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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.11.2020

Wenn Unwissenheit ein Geschenk ist

Das Geschenk
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Vorab: ich bin großer Fitzek-Fan und besitze alle Bücher. Dementsprechend hat dieses Buch große Konkurrenz aus der eigene Reihe. Die Aufmachung des Buches finde ich fantastisch, wie ein richtiges Geschenk. ...

Vorab: ich bin großer Fitzek-Fan und besitze alle Bücher. Dementsprechend hat dieses Buch große Konkurrenz aus der eigene Reihe. Die Aufmachung des Buches finde ich fantastisch, wie ein richtiges Geschenk. Inhaltlich konnte es mich allerdings nicht völlig überzeugen.

Zum Inhalt: Milan beobachtet eine scheinbare Entführung. Das Opfer schafft es noch ihm eine Botschaft auf einem Zettel zu zeigen. Allerdings gibt es ein Problem: Milan kann nicht lesen. Auf der Suche nach der Lösung des Rätsels erfährt Milan viel über sich selbst und seine Vergangenheit.

Zuerst einmal ist der Schreibstil gewohnt flüssig und angenehm zu lesen. Fitzek ist ein Meister der Spannung, der toll erzählen kann. Bei diesem Buch war ich allerdings häufiger verwirrt als gespannt, da die Handlung stark verworren konstruiert ist. Häufig musste ich Stellen zweimal lesen um mir klarzuwerden, was ich da grade erfahren habe. Darunter hat das Lesevergnügen etwas gelitten.

Es ist ein solides Buch für Fitzek-Fans aber sicherlich nicht das Beste von ihm.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Das war’s dieses Mal nicht für mich

Two Can Play – Die spielerische Weiterentwicklung von Liebe
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Ich liebe liebe liebe Ali Hazelwood und vor allem auch den nerdigen Charakter ihrer Romance-Bücher. Die Gaming-Welt ist jetzt tatsächlich nicht so unbedingt mein Ding, ich hab mich aber trotzdem sehr auf ...

Ich liebe liebe liebe Ali Hazelwood und vor allem auch den nerdigen Charakter ihrer Romance-Bücher. Die Gaming-Welt ist jetzt tatsächlich nicht so unbedingt mein Ding, ich hab mich aber trotzdem sehr auf das Buch gefreut. Gaming-Wissen ist auch definitiv nicht notwendig.

Trotzdem hat mich das Buch irgendwie nicht gecatcht. Und das liegt vor allem daran, dass in der ersten Hälfte des Buches einfach irgendwie nichts passiert. Ja, sie hat nen Crush auf ihn, über JAHRE. Aber da die beiden in dieser Zeit, die nur im Zeitraffer zusammengefasst wird gefühlt auch nie aufeinander treffen oder miteinander interagieren, fand ich fast schon armselig, wie sehr unsere Prota auf diesen scheinbar unerreichbaren Typen fixiert ist.

Dann komm das Retreat, was ein bisschen wie ein erwachsener Kindergarten wirkt und plötzlich kommt das ganze Ausmaß von Misskommunikation und Missverständnis ans Licht. Bisschen Spice, bisschen Happy End. Vor allem ein sehr abruptes und kurzes Happy End. Keine Ahnung, irgendwie hat mich das dann einfach nicht abgeholt.

Liest sich schnell weg, war aber dieses Mal nicht so mein Fall

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Ganz nett, aber der Funke fehlt

Society of Death. Von Rache verführt
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Skull & Bones ist einer der bekanntesten elitären Studentenverbände und damit ein wirklich packendes Thema für einen Suspense Roman. Yale selbst als Setting wird kaum weiter aufgegriffen, aber die die ...

Skull & Bones ist einer der bekanntesten elitären Studentenverbände und damit ein wirklich packendes Thema für einen Suspense Roman. Yale selbst als Setting wird kaum weiter aufgegriffen, aber die die Atmosphäre im späten 19. Jahrhundert kommt dafür ganz gut rüber. Finde ich tatsächlich auch stimmungsvoller, als wenn die Geschichte in der Gegenwart angesiedelt wäre, weil die sozialen, gesellschaftlichen Strukturen nochmal ganz anders zur Stimmung und zur Einbettung der Geschichte beitragen. Das hat mir wirklich gut gefallen.

Victoria, die sich nicht mit den Konventionen ihrer Zeit abfinden will, ist eine imposante Persönlichkeit und damit eine sehr Interessante Protagonistin. Ich kann ihren Drang zu lernen, selbst etwas zu gelten und zu bewirken sehr gut nachvollziehen. Sie stiehlt Emery in meinen Augen auch gehörig die Show- wo er hadert, ist sie mutig. Wo oberflächlicher Prestige und externe Anerkennung sein Antrieb sind, ist ihrer Wissensdurst. Wo er sich von seinen Dämonen überwältigen lässt, bleibt sie standhaft.

