangen weiß. Dafür interessiert sich sein Vater für den Inhalt.

Was hat es damit auf sich und mit einem Bild von Georg Baselitz? Dieser Frage geht dieses Buch nach. Der Schreibstil ist sehr melancholisch, die tristen Plattenbauten der ehemaligen DDR mit zunehmendem Verfall werden sehr realistisch beschrieben. Leider habe ich den Roten Faden in dem Buch bis zum Ende nicht gefunden. Passagen aus Jans Suche nach der Geschichte wechseln mit Briefen und Erzählungen der Brüder Baselitz.

Das Cover, die Silhouette einer Stadt im Abendrot vermittelt eine Trostlosigkeit wie sie das ganze Buch über bleibt. Da ich über das Leben in der damaligen DDR nichts weiß, hatte ich mir hier ein wenig Hintergrund über die Lebensgewohnheiten vorgestellt. Leider hat mich das Buch ziemlich verwirrt und melancholisch zurückgelassen.

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Veröffentlicht am 28.02.2021

Tote Vögel

Tote Vögel singen nicht
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Das Cover ist schon etwas ungewöhnlich, ein toter Vogel auf weißen Blumen hat es schon eine Anspielung auf das Thema, Frauen die als Lockvogel für Treue in einer Agentur arbeiten. Der Anwalt Cosinus Gauß ...

Das Cover ist schon etwas ungewöhnlich, ein toter Vogel auf weißen Blumen hat es schon eine Anspielung auf das Thema, Frauen die als Lockvogel für Treue in einer Agentur arbeiten. Der Anwalt Cosinus Gauß der trotz nicht immer legalen Tricksereien ständig knapp bei Kasse ist wacht nach einer plötzlichen Ohnmacht in einem Hotelzimmer neben einer Leiche auf und hat keine Erinnerung wie es dazu gekommen ist. In ständiger Gefahr von der Polizei verhaftet zu werden macht er sich auf die Suche nach den Hintergründen.

Die Aufklärung am Ende hat mich etwas überrascht da ich den Weg zum entscheidenden Hinweis nicht nachvollziehen konnte. Es hätte ein richtig spannender Wirtschaftskrimi werden können auch wenn er sich für nicht Österreicher vielleicht nicht auf den ersten Blick erschließt.

Gestört hat mich der teilweise derbe sexistische Schreibstil trotz teilweise humorvoller Abschnitte. Die Person von Cosinus Gauß ist mir leider von Anfang an unsympathisch und er macht als Anwalt keine gute Figur.

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Veröffentlicht am 20.02.2021

Leben mit der Diagnose

Bucket List – Nur wer fällt, kann fliegen lernen
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Lacey ist 25 als sie die Diagnose erhält das BRCA1 Gen zu haben und damit eine erhöhte Gefahr an Brustkrebs zu erkranken. Auch ihre Mutter ist in jungen Jahren an dieser Krankheit verstorben. Klar das ...

Lacey ist 25 als sie die Diagnose erhält das BRCA1 Gen zu haben und damit eine erhöhte Gefahr an Brustkrebs zu erkranken. Auch ihre Mutter ist in jungen Jahren an dieser Krankheit verstorben. Klar das für sie eine Welt zusammenbricht. Gemeinsam mit ihren Freundinnen erstellt sie eine Bucket List mit Dingen die sie vor einer vorsorglichen Entfernung der Brust noch erleben will.

Lacey arbeitet in einem New Yorker Modehaus immer auf der Suche nach neuen Trends und Designern. In dieser Glitzerwelt der Mode ist kein Platz für Brustkrebs. Sie macht sich daran ihre Liste abzuarbeiten und findet junge Männer in die sie sich verliebt.

Im ersten und im letzten Teil erscheint Lacey abgeklärt und sachlich in dem großen Mittelteil möchte man ihr am liebsten, wie eine ihrer Freundinnen es ausdrückte, zurufen 'werd endlich erwachsen' So kindlich und sehr sexistisch erscheinen ihre Abenteuer.

Der Schreibstil ist locker, teilweise humorvoll wird das Leben in New York, seiner Clubs und der Modewelt geschildert. Aber auch abgeklärt der Besuch bei einem Schönheitschirurgen zumThema Brustaufbau.

Mit einem starken Anfang und einem nüchternen Ende hat das Buch doch in weiten Teilen viele Längen wo es viel um Sex geht. Auch die Bekleidung wird immer wieder angesprochen. Es hätte ein gutes Buch zur Aufklärung von Brustkrebs werden können, aber teilweise erschien mir das Buch wie ein trivialer Liebesroman.

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Veröffentlicht am 12.12.2020

komplexer Politkrimi

Final Control
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Ein Start-Up Unternehmen für künstliche Intelligenz und umfassende Kontrolle in China sucht neue Wege und drängt nach Europa. Dort ist gerade die EU zerbrochen und die Verfassungsorgane verlieren nicht ...

Ein Start-Up Unternehmen für künstliche Intelligenz und umfassende Kontrolle in China sucht neue Wege und drängt nach Europa. Dort ist gerade die EU zerbrochen und die Verfassungsorgane verlieren nicht nur ihre Macht sondern auch ihre Bedeutung.

Ein aktuelles gut recherchiertes Buch von Veitz Etzold mit sehr aktuellem Hintergrund. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, aus unterschiedlichen Blickwinkeln, Personen und Orte. Das macht es nicht leicht sich in das komplexe Thema einzuarbeiten dazu sind viele Abschnitte gespickt mit Fachvokabular.

Die Vorstellung der totalen Überwachung lässt es einem kalt den Rücken herunterlaufen. Und doch ist vieles davon heute schon Realität in Asien.

Leider blieb für mich die Spannung durch die unterschiedlichen Personen und Orte auf der Strecke und ich habe das Buch nicht beendet.

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Veröffentlicht am 04.11.2020

Odenwaldkrimi

Lügenpfad
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Vor etwa 20 Jahren haben die Amerikaner beim Rückzug ein Munitionslager im Odenwald hinterlassen. Als Frank Liebknecht zum Geburtstag eines Kollegen eine besondere Überraschung plant, stößt er auf diese ...

Vor etwa 20 Jahren haben die Amerikaner beim Rückzug ein Munitionslager im Odenwald hinterlassen. Als Frank Liebknecht zum Geburtstag eines Kollegen eine besondere Überraschung plant, stößt er auf diese Dokumente und sticht in ein Wespennest.

Dieser 5. Teil der Odenwald Regionalkrimis um Frank Liebknecht ist irgendwie anders und hat mich sehr verwirrt.

In Rückblicken wird die Geschichte einer Gruppe der RAF erzählt und die Gegenwart wo Markus entführt wird und jede Minute zählt um ihn zu finden.

Die Szenen im Wirtshaus in Vielbrunn sind irgendwie am autentischsten. Mit hessischem Dialekt begibt sich die Stammtisch Manschaft auf die Suche.

Der Krimi hat etliche Längen und viele Perspektiv Wechsel das läß keine richtige Spannung aufkommen.

Auch die Auflösung läßt noch viele Fragen offen.

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