Die sich eher zart anbahnende Liebesgeschichte bleibt hinter den sich überschlagenden Ereignissen schnell zurück. Es stehen viel eher die Machtstrukturen innerhalb Skull&Bones im Fokus, die Vetternwirtschaft und der Druck, der auf die Mitglieder verübt wird. So richtig Spannung kam bei mir nicht unbedingt auf, viel eher plätschert die Handlung halt so vor sich hin und werden vorrangig durch Victorias Neugier und Nachforschungen vorangetrieben.

So richtig hat er bei mir mit diesem Buch nicht Klick gemacht, irgendwie fehlte mir vor allem zum Ende hin was, was einen größeren Bogen spannt und dem ganzen einen roten Faden gibt.
Fands nicht schlecht und man kann es gut weglesen, ist aber auch nichts, was bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

War eher nicht so mein Fall

Mornings in Boston - The Stories We Tell
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Eigentlich hörte sich das Buch für mich sehr vielversprechend an. Eine junge Frau, die ihren Traum lebt, während sie einen Schicksalsschlag verarbeitet und berufliche Enemies-to-Lovers hörte sich erstmal ...

Eigentlich hörte sich das Buch für mich sehr vielversprechend an. Eine junge Frau, die ihren Traum lebt, während sie einen Schicksalsschlag verarbeitet und berufliche Enemies-to-Lovers hörte sich erstmal gut an. Der Vibe der Geschichte war dann aber irgendwie nicht so ganz meins und das Buch hat mich nicht so richtig erreicht. Besonders auch emotional hab ich mich gar nicht abgeholt gefühlt.

Auch kitschige Kosenamen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Connor sich wie der letzte Abschaum verhält. Ich fand diesen Konkurrenzkampf, von dem Penelope nicht mal wusste, dass er stattfindet, total überzogen.
Connor klingt wie ein Typ, den man nicht mal mit der Kneifzange anfassen will, seine Ego-Tour hat mir echt den Ick gegeben. Null mein Fall.

Dafür fand ich Penelope umso sympathischer. Und die Clique bestehend aus Penelope, Scarlet und Grayson ist einfach göttlich.
Ein bisschen traurig war ich, dass man vom Vibe der Stadt kaum was mitbekommt. Und auch das durchaus ernste Thema, welches mit Penelopes Schwester aufgegriffen wird, kommt nicht so recht zum tragen.

Die Geschichte setzt viel aus Connors Charme, der bei mir einfach nicht angekommen ist und die Spannung, die zwischen den Protas herrscht und durch ziemlich klischeehafte Situationen befeuert wird. Und dass er sie plötzlich mag, nachdem sie zuerst was nettes, selbstloses für ihn getan hat. Weiß nicht… Hab ich ehrlich gesagt einfach nicht gefühlt.

Vom Schreibstil her voll in Ordnung, liese sich leicht und flüssig. Ich fands ok, aber es mich nicht abgeholt.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Leider gar nicht meins

Die zehntausend Türen
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Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit schonmal ein Buch der Autorin gelesen und war aber nur mäßig begeistert gewesen. Für mich war es damals weit hinter dem ausgelösten Hype und meiner Erwartung zurückgeblieben. ...

Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit schonmal ein Buch der Autorin gelesen und war aber nur mäßig begeistert gewesen. Für mich war es damals weit hinter dem ausgelösten Hype und meiner Erwartung zurückgeblieben. Jetzt klang „Die zehntausend Türen“ aber doch interessant für mich- handlungstechnisch irgendwo zwischen Märchen und Gothic Novel angesiedelt und ich wollte mit der Autorin nochmal einen zweiten Versuch wagen. Bin nun sicher: ihr Schreibstil ist einfach nicht meins.

Ich fand die Erzählweise wieder seltsam unnahbar. Auch in dieser Geschichte steht im Zentrum ein Nobody- ein mutterloses Mündel, vom Vater zurückgelassen und der Gnade seines Gönners ausgeliefert, einsam und verlassen. Und doch ist da etwas besonderes an diesem Mädchen, dass die Ereignisse der Geschichte ins Rollen bringt.

Parallel gibt es eine Geschichte innerhalb der Geschichte, deren Verbindung zur Haupthandlung sich schleichend offenbart. Solche Stilelemente mag ich normalerweise ganz gern, aber hier las sich das teilweise sehr zäh. Generell kommt die Handlung eher schleppend in Fahrt, während manche Szenen geradezu überzogen wirkten. Ich bin einfach nicht in den Flow der Geschichte reingekommen.

Die Idee mit den Türen hatte mir an sich ganz gut gefallen und ich mochte den Fantasycharakter der Handlung. Die Figuren waren mir aber zu blass und ich hatte manchmal Schwierigkeiten der Logik der Geschichte so wirklich zu folgen.

Ich glaube die Autorin und ihre Geschichte haben sicherlich ihr Publikum. Ich seh schon, worin der Reiz dieser Art von Geschichten liegen könnte, mich begeistert das aber leider eher nicht.

